»Kapital gibt dem Unternehmen die Kraft zu handeln.«

Michael Plettner, CEO der Deutschen Grundstücksauktionen AG, über Immobilienauktionen

Michael Plettner

Michael Plettner
CEO

Deutsche Grundstücksauktionen AG
Kurfürstendamm 65
10707 Berlin

Tel: +49-30-884 68 80
Fax: +49-30-884 68 888

Web: http://www.dga-ag.de

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Im heutigen Gespräch haben wir uns mit Herrn Michael Plettner, dem CEO der Deutschen Grundstücksauktionen AG, über das Tätigkeitsfeld Immobilienauktionen unterhalten. Die börsennotierte Gesellschaft ist als größtes deutsches Grundstücksauktionshaus bundesweit tätig.

Herr Plettner, womit beschäftigt sich Ihr Unternehmen und was ist das Besondere?

Die Deutsche Grundstücksauktionen AG wurde 1984 gegründet. Durchgeführt werden nach den Vorschriften der Gewerbeordnung/Versteigerer-Verordnung Auktionen auf denen Immobilien aller Art versteigert werden. Seit über 25 Jahren sind wir als größtes deutsches Grundstücksauktionshaus in Berlin tätig. Durch ein flächendeckendes Netz von Niederlassungen/Repräsentanzen unserer sechs Auktionshäuser sind wir bundesweit aufgestellt. Ein Großteil des Geschäftes erfolgt mit Wohn- und Gewerbeimmobilien. Einlieferer sind neben Privateigentümern vor allem die öffentliche Hand, bundeseigene Gesellschaften, Kreditinstitute, Nachlasspfleger, Insolvenzverwalter und Wohnungsbaugesellschaften. Auf den erzielten Verkaufserlös ist eine Courtage von Käufer und Verkäufer zu zahlen.

Welche Vorteile haben Ihre Kunden gegenüber den Leistungen von Wettbewerbern?

Im Falle einer Beauftragung für die Auktionen werden die Objekte in unseren Katalogen mit einer Auflage von rd. 60.000 Print-Exemplaren und rd. 47.000 Online-Katalogen bei etwa 200.000 Lesern im gesamten Bundesgebiet und in fast allen europäischen Staaten, veröffentlicht. Eine Publizität die dem Eigentümer kaum ein anderes Unternehmen bieten kann. Darüber hinaus : 1. Begutachtung und Bewertung der Immobilie für die Auktion, zum Teil durch einen öffentlich bestellten und vereidigten Grundstückssachverständigen auf Kosten des Auktionshauses. 2. Vorbereitung der notariellen Verträge durch Überprüfung bei Grundbuchämtern, Bauämtern und anderen Behörden auf Kosten des Auktionshauses. 3. Festlegung eines marktgerechten Auktionslimits (Einbringungs-Preis) zwischen Verkäufer und Auktionshaus. 4. Jährlich über 50 Live- und Internet-Auktionen durch mit zurzeit etwa 2.400 versteigerten Immobilien. 5. 95 angestellte und freiberufliche Mitarbeiter sowie 14 Auktionatoren (davon 7 öffentlich bestellt und vereidigt) sorgen für eine perfekte Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung der Auktionen.

Sie hatten vor kurzer Zeit Ihre Hauptversammlung. Welches sind die wichtigsten Ergebnisse aus der Hauptversammlung? Und was sind Ihre nächsten Ziele?

Außer der beschlossenen Dividende, die wir seit 1999 ununterbrochen gezahlt haben, war in diesem Jahr der Beschluss über den Gewinnabführungsvertrag mit der Westdeutschen Grundstücks-auktionen AG, einem 100 %-igen Tochterunternehmen von besonderer Bedeutung. Die Ziele für die nahe Zukunft sind die Fortsetzung des Wachstums bei der westdeutschen Tochter, die Stärkung des Maklerbereiches bei der Plettner & Brecht Immobilien GmbH und eine weiterhin positive Entwicklung bei den Internet-Auktionen. Kapitalmaßnahmen sind dafür nicht erforderlich und deswegen auch nicht vorgesehen.

An der Börse herrschen derzeit Konjunktursorgen. Ist das Geschäftsmodell ihres Unternehmens davon betroffen?

Abgesehen davon, dass der Immobilienmarkt in Deutschland momentan sicher nicht vor einer größeren Korrektur steht, ist das Auktionsgeschäft nicht sehr konjunkturabhängig. Das Instrument Aktion funktioniert in schwachen Märkten genauso gut wie in der momentanen Lage, dies sieht man auch an unseren Ergebnissen aus der Vergangenheit.

Welches Potential sehen Sie für Ihr Geschäftsmodell in den kommenden Jahren?

Auktionen sind in aller Munde und das Instrument einer Immobilienauktion, welches in Deutschland noch immer ein Dasein am Rande führt, wird sicher stärker in den Fokus kommen, so wie es in vielen anderen europäischen und außereuropäischen Märkten bereits der Fall ist.

Herr Plettner, vielen Dank für das Gespräch.

 

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