»Von einer gewissen Summe an sagt man zum Geld Kapital.«

Interview mit Swen Lorenz und Dr. Dirk Drechsler

Swen Lorenz

Swen Lorenz
CEO der ARBB AG

Gotthardstr. 31
6300 Zug
Schweiz

Tel. +41 41 728 73 36
Fax +41 41 728 73 37

http://www.arbb.ch

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Die PEH Wertpapier AG ist ein 1982 gegründeter Vermögensverwalter, der aktuell rund 100 Mitarbeiter beschäftigt und einschließlich aller Tochtergesellschaften rund 5 Mrd. Euro Kundengelder verwaltet. Die Aktie ist seit 1998 an der Börse notiert und das Unternehmen wird aktuell mit rund 55 Mio. Euro bewertet, wobei die den innere Wert der Gesellschaft auf etwa 100 Mio. Euro taxiert werden kann (Quelle: http://www.peh.de/files/aktuelle_Infos/NJ-10_s38_PEH.pdf). Größter Aktionär ist mit 20,2% Anteil der Vorstandsvorsitzende, Martin Stürner. Die Mehrheit der Aktien befindet sich jedoch im Streubesitz, teilweise auch in Form größerer Pakete.

Die beiden Aktionäre Swen Lorenz und Dr. Dirk Drechsler befürworten einen Aktionärsantrag, gemäß dem sowohl Wahlen für eine teilweise Neubesetzung des Aufsichtsrats als auch Sonderprüfungen zu verschiedenen unternehmensbezogenen Themen durchgeführt werden sollen. Dr. Drechsler, der früher u.a. als persönlich haftender Gesellschafter von Hauck & Aufhäuser und als CEO der Bank Vontobel Europe AG tätig war, wurde als Kandidat für eine Neubesetzung des Aufsichtsrats gewonnen. Swen Lorenz wiederum ist seit vielen Jahren größerer Aktionär der Gesellschaft.

Der 20-seitige Antrag auf Durchführung einer außerordentlichen Hauptversammlung ist aufgrund der in Deutschland bei derartigen Anliegen notwendigen juristischen Ausgestaltung relativ komplex und erfordert erhebliche Detailkenntnisse des Unternehmens, um ihn im Detail zu beurteilen. Zudem ist eine derart öffentlich ausgetragene Diskussion für ein Unternehmen sicher alles andere als geschäftsfördernd. Wie kam es zu dieser für einen börsennotierten Vermögensverwalter außergewöhnlichen Entwicklung und warum unterstützt ein langjähriger Aktionär einen solchen Schritt? Kapitalerhoehungen.de sprach mit den beiden über die Hintergründe des Antrags.

Herr Lorenz, Sie gehören zu den größeren Aktionären der Gesellschaft und sollten doch eigentlich ein Interesse daran haben, dass eine derartige Auseinandersetzung nicht in der Öffentlichkeit ausgetragen wird. Gab es keine Alternative zu diesem Vorgehen?

SL: Genau aus diesem Grund bin ich seit 2009 in Gesprächen mit Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft. Leider führten diese Gespräche nicht zu konstruktiven Ergebnissen, sondern verstärkten vielmehr meinen Eindruck, dass die Organe der Gesellschaft nur mangelhafte Informationen an die Aktionäre geben und damit gezielt verhindern, dass sich die Aktionäre ein ausreichend detailliertes Bild von der Arbeit der Organe machen können. Zum anderen besteht bei der PEH nicht das geringste bisschen Offenheit für konstruktive Kritik. Ein kleines Beispiel: Auf der letzten Hauptversammlung stimmten 70% der anwesenden Streubesitzaktionäre gegen zwei Anträge der Verwaltung. Ganz offensichtlich liegt hier eine relativ breite Unzufriedenheit des Aktionariats vor. Der Vorstandsvorsitzende jedoch behauptet nach wie vor, alle vorgetragenen Kritikpunkte „entbehren jeder Grundlage“. Wie kann eine Gesellschaft nach einem derart breiten Votum des Streubesitzes behaupten, dass alles in bester Ordnung sei? Die Aktionäre werden geradezu verhöhnt, da ihrem Votum und ihrem Urteil keinerlei Bedeutung beigemessen wird bzw. ihnen geradezu jedwede Urteilsfähigkeit abgesprochen wird. Vom mündigen Aktionär scheint die PEH-Führung noch nicht gehört zu haben. Gerade bei einem Finanzdienstleister ist es besorgniserregend, dass so wenig Verständnis für die Bedürfnisse des Kapitalmarktes besteht.

Im November letzten Jahres hatte es bereits einen ähnlichen Antrag gegeben, mittels dem zwei der drei Aufsichtsratsmitglieder abgewählt werden sollten. Dieser Antrag wurde jedoch von der Gesellschaft als unzulässig abgelehnt, zu einer Abstimmung kam es mithin überhaupt nicht. Wieso jetzt der neue Antrag und welche Erfolgschancen bestehen überhaupt für ein solches Aktionärsbegehren?

SL: Streng genommen ist das jetzt sogar der dritte Antrag. Im April 2010 hatte ich informell in einem Brief an die Gesellschaft gefordert, dass wenigstens ein neues Aufsichtsratsmitglied als Vertreter für den Streubesitz berufen werden sollte. In einem Gespräch, in dem alle damaligen Vorstände und Aufsichtsräte anwesend waren, wurde dieser Vorschlag in mehr als deutlicher Form vom Vorstandsvorsitzenden abgelehnt. Stattdessen wurde ich aufgefordert, doch bitte eine Abstimmung über diese Punkte herbeizuführen. Deshalb gab es dann ja auch einen entsprechenden Antrag. Der Vorstand lehnte den daraufhin initiierten Antrag auf Durchführung einer Abstimmung jedoch mit hanebüchenen Argumenten ab, u.a. sei der Antrag ein Missbrauch von Aktionärsrechten. Vermutlich hatten die Organe mittlerweile schlicht Angst vor den eigenen Aktionären bekommen, denn mit dem für sie unerfreulichen Abstimmungsergebnis der zwischenzeitlich stattgefundenen Hauptversammlung hatten sie wohl nicht gerechnet. Auf jeden Fall ist es aus Sicht vieler Aktionäre völlig inakzeptabel, wie der Vorstand der PEH das Aktienrecht auf den Kopf stellt. Denn wenn der Vorstand einer Aktiengesellschaft entscheiden dürfte, welche Anträge inhaltlich zulässig sind und welche nicht, würde es auf Hauptversammlungen börsennotierter Gesellschaften wohl kaum jemals einen kritischen Tagesordnungspunkt geben. Die Organe der PEH treten das Aktienrecht mit Füßen, was mittlerweile neben dem Kapitalmarkt verstärkt auch Kunden und Mitarbeiter realisieren. Übrigens ist die nächste ordentliche Hauptversammlung für den 24. Juni terminiert. Das ist der Freitag nach Fronleichnam, was wiederum in sechs Bundesländern ein Feiertag ist und somit ein verlängertes Wochenende bedeutet. Die PEH-Führung hat wohl mittlerweile ziemliche Angst vor ihren eigenen Aktionären und möchte die Teilnahme an der Hauptversammlung so unbequem wie möglich machen. Ein Schelm, wer dabei böses denkt!

DD: Tatsache ist, dass immer mehr Aktionäre inzwischen in höchstem Maße besorgt über diese Entwicklung sind. Wenn die Organe sich nicht endlich inhaltlich der Kritik der Aktionäre stellen, riskieren sie einen Vertrauensverlust auf breiter Basis. Als börsennotierter Finanzdienstleister lebt die PEH eben nicht nur vom Vertrauen ihrer Kunden, sondern auch vom Vertrauen des Marktes.

SL: Solche Anträge lassen sich nötigenfalls auch vor Gericht durchsetzen. Das werden die Antragsteller zu entscheiden haben. Bei der PEH ist die Zeit zum Handeln gekommen, und je schneller die Aktionäre ihre berechtigten Anliegen durchsetzen, desto besser.

Die von Ihnen begrüßten Anträge auf Durchführung von Sonderprüfungen drehen sich primär darum, die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat im Detail näher zu untersuchen. Was bezwecken Sie damit?

SL: Die Vorstände und Aufsichtsräte von börsennotierten Gesellschaften arbeiten letztlich für die Aktionäre. Dementsprechend ist die Hauptversammlung laut Gesetz ja auch das höchste Organ der Aktiengesellschaft – die oberste Instanz. Die Aktionäre können die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat aber nur fundiert beurteilen, wenn ihnen hierfür ausreichende Informationen zugänglich gemacht werden. Ich forderte die Gesellschaft über zwei Jahre lang gebetsmühlenartig dazu auf, endlich den notwendigen Grad an Transparenz herzustellen, der für eine börsennotierte AG Standard sein sollte. Die Reaktion auf diese Forderungen war stets, dass die PEH doch bereits „zu transparent“ sei. Ein renommierter M&A-Berater, der sich die Gesellschaft im Detail angeschaut hatte, meinte mir gegenüber, aus dem Geschäftsbericht der PEH könne man sich „unmöglich“ ein klares Bild von der Situation der Gesellschaft machen.

DD: Wenn der Vorstand also behauptet, die Gesellschaft sei bereits „zu transparent“, gibt es hierfür wohl nur zwei plausible Erklärungen: Entweder liegt hier einfach nur eine verzerrte Wahrnehmung der Realität vor (was wenig schmeichelhaft wäre!), oder aber es gibt für das Zurückhalten von Informationen tiefergehende Gründe, die wir noch nicht kennen.

SL: Je länger ich mich mit der PEH beschäftigte, desto mehr komme ich zu der Überzeugung, dass es in einigen Bereichen wirklich ganz erhebliche Zweifel an der Arbeit der Organe geben muss. Insofern macht es aus Sicht der jetzigen Organe durchaus Sinn, möglichst wenig Informationen an die Aktionäre zu geben – und all jene, die nach mehr Transparenz rufen, als böse Querulanten abzutun. Die ganzen jetzt anstehenden Thematiken hätte man relativ einfach und still vom Tisch bekommen können, wenn die Organe keine derartige Blockadepolitik gegenüber legitimen Anliegen von Aktionären fahren würden und die PEH endlich einmal grundlegende Informationen über ihr operatives Geschäft veröffentlichen würde. Nunmehr müssen diese Punkte eben über Sonderprüfungen eruiert werden, was notfalls auch per Gerichtsbeschluss durchgesetzt werden kann. Die Unsicherheit, die dadurch über die Gesellschaft gebracht wird, hätten die Organe der PEH leicht vermeiden können, wenn sie in der Vergangenheit keine derartige Vogel-Strauß-Politik gefahren hätten. Jetzt müssen sie sich fragen lassen, was sie denn eigentlich zu verbergen haben. Und dieser Frage wird hoffentlich ohne Wenn und Aber auf den Grund gegangen.

Herr Lorenz, was sagen Sie denn zu den Vorwürfen, dass Sie durch diese Aufsichtsratswahl quasi durch die Hintertüre die Macht bei der PEH übernehmen möchten? Sollte jemand, der die Mehrzahl des Aufsichtsrats neu besetzen möchte, nicht ein Übernahmeangebot für die Gesellschaft abgeben?

SL: Der erste von Ihnen genannte Vorwurf, wie er ja u.a. von Börse Online verklausuliert erhoben wurde, ist schlichtweg an den Haaren herbeigezogen. Dies lässt sich auch sehr leicht dokumentieren. Ich hatte im April 2010 schriftlich dargelegt, dass ich mit der Berufung eines einzigen unabhängigen Streubesitzvertreters im Aufsichtsrat zufrieden gewesen wäre. Von einem Versuch, die Macht im Aufsichtsrat zu übernehmen, kann insofern gar keine Rede sein. Leider hatte sich bei Börse Online niemand die Mühe gemacht, vorher Kontakt mit mir aufzunehmen. Ganz unabhängig davon ist die Frage nach einem Übernahmeangebot. Tatsächlich hatte es in jüngerer Vergangenheit bereits einmal ein dahingehendes Interesse von dritter Seite gegeben. Bei einer ordentlich geführten Aktiengesellschaft hätte ein ernsthafter Interessent von den Organen die Möglichkeit eingeräumt bekommen, vor Abgabe eines Angebots eine Due Diligence durchzuführen. Die Organe der PEH verwehrtem dem Interessenten dies jedoch. Dabei sollten die Organe doch jeden Schritt prüfen, der zur Schaffung erheblicher Mehrwerte für die Aktionäre führen kann. Welche Opportunitäten entgingen den Aktionären, weil die Organe diesen Pflichten nicht nachkamen?

DD: Mittlerweile fügen sich all diese Mosaiksteine zu einem Gesamtbild zusammen, in dem die Organe schlichtweg vermeiden wollen, dass sich jemand ein genaues Bild über ihre Arbeit macht. Solange im Raum steht, dass an der Arbeit der Organe erhebliche Zweifel bestehen, und solange einem ernsthaften Interessenten die branchenübliche Durchführung einer Due Diligence verweigert wird, solange wird kein Investor sich zu einem größeres Engagement entschließen oder gar ein Übernahmeangebot für die Gesellschaft abgeben. Kritisch eingestellten Aktionären bleibt in der Zwischenzeit nur die Möglichkeit, über aktienrechtliche Instrumentarien dafür zu sorgen, dass die Organe, die eigentlich über das Aktionärsvermögen wachen müssen, ihren gesetzlichen Pflichten auch nachkommen.

SL: Und dort, wo sie ihnen nicht nachkommen, müssen sie sich entsprechenden Konsequenzen stellen.

Ergibt sich hieraus nicht insgesamt ein ziemlich düsteres Bild für die Aktionäre und auch die Mitarbeiter der PEH?

SL: Wenn einem börsennotierten Unternehmen die Beziehung zu einem wesentlichen Teil des Aktionariats derart entgleitet, besteht fraglos dringender Handlungsbedarf. Gleichzeitig darf bei all dieser Kritik aber auch nicht vergessen werden, dass bei der PEH in der Vergangenheit lange Zeit hervorragend gearbeitet wurde.

DD: Das Umfeld hat sich jedoch in den letzten Jahren gravierend verändert. Was vor diesem Hintergrund fehlt, ist eine überzeugende Strategie für die Zukunft. Einschließlich der erfolgreichen Luxemburger Axxion bietet die PEH in der heutigen Aufstellung eine vielversprechende Plattform, deren Schlagkraft jedoch gezielt weiterentwickelt werden muss, um in der anstehenden Branchenkonsolidierung eine aktive Rolle spielen zu können. Es geht darum, die sich bietenden Wachstums-Potentiale mit einer klaren Offensivstrategie zu erschließen und so für die Aktionäre spürbare Mehrwerte zu schaffen und das sogar relativ kurzfristig. Die Gesellschaft ist schuldenfrei, sie weist erhebliche Barreserven aus und nimmt - als einziger börsennotierter Vermögensverwalter von Format - im deutschen Markt schon heute eine besondere Stellung ein. Mit anderen Worten: Die Gesellschaft verfügt über enorme Potentiale, was ihr aber leider fehlt, ist eine überzeugende Strategie, um diese Potentiale zu heben.

SL: Und – das möchte ich noch ergänzen – es fehlt ein Management, das diese Strategie auch konsequent umsetzt. Leider hat die bisherige Arbeit der Organe nicht dazu geführt, dass sich dies in höheren Werten für die Aktionäre niederschlägt. Die Aktie notiert heute auf dem gleichen Niveau, wie schon 1998. Das Management gibt den inneren Wert der Gesellschaft ja bekanntlich mit 103 bis 110 Mio. Euro an, u.a. wegen einiger wertvoller Beteiligungen, wie dem 50%igen Anteil am Fondsadministrator Axxion S.A. in Luxemburg. Aktuell wird die Gesellschaft an der Börse aber nur mit 54 Mio. Euro bewertet. Dies ist ganz klar auch ein Resultat des seit einiger Zeit festzustellenden Vertrauensverlusts in die Organe. Hier müssen endlich Konsequenzen gezogen werden.

DD: Zum Thema Mitarbeiter: Verständlicherweise führt eine solche Auseinandersetzung zwischen Aktionären und Organen einer Gesellschaft zu Verunsicherung und Besorgnis bei vielen Mitarbeitern. Deshalb ist es nicht nur aus Sicht der Aktionäre, sondern gerade auch aus Sicht der Mitarbeiter wichtig, dass es jetzt rasch zu der geforderten Abstimmung auf einer Hauptversammlung kommt. Wir können unsererseits den Mitarbeitern nur klar signalisieren, dass die erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft nur gelingen kann, wenn alle Mitarbeiter der gesamten PEH-Gruppe an Bord bleiben und sich engagiert in die Weiterentwicklung dieser spannenden Unternehmensgruppe einbringen. Wir glauben fest an eine erfolgreiche Zukunft von PEH, sofern es jetzt gelingt, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

Apropos Weichenstellung: Sehen Sie eine Möglichkeit, diesen Konflikt irgendwie beizulegen? Oder läuft bei der PEH jetzt alles auf eine Kampfabstimmung oder langwierige Gerichtsverfahren hinaus?

DD: Langwierige Gerichtsverfahren wären Gift für die Gesellschaft, und zwar gleichermaßen für ihre Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre. Vermögensverwaltung fußt auf Vertrauen. Vertrauen resultiert aus erlebbaren Werten, professionellem Handeln und erfolgreichem risikooptimierten Vermögensmanagement. Dazu muss in einem Unternehmen jeder auf seinem Platz beitragen. Naturgemäß sind hier der CEO und der Vorsitzende des Aufsichtsrats stets besonders gefordert, ihr Handeln steht daher immer unter besonderer Beobachtung. Das gilt besonders in einer so kritischen Situation wie der aktuellen.

SL: Ich selbst bin noch immer offen für zielführende Lösungsvorschläge ; anderen Aktionäre dürfte es ähnlich gehen. Aber gerade in einer Situation wie dieser ist es auch die Pflicht des Aufsichtsratsvorsitzenden, proaktiv nach Lösungen zu suchen. Inwiefern der Aufsichtsrat eigenständig handelt – anstatt sich einem von mir vermuteten Diktat des Vorstandsvorsitzenden zu unterwerfen – wird sich zeigen. Vielleicht ist der Aufsichtsrat der PEH ja doch noch für eine positive Überraschung gut. Ich halte diese ganze Auseinandersetzung jedenfalls für schnell lösbar, wenn die Organe endlich ihren gesetzlichen Pflichten nachkommen und sich konstruktiv mit unserer Kritik und unseren berechtigten Anliegen auseinandersetzen.

Herr Lorenz, Herr Dr. Drechsler, wir danken Ihnen für dieses Gespräch.

Die PEH Wertpapier AG hat zu dem früheren Hauptversammlungsantrag unter www.peh.de in einer Vorstandsmitteilung Stellung genommen. Swen Lorenz betreibt unter www.peh-nach-vorne.com eine eigene Informationsplattform.

 

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