»Kapital bietet dem Unternehmer die Flexibilität für Erfolg.«

Interview mit Matthias Hach, Managing Director, E*TRADE Financial

Matthias Hach

Matthias Hach
Vorstand (Sprecher)
ViTrade AG
Tel.: +49 30 233 666 33
E-Mail: Matthias.Hach[at]vitrade.de
Web: www.vitrade.de

Matthias Hach begann seine berufliche Laufbahn mit einer klassischen Bankausbildung bei der Berliner Volksbank eG, durchlief im Anschluss diverse Abteilungen und war in mehreren leitenden Positionen mit verschiedenen Aufgabenfeldern tätig. Das Börsenumfeld ließ er aber bei seiner beruflichen Laufbahn nie aus den Augen, und so kam 1999 der Wechsel zur damaligen Berliner Effektenbank, wo er die hauseigene Clearing & Settlement-Abteilung für den Berliner Freiverkehr aufbaute.

Im Rahmen der Kooperation mit E*TRADE wechselte Hach zur in Gründung befindlichen E*TRADE Germany und wurde mit Marktstart zum Generalbevollmächtigten der E*TRADE Bank AG ernannt.

In den vergangenen Jahren war er als Managing Director von E*TRADE Germany und in der Geschäftsführung verantwortlich für die Bereiche CRM, Trading, Produkte und IT. Im September 2007 erhielt Hach die Gesamtverantwortung für E*TRADE Deutschland als alleiniger Geschäftsführer.

Seit 2010 ist Matthias Hach Vorstand (Sprecher) der ViTrade AG, die aus E*TRADE Germany hervorgegangen ist.

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30.03.2009

„Besonders in schwierigen Börsenzeiten sollten sich Anleger auf dem Laufenden halten.“

In unserem heutigen Interview steht Matthias Hach, E*TRADE Deutschland-Chef, Rede und Antwort. Herr Hach wurde mit seinem Team beim jüngsten Wettbewerb der Fachzeitschrift "Börse Online" in der Kategorie "Bester Onlinebroker" mit dem 1. Platz geehrt.

Herr Hach, wissen Sie noch wann Sie Ihre erste Aktie gekauft haben und welcher Titel es war?

So ungefähr. Es dürfte etwa im Jahr 1984/1985 gewesen ein. Insbesondere kann ich mich an die Puma-Aktie erinnern, die seinerzeit an den Markt kam, um sich dann einer erheblichen Kursentwicklung zu unterziehen. Wenn ich mich richtig erinnere, stieg die Aktie damals bis knapp 1.500 DM an. Das waren meine ersten und insbesondere sehr positiven Erfahrungen.

Die Kapitalmärkte sind seit einem Jahr sehr volatil. Hat sich das Verhalten Ihrer Kunden rechtzeitig entsprechend angepasst?

Ja, ich denke das kann ich bestätigen.

Wie hat sich das Anlageverhalten seit der Einführung der Abgeltungssteuer verändert?

Vielleicht klingt es zu einfach, aber eigentlich lautet die Antwort: Gar nicht! Das Thema der Abgeltungssteuer wurde im Vorfeld heiß diskutiert, und insbesondere der Liquiditätsnachteil war ein Dauer-thema. Die eigentliche Steuer war nicht der Hauptpunkt der Diskussion, da diese ja teilweise für den Einzelnen sogar besser ist als in der alten Situation.

In Deutschland ist der Brokerage-Markt hart umkämpft. Immer mehr CFD-Broker versuchen Fuß zu fassen. Macht Ihnen die Situation zu schaffen?

Nein, und dies hat drei Gründe: Erstens ist der deutsche Markt groß genug, zweitens ist das CFD-Geschäft nur ein Produkt unseren Gesamtangebotes und drittens sind wir ein deutscher Anbieter, was viele Kunden zu schätzen wissen. Der deutsche CFD-Markt wird weiter überproportional wachsen, da er gegenüber anderen Anlageformen mehrere Vorteile bietet, von denen immer mehr Anleger profitieren wollen. Die Spekulation mit hohem Hebel und gleichzeitig geringem Kapitalbedarf, Einsatz als Hedgeinstrument für klassische Aktienpositionen und die Möglichkeit eine Position, die auf fallende Kurse setzt, theoretisch zeitlich unbegrenzt offen lassen zu können, sind nur einige der zahlreichen Vorteile. In dem aktuellen Marktumfeld, wo große Marktschwankungen, Volatilitäten und hohe Zu- und Abgänge in Einzeltiteln oder Indizes vorherrschen, eignen sich CFDs gut, wenn mit einem geringen Kapitaleinsatz viel erreicht werden soll. Insbesondere CFDs DMA werden an Bedeutung gewinnen. Hier werden die Vorteile zweier Anlageprodukte (klassischer CFD und Aktie) miteinander verbunden angeboten, z.B. niedriger Spread, Ordertransparenz, niedriger Kapitaleinsatz und hoher Hebel.

Die Kursniveaus von einer Vielzahl von Unternehmen sind dramatisch eingebrochen. Wie lange wird es noch dauern, bis die institutionellen und privaten Investoren dem Kapitalmarkt wieder vertrauen?

Die rezessiven Bedingungen, die 2009 voraussichtlich in vielen Teilen der Welt noch herrschen werden, bilden kein gutes Umfeld für Aktien; Chancen sehen unsere Kunden aktuell eher für Anleihen. Von den Aktien- und Kreditmärkten ist angesichts der Lage keine gute Performance zu erwarten, auch wenn das bereits weitestgehend in die Bewertung eingeflossen ist. Obwohl in den kommenden Monaten mit weiteren schlechten Nachrichten und zunehmender Volatilität zu rechnen ist, besteht ohne Zweifel ein langfristiges Gewinnpotential auf etlichen überverkauften Märkten.

Die Anlegermesse Invest in Stuttgart findet im April statt, und E*TRADE ist auch wieder als Aussteller dabei. Einige Ihrer Wettbewerber haben sich gegen eine Teilnahme entschieden. Dachten Sie auch über eine Absage nach?

Besonders in schwierigen Börsenzeiten sollten sich Anleger auf dem Laufenden halten. Wir sehen die Invest als idealen Ort, um sich über die neuesten Trends an den Finanzmärkten zu informieren. Von daher kam für uns eine Absage nie in Frage. E*TRADE ist in diesem Jahr von Börse Online zum besten Onlinebroker Deutschlands gekürt worden. Wir freuen uns darauf, diese Auszeichnung mit allen Messebesuchern gebührend an unserem Stand zu feiern.

In Deutschland ist der Zertifikate-Markt nach der Lehman-Pleite deutlich rückläufig. Wie kann das Vertrauen der privaten Anleger für diese Anlageklasse zurückgewonnen werden?

Ich denke, man muss die Produktgestaltung wesentlicher transparenter und einfacher gestalten. Es gibt viel zu viele Zertifikate, die die Anleger nicht durchschauen. Die Kunden sind durch die Lehman Pleite auch viel sensibler geworden. Wir spüren bei uns ganz klar den Trend zum direkten Invest und nicht über Umwege.

Was halten Sie von der hiesigen Diskussion um die Höhe der Managergehälter?

Sie ist richtig. Man könnte das Problem z.B. dadurch beheben, dass die Aktionäre über die Vorstandsvergütung auf der Hauptversammlung abstimmen – so wie sie es bereits bei Bezügen für die Aufsichtsräte tun. Dann würde vorab darüber gestritten, ob ein Vertrag im Interesse der Eigentümer ist. Wenn ein Manager anschließend so erfolgreich arbeitet, dass er zweistellige Millionenbeträge verdient, sollte das niemanden stören. Arbeitet er hingegen schlecht, bekommt er sehr viel weniger oder auch nur ein Minimum. Das wäre sicherlich eine faire und leistungsbezogene Lösung.

Wo wird der DAX am Jahresende stehen?

Einen genauen Tipp abzugeben ist immer schwierig. Meine persönliche Meinung ist, dass wir auf dem aktuellen Niveau nicht mehr lange bleiben werden. Sicherlich wird es Tage geben, wo wir den DAX an der 4.000er Grenze oder auch darüber erleben werden, aber ich gehe davon aus, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft auch noch auf 3.000 nach unten absacken werden. Hier sollte dann bald der Boden erreicht sein und der Weg nach oben ist mittelfristig offen.

Herr Hach, wir bedanken uns für dieses Gespräch.

Über E*TRADE Germany
E*TRADE Financial ist eines der weltweit größten Online-Unternehmen im Financial-Service, mit dem Fokus auf Privat- und Firmenkunden sowie institutionellen Kunden wie Banken und Makler – und das seit über 20 Jahren.

In den letzten Jahren hat E*TRADE sein integriertes und personalisiertes Angebot für Privatkunden in den Bereichen Investing, Banking, Finanzierung, Finanzplanung und Vermögensberatung überwiegend über Online-Angebote erfolgreich ausgebaut. Unterstützt wird der Erfolg von E*TRADE Financial durch ausgereifte Technologien und ausgeprägten Kundenservice. E*TRADE hat weltweit mehr als vier Millionen Kundenkonten und E*TRADE-Websites in 16 verschiedenen Ländern.

 

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