»Das Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.«

Birger Johannsen von news aktuell über Social Media in der Investor Relations

Birger Johannsen

Birger Johannsen
Produktmanager IR Services
news aktuell GmbH
Mittelweg 144
20148 Hamburg
Tel: +49 (0) 4113 32793
E-Mail: johannsen[at]newsaktuell.de
Webseiten: www.euroadhoc.de,
www.newsaktuell.de

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In unserem heutigen Interview sprechen wir mit Birger Johannsen von der news aktuell GmbH. Johannsen ist Produktmanager im Bereich Investor Relations (IR) Services und betreut Gesellschaften bei der Kapitalmarktkommunikation. Das Hamburger Unternehmen gehört zu den größten Kommunikationsdienstleistern in Europa.

Herr Johannsen, als Kommunikationsdienstleister verbreiten Sie Informationen über verschiedene Kanäle. Wie schätzen Sie das Potenzial und die Risiken von Social Media bei der Kapitalmarktkommunikation ein?

Die Kommunikation über Social Media ist inzwischen ein fester Bestandteil in der Kapitalmarktkommunikation geworden. Auch Unternehmen, die sich gegen eine aktive Social Media-Kommunikation entschieden haben, sollten die Kanäle im Auge behalten. Den Usern ist es schließlich egal, ob die Unternehmen mitmischen oder es ablehnen.
Inzwischen gibt es ja sogar verschiedene Studien, die dies belegen. Und in einigen wenigen Unternehmen hat der Social Media-Manager Einzug gehalten. Vor wenigen Jahren eine Position, die es nicht gab. Übrigens werden über unsere Kanäle bereits sämtliche Social Media-Kanäle automatisch beliefert.

Sehen Sie als Produktmanager tendenziell einen Zusammenhang in der erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit von Unternehmen, die für diese Position feste Mitarbeiter beschäftigen?

Ab einer gewissen Unternehmensgröße halte ich es für absolut notwendig die Öffentlichkeitsarbeit im Unternehmen zu verankern. Hierbei sollte die Position m.E. direkt an die Geschäftsführung berichten, denn als Unternehmenssprecher tritt man als Sprachrohr der Unternehmensführung auf. Da ist eine enge Zusammenarbeit zwingend erforderlich.

Die börsennotierten Unternehmen im Small- und Mid-Cap Bereich leiden seit 2008 unter dem Rückgang von Handelsvolumina. Welche Tipps haben Sie für Vorstände solcher Gesellschaften als flankierende Maßnahmen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit?

Small- und Mid-Caps hatten bereits vor dieser Zeit ein Aufmerksamkeitsdefizit gegenüber den indexnotierten Unternehmen. Gerade diese Unternehmen müssen durch überlegte, gezielte Kommunikation durch eigenen Aufwand das Interesse der Anleger wecken. Daher bietet news aktuell seit vielen Jahren besondere Instrumente um sich in der Medienlandschaft trotz beschränkter Aufmerksamkeit zu positionieren. Ein Beispiel: Unser „Investor Network“ bringt den direkten Draht zu Buy-Side-Analysten und Investment-Entscheidern in Europa und den USA. Insbesondere sind aber unsere Multimedia-Service (Bilder, Video, Grafiken) ein gutes Instrument, um sich gegen die Platzhirsche in der Medienlandschaft durchzusetzen. Unsere Contentpartner ergänzen gerne Ihre bestehenden Plattformen auf diese Weise.

Welches Produkt Ihres Hauses können Sie als Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zum Wettbewerb gegenüber Kunden einsetzen?

Da komme ich wieder auf unsere Multimedia-Services zurück. Ich denke, dass wir in Sachen multimedialer Kommunikation eine Vorreiterrolle eingenommen haben und viele spannende Tools bieten. Dazu gehören Video- und Streamingformate sowie Eventfotografie bis hin zur Erstellung von kampagnenbezogenen Websites (SmartSite). Zudem bieten wir mit unserem neuen Telefonkonferenzservice eine Preissicherheit, die es meines Wissens so auf dem Markt nicht gibt.

Mit welchen Argumenten treten Sie Kunden gegenüber, die Ihre Leistung quasi als Commodity betrachten und nur der Preis als Entscheidungsmerkmal bei der Auswahl des Verbreitungspartners zählt?

Auch wenn es auf den ersten Blick so scheint, gibt es doch klare Unterschiede zwischen den Dienstleistern. So bieten wir eine Reichweite, die mit großer Wahrscheinlichkeit in Deutschland und Europa einzigartig ist.

Können Sie quantitative oder qualitative Unterschiede im Kommunikationsverhalten von Unternehmen mit positivem oder negativem Image in der Öffentlichkeit feststellen?

In der Finanzmarktkommunikation lassen sich da eigentlich keine Unterschiede feststellen. Unabhängig vom Image sollte man regelmäßig im Kontakt mit der Financial Community stehen, um das Image aufrechtzuerhalten oder eben zu verbessern.

Welche Erwartungen haben Sie hinsichtlich des IBO- und IPO-Geschäfts in 2013?

Ich denke, dass der Markt für Mittelstandsanleihen wieder auf einem ähnlichen Niveau wie 2012 sein wird. Nachdem das vergangene Jahr aus Sicht des Kapitalmarkts sicherlich enttäuschend verlief, bin ich vorsichtig optimistisch für Börsengänge in 2013. Gerade das vergangene Quartal hat gezeigt, dass nach den trüben Vorjahren auch wieder größere Börsengänge möglich sind.

Herr Johannsen, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

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