»Kapital bietet dem Unternehmer die Flexibilität für Erfolg.«

Interview mit Hans-Hermann Schaber, Vorstandsvorsitzenden der Datagroup IT Services Holding AG

Dr. Hans-Hermann Schaber

Hans-Hermann Schaber, Vorstandsvorsitzenden der Datagroup IT Services Holding AG

Kontakt:

DATAGROUP IT Services Holding AG
Sabine Muth
Investor Relations

Wilhelm-Schickard-Straße 7
D-72124 Pliezhausen

Fon: +49 7127 970-058
Fax: +49 7127 970-033
E-Mail: Sabine.Muth[at]datagroup.de

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"Seit dem Börsengang haben wir bereits acht Akquisitionen getätigt und unseren Umsatz im Vergleich zu 2006 annähernd verdreifacht."

In unserem heutigen Interview sprechen wir mit Hans-Hermann Schaber, dem Vorstandsvorsitzenden der Datagroup IT Services Holding AG. Die Gesellschaft mit Sitz in Baden-Württemberg ist auf den Zukauf und die Restrukturierung von IT-Services Unternehmen spezialisiert.

Herr Schaber, Ihre Gesellschaft ist seit rund drei Jahren börsennotiert. Welche Gründe haben Sie damals zu einem Börsengang bewegt?

Der wesentliche Grund für unseren Börsengang war die Finanzierung unserer Wachstumsstrategie. Unser Ziel war und ist es, unseren Umsatz durch Übernahmen zu erhöhen. Der Fokus lag dabei anfangs auf der „Buy-and-turnaround-Strategie“, also dem Sanieren angeschlagener IT-Unternehmen. Zwischenzeitlich haben wir unseren Fokus erweitert. Wir kaufen auch sehr profitable Unternehmen, wenn wir dadurch unser Angebotsspektrum als IT-Dienstleister abrunden können. Seit dem Börsengang haben wir bereits acht Akquisitionen getätigt und unseren Umsatz im Vergleich zu 2006 annähernd verdreifacht.

Nach welchen Kriterien sondieren Sie Zielgesellschaften zur Eingliederung oder Übernahme aus?

Als übergeordnetes Kriterium steht unsere Agenda zehn hoch drei. Das heißt, wir wollen bis zum Jahr 2010/11 zu den zehn größten IT-Service-Unternehmen Deutschlands gehören und 10%-EBITDA-Marge erreichen. Entsprechend muss uns ein potenzielles Akquisitionsziel auf diesem Weg ein Stück voran bringen. Darüber hinaus muss die Unternehmenstätigkeit im Fokus unserer Geschäftsfeldstrategie liegen. Wir konzentrieren uns auf solche Bereiche, in denen wir für unsere Kunden Dienstleistungen vertraglich fixiert über einen längeren Zeitraum erbringen können. Hier haben wir sieben Bereiche identifiziert, die für uns interessant sind und die wir durch Zukäufe weiter stärken wollen, darunter vor allem das Thema Servicemanagement.

In der aktuellen wirtschaftlichen Situation ergeben sich viele Chancen für Käufer am Markt. Inwieweit können Sie davon profitieren oder überwiegen sogar die Nachteile?

Ich sehe den Markt zweigeteilt. Zum einen haben wir konjunkturbedingt eine höhere Zahl an Unternehmen, die sich in einer Krise befinden. Die Ursachen dafür liegen häufig in Management-Fehlern der Vergangenheit. Durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen können diese Fehler schnell Existenz bedrohende Folgen nach sich ziehen. Hier sehen wir für uns Chancen, wenn das Unternehmen im Kern über eine gute Marktposition, interessante Kunden und motivierte Mitarbeiter verfügt. Andererseits ist es momentan jedoch vergleichweise schwierig, an rundum gesunde, attraktive Unternehmen zu kommen, die sich ideal in unsere Dienstleistungsstrategie einfügen lassen würden. Da die Marktpreise für Unternehmen aktuell niedrig sind, warten die Verkäufer solcher Firmen lieber ab, in der Hoffnung, später mehr erlösen zu können.

Planen Sie zur Stärkung der Eigenkapitalbasis eine Kapitalerhöhung oder bevorzugen Sie aus eigenen Mitteln zu expandieren?

Wir haben eine komfortable Kreditlinie und dank unseres Geschäftsmodells auch einen starken Cashflow. Dadurch haben wir ausreichend Spielraum, um agieren zu können, wenn sich uns Gelegenheiten bieten. So ist das auch bei der avisierten Übernahme der TDMi der Fall, die wir ohne Kapitalerhöhung vollziehen können. Gleichzeitig wächst die Datagroup in neue Größenordnungen, welche die Aufstockung der Kapitalbasis irgendwann unvermeidlich nach sich ziehen wird. Dies gilt nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass wir unser Wachstumstempo auch künftig beibehalten wollen. Der deutsche IT-Markt ist sehr fragmentiert. Wir haben eine Situation, die mit dem Lebensmittel-Einzelhandel zu Beginn der 70er Jahre vergleichbar ist. Wir stehen erst am Anfang eines gewaltigen Konsolidierungsprozesses, der sich über viele Jahre hinziehen wird. Und natürlich wollen wird diesen auch weiterhin aktiv mitgestalten.

Welche persönlichen Ziele haben Sie für die Gesellschaft in den kommenden Jahren?

Ich möchte helfen, Datagroup zu einem bedeutenden nationalen Player zu machen, um den Unternehmen nicht herumkommen, wenn es um umfassenden IT-Betrieb und Outsourcing geht. Datagroup soll dabei für Kunden, Mitarbeiter – auch potentielle Mitarbeiter - und natürlich Investoren gleichermaßen interessant sein.

Herr Schaber, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

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