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Saturn Minerals CEO Stan Szary über Öl und Kohle im Westen von Kanada

Stan Szary

Stan Szary
CEO & President
Saturn Minerals Inc.

Suite 312 - 744 West Hastings Street
Vancouver, BC V6C 1A5
Kanada

Tel: +1 (604) 685-6989
Fax: +1 (604) 685-6961

E-Mail: de[at]saturn-minerals.de
Web: www.saturn-minerals.de

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Heute hatten wir die Möglichkeit uns mit Stan Szary zu treffen. Szary ist CEO von Saturn Minerals mit Sitz in Vancouver, Kanada. Die Firma besitzt ca. 275 km² an Kohle-Gebiete sowie ca. 1.500 km² an Öl- & Gas-Gebiete in Saskatchewan und Manitoba, den westlichen Provinzen von Kanada. Die Firma ist fokussiert auf Exploration und konnte bislang drei große Kohle-Entdeckungen verzeichnen, sowie weitere Anzeichen für Öl & Gas.

Herr Szary, Saturn Minerals hat Gebiete in Saskatchewan und Manitoba. Welche Vorteile hat diese Region?

70% der kanadischen Rohstoffe befinden sich im Westen von Kanada und zwar in den folgenden vier Provinzen: British Columbia, Alberta, Saskatchewan und Manitoba. British Columbia und Alberta haben ihre Rohstoff-Vorkommen in den vergangenen rund 100 Jahren gefördert, aber die Provinzen Manitoba und vor allem Saskatchewan haben erst vor rund 15 Jahren damit begonnen ihr Rohstoff-Vorkommen zu erkunden und zu fördern. Für die in Saskatchewan und Manitoba ansässigen Firmen bedeutet dies, dass dort noch wesentlich mehr Rohstoffe im Boden sind, die noch nicht erschlossen wurden. Ein gutes Gebiet zum Arbeiten.

Warum haben Saskatchewan und Manitoba lange Zeit nicht so viel Rohstoffe gefördert, wie die anderen westlichen Provinzen von Kanada?

Die kurze Antwort ist: Land. Saskatchewan und Manitoba verfügen über die besten landwirtschaftlichen Nutzflächen auf der Erde. Im Vergleich dazu hinken Alberta und British Columbia hinterher. In den 1920er und 1930er Jahren fokussierte sich die lokale Wirtschaft in den westlichen kanadischen Provinzen auf die Dinge, die am einfachsten umzusetzen waren. In British Columbia war es Minenarbeit und Holzwirtschaft, in Alberta waren es Viehzucht und Öl-Förderung, aber in Saskatchewan war es Landwirtschaft und es blieb so über drei Generationen bis ungefähr 1995.

Haben Saskatchewan und Manitoba die gleiche Menge an Rohstoffen wie die anderen westkanadischen Provinzen?

Definitiv, vielleicht sogar mehr. Der Süden von Saskatchewan und Westen von Manitoba sind von einer massiven geologischen Formation mit dem Namen Western Canadian Sedimentary Basin bedeckt. Dieses Becken ist eine Ansammlung von Gesteinsschichten von einigen historischen Ozeanen und zählt weltweit zu den größten Vorkommen für Kohle, Öl, Gas sowie Pottasche (Kalisalz). Es ist eines der wertvollsten Schätze von Kanada. Weil aber Saskatchewan die Landwirtschaft für lange Zeit im Fokus stand und das Bevölkerungswachstum ebenfalls niedrig war, zogen alle die sich für das Öl, Gas und die Kohle im Boden interessierten nach Alberta. Ich war einer von ihnen. Als ich mein Studium an der Universität von Saskatchewan im Jahr 1978 abschloss, zogen meine Frau und ich aus für einen Arbeitsplatz nach Calgary. Aber ich wusste schon damals, dass ich eines Tages zurückkommen werde.

Und die Dinge haben sich nun geändert?

Wesentlich. In den 1990er und in den 2000er Jahren haben Unternehmer angefangen in Saskatchewan Land zu erwerben. Heutzutage sind die am schnellsten wachsenden Öl-Gesellschaften von Kanada in Saskatchewan mit Projekten vertreten. Es wird einige Menschen überraschen, aber in 2010 hat Saskatchewan bereits Alberta bei der Leichtöl Produktion überholt. Nach 40 Jahren an der ersten Stelle bei der Leichtöl Produktion ist Alberta nun von Saskatchewan auf den zweiten Platz verdrängt worden.

Erzählen Sie uns mal von Saturn Minerals. Sie haben drei Kohle Entdeckungen in drei Jahren gemacht. Können wir über diese sprechen?

Ja, wir haben drei Kohle Entdeckungen gemacht und sie sind alle sehr groß. Wir sind aber noch immer in der Erkundung und wissen deshalb auch noch nicht, wie groß die Vorkommen sind. Aber die Bohrlöcher haben Kohleflöze von einer Stärke von bis zu 89 Metern nachgewiesen und diese fingen 45 Meter unterhalb der Erdoberfläche an. Das sind mit die massivsten Kohleflöze, die jemals in Kanada entdeckt wurden und auch gehören sie weltweit in den Top-Rang der vergangenen zehn Jahre. Einer der drei Entdeckungen heißt „Karolina“ und ist ein 89 Meter massiver Kohleflöz. Der Zweite heißt „Thunder“ und ist ein 26 Meter massiver Kohleflöz der 15 Meter unterhalb der Erdoberfläche beginnt. Der Dritte heißt „Armit“ und ist 9 Meter massiv und beginnt in einer Tiefe von 109 Metern.

Erkunden Sie weiterhin nach mehr Kohle?

Ja, wir sind weiterhin mit der Erkundung beschäftigt. Wir haben 275 km² Kohle-Gebiete und haben bislang nur einen kleinen Teil durch Bohrungen erkundet. Wir haben Ziele für weitere Bohrungen durch geophysikalische Messungen erhalten, in Gebiete, wo wir bislang noch nicht gebohrt haben. Aber diese Messergebnisse lassen vermuten, dass sich weit mehr Kohle auf unserem Gebiet befindet, als wir bislang entdeckt haben. Diese Ziele für Bohrungen gleichen den vorherigen Zielen als wir Karolina, Thunder und Armit entdeckt haben. Wir werden in diesem Winter so viele Bohrungen wie möglich durchführen, denn mit weiteren Bohrungen bei unseren Entdeckungen können wir mit der Schätzung der Vorkommen nach dem Industriestandard NI 43-101 beginnen und Auskünfte über die Größe unserer Kohlemenge geben. Danach können weitere erfolgreiche Bohrungen dieser Menge addiert werden.

Wann erwarten Sie die Kohle verkaufen zu können?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Kohle zu monetarisieren. Wir können die Gebiete bis zu einem Punkt entwickeln, an dem wir das ganz Projekt verkaufen oder wir steigen selbst in die Produktion ein und veräußern anschließend die Kohle pro Tonne. Wir haben das Glück, dass unsere Kohle-Entdeckungen in der Nähe von Eisenbahnlinien liegen, die eine Verbindung zu Pazifik- und Atlantik-Kohle-Verschiffungshäfen bilden. Aber beide Optionen hängen vom Weltmarktpreis ab. Die Industrienachfrage und die finanzielle Unterstützung sind notwendig für eine erfolgreiche Monetarisierung dieses Energie-Rohstoffes. Im aktuellen Stadium können wir noch nicht abschätzen, wann wir ein Projekt veräußern oder in Produktion gehen werden. Wenn jedoch jede Aktie von Saturn Minerals für 2 oder 3 Tonnen Kohle im Boden stehen sollte, und die Kohle wird auf dem Weltmarkt zwischen 60 bis 100 US-Dollar pro Tonne verkauft, dann werden da Werte für Aktionäre von Saturn Minerals sein, auch bei abgezinsten Preisen. Falls wir das so machen, dann können wir halten oder verkaufen wann auch immer es Sinn für unsere Aktionäre macht.

In welchem Zusammenhang stehen Ihre Kohle-Entdeckungen zum Öl?

Aus geologischer Sicht ist Kohle wesentlich jünger als Öl und das bedeutet, sie ist näher an der Erdoberfläche zu finden als Öl. Je tiefer Sie bohren, desto weiter gehen Sie in der Zeit zurück. Wir haben im Jahr 2010 angefangen nach Kohle zu bohren. Zu der Zeit waren wir zu 100% auf Kohle fokussiert. Nur einige wenige unserer Bohrungen gingen tiefer als 100 Meter und alle endeten, als Gesteinsschichten erreicht wurden, die ältere Inhalte als Kohle nachwiesen. In einem dieser Bohrlöcher aus dem Jahr 2010 haben wir jedoch eine 4,40 Meter starke Kalksandsteinschicht getroffen, die von Öl durchnässt war und sich in einer älteren Schicht zwischen der Kohle befand.

Das muss hochinteressant gewesen sein.

Das war es, aber aus geologischer Sicht auch verwirrend. Ganz Saskatchewan ist aus Explorationssicht unterentwickelt, aber ganz besonders unsere Region. Vor 2009 haben Landwirte in unserem Gebiet die tiefsten Löcher gebohrt, um Wasserbrunnen mit einer Tiefe von 20 bis 30 Meter zu bauen. Vor fünf Jahren hat noch niemand an Kohle gedacht, aber nun ist dort eine Menge. Es könnte eine vergleichbare Geschichte mit dem Öl werden. Aber bei dem Öl ist die größte Frage, wo kommt es her? Wir wissen, dass wir eine 4,40 Meter starke Gesteinsschicht getroffen haben, die von Öl durchnässt ist, aber ohne Wissen über das Gebiet. Wir wussten nicht, ob es aus der Nähe stammt oder aus hunderte Kilometer Entfernung hergewandert ist. Aber es war Öl und niemand zuvor hatte es dort gefunden, sodass wir schnell reagierten und 1.500 km² Öl-Rechte erwarben.

Sie haben kürzlich bekanntgegeben, dass Sie Erdölmuttergestein entdeckt haben. Hilft es Ihnen bei der Öl-Exploration?

Ja, wir haben im vergangenen März 2012 Erdölmuttergestein entdeckt. Das einzige, was nun noch wichtiger als die Entdeckung von Erdölmuttergestein ist, ist die Entdeckung des Öl-Feldes. Aber für ein neues Gebiet wie unseres kann es eine grundlegende Veränderung bedeuten. Erdölmuttergestein ist eine Gesteinsart aus der Öl entsteht. Jedes Öl-Feld weltweit existiert aufgrund von Erdölmuttergestein, aber dieses Gestein hat nicht überall dieselbe Qualität. Die wichtigste Kennzahl ist Total Organic Conent (TOC). TOC steht für die Teile des Gesteins, die Öl erzeugen. Je höher der TOC Wert ist, desto mehr Öl entsteht. Der Erdölmuttergestein, den wir entdeckt haben hat TOC Werte zwischen 7% bis 14%. Als Vergleich dazu hat die Bazenov Formation in Sibirien einen TOC Durchschnitt von 10% und die Bakken Formation im Süden von Saskatchewan, die derzeit größte Öl produzierende Formation in dieser Provinz, hat einen durchschnittlichen TOC Wert von 11%. Was wir gefunden haben ist also Weltklasse. Mit der Entdeckung von Erdölmuttergestein in diesem Teil von Saskatchewan wurde ein neues Gebiet in der Provinz für Öl-Exploration eröffnet. Im Zusammengang mit der Entdeckung der 4,40 Meter von Öl durchnässten Gesteinsschicht aus dem Jahr 2010, wurde nun die Frage von „wo kommt es her“ in „wie finden wir mehr“ geändert.

Und wie wollen Sie mehr Öl finden?

Wir haben unsere Öl-Exploration genauso angefangen wie die Kohle Exploration im Jahr 2009. Wir haben eine große Flugvermessung über unser Öl-Gebiet abgeschlossen, die ältere und tiefere geologische Schichten als Ziele vorweist in denen noch niemand zuvor gebohrt hat. Wir haben die Ergebnisse dieser Vermessung vor einigen Wochen veröffentlicht. Wir haben einige sehr große und sehr tiefe Becken entdeckt, die tief genug sind, um die richtige Temperatur und den angemessen Druck zu erzeugen, damit aus Erdölmuttergestein Öl entstehen kann. Nachdem wir die aktuelle Finanzierung abgeschlossen haben, werden wir seismische Tests durchführen, die uns hoffentlich deutliche Ziele für Bohrungen in diese tiefen Becken liefern. Danach fangen wir an nach Öl zu bohren. Wir sind der Ansicht, dass die oberflächennahe 4,40 Meter von Öl durchnässter Schicht aus dem Jahr 2010 irgendwo aus der Tiefe in der Nähe kommt. Die Herausforderung ist nun, herauszufinden wo der Ursprung ist.

Vor einem Jahr hat Saturn Minerals die Gründung eines Joint Ventures gemeinsam mit vier First Nations bekanntgegeben – das erste dieser Art. Was war der Grund für diese Entscheidung?

Saskatchewan wird sich voraussichtlich von 2010 bis 2040 ähnlich entwickeln, wie Alberta von 1960 bis 1990. Es wird vergleichbar sein, aber nicht genauso. Einer der größten Unterschiede ist, dass in Saskatchewan 30% der Bevölkerung First Nations sind und sie machen 80% der Menschen aus, die in den Regionen leben, in denen zukünftig die Rohstoffe gefördert werden. Unsere Region wird gewaltige Vorkommen an Kohle und hoffentlich auch Öl haben. Unsere First Nations Partner sind in der Position uns dabei zu helfen und davon zu profitieren, die Rohstoff-Vorkommen zu entwickeln.

Die meisten Menschen in Deutschland wissen wenig über die Situation der First Nations in Kanada. Wie erklären Sie diese Tochtergesellschaft gegenüber vorhandenen und potentiellen Partnern und Investoren?

Die First Nations werden in Kanada in den nächsten Jahrzehnten landesweit die mächtigste Gruppierung bei Rohstoffprojekten werden. Große ausländische Investoren, besonders Firmen aus China und Australien, haben diese Entwicklung bereits erkannt. Dies verdanken wir der Geschichte. In der Zeit von 1880 bis 1910 hat die Britische Regierung mit mehreren 100 First Nations Stämmen Abkommen (Treaties) unterzeichnet. Diese Abkommen wurden friedlich geschlossen und regeln die gemeinsame Entwicklung sowie Besitzrechte des Landes. Dies steht im dramatischen Kontrast zu den Vorgängen zur selben Zeit in den USA, wo sich die amerikanische Armee und die Ureinwohner bekriegten. In Kanada haben wir uns mit der Unterzeichnung der Abkommen für Frieden im Westen und gemeinsame Entwicklung entschieden. Leider verfügten die meisten First Nations in der Zeit von 1960 bis 1990 nicht über ausreichend Kompetenz und Geschäftsfelder, um von der Rohstoff-Nachfrage zu profitieren. Aber seit 1990 hat sich diese Situation geändert, vor allem in Saskatchewan. Wichtig sind die Abkommen. Sie wurden unterzeichnet nach internationalem Recht und können weder von der Kanadischen Regierung oder den First Nations geändert, berichtigt oder unterlaufen werden. Sie wurden für die Ewigkeit geschlossen und nun haben die First Nations damit begonnen, aufgrund der zunehmenden Anzahl an Universitätsabschlüssen und Unternehmen, von diesen Abkommen zu profitieren. Aus der Sicht von Saturn Minerals haben wir diese Chance früh erkannt, eine Allianz mit denen zu schließen, die von den Abkommen profitieren werden.

Welches Potential hat Inowending?

Inowending hat bei den Gebieten genauso viel Potential wie First Nations. Saturn Minerals hat als traditionelles Rohstoff-Unternehmen das Potential Werte im Boden zu entdecken und zu entwickeln. Inowending hat hingegen als First Nations Rohstoff-Unternehmen das Potential Werte durch Zugänge zu Projekten in ganz Kanada zu erzeugen, wozu Saturn Minerals alleine nicht in der Lage wäre. Zum Beispiel sind Yellow Quill First Nation Chief Larry Cachene und Onion Lake Cree Nation Chief Wallace Fox, zwei Anführer die bei Inowending tief involviert sind und bereits oft geholfen haben, mit mir zusammen im vergangenen Mai nach Deutschland gereist, wo wir gemeinsam im Rahmen der Entry und Generals Standard Konferenz der Deutschen Börse AG in Frankfurt präsentieren durften. Wir waren auch Gäste des Bürgermeisters in Hannover und sowie einer Delegation bei der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin. Saturn Minerals würde alleine niemals dieselben Geschäftsmöglichkeiten haben.

Wie sehen die Besitzverhältnisse von Inowending aus?

Inowending ist zu 20% in Besitz von Saturn Minerals und zu 80% in der Hand der First Nations Partner. Wir haben stets das Recht unseren 20%-Anteil zu schützen und es wurde auch so von unseren First Nations Partnern entworfen.

Wofür steht Inowending?

Es ist ein Saulteaux First Nation Wort und heißt Partnerschaft.

Es kling so als würde 2013 ein spannendes Jahr im Feld werden. Was erwarten Sie vom Aktienmarkt?

Die Aktienmärkte sind weltweit unberechenbar. Die Risikobereitschaft der Investoren ist momentan sehr gering. Der TSX Venture Markt ist derzeit auch ein Opfer dieser Situation. Aber jede Marktlage bietet unterschiedliche Möglichkeiten. Ich arbeite in dieser Branche schon seit über 30 Jahre und wurde Zeuge von wilden Bullenmärkten und einbrechenden Bärenmärkten. Im Moment erleben wir den schlimmsten Bärenmarkt, den ich je gesehen habe. Aus diesem Grund bin auch so positiv gestimmt, was den Ausblick unserer Branche und Saturn Minerals selbst betrifft. Die besten Investments werden zum niedrigsten Preis gemacht. Die Energienachfrage steigt überall in der Welt. Zu jedem Haus in Kanada oder Deutschland mit Strom und Heizung kommen zukünftig vier oder fünf neue Häuser hinzu, die in China, Indien, Brasilien, Osteuropa oder vielen anderen Stellen gebaut werden, die ebenfalls Strom und Heizung benötigen. Gleichzeitig bewerten die Märkte die Energievorkommen als ob keines dieser Häuser zukünftig Strom oder Heizung benötigt. Es ist ein klassisches Beispiel für eine Kaufgelegenheit. Wann der Aktienmarkt diese Ansicht ändert, das weiß ich nicht, aber ich gehe davon aus, dass die Nachfrage stärker sein wird, als es sich die meisten Marktteilnehmer momentan vorstellen können.

Die Aktien von Saturn Minerals werden in Toronto und an verschiedenen deutschen Börsen gehandelt. Mehr als 25% der Aktionäre wohnen außerhalb von Kanada. Welche weiteren Märkte sind auf Ihrem Radar?

In den vergangenen zwei Jahren hatten wir Treffen und Unterhaltungen mit Investoren aus der ganzen Welt. Wir haben großes Interesse aus Deutschland und anderen Teilen aus Europa erhalten. Eine diversifizierte Aktionärsstruktur ist ein Vorteil für Saturn Minerals. Kanada hat eine hohe Dichte von Rohstoffunternehmen von denen einige momentan Probleme haben und diese nicht überleben werden - entsprechend ist auch die Stimmung. Daraus ist auch das aktuelle negative Verhalten im kanadischen Markt entstanden und aus diesem Grund wissen wir die Loyalität unserer internationalen Investoren zu schätzen, besonders nach den letzten Erfolgen im Feld. Der Markt wird sich wieder ändern, wie er es immer tut, und wenn die Umkehr kommt, dann wird sie aufgrund der Energienachfrage sehr stark sein. Der tägliche Aktienkurs repräsentiert nicht wirklich den Wert der Firma, er reflektiert lediglich die aktuelle Risikobereitschaft.

Herr Szary, vielen Dank für das Gespräch.

 

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