»Von einer gewissen Summe an sagt man zum Geld Kapital.«

Stryking Entertainment CFO Hong Thieu im Interview zum ICO und Visionen

Hong Thieu

Hong Thieu
CFO
Stryking Entertainment GmbH

Hessische Straße 11
10115 Berlin
Germany

Web: www.stryking.com
ICO: www.strykz.io

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In unserem heutigen Gespräch erhalten wir von Hong Thieu, CFO von der Berliner Stryking Entertainment GmbH, Hintergründe zum Unternehmen und Beweggründe sowie Informationen zum Initial Coin Offering (ICO) der Gesellschaft.

Hallo Herr Thieu, mit Stryking sind Sie im Entertainment Bereich aktiv. Können Sie uns Details zu Ihrem Geschäftsmodell nennen?

Stryking betreibt mit Football-Stars eine Fantasy Sports Plattform. Die Grundidee ist es, reale Leistungsdaten der Sportler, in unserem Fall Fußballer, in das Spiel einzubinden. Es gibt das klassische Managerspiel, das über die gesamte Saison läuft. Hier liegt die Herausforderung darin, mit einem limitiertem Budget den richtigen Kader zusammenzustellen und über die Saison jeweils am Spieltag daraus die beste Mannschaft aufzustellen. Unter der Saison kann man noch durch geschickte Transfers von Spielern seinen Kader stetig verbessern. Unser USP ist jedoch der sogenannte Challenge Mode. Hier können die Spieler, unabhängig vom eigenen Kader, an jedem Spieltag ihre Kenntnisse immer wieder neu einsetzen. Diese Varianten bzw. Aufgaben sind so vielfältig und unbegrenzt wie Stammtischwetten. Hier ein paar Beispielchallenges: „Nenne die besten drei Torhüter“, „Anzahl der Spieler mit den meisten Zweikämpfen im Spiel Y“, Foulspiele oder Gelbe Karten etc. aus dem Derby A gegen B. Wir bedienen alle großen europäischen Ligen und haben von der DFL eine offizielle Bundesliga Lizenz.

Was hat Sie dazu bewegt ein Initial Coin Offering (ICO) durchzuführen?

Wir sind ein Startup und sind noch von der Finanzierung in der Aufbauphase abhängig. Die Finanzierung über das ICO ist da eine gute Alternative zur klassischen VC-Finanzierung. Gleichwohl bietet die Einführung des STRYKZ (mit der Blockchain Technologie) die großartige Option, die Plattform den Spielern zu öffnen, d.h. die Administration zu dezentralisieren. Nun können die Spieler nicht nur Trainer und Manager sein, sondern auch Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und eigene Challenges ausrufen. Die Kriterien, der Einsatz und die Spieler kann dann jeder selbstbestimmen. Die dezentrale Eigenschaft der Blockchain-Technologie passt perfekt auf das Modell von Football Stars. Der Smart Contract, welcher in jeden Token implementiert ist, ermöglicht die Selbstadministration: hier werden alle relevanten Daten protokolliert und gespeichert. Im Falle von Football Stars bedeutet dies vereinfacht ausgedrückt, dass jeder Token automatisch nach Auswertung des Spiels an die Gewinner geht – und das ohne eine zentrale Instanz, die die Gewinnausschüttung berechnen und verteilen muss. Wir erhoffen uns daraus virales Wachstum der Plattform.

Die Blockchain Technologie gibt es mittlerweile rund zehn Jahre. Wie erklären Sie sich, dass der Hype um diese Technologie erst jetzt entsteht?

Wie so häufig ist die Antwort: Geld. Viele junge Unternehmen haben die Möglichkeit entdeckt, relativ problemlos Millionen in diesem nahezu unregulierten Markt einzusammeln. Die einzige Vorrausetzung scheint, dass sie den Begriff Blockchain in ihr Geschäftsmodell einbauen mussten. Viele Markteilnehmer, die keine Kenner der Branche sind und häufig Begriffe wie Kryptowährungen und Blockchain als Synonyme benutzen, sehen nur die augenscheinlich enormen Profitmöglichkeiten und nicht die Risiken. Der Herdentrieb ist längst im Gange - mit weiteren ICOs, mehr Blockchain-Unternehmern, aber auch vermehrtem Betrug. Keiner will „the next big thing“ verpassen. Mehr Regulation wäre wünschenswert. Auch wenn die Ursprünge aus dem Tiefen des Mistrauen zu Fiat Geld und damit verbundener Organisationen stammt. Ähnlich wie aus dem .com Hype werden einige neue Big Player entstehen in einem neuen Segment.

Welchen Rat würden Sie Unternehmern geben, die auch mit dem Gedanken spielen ein ICO durchzuführen?

Unternehmen sollten sich zuerst Gedanken darübermachen, ob die Blockchain-Technologie für ihr Vorhaben relevant ist. Braucht es wirklich eine dezentralisierte Blockchain-Applikation? Wer diese Frage mit Ja beantworten kann, verleiht seinem Projekt sehr viel Glaubwürdigkeit. Auch wenn der Tod von VC-Finanzierungen schon vorhergesehen wird, hat diese auch seine Vorteile wie z.B. weniger Öffentlichkeit. Denn ähnlich wie beim IPO darf das Management über die Herausforderungen des Post ICO nicht außer Acht lassen bei der Entscheidungsfindung.

Hatten Sie bei der Planung des ICOs auch „Aha Erlebnisse“?

Wir haben jeden Tag „Aha Erlebnisse“. Aber wir sind da wohl in guter Gesellschaft.

Können Sie sich auch vorstellen in Zukunft einen Börsengang durchzuführen?

Die Stryking GmbH ist im Hintergrund durch VCs finanziert. Eine Form des Exits ist sicherlich das IPO. Das wäre dann auch nicht mein erster.

Wo schätzen Sie, wird der Preis für einen Bitcoin in US-Dollar zum Jahresende 2018 stehen?

Wenn ich eine definitive Antwort auf diese Frage hätte, wäre ich momentan damit beschäftigt all meine Ersparnisse auf meine Vorhersage zu setzen. Unabhängig von der Volatilität des Bitcoins, gehe ich jedoch davon aus, dass es sich um kein vorübergehendes Phänomen handelt. Außer im Falle eines radikalen Verbotes ist die Etablierung nicht mehr aufzuhalten.

Herr Thieu, vielen Dank für das Gespräch.

 

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