»Finanzielle Unabhängigkeit ist in vielen Situation existentiell.«

Interview mit Per Ledermann, Vorstand edding AG

Per Ledermann

Kontakt Per Ledermann:

edding AG
Bookkoppel 7
22926 Ahrensburg

Tel.: +49 (0) 4102 808-220
Fax: +49 (0) 4102 808-478

Weitere Interviews

23.05.2017 wallstreet:online AG CEO Andre Kolbinger zum starken Jahresbeginn
12.04.2017 Finanzcoach Niklas Horstmann über die Bedeutung einer zweiten Meinung
21.02.2017 Triumph Gold Corp Chairman John Anderson zum Goldvorkommen im Yukon und das Potenzial
24.11.2016 NanoFocus AG CTO Jürgen Valentin über Wachstumsschritt vom Technologie- zum Marktführer
16.11.2016 PV-Invest GmbH Gründer Günter Grabner zur Emission zweier Unternehmensanleihen
07.11.2016 Sanochemia AG Vorstand Dr. Stefan Welzig zur Refinanzierung der Unternehmensanleihe
22.09.2016 Pasinex Resources Ltd. CEO Steve Williams im Gespräch über Zink und Potenziale
26.08.2016 Michael F. Legnaro und Martin Sander, Geschäftsführer und Gründer der Agora Invest GmbH, über die Assetklasse Immobilien
21.01.2010

Die Marke „edding“ genießt in Deutschland einen hohen Bekanntheitsgrad. In unserem heutigen Interview mit dem Vorstand Per Ledermann erfahren wir mehr über das Unternehmen mit der rund 50 jährigen Firmengeschichte, die 1960 in Hamburg begann.

Herr Ledermann, die edding AG ist ein weltweit agierendes Unternehmen. Inwieweit ist die globale Ausrichtung für Sie in der aktuellen allgemeinen wirtschaftlichen Situation von Vorteil?

Die globale Ausrichtung unseres Konzerns ist für uns von großer strategischer Bedeutung. Wir halten die Risikostreuung und die dadurch entstehende Unabhängigkeit von einzelnen Märkten für enorm wichtig. Als dominanter Marktführer in Deutschland wächst oder schrumpft man gezwungenermaßen mit dem Markt. Um handlungsfähig zu bleiben, brauchen wir daher Aktivitäten außerhalb unseres Heimatmarktes. Wir sind daher froh, dass der Anteil unseres Umsatzes außerhalb Deutschlands schon seit Jahren dauerhaft über 50 % liegt.

Wir betreiben allerdings keine Internationalisierung um jeden Preis, sondern wollen auch zukünftig neue Märkte nur erschließen, wenn diese nach eingehender Prüfung eine sehr gute Profitabilität versprechen. Wir bilden uns auch nicht ein, alles selber machen zu müssen. Es ist eine in unserem Hause bereits seit Jahrzehnten praktizierten Vorgehensweise, den Großteil der über 100 Märkte, in denen wir aktiv sind, über strategische Vertriebspartner bearbeiten zu lassen.

In welchen Märkten sehen Sie für Ihr Unternehmen die attraktivsten Wachstumschancen?

Regional sehen wir zum einen im Markt Osteuropa weiterhin erhebliches Wachstumspotenzial, obwohl die Umsatzeinbrüche im vergangenen Jahr gravierend waren. Zum anderen bietet auch die Region Lateinamerika immer noch eine Vielzahl von zusätzlichen Chancen, obwohl wir in einigen der dortigen Märkte bereits seit Jahren dominant vertreten sind.
Inhaltlich geht es aber auch in unseren bestehenden Kernmärkten Europas darum, unseren hohen Bekanntheitsgrad zu nutzen, um unser Produktportfolio systematisch zu erweitern. Die Entscheidung für neue Produkte basiert dabei allerdings immer auf einer sorgfältigen Analyse unserer Markenwerte – wir werden sicher kein Bürobedarfskomplettanbieter.

Welchen Mehrwert bietet die Börsennotierung für Ihren Konzern?

Wir begreifen unsere Börsennotierung als Spielraum, die uns im Bedarfsfall die notwendigen Finanzmittel für wichtige Investitionsvorhaben über den Kapitalmarkt beschaffen kann. Darüber hinaus ist der aus einer Börsennotierung heraus entstehende jährliche Geschäftsbericht inzwischen ein nicht mehr wegzudenkendes Kommunikationsinstrument in unserer Außendarstellung geworden. Und letztlich ist die Börsennotierung auch eine zusätzlicher „Test“ für uns, den höchsten Ansprüchen an professionelles, transparentes Handeln zu genügen.

Wollen Sie zukünftig aus eigenen Mitteln expandieren oder planen Sie eine Kapitalerhöhung?

Derzeit ist bei uns keine Kapitalerhöhung absehbar, da die üblichen Ersatz- und Erweiterungsinvestionen, z. B. für die Produktion, in der Regel aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.

Welche persönlichen Ziele wollen Sie in den kommenden Jahren mit der edding AG erreichen?

Nachdem die Wirtschaftskrise auch uns nicht verschont hat, haben wir uns für 2010 und die kommenden Jahre vorgenommen, so schnell wie möglich wieder das Profitabilitätsniveau wie 2008 zu erreichen. Des Weiteren haben wir gerade Ende des vergangenen Jahres unsere Strategie 2012+ verabschiedet und wollen, wie schon im letzten Geschäftsbericht erwähnt, unser Endkonsumentengeschäft weiter ausbauen. Um dies zu erreichen, werden wir zukünftig die privaten Endverwender noch stärker in den Fokus unserer Konzeptentwicklung nehmen, ohne dabei jedoch unsere traditionell starke industrielle Verankerung zu vernachlässigen. Dies, und nicht zuletzt auch unser kontinuierliches Umweltengagement, sowohl in der Produktentwicklung als auch im Büroalltag, sind die Ziele, für deren Verwirklichung ich auch persönlich in den nächsten Jahren stehen werde.

Herr Ledermann, vielen Dank für das Gespräch.

 

Kostenloser Newsletter - mit spannenden Hintergrundinformationen!

E-Mail*
* Ich habe die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen gelesen und akzeptiere diese. Über das gesetzliche Widerrufsrecht gemäß der Widerrufsbelehrung bin ich informiert.