»Von einer gewissen Summe an sagt man zum Geld Kapital.«

Carsten Scholz, German Pellets GmbH, über die aktuelle Anleiheemission und den Wachstumskurs

Carsten Scholz

Carsten Scholz
Leiter Investorenbetreuung

German Pellets GmbH
Am Torney 2a
23970 Wismar

Tel.: +49 3841 - 30 30 6 0
Fax: +49 3841 - 30 30 6 91 00
Internet: www.german-pellets.de

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Im heutigen Interview sprechen wir mit Carsten Scholz, dem Leiter der Investorenbetreuung der German Pellets GmbH, über die neue Unternehmensanleihe der Gesellschaft. Das Unternehmen ist der weltweit größte Holzpelletproduzent und -händler.

Herr Scholz, German Pellets begibt derzeit eine zweite Unternehmensanleihe mit einem Kupon von 7,25 % und einer Laufzeit von 5 Jahren. Was sind die Gründe für Ihre Emission?

Der Emissionserlös von bis zu 50 Mio. Euro dient der Finanzierung unseres weiteren Wachstums. Zurzeit werden in Europa etwa 14 bis 15 Mio. Tonnen Holzpellets verbraucht. Bis 2020 könnte der Pelletbedarf auf bis zu 60 Mio. Tonnen steigen. Dieses prognostizierte zweistellige Wachstum wollen wir maßgeblich mitgestalten und unseren Wettbewerbsvorsprung ausbauen. Dazu planen wir, die Mittel der Anleiheemission in den Ausbau unseres internationalen Lager- und Logistiksystems für Holzpellets und in die Weiterentwicklung unseres Endkundengeschäfts zu investieren. Darüber hinaus werden wir Mittel zur Steigerung der Effizienz unserer Werke einsetzen.

Wie hat sich ihr Geschäft seit Begebung der ersten Anleihe 2011 entwickelt und wofür haben Sie die Mittel eingesetzt?

Die wichtigste Botschaft ist: Wir konnten auch dank der ersten Anleihe unsere damals kommunizierten Ziele erreichen und unsere Kapazitäten und Marktanteile in Westeuropa kräftig ausbauen. Im Ergebnis haben wir den Konzernumsatz von 160 Mio. in 2010 auf rund 520 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2012 und das EBITDA von 25 auf knapp 40 Mio. Euro gesteigert. Maßgeblichen Anteil an dieser Steigerung hatten gezielte Zukäufe von Pellethändlern und -produzenten. Dazu zählen die Übernahme der FireStixx-Unternehmensgruppe, ein erfolgreiches Pellethandelshaus mit wesentlichen Marktanteilen in Deutschland, Österreich und Italien, sowie die Übernahme der österreichischen Glechner-Gruppe.

Wer sind die wichtigsten Kunden von German Pellets?

Unser größtes und margenstärkstes Kundensegment ist das Privatkundengeschäft, das sich in Westeuropa sehr dynamisch entwickelt. Die hohe Zahl alter und ineffizienter Heizungen sorgt dafür, dass immer mehr private Haushalte Ihre Wärmeversorgung auf Pellets umstellen. Hauptmotivation ist der Preisvorteil von Pellets gegenüber fossilen Energien wie Heizöl, der aktuell bei 35 bis 40 Prozent liegt. Auch unsere mittelgroßen Kunden aus Kommunen, Gewerbe und Industrie stellen zunehmend Ihre Wärmversorgung auf Pellets um. Hier sind die Amortisationszeiten besonders kurz. Holzpellets dienen im Wesentlichen zur Produktion von Wärme, können aber auch in Kraftwerken eingesetzt werden – unser drittes Standbein. Auch hier steigt aufgrund gegenwärtig laufender und noch geplanter Umstellungen von Kraftwerken die Nachfrage nach Holzpellets an. Besonders dynamisch entwickelt sich dieser Markt in Großbritannien.

Wie ist ihr Ausblick für das laufende Geschäftsjahr?

Wir gehen für das laufende Geschäftsjahr von einer Fortsetzung des Wachstumskurses aus. Strategische Bedeutung kommt den von German Pellets in den US-amerikanischen Werken produzierten Mengen zu. Sie werden dazu beitragen, den steigenden Pelletbedarf in Europa zu decken. Das erste Werk in Texas wird derzeit in Betrieb genommen. Mit dem Bau eines zweiten Werkes im holzreichen Bundesstaat Louisiana wird in Kürze begonnen. Für beide Werke wurden bereits langfristige Lieferverträge mit europäischen Energieversorgern geschlossen.

Herr Scholz, vielen Dank für das Gespräch.

 

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