»Von einer gewissen Summe an sagt man zum Geld Kapital.«

Interview mit gamigo AG CEO Remco Westermann

Remco Westermann

Remco Westermann
CEO der gamigo AG

Behringstr. 16 b
22765 Hamburg

Telefon: +49-40-411 885-0
Telefax: +49-40-411 885-255

Internet: de.gamigo.com

Website zur Anleihe:
www.gamigo-anleihe.de

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Im heutigen Gespräch mit Remco Westermann, dem CEO der gamigo AG, sprechen wir über die Unternehmensperspektiven und die aktuelle Emission einer Anleihe. Die gamigo AG mit Sitz in Hamburg ist im Bereich Onlinespiele tätig. Als Publisher von sogenannten Free-to-Play Massively Multiplayer Online Games (MMOGs) ist der Zielmarkt Europa und Nordamerika. Rund 80 Mitarbeiter arbeiten momentan in den Büros in Hamburg und San Francisco.

Herr Westermann, die gamigo AG ist ein sehr gut positioniertes Unternehmen in einem Wachstumsmarkt. Warum begeben Sie jetzt eine Anleihe?

Wir sind zwar mit mehr als 10 Millionen registrierten Spieleaccounts in Europa und Nordamerika bereits eine echte Größe auf dem Markt für Onlinespiele und wir verfügen mit Fiesta Online, Cultures Online und Last Chaos über sehr erfolgreiche Spiele mit loyaler Kundenbasis. Dennoch möchten wir als internationaler Publisher, auf dem prosperierenden Markt für Onlinespiele weiter wachsen und dadurch unsere Profitabilität erhöhen. Dazu bieten sich aktuell gute Gelegenheiten und dazu brauchen wir zusätzliche Mittel.

Der Spielemarkt, das ist doch nur etwas für Teenager?

Inzwischen sind Onlinespiele längst national wie international zu einem Massenphänomen und einem Massenmarkt geworden. Fachleute gehen davon aus, dass es in Deutschland rund 14 Millionen Gamer gibt. Jeder dritte dieser Spieler ist heute bereits über 40 Jahre alt. Darüber hinaus spielen in etwa gleich viel Menschen mit hohem Einkommen wie Menschen mit niedrigem Einkommen. Wie verfügen also über eine große, attraktive Zielgruppe für unsere Games.

Und wie verdient gamigo mit Onlinespielen Geld?

Derzeit ist unsere Haupteinnahmequelle der Verkauf von virtueller Währung für den Kauf von virtuellen Gütern wie z.B. Kostüme, Schwerter oder Haustiere. Unsere Onlinespiele selbst sind kostenlos. Doch kaufen zwischen 5 und 10 Prozent der Spieler Güter, die den Spielespaß erhöhen und die Chancen des Spielers steigern, innerhalb eines Spieles erfolgreich zu sein mit realem Geld. Künftig planen wir darüber hinaus, verstärkt Werbe- und Merchandisingerlöse zu generieren. Der Bereich Spiele für mobile Endgeräte, den wir ausbauen wollen, funktioniert genauso. Zusätzlich sind hier oft noch zusätzliche Einkünfte aus Downloadfees möglich. Neben attraktiven Spielen stellen die Größe eines Anbieters sowie die Vermarktungseffizienz einen immer wichtiger werdenden Faktor dar, um nachhaltige Gewinne zu erzielen. Wir verfügen über die entsprechende Größe sowie die entsprechende Vermarktungskompetenz.

Möchten Sie vor allem organisch oder anorganisch, d.h. über Akquisitionen, wachsen?

Beides. Wir wollen unser Portfolio mit Onlinespielen und Spielen für mobile Endgeräte organisch weiter ausbauen. Zudem beabsichtigen wir, die bestehenden Spielelizenzen auf weitere Länder auszuweiten. Darüber hinaus sollen die uns aus der Anleihe zufließenden Mittel auch für wertschaffende Akquisitionen verwendet werden. Da sich der Markt für Onlinespiele in einer durch notwendige Professionalisierung eingegebene Konsolidierungsphase befindet und viele kleine Publisher die Anforderungen an IT-Sicherheit und an IT-Stabilität kaum mehr erfüllen können, bestehen derzeit gute Chancen, günstig zu akquirieren.

Wie sind denn nun die Konditionen Ihrer Anleihe? Welche Verzinsung bieten Sie dem Anleger?

Unsere Anleihe mit der Wertpapier-Kennnummer A1TNJY weist bei einer Laufzeit von fünf Jahren einen attraktiven Zinskupon von 8,5 Prozent auf. Da wir vierteljährlich Zinsen zahlen, beträgt die effektive Rendite der Anleihe ca. 8,775 Prozent. Die erste Zinszahlung erfolgt übrigens bereits am 1. Juli 2013.

Gibt es besondere Schutzrechte für Anleihegläubiger?

Ja, unsere Mittelstandsanleihe weist zahlreiche Schutzbestimmungen auf. Dazu zählen eine „Ausschüttungssperre“ sowie eine „Change-of-Control-Klausel. Darüber hinaus sind große Teile der Gesellschafterdarlehen in unserer Bilanz nachrangig gegenüber den Anleihegläubigern.

Die Zeichnung hat gerade begonnen. Bis wann können Anleger zeichnen?

Anleger können unsere Anleihe maximal bis zum 18. Juni 2013 über Ihre Hausbank sowie über Direktbanken zeichnen. Dabei kann die Anleihe auch direkt über die Zeichnungsfunktionalität der Frankfurter Wertpapierbörse (Börsenplatz Frankfurt) erworben werden. Zudem kann die Mittelstandsanleihe über die Website www.gamigo-anleihe.de gezeichnet werden, Wir wenden uns auch an private Anleger und haben daher bewusst eine Mindestzeichnungsgröße von 1.000 Euro gewählt.

Wie wahrscheinlich ist eine vorzeitige Schließung der Zeichnung?

Das Emissionsvolumen beträgt nur 15 Millionen Euro und wir konnten zuletzt sowohl bei privaten wie auch bei institutionellen Anlegern eine starke Nachfrage nach unserer Anleihe feststellen. Insofern ist eine vorzeitige Schließung der Zeichnung gut möglich.

Wie erfolgt die Zuteilung bei Anleiheemissionen?

Diese erfolgt nach dem so genannten Windhundverfahren. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, sprich wer zuerst zeichnet, dessen Zeichnung wird als erste berücksichtigt. Ist das Emissionsvolumen erreicht, wird die Zeichnung vorzeitig geschlossen.

Herr Westermann, vielen Dank für das Gespräch.

 

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