»Erfolg ist in den meisten Fällen vom Kapitaleinsatz abhängig.«

Die Gründer von TV-TWO im Interview wie die Blockchain in unser Wohnzimmer kommt

Philipp Schulz

Philipp Schulz
Geschäftsführer
TV-TWO GmbH

Landstr. 40
9495 Triesen
Liechtenstein

Tel.: +49 30 403668 56

philipp.schulz(at)tv-two.com
www.tv-two.com

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Der TV-TWO ICO will den globalen Fernsehmarkt dank Blockchain-Technologie umkrempeln. Auch im Jahr 2018 ist Fernsehwerbung wieder das beliebteste Medium der Marken. 180 Milliarden Dollar verteilen sie Jahr für Jahr an TV Netzwerke für das Ausspielen ihrer Spots. Kein Wunder, verbringt der Otto Normalverbraucher doch 3 Stunden täglich vor dem Fernseher. Genau hier positioniert sich TV-TWO und schafft durch zwei bahnbrechende Technologien Mehrwert für die Branche. Wir hatten die Chance mit den Gründern Jan Phillip Hofste und Philipp Schulz über Ihr Start-up zu sprechen.

Hallo Herr Hofste, hallo Herr Schulz, vielen Dank für Ihre Zeit. Können Sie uns vorab kurz etwas zu Ihrem Hintergrund sagen und wie Sie sich kennengelernt haben?

Jan Phillip Hofste: Nach meinem Studium in Industrial Engineering am Karlsruher Institut für Technologie und meinem Master in Management an der WHU führte der Weg nach Berlin. Über den VC Project A Ventures ging es zum Mobile Advertising Startup Minodes. Philipp startete nach seinem Bachelor an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht in Oestrich-Winkel ebenfalls bei Minodes. Im Laufe von zwei ereignisreichen Jahren übernahm Philipp das Business Development Department und ich wurde zum CPO (Produktleiter). Im Mai 2017 wurde Minodes für mehr als 10 Millionen Euro durch die Telefónica aufgekauft. Im Anschluss entschieden wir uns die gesammelten Erfahrungen in der Werbeindustrie zu nutzen und TV-TWO zu gründen.

Wie funktioniert TV in 2020?

Philipp Schulz: TV-TWO ist eine kostenlose Smart TV App, welche dem Konsumenten ein automatisch personalisiertes TV Erlebnis bietet - ein Kanal, der immer das zeigt, was den Nutzer interessiert. Während der Zuschauer traditionelles Fernsehen schaut, kann er durch einen einfachen Knopfdruck auf der Fernbedienung die TV-TWO Welt starten. Hier wird ein endloser, personalisierter Video Stream angezeigt. Drei Input Faktoren helfen dem Algorithmus personalisierte Videoinhalte zu kuratieren: Beim ersten Start der App können aus verschiedenen Kategorien persönliche Favoriten ausgewählt werden. Des Weiteren erkennt die App das Nutzungsverhalten ihrer User im klassischen TV, respektive das dort laufenden Programm, sowie in dem angebotenen Video Stream, welcher dem Konsumenten die Freiheit gibt, Videos zu pausieren, vorzuspulen oder zu überspringen. Die Kombination dieser drei Faktoren führt zu einer maßgeschneiderten Mischung aus organischen Inhalten und relevanten Werbevideos.

Was bedeutet TV-TWO für die Werbebranche?

Jan Phillip Hofste: Aus Markensicht bietet TV-TWO die Möglichkeit zielgruppenspezifische Werbung, auch für kleinere Budgets, auf dem Fernsehgerät auszustrahlen. Da die Applikation via Smart Contract direkt mit dem Werbetreibenden kommuniziert, können Kampagnen transparent ausgewertet und optimiert werden. Ebenso fördert die Blockchain Technologie den Aufbau von direkten Beziehungen zwischen Werbetreibenden und Konsumenten. Im TV-TWO Ökosystem wird das Werbebudget in Form des Tokens for Television (TTV) direkt an die Zuschauer weitergereicht. Werbetreibende erwerben den TTV und reichen diesen nach Ausstrahlung ihrer Werbung an jene Konsumenten weiter, welche ihr Video angesehen haben. Dies geschieht anteilig der geschauten Dauer des Clips. Der Konsument kann den Token anschließend gegen Bitcoin oder Euro auf Kryptobörsen tauschen. Folglich erhalten Konsumenten Kryptowährungen, als Dankeschön für ihre Aufmerksamkeit und bereitgestellten Daten. TV-TWO bringt Transparenz und Fairness in den TV Werbemarkt.

Bekannterweise ist der TV Markt hart umkämpft. Konntet Ihr schon namenhafte Geschäftspartner akquirieren?

Philipp Schulz: Für uns sind starke Partnerschaften für guten Content essenziell. Wir arbeiten hierzu bereits mit 20th Century Fox of Germany zusammen. Markus Schneider, CFO von 20th Century Fox, ist zusätzlich in unser Advisory Board eingetreten, um uns tatkräftig mit seinen Kontakten und Netzwerk zu unterstützen. Ebenfalls freut sich RTL ll auf eine innovative Zusammenarbeit.

Jan Phillip Hofste: Sicherlich sind die TV-Sender unter den größten Produzenten von Videomaterial, jedoch gibt es jede Menge weiterer Quellen von Filmstudios bis hin zu YouTubern oder Vimeo-Produzenten. Wir haben aus diversen Sparten spannende Partner an Bord.

Inwiefern ist die Blockchain Technologie zentral für TV-TWO?

Philipp Schulz: Unser Ziel ist es nicht nur, die TV-Landschaft technologisch auf ein Level mit der Online-Welt zu hieven, sondern die Zukunft von werbefinanzierten Modellen mit einer stärkeren Beteiligung der Zuschauer neuzugestalten. Werbetreibende rund um den Globus beklagen steigende Preise bei gleichbleibend mangelhafter Transparenz über ihre Werbeausgaben. Gängige Fragen sind: „Wen erreiche ich mit meinen Botschaften?“, „Wie interagieren die Zuschauer mit meinen Inhalten?“, „Sind die Reportings glaubwürdig?“. Die Blockchain-Technologie bietet die ideale Basis, mangelndes Vertrauen vonseiten der Werbetreibenden zurückzugewinnen.

Oftmals wird die Blockchain Technologie missbraucht um einen ICO durchzuführen. Inwiefern seid ihr wirklich dezentral?

Jan Phillip Hofste: Unsere Smart-TV-App kommuniziert direkt mit dem Werbetreibenden via Smart Contract auf der Ethereum-Blockchain. Wir bieten lediglich die Plattform in Form unseres Video Streams. Dies garantiert Transparenz über die Ausspielung. Da der Smart Contract für alle Parteien über unser GitHub einsehbar ist, kann eine Manipulation der Watch Statistics auf der offenen TV-TWO-Plattform ausgeschlossen werden. Zusätzlich kann durch die direkte Interaktion zwischen dem Werbetreibenden und dem Konsumenten die Relevanz von TV-Sendern reduziert werden. Da TV noch immer das Massenmedium schlechthin ist, stellt dies für uns einen spannenden Schritt in eine dezentrale Zukunft dar. Als dApp (dezentralisierte Applikation) mit direktem Bezug zum Endverbraucher könnte TV-TWO eine Vorreiterrolle in der Verbreitung von Blockchain Technologie in der Gesellschaft einnehmen.

Wie läuft Euer ICO bisher, was habt ihr noch vor?

Philipp Schulz: Unser ICO ist live seit dem 24. Mai und wir konnten bereits Token im Gegenwert von rund 7.5 Millionen US Dollars allokieren. Dies entspricht beinahe der Hälfte unseres Hard Cap. Als Lead Investor hat sich unser Partner trade.io mit dem neugegründeten Seed & Venture Programm, ein 300 Millionen US Dollars schwerer Zusammenschluss mehrerer internationaler Blockchain Funds, platziert. Wir haben noch einige zusätzliche Asse im Ärmel und sind zuversichtlich bis zum ICO Ende am 24. Juli unser Ziel von rund 15 Millionen ICO Funding erreicht zu haben.

Abschließende Worte, um TV-TWO und den aktuellen ICO zusammenzufassen?

Jan Phillip Hofste: TV-TWO verbindet künstliche Intelligenz für die Programmauswahl und Blockchain für eine transparente Verteilung der Werbegelder. Das Bezahlmittel auf der neuartigen Video Entertainment Plattform ist der Utility Token von TV-TWO. Über den ICO können Anleger sich nun an diesem Konzept beteiligen – bisher konnte man bereits Ether und Bitcoin im Gegenwert von rund 7.5 Millionen US Dollars einsammeln. Der ICO endet am 24. Juli. Je mehr Konsumenten in Zukunft die Plattform nutzen, desto attraktiver wird diese für Werbetreibende, welche die Tokens bei Anlegern nachfragen. Aufgrund der limitierten Tokenanzahl steigt die Utility des Tokens. Mit weltweit 700 Millionen Smart TVs ist das Potential hinter TV-TWO gewaltig für die Crypto Szene.

Vielen Dank für das Gespräch.

 

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