»Das Risiko ist die Bugwelle des Erfolges.«

wallstreet:online AG CEO Andre Kolbinger zum starken Jahresbeginn

André Kolbinger

André Kolbinger
CEO
wallstreet:online AG

Tel.: +49 (0) 30 20 456 500
presse(at)wallstreet-online.de
www.wallstreet-online.de

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Mit monatlich über 650.000 Unique Usern ist wallstreet-online.de seit Jahren die größte Finanzcommunity Deutschlands. Die hinter diesem Portal stehende wallstreet:online AG vermeldete kürzlich ein überraschend gutes Zahlenwerk. Ein guter Grund für ein Gespräch mit Gründer und CEO André Kolbinger.

Herr Kolbinger das Jahr 2017 lief für die wallstreet:online AG sehr gut an. Können Sie uns die Ergebnisse kurz erläutern?

Da haben Sie Recht. Das erste Quartal 2017 zeigt, dass sich die wallstreet:online AG auf Kurs befindet. Beim Umsatz lagen wir Ende März laut den vorläufigen Zahlen bei 975.000 Euro, das ist ein Sprung um 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert. Besonders deutlich wird die Entwicklung beim Ergebnis nach Steuern, das im ersten Quartal bei 282.000 Euro lag. Im Vorjahresquartal mussten wir hier noch einen Verlust von -2.000 Euro ausweisen.

Wo sehen Sie die Gründe für diese positive Entwicklung?

Eine positive Tendenz in der Umsatzentwicklung konnten wir bereits Ende 2016 erkennen. Dieser Trend hat sich nun im neuen Geschäftsjahr noch deutlich verstärkt. Neben der stabilen Entwicklung im Key-Account Geschäft mit großen Emittenten von Finanzprodukten trägt vor allem auch die aktuell hohe Nachfrage nach Werbeplätzen für Investor Relations Aktivitäten aus dem Small Cap Bereich zur positiven Entwicklung bei.

Die 2016 kommunizierte Übernahmeabsicht des japanischen Portalbetreibers Minkabu scheint ja mittlerweile vom Tisch zu sein. Das dürfte Sie mit einem derartigen Zahlenwerk im Rücken nicht sonderlich traurig stimmen, oder?

Die Entwicklungen bei Übernahmeprozessen sind schwer vorhersehbar - auch für uns. Das Ergebnis stimmt uns jedoch nicht pessimistisch. Wie Sie schon richtig sagen, blicken wir optimistisch in die Zukunft. Die Investitionen in den Vertrieb zahlen sich nun aus und 2017 werden wir voraussichtlich sehr gute Ergebnisse abliefern. Wir gehen für das Gesamtjahr 2017 von einem Umsatz von 3,8 Mio. Euro und einem EBITDA von knapp 1,2 Mio. Euro aus. Wir werden einen Teil dieser Gewinne nutzen um in die Erhöhung unserer Reichweite zu investieren.

Was können wir 2017 noch von wallstreet:online erwarten?

Da auch finanzinteressierte User immer mehr auf mobile Informations-Lösungen setzen, werden wir neben unserem Portal wallstreet-online.de vor allem auch unsere App in 2017 weiterentwickeln. Die bisherigen Maßnahmen zeigen bereits Wirkung. In den ersten drei Monaten 2017 verzeichneten wir zweistellige Wachstumsraten bei den App-Downloads. Dazu dürften vor allem die neuen Features wie Watchlist, Portfolio und mehr Kursdetails beitragen. Unser Ziel ist es, dem User verlässliche und schnelle Informationen zum Thema Wirtschaft und Börse auch auf seinem Smartphone zur Verfügung zu stellen.

Sie verfügen über den Zugang zu einer relativ hohen Anzahl von Nutzern. Beschäftigen Sie sich auch mit Cross-Selling Möglichkeiten, wie z.B. bei der Produkteinführung von Startups?

Nein, das ist aktuell kein Thema für uns.

Ihr Unternehmen hat schon mehrfach durch Kapitalherabsetzungen steuerfreie Dividenden ausgeschüttet. Ist damit auch in Zukunft zu rechnen?

Wir verfügen per Mai 2017 über eine Liquidität in Höhe von ca. 2 Mio. Euro. Grundsätzlich streben wir an einen erheblichen Teil unserer Gewinne auszuschütten. Sobald dazu konkrete Überlegungen vorliegen werden wir dies per Mitteilung melden.

Ihre Umsätze kommen zum ganz überwiegenden Teil aus Werbeerlösen. Welche Umsatzquellen können Sie noch zusätzlich erschließen?

Unsere Absicht war es seit Gründung des Unternehmens im Jahr 1998 an den Finanztransaktionen unserer Leser in irgendeiner Form zu partizipieren. Mit dem Aufbau der wallstreet:online Capital AG hatten wir diese Ziel bereits einmal erreicht. Die wallstreet:online Capital AG habe ich leider 2010 nicht von Axel Springer zurückgekauft. Heute verwaltet dieses Unternehmen einen Bestand von über 700 Mio. Euro bei verschiedenen Onlinebanken und ist sehr erfolgreich. Dies zeigt, dass man mit der Vermittlung von Kunden zu Finanzdienstleistern sehr profitabel arbeiten kann. Ich denke wir werden uns in den kommenden Jahren Gedanken dazu machen müssen, wie wir an Transaktionen generell mitverdienen können. Dazu gibt es aber von Seiten der BaFin erhebliche rechtliche Hürden. Ein Schnellschuss ist diesbezüglich also keinesfalls zu erwarten.

Der Markt der Finanzportale in Deutschland ist seit vielen Jahren zementiert. Sind Zukäufe für Sie eine Option um zusätzliches Wachstum zu generieren?

Aktuell gibt es dazu keine Überlegungen

Herr Kolbinger, wir bedanken uns für das Gespräch.

 

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