»Das Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.«

Interview mit Brian Protiva, Vorstandvorsitzender der ADVA AG Optical Networking

Brian Protiva

Brian Protiva,
Vorstandvorsitzender
ADVA AG Optical Networking

Kontakt:
Wolfgang Guessgen
Vice President
Investor Relations & Treasury

ADVA Optical Networking

Fraunhoferstraße 9a
82152 Martinsried/München

Telefon: +49 89 89 06 65 940
Telefax: +49 89 89 06 65 22 940

E-Mail: wguessgen[at]advaoptical.com

www.advaoptical.com

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29.10.2009

"Übernahmen und Fusionen stehen für uns fortlaufend auf der Agenda, haben jedoch derzeit keine hohe Priorität."

Heute sind wir im Gespräch mit Herrn Brian Protiva, dem Vorstandvorsitzenden der ADVA AG Optical Networking, mit Hauptverwaltung in Martinsried bei München. Das Unternehmen ist seit mehr als 15 Jahren weltweit als Anbieter von Telekommunikationsausrüstung tätig.

Herr Protiva, ADVA ist mit einer Eigenkapitalquote von mehr als 50% relativ komfortabel ausgestattet. Haben Sie in den vergangenen Monaten diesen Vorteil besonders zu schätzen gewusst?

Wir haben mit ADVA bereits vor der aktuellen Krise unser benötigtes Kapital mit den Banken entsprechend vereinbart und somit vorausschauend gesichert. In Q3 2009 konnten wir Fremdmittel in Höhe von 3 Mio. Euro vorzeitig zurückführen und so unsere Kreditbelastung mindern. Mit einem verfügbaren Cash-Polster von rund 48 Mio. Euro zu Ende des Quartals sind wir in einer komfortablen operativen Situation, natürlich auch bei Verhandlungen mit Banken.

Sie sind weltweit aktiv. Gibt es Märkte, denen Sie in den kommenden Jahren besondere Wachstumspotenziale zutrauen?

Wir glauben, dass wir in Asien sehr gut wachsen werden. Immerhin lebt dort die Hälfte aller Menschen und somit besteht dort extremes Wachstumspotenzial. Darüber hinaus werden wir auch Investitionen in Emerging Markets vornehmen. Auch diesen Ländern trauen wir attraktive Wachstumsraten zu, von denen wir profitieren wollen. Im nordamerikanischen Markt erwarten wir auch weitere Wachstumsmöglichkeiten, ebenso in unserem Heimatmarkt Europa.

In der aktuellen Marktphase häufen sich die Übernahmen. Kommt für Ihr Unternehmen so ein Schritt in Frage oder ziehen Sie Wachstum aus eigenen Mitteln vor?

Die Frage ist relativ leicht zu beantworten. Im Jahr 2000 gab es für ADVA rund 100 Mitbewerber und seitdem konnten wir eine fortlaufende Konsolidierung verzeichnen. Mittlerweile können wir nur noch von 12 Mitbewerbern sprechen und diese Anzahl kann auch noch weiter auf sechs bis sieben schrumpfen. Aufgrund von nationaler Interessen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass ein marktbestimmendes Unternehmen mit einem Marktanteil von 60 oder 70% entsteht. Übernahmen und Fusionen stehen für uns fortlaufend auf der Agenda, haben jedoch derzeit keine hohe Priorität. Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass ADVA in Zukunft ein anderes Unternehmen übernimmt oder mit einem Wettbewerber fusioniert. ADVA kann jedoch aufgrund der aktuellen Größe als innovativ bezeichnet werden und ist möglicherweise dadurch auch als Übernahmeziel interessant.

Sehen Sie für ADVA Chancen von den weltweiten Konjunktur-Programmen im Bereich Infrastruktur besonders profitieren zu können?

Ja, absolut. Wir gehen davon aus, dass wir von den Fördermaßnahmen in Nordamerika und Europa profitieren werden.

Seit einigen Monaten steigt die ADVA Aktie deutlich, sehen Sie die zunehmende Erwartungshaltung gerechtfertigt?
Wenn wir im Vergleich zum Wettbewerb die selben Bewertungsmaßstäbe heranziehen, dann sind wir derzeit nur mit rund 45% bewertet. D.h., wenn wir den Umsatzmultiple von unseren Wettbewerbern betrachten, dann könnten wir theoretisch noch um 55% an Marktbewertung zulegen, um das gleiche Niveau zu erreichen. Auf Wachstumsmärkten werden höhere Bewertungsniveaus durchaus akzeptiert und bezahlt. Für uns steht die Profitabilität jedoch ganz klar im Fokus, denn nur dadurch können wir steigende Erwartungen und Kursniveaus nachhaltig rechtfertigen.

Herr Protiva, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

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