»Kapital bietet dem Unternehmer die Flexibilität für Erfolg.«

Stefan Höglmaier von der Euroboden GmbH über historisches Wachstum und Perspektiven

Stefan Höglmaier

Stefan Höglmaier
Gründer & Geschäftsführer
Euroboden GmbH

Kontakt:
Torsten Biallas
b-communication GmbH
Ohmstrasse 22
80802 München
Tel: +49 89 990139 79
Mobil: +49 172 4229605
Fax: + 49 89 99013977
t.biallas(at)b-communication.de

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Die Euroboden GmbH mit Sitz in Grünwald wurde 1999 von Stefan Höglmaier gegründet. Das Unternehmen zählt zu den führenden Bauträgern im Bereich anspruchsvoller Wohnimmobilien. Die Aktivitäten umfassen die gesamte Wertschöpfungskette: Standortevaluation, Projektierung, Realisierung und Vermarktung. Der Fokus liegt auf wohnwirtschaftlichen Projekten im Neubau und Bestand von Eigentumswohnungen in München und Berlin, den führenden Immobilienmärkten in Europa. Euroboden ist die erste Architekturmarke der Bauträgerbranche.

Die Euroboden GmbH wächst seit Gründung kontinuierlich. Wie erklären Sie das?

In den rund 17 Jahren der Euroboden Geschichte haben wir etwa 30.000 Quadratmeter Wohnfläche und ein Verkaufsvolumen von über 200 Mio. Euro realisieren können. Dabei ist unsere Strategie, nämlich mit herausragenden Architekten langfristige und nachhaltige Werte zu schaffen, voll aufgegangen. Insgesamt sind unsere Projekte wirtschaftlich immer erfolgreich gewesen. Die dabei erzielten Gewinne sind dauerhaft im Unternehmen geblieben und nicht ausgeschüttet worden. Dadurch war ein stetiges Wachstum möglich. Im letzten Geschäftsjahr haben wir eine Gesamtleistung von über 30 Mio. erzielt. In den nächsten Jahren gehen wir davon aus, dass sich unsere jährliche Gesamtleistung im Bereich von 50 – 80 Mio. Euro bewegen und die Ertragskraft des Unternehmens deutlich ansteigen wird.

Wie begründen Sie in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt Ihren Erfolg?

Mit der Gründung des Unternehmens ist von Beginn an ein klares Konzept mit einer exakten Zieldefinition verbunden gewesen. Euroboden hat sich von Beginn auf die Entwicklung von hochqualitativem Wohnraum in ausgesuchten Lagen in den Top-Märkten München und Berlin spezialisiert. Da uns dies sehr gut gelungen ist, konnten wir Euroboden als Architekturmarke der Bauträgerbranche etablieren. Wenngleich Sie zu Recht von einem wettbewerbsintensiven Umfeld sprechen, muss man natürlich auch sehen, dass die allgemeine Marktentwicklung gerade in den letzten fünf Jahren ausgewöhnlich gut war. Uns ist es einerseits gelungen, in den letzten 3-5 Jahren eine Vielzahl von Projekten zu erwerben, bei welchen sich über Baurechtsentwicklungen per se große Potenziale realisieren ließen. Dies in Verbindung mit der Marktentwicklung bietet uns nun die Grundlage für die sehr gute Perspektive in der Zukunft. Andererseits kommt hinzu, dass wir häufig exklusiv interessante Grundstücke angeboten bekommen, weil die Verkäufer wissen, dass auf ihren Grundstücken gute, nachhaltige Architektur entsteht. Gerade bei Grundstücken, die lange im Familienbesitz sind, spielt dies oft eine große Rolle; auch weil sich die Verkäufer häufig zusichern lassen, dann in den von uns errichteten Neubauten ihr Geld zu reinvestieren.

Sie selbst sprechen von einer hochliquiden Projektpipeline, was ist damit gemeint?

Damit ist einerseits gemeint, dass wir jederzeit kurzfristig in der Lage wären, die von uns erworbenen und entwickelten Grundstücke mit respektablen Gewinnen zu veräußern. Gleichzeitig sind die meisten der von uns erworbenen und entwickelten Projekte kurz vor der Vermarktungsreife, so dass entsprechende Verkäufe der einzelnen Wohnungen zeitnah umgesetzt werden können. Die bisher vertraglich gesicherten Projekte haben eine Vermarktungsfläche von rund 30.000 Quadratmeter mit einem Gesamtverkaufsvolumen von über 250 Mio. Euro.

Sie sprechen von hohen stillen Reserven. Wie erklären sich diese?

Grundsätzlich meinen wir damit, dass diverse Grundstücke oder Immobilien in unserem Besitz sind, deren heutige Marktwerte deutlich über den Erwerbs- und Entwicklungskosten liegen. Dies resultiert, wie geschildert, aus einer Kombination aus genereller Marktentwicklung und – durchaus aufwendigen - Realisierungen von entsprechenden Potenzialen. Diese stillen Reserven sind aufgrund unserer Bilanzierungspolitik nicht in der Bilanz zu sehen, sondern werden erst bei den entsprechenden Erlösrealisierungen, sprich Verkäufen, sichtbar. Die bereits heute vorhandenen stillen Reserven betragen einen deutlichen zweistelligen Millionen Euro Betrag. Darüber hinaus entstehen in der Umsetzung der Projekte, durch den Abschluss notarieller Kaufverträge, weitere stille Reserven, die sich sukzessive über die Projektlaufzeit aufbauen.

Mit welchen Projekten kommen Sie zeitnah auf den Markt?

Wir werden in den nächsten zwölf Monaten mit dem Vertrieb von zwei Neubauprojek-ten in München beginnen. Mit dem Architekten Thomas Kröger, wird ein Neubau im Gärtnerplatzviertel, direkt an der Isar mit 24 Wohneinheiten entstehen. Zudem werden wir Anfang nächsten Jahres die Vermarktung der Kolbergerstraße 5 im Herzogparkt Borgenhausen, Architekt David Chipperfield, beginnen. Die beiden Projekte haben eine Vermarktungsfläche von 6.000qm und werden ein Umsatzvolumen von rund 100 Mio. Euro erzielen.

Mit dem Erwerb zweier Bauprojekte in München Schwabing Infanteriestr. und Gärtnerplatzviertel Erhardtstr. gehen Sie zum ersten Mal in größerflächige Objekte. Erweitern Sie mit diesem Schritt Ihr Geschäftsfeld?

Unser Geschäftsmodell bleibt nach wie vor unverändert. Die Größe eines Projektes spielt nicht die entscheidende Rolle. In der Tat ist unser Projekt in der Infanteriestraße mit über 6.000 qm Wohnfläche, ca. 70 Wohnungen und einem Umsatzvolumen von rund 80 Mio. Euro das bisher das größte Einzelprojekt von Euroboden. Generell ist es unser Ziel, künftig auch solche größere Projekte vermehrt umzusetzen. Wir verfügen über eine sehr gute Bonität und Liquidität, so dass wir jederzeit handeln können, wenn uns interessante Objekte angeboten werden.

Bleibt die Fokussierung auf München und Berlin bestehen oder werden Sie auch weitere Regionen und Städte sich anschauen?

Wir werden unser Hauptaugenmerk auch in den nächsten Jahren auf die von Ihnen erwähnten Städte richten. Da unser Geschäftsmodell nicht an Berlin und München gebunden ist, können wir auch vorstellen unser Geschäft auf andere Regionen zu erweitern. Hier prüfen wir aktuell verschiedene Optionen.

Wie beurteilen Sie die Marktentwicklung und wie wird sich Euroboden in den nächsten Jahren entwickeln?

Wir sehen die Marktentwicklung der nächsten Jahre weiterhin positiv. Wir werden auch in den kommenden Jahren Preissteigerungen sehen, wenngleich sich der Anstieg etwas abflachen wird. Getragen wird die Entwicklung natürlich auch durch das aktuelle Zinsniveau, welches sich absehbar nach unserer Einschätzung nicht ändern wird. Da sind Immobilien noch mehr eine attraktive Investitionsalternative als ohnehin. Die Nachfrage nach wirklich gut entwickelten Wohnimmobilien, gerade in München und Berlin, wird weiterhin sehr hoch bleiben. Für Euroboden sehen wir die Entwicklung sehr positiv. Durch die beschriebenen Grundstückseinkäufe, verbunden mit den Baurechtsentwicklungen, werden wir Umsatz und Ergebnis deutlich steigern können. Zudem sind wir nicht unter Druck, neue Objekte um jeden Preis einkaufen zu müssen. Wir konzentrieren uns wie bisher auf Projekte, die außergewöhnlich hohe Potentiale durch kreative Planungsansätze versprechen und daher zugleich architektonisch als auch wirtschaftlich besonders interessant werden. Hier sehen wir uns gegenüber dem konventionellen Bauträgermarkt in einer Vorreiterrolle, die uns einen erfolgreichen Ausbau unseres Geschäftsmodells erwarten lässt.

Herr Höglmaier, vielen Dank für das Gespräch.

 

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