»Von einer gewissen Summe an sagt man zum Geld Kapital.«

NanoFocus AG CTO Jürgen Valentin über Wachstumsschritt vom Technologie- zum Marktführer

Jürgen Valentin

Jürgen Valentin
Vorstand Technologie (CTO) &
Vorstandssprecher

NanoFocus AG
Max-Planck-Ring 48
46049 Oberhausen
Deutschland

Telefon: +49 208 62000-0
Fax: +49 208 62000-99

E-Mail: info(at)nanofocus.de
Web: www.nanofocus.de

Details zur Kapitalerhöhung
ISIN: DE0005400667
Volumen: bis zu 2,1 Mio. Aktien
Bezugspreis: 1,75 Euro
Bezugszeitraum: 28.11. - 12.12.2016
Rechtlich relevanter Wertpapierprospekt:
www.nanofocus.de

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Die börsennotierte NanoFocus AG aus Oberhausen plant eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht und möglichem Überbezug. Es werden 2.100.000 Aktien, im Verhältnis 23 zu 10 und zu einem Preis von 1,75 Euro angeboten. Die Bezugsfrist läuft vom 28.11. bis zum 12.12.2016. Jürgen Valentin, Vorstand Technologie (CTO) und Vorstandssprecher der NanoFocus AG zu den Stärken seines Unternehmens und wie die Mittel aus der laufenden Kapitalerhöhung verwendet werden sollen.

Herr Valentin, Stellen Sie ihr Unternehmen doch bitte kurz vor.

NanoFocus baut die weltweit besten Oberflächenmessgeräte. Anwender aus Wissenschaft und Industrie nutzen unsere Systeme erfolgreich zur dreidimensionalen Abbildung und Kontrolle von Oberflächen mit Strukturen im Mikro- und Nanometerbereich. Zu unseren Kunden gehören namhafte Unternehmen der Automobil- und Elektronikindustrie, der Medizintechnik sowie renommierte Forschungseinrichtungen und zahlreiche Unternehmen der Nano- und Mikrotechnologie.

Sie wollen in den kommenden Jahren deutlich wachsen?

Ja, denn die Messetechnik erlebt derzeit eine Zeitenwende. Wurde die optische Messtechnik bisher ganz überwiegend im Labor eingesetzt, setzt sie sich aufgrund ihrer Vorteile jetzt in der industriellen Fertigung durch. Denn sie lässt sich besser in den zunehmend digitalen Fertigungsprozess integrieren, als andere Methoden. Unsere Kunden erzielen niedrigere Produktionskosten sowie höhere Qualität und wir erschließen ein riesiges Potenzial.

In welchen Branchen sehen Sie derzeit das größte Potenzial?

Wir konzentrieren uns derzeit auf die Automobil- und die Halbleiterbranche und konnten hier bereits wichtige Erfolge erzielen. Für die Halbleiterindustrie haben wir neben den inlinefähigen Systemen für 3D-Packaging ein neues Inspektionssystem für Funktionstests von Wafern – sogenannte Probe Cards – entwickelt. Unser System stellt die Unversehrtheit von Wafern nach dem Testvorgang sicher. Dies war bisher so nicht möglich. Damit tragen wir entscheidend zur Reduzierung operativer Kosten und zur Qualitätssteigerung in der Wafer-Produktion bei. Eine Pilotanlage befindet sich bereits bei einem namhaften Hersteller erfolgreich im Einsatz und hat für große Aufmerksamkeit in der Branche gesorgt. Mit einem weiteren Hersteller sind wir bereits in fortgeschrittenen Verhandlungen.

Und wie sieht es im Automobilbereich aus?

Im Bereich Automotive haben wir den ersten Auftrag für eine automatisierte Zylinderinspektionsanlage erhalten. Die Pilotanlage soll noch in diesem Jahr an Volkswagen ausgeliefert werden. Dies ist ein wichtiger Schritt an die Fertigungslinie. Durch das System können bislang personalintensive Prüfschritte weitestgehend automatisiert werden. Der Kostenfaktor ist gerade in Zeiten von Sparmaßnahmen im Automobilbereich ein bedeutendes Verkaufsargument. Künftig werden wir auch von den strengeren Emissionsvorschriften und ihren Auswirkungen auf den Motorenbau profitieren. Denn Hersteller werden um Investitionen in Prozesstechnik zur Verbesserung der Motoreneffizienz nicht herum kommen. Beide Beispiele zeigen, dass wir uns in den vergangenen Jahren konsequenten weiterentwickelt haben.

Bitte beschreiben Sie diese Weiterentwicklung etwas genauer.

Im Jahr 2009 haben wir NanoFocus neu ausgerichtet, um mit unseren Produkten vom Prüflabor in den Bereich der fertigungsintegrierten Prozessüberwachung vorzustoßen. Dazu haben wir allein seit 2010 rund 12 Mio. Euro – dies ist mehr als die aktuelle Marktkapitalisierung – in Forschung und Entwicklung investiert und unseren Vertrieb neu strukturiert. Mit Erfolg: Heute ist NanoFocus nicht nur Technologieführer, sondern verfügt über zahlreiche marktreife Produkte für unterschiedlichste Branchen. Zudem haben wir Anfang 2016 eine neue Firmenzentrale bezogen und verfügen jetzt über Kapazitäten für einen Umsatz von 50 Mio. Euro (Umsatz 2015: rund 11 Mio. Euro).

Wofür wollen Sie die Mittel aus der Kapitalerhöhung einsetzen?

Wir wollen den Schritt vom Technologieführer zum Marktführer machen. Dafür verfügen wir über die nötigen Voraussetzungen: hervorragende Marktchancen, technologisch führende Produkte und ausreichende Produktionskapazitäten. Jetzt gilt es zu wachsen und diese Kapazitäten für einen Jahresumsatz von 50 Mio. Euro mittelfristig auszulasten. Mit der Kapitalerhöhung stellen wir zum einen die nötige mittelfristige Wachstumsfinanzierung sicher. Zum anderen wollen wir im Vertrieb einen Gang höher schalten, um weltweit mehr Unternehmen von unserer führenden Technik zu überzeugen. Stichwort Key-Account. Wer jetzt in NanoFocus investiert, kann davon profitieren. Und wer noch bis zu diesem Freitag (25.11.) kauft, kann sogar noch an der Kapitalerhöhung zu einem sehr attraktiven Preis teilnehmen.

Herr Valentin, vielen Dank für das Gespräch.

 

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