»Das Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.«

PV-Invest GmbH Gründer Günter Grabner zur Emission zweier Unternehmensanleihen

Günter Grabner

Mag. Günter Grabner
Geschäftsführer
PV-Invest GmbH

Villacher Straße 1
9220 Velden am Wörther See
Austria
Telefon: +43 4274 38290–11
Fax: +43 4274 38290–90
E-Mail: office(at)pv-invest.com
Web: www.pv-invest.com/de

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Die PV-Invest GmbH emittiert mit Start am 14. November 2016 ihre ersten beiden Unternehmensanleihen und die Zeichnungsfrist endet voraussichtlich am 02. Dezember 2016. Das Besondere an dieser Emission: Die Anleihen sind in zwei unterschiedlichen Laufzeiten aufgesplittet (7 Jahre: WKN A189CF / ISIN DE000A189CF6), (10 Jahre: WKN A1885U / ISIN DE000A1885U8). Das Emissionsvolumen beträgt bis zu 15 Mio. Euro. Welche Grundlage hierfür entscheidend ist und welche Ziele das Unternehmen verfolgt erklärt der Gründer, Gesellschafter und Geschäftsführer Mag. Günter Grabner im Gespräch.

Herr Grabner, warum starten Sie zum jetzigen Zeitpunkt mit Ihrer Unternehmensanleihe?

Wir haben die von Ihnen angesprochene Finanzierung schon seit einiger Zeit als Option in unserer mittelfristigen Finanzstrategie mit einbezogen. Konkret wurde diese im letzten Jahr, als sich abzeichnete, dass die KPV Solar GmbH in die PV-Invest GmbH eingebracht würde. Dies ist im September dieses Jahres rückwirkend zum 31.12.2015 vollzogen worden. Mit diesem Schritt hat sich zum einen die Bilanzsumme des Unternehmens verdoppelt, d.h. somit haben wir einen Quantensprung für die wirtschaftliche Solidität geschaffen. Zum anderen haben wir dadurch unsere Wertschöpfungskette verlängern können. Die PV-Invest hat sich als Kraftwerksbetreiberin seit 2009 etablieren können, die nach sorgfältiger Due Diligence und Prüfung der garantierten Einspeisetarife durch Errichtung und Akquisition von bereits an das Netz angeschlossener PV-Kraftwerke, ein Bestandsvolumen von 50 Mio. Euro realisieren konnte. Die KPV-Solar hat sich mit einem umgesetzten Investitionsvolumen von rund 100 Mio. Euro in allen wesentlichen PV-Märkten ein umfangreiches technisches Know-how und hervorragende Kenntnisse der Marktbedingungen erworben. Diese vertikale Integration sichert nicht nur die Verfügbarkeit neuer Projekte, sondern sichert das umfangreiche Wissen.

Warum kam es ausgerechnet mit der KPV-Solar zur Fusion?

Herr Rabensteiner, der Gründer der KPV-Solar und ich kennen uns seit dem Studium. Er hat mich damals 2009 auf die Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten im PV-Markt aufmerksam gemacht und begeistert. So kam es zur Gründung der PV-Invest. Die Fusion zum jetzigen Zeitpunkt ist also eine kontinuierliche Weiterentwicklung unserer gemeinsamen Historie. Sie müssen auch wissen, dass wir am Wörther See einen international sehr angesehenen Cluster der Solarindustrie mit GREENoneTEC, Kioto Solar, ENcome und unserem Unternehmen haben. Wir kooperieren sehr eng. Als Beispiel möchte ich anführen, dass Kioto Paneele zu den Qualitätsführern in der Branche zählen und wir mit der 25jährigen Leistungsgarantie Sicherheit für unsere Investments haben.

Sie haben mit den jetzt emittierten Anleihen eher ein nicht marktkonventionelles Angebot formuliert?

Da steht ein für die Investoren klares Prinzip dahinter. Wir wissen, dass am Markt Unternehmensanleihen mit einer Laufzeit von fünf Jahren dominieren. Diese Struktur wäre in unserem Fall für den Anleger nicht passend. Der Finanzierungshorizont liegt bei den von uns neu zu erwerbenden PV-Kraftwerken zwischen sieben und zehn Jahren, die Förderlaufzeit der Einspeisetarife noch in der Regel 12 bis 15 Jahre und damit ein angenehmer Risikopuffer. Bei Laufzeiten unserer Anleihen von sieben und zehn Jahren weiß der Investor unserer Anleihen genau, dass wir unsere Objekte in dem Anlagezeitraum ausfinanziert haben und für die Rückführung der Anleihen nicht auf die Emission einer neuen Anleihe angewiesen sind. Außerdem haben wir nach Ablauf des Finanzierungszeitraumes die Assets schuldenfrei im eigenen Bestandsportfolio. Nachdem die staatlich gesicherten Einspeisetarife weiterfließen, stehen diese als Reserve zur Verfügung.

Diese Voraussetzung hat dazu geführt, eine siebenjährige Anleihe mit einer Verzinsung pro Jahr von 4.15% und eine zehnjährige Anleihe mit einem Kupon von 4.50% p.a. gleichzeitig als Investorenangebot zu bringen. Konzipiert ist sie damit sowohl für Privatanleger als auch institutionelle Investoren.

Was ist die Mittelverwendung dieser Anleihen?

Derzeit haben wir 20 PV-Kraftwerke in sechs Ländern mit insgesamt 23 Megawatt im Bestand. Mit dem Emissionserlös wollen wir den Bestand auf über 30 MW erhöhen. Dazu sind wir in Deutschland und zentraleuropäischen Ländern bereits mit entsprechenden Anbietern in Gesprächen.

Herr Grabner, vielen Dank für das Gespräch.

 

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