»Kapital bietet dem Unternehmer die Flexibilität für Erfolg.«

Interview mit Sven Olsson, Direktor der Zimtu Capital Corp.

Sven Olsson

Zimtu Capital Corp.
Oechslinstraße 27
73033 Goeppingen

Tel.: +49 7161 290967
Fax: +49 7161 290969

E-Mail: solsson[at]zimtu.com
Web: www.zimtu.com

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"Wir werden die Reihe von erfolgreichen Transaktionen fortsetzen und haben diesbezüglich einiges in der Pipeline..."

In unserem heutigen Interview sprechen wir wieder mit Sven Olsson von Zimtu Capital Corp. aus Kanada und nutzen die Gelegenheit, uns über die Entwicklung der Gesellschaft seit unserem letzten Gespräch im Sommer vergangenen Jahres zu informieren.

Sehr geehrter Herr Olsson, in unserem letzten Interview haben Sie uns erklärt, auf welche besondere Weise Zimtu Capital Corp. (FSE: ZCT1 / TSXv: ZC) als Beteiligungsunternehmen in der Rohstoffbranche agiert. Zimtu ist das, was man einen Inkubator nennt: sie gründen Rohstoffunternehmen oder suchen neue Projekte für bestehende Firmen. Was hat Zimtu seit unserem Gespräch denn erreicht?

Die Zimtu-Maxime für Investments lautet vereinfacht ausgedrückt: Wir halten das Risiko so gering wie möglich und wollen trotzdem hohe Gewinnchancen realisieren. Das gelingt uns auf zweierlei Weise: Erstens durch die Beteiligung an Unternehmen in der Gründungsphase und zweitens durch die Vermittlung von neuen Explorationsliegenschaften an bereits börsennotierte Gesellschaften. Auf beiden Geschäftsfeldern, sowohl bei der Firmengründung wie bei unserem Maklergeschäft, waren wir in den zurückliegenden Monaten extrem erfolgreich. Unser Erfolg zeigt sich erfreulicherweise unmittelbar im Aktienkurs, der seit Sommer vergangenen Jahres immerhin um 50 % zugelegt hat.

Welche neuen Deals hat Zimtu denn nun abgeschlossen?

Wir haben seit Sommer vergangenen Jahres zwei Unternehmen als Seed-Investor gegründet, Dicovery Harbour Resources und Camisha Resources. Die (noch) private Discovery Harbour steht unter der Leitung des Ex-Rio Tinto Managers Ian Graham. Bei Discovery haben wir 2,02 Mio. Aktien zu 0,10 CAD als Seed-Investor erworben und halten derzeit rund 10 Prozent der Anteile. Im März dieses Jahres hat Discovery eine Option auf eine 51prozentige Beteiligung an einer viel versprechenden Kupfer-, Kobalt-, Nickelliegenschaft in Nord-Ontario erworben. Die Bohrungen laufen in diesem Moment. Wir erwarten, dass Discovery in Kürze eine nächste Kapitalrunde bei 0,25 CAD starten wird. Schon dies wird den Wert unserer ursprünglichen Beteiligung mehr als verdoppeln, wenn auch zunächst nur auf dem Papier. Das Ziel für Discovery ist der Börsengang, evtl. sogar mit einem Vehikel, das Zimtu zur Verfügung stellen könnte.

Unsere zweite Gründung, Camisha Resources, ist eine so genannte Capital Pool Gesellschaft (CPC). Wir halten dort 3 Mio. Aktien, die wir bei 0,05 CAD erworben haben. Der Börsengang dieser Gesellschaft ist in Kürze geplant. Als so genannte CPC hat Camisha zwar noch keinen Geschäftsinhalt. Aber allein die attraktive Kapitalstruktur mit guten Aktionären (Canaccord und Macquarie) und Cash wird interessante Managementgruppen mit guten Projekten anziehen. Der Vorteil, den wir bieten, ist, dass sich ein gutes Management um seine Projekte kümmern kann, während wir mit dem börsennotierten Vehikel schon die fertige Infrastruktur für die weitere Kapitalakquise liefern.

Sie sprachen auch von Erfolgen beim Maklergeschäft mit Projektliegenschaften. Wie muss man sich das vorstellen?

Unser Maklergeschäft, bei dem wir Projektliegenschaften finden und an börsennotierte Gesellschaften verkaufen, hat in den vergangenen 6 Monaten regelrecht geboomt. Wir haben seit September 2009 insgesamt acht Projekte an börsennotierte Unternehmen vermittelt und dafür rund 300.000 CAD in bar und, was viel wichtiger ist, insgesamt 7,5 Millionen Aktien dieser Firmen als Provision erhalten. Bis auf eine Transaktion waren alle Projekte aus den Bereichen Seltene Erden und Lithium. Beides sind Bereiche, bei denen wir in nächster Zukunft großes Interesse seitens des Marktes erwarten. Wir sitzen also, wenn Sie so wollen, auf einem Haufen von neuen Beteiligungen, für die wir keinen Cent bezahlt haben. Verlieren können wir bei diesen Geschäften schon nicht mehr! Wohl aber viel gewinnen, denn selbst wenn nur eines der Unternehmen einen bedeutenden Fund macht, ist der Hebel für Zimtu enorm. Im Unterschied zu einem klassischen Beteiligungsunternehmen, das sich in Unternehmen einkauft, haben wir uns diese Beteiligungen erarbeitet, und zwar, indem wir schneller interessante Liegenschaften für den Markt gefunden haben als der Wettbewerb. Hier liegt eine der großen Stärken unseres Teams. Wir schauen uns täglich interessante Dinge an. Durch unsere wachsende Reputation sind wir für viele geologische Gruppen inzwischen zu einer bevorzugten Anlaufstelle geworden. Die Geologen wissen, dass wir ihre Grundstücke schneller und zu besseren Konditionen verkaufen können, als sie das selbst könnten und, dass wir faire Partner sind.

Können Sie das einmal an einem Beispiel klar machen?

Gerne. Besonders spannend war unser jüngster Deal mit Fieldex Resources. Fieldex hat uns 2 Mio. Aktien für eine Seltene Erden-Liegenschaft in Labrador bezahlt. Soviel hatte das Management noch für keine andere Transaktion gezahlt. Das Projekt, um das es geht, liegt unmittelbar an der Grenze zu Quebec. Auf Quebec-Seite besitzt die bekannte Quest Uranium ein hoch interessantes REE-Projekt, das Quest mittlerweile einen Börsenwert von mehr als 100 Mio. CAD beschert. Wir haben als erste erkannt, dass die geologische Formation, von der Quest profitiert, nicht an der Provinzgrenze endet. Mit unseren Partnern haben wir schon vor Monaten - lange bevor das Thema Seltene Erden richtig heiß wurde - entsprechende Rechte auf Liegenschaften in Labrador gesichert, die geochemische Merkmale aufwiesen, die denen von Quest ähneln. Eine geophysikalische Untersuchung gab es, anders als in Quebec nicht. Diese wurde im März von den Geologen der Provinz nachgeliefert und es stellte sich heraus, dass der Fingerabdruck eines unserer Projekte dem von Quest fast eins zu eins entspricht. Wohl gemerkt, noch gibt es dort keine Bohrung, dennoch war das Explorationsziel so interessant, dass wir es an einem Nachmittag mehrmals hätten verkaufen können. Man macht sich von Deutschland aus kein Bild davon, wie hart der Wettbewerb um gute Projekte geführt wird. Es gilt das Prinzip: „First come, first serve“. CEO’s müssen schnell entscheiden können.

Zimtu hat einige Beteiligungen aus der Vergangenheit, die man als Kernbeteiligungen bezeichnen könnte, insbesondere Commerce Resources und Western Potash. Wie steht es mit diesen beiden Beteiligungen?

Commerce Resources (TSX.V: CCE) besitzt das einzige fortgeschrittene börsennotierte Tantal-Explorationsprojekt weltweit. Commerce ist ursprünglich eine Gründung von Zimtu, zudem ist Dave Hodge CEO sowohl von Commerce wie von Zimtu. Die Verbindung ist also sehr eng. Commerce hat soeben einen umfangreichen Technischen Report über die Lagerstätte veröffentlicht, ein Meileinstein auf dem Weg zur Machbarkeitsstudie. Zugunsten von Commerce wirkt, dass die Tantal-Industrie im Umbruch ist. Die bisher etablierte Wertschöpfungskette der Tantalproduktion lässt die Rückverfolgung des Rohstoffs auf seinen Ursprung nicht zweifelsfrei zu. Die Endnutzer wie RIM, Intel oder Microsoft suchen aber händeringend nach konfliktfreiem Rohstoff, bei dem sie sicher sein können, dass er nicht z. B. aus Bürgerkriegsgebieten im Kongo stammt. Es besteht die Chance, dass sich Commerce als Premium-Lieferant für Tantal aus legitimer westlicher Produktion etablieren kann.

Die Kalisalz-Explorationsgesellschaft Western Potash (TSX.V: WPX) ist nach meiner persönlichen Einschätzung die große Wildcard im Portfeuille von Zimtu. WPX bestätigt in seinem angestammten Geschäft zum einen seine wachsenden Kali-Ressourcen und wird in Kürze mit einer so genannten Scoping Studie beginnen. Hinzu kommt aber seit Neuestem, dass WPX auf einen riesigen Öl- oder Gasfund gestoßen ist. Diese Funde wurden im Zuge der Kali-Exploration gemacht und könnten WPX – im Erfolgsfalle – noch in diesem Jahr zum Cash Flow bringen. Noch ist schwer abzuschätzen, wie groß und vor allem wie ergiebig dieser Öl- oder Gasfund ist. Das Management ist jedoch zuversichtlich, dass zumindest soviel Öl- oder Gas gefördert werden kann, dass sich WPX bei der späteren Kali-Sole-Förderung selbst mit Energie versorgen kann. WPX wäre damit in der Lage, konkurrenzlos billig zu produzieren! Zimtu hält 2,8 Mio. Aktien an WPX, die wir zum Durchschnittspreis von 0,08 CAD erworben haben, denn auch dieses Unternehmen haben wir gegründet. Inzwischen notiert WPX bei 0,64 CAD. Auch hier ist der Hebel für die Zimtu Aktie gewaltig. Wir sind gespannt auf die Bohrungen, die WPX für das Ende des 2. Quartals in Aussicht gestellt hat.

Die Handelbarkeit der Zimtu-Aktie an der Börse war lange nicht besonders gut. Das scheint sich etwas zu bessern, auch wenn die Umsätze immer noch nicht besonders groß sind.

Zimtu hat besonders treue Aktionäre. Wer einmal dabei ist, verkauft nicht so schnell wieder. Das hat Vor-, aber auch Nachteile. Weil es manchmal zu weniger Verkäufer gibt, ist der Einstieg manchmal nicht leicht. Ihre Beobachtung ist richtig. Die Handelbarkeit von Zimtu sowohl an der Heimatbörse wie auch an der Frankfurter Börse hat sich durch den Kursanstieg in den vergangenen Monaten verbessert. Wir streben jedoch an, dass idealerweise mindestens 20 bis 30.000 Aktien pro Tag handelbar sind. Dann wäre eine Größe erreicht, die für Privatanleger gute Ein- und Ausstiegsbedingungen bietet.

Was können Sie zu aktuellen Plänen von Zimtu sagen?

Wir werden versuchen, die Reihe von erfolgreichen Transaktionen fortzusetzen und haben diesbezüglich einiges in der Pipeline. Insbesondere die 12 Projekte, die wir entlang des so genannten Rocky Mountain Rare Metal Belt besitzen, könnten für Partnergesellschaften interessant werden. Soviel ist sicher: Zimtu werden die Deals so schnell nicht ausgehen. Wir haben auch Größeres in der Pipeline.

Herr Olsson, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

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