»Kapital gibt dem Unternehmen die Kraft zu handeln.«

Interview mit Alexander Friedrich, Vorstand der Artbitrage AG

Alexander Friedrich

Kontakt
Alexander Friedrich
Vorstand Artbitrage AG

Tel: +49 30 206255 33
Fax: +49 30 206255 32

E-Mail: af[at]artbitrage.com
Webseite: www.artbitrage.com

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In unserem heutigen Gespräch erhalten wir Informationen von Alexander Friedrich, dem Vorstand der Artbitrage AG aus Berlin. Herr Friedrich ist Gesellschafter des jungen Unternehmens, dass sich auch die Nische Kunsthandel fokussiert.

Herr Friedrich, wie kamen Sie zu der Geschäftsidee von Artbitrage?

Wie der Name schon sagt, AR"T"BITRAGE steht für das Ausnutzen von Preisdifferenzen im internationalen Kunstmarkt. Die Firma ARTBITRAGE AG versteht sich aus "Kunstfinancier" und Sie arbitriert solche Preisdifferenzen durch gezielte punktuelle Zwischenfinanzierungen aus. Aufgrund der hohen Intransparenz und Illiquidität der internationalen Kunstmärkte ergeben sich bei relativ niedrigem Risiko hohe Gewinne.

Auf diese Idee sind wir gekommen, da es kaum Möglichkeiten gibt, selbst bedeutende Kunstwerke (Blue chips) zu beleihen oder zwischen zu finanzieren. Bei Finanzierungen erkennen Banken Kunst grundsätzlich weder als Sicherheit ("collateral"), noch als Basiswert ("underlying asset") an. Diese Lücke schliessen wir mit der ARTBITRAGE AG. Name und die Marke sind geschützt.

Worin unterscheiden Sie sich von den bereits etablierten Unternehmen Ihres Metiers?

Es gibt keine etablierten Unternehmen in diesem Bereich. Die Firma ARTBITRAGE AG gibt der Kunst ein Qualitätssiegel /Rating und finanziert erst nach einem Katalog von Prüfungen, die der Kunsthandel nicht kennt. Jedes Kunstwerk wird auf der Qualitäts/- Authentizitätsseite sowie auf der rechtlichen/ finanziellen Seite sorgfältig geprüft. Hierfür beschäftigen wir einen Stab aus Spezialisten und Experten. Nur so entsteht das Vertrauen auf der Finanzmarktseite.

Wir reden von einer echten Chance Kunst erstmalig als „Asset“ für den Finanzsektor transparent zu machen (so wie Autobriefe bei Autos oder der Grundbucheintrag bei Immobilien).

Kann man den Kunsthandel als krisensicher bezeichnen?

Kein Handel ist krisensicher, aber es gibt Kunst als mobilen Sachwert mit relativ hoher Krisensicherheit. Die Kunst-Objekte dienen bei unseren Finanzierungen immer als Sicherheit ("collateral"). In der Regel sind "Alte Meister" und etablierte Kunst der klassischen Moderne weniger volatil, als zeitgenössische Kunst, und vor allem wertbeständiger (so wie eine Immobilie auf der Maximilianstrasse in München, die trotzt auch jeder Krise).

Die Firma ARTBITRAGE finanziert nur sichere und liquide Ware, sozusagen die "Blues Chips" der Kunst, mit eindeutiger Provenienz, liquidem etabliertem Sekundärmarkt und nur zu einem angemessenen Markt-Preis. Aus diesem Grund interessiert uns das auf und ab der Börsen weniger.

Wollen Sie sich zukünftig auch Investoren öffnen, die sich an Ihrem Unternehmen beteiligen möchten?

In der Anfangsphase beteiligen wir uns als "Lead-Investor" (Anker-Investor) an den Objekten und syndizieren Finanzierungen mit ausgewählten strategischen Partnern. Über dieses Instrument können wir relativ einfach Ware im Wert von bis zu EUR 5 Mio. und mehr finanzieren.

Später werden wir uns dem Kapitalmarkt über eine Coupon-Anleihe oder ein Equity-Financing öffnen, dies kann vorbörslich, nachbörslich oder im Rahmen eines IPOs erfolgen.

Welche persönlichen Ziele haben Sie für die Zukunft mit Artbitrage?

Wir stehen vor enormen Möglichkeiten. Der weltweite Kunsthandel hat ein Volumen von 40 Mrd. €; diese Frage ist einfach zu beantworten. In einem ersten Schritt werden wir das Geschäftsmodell beweisen. Danach soll unser Produkt und unsere Marke international Anerkennung gewinnen. Sobald sich unser Geschäftmodell etabliert streben wir die internationale Marktführerschaft im Bereich "Kunstfinanzierungen" an. Die ARTBITRAGE AG soll die erste echte "Investmentbank für Kunst" werden.

Herr Friedrich, vielen Dank für das Gespräch.

 

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