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25.05.2019 | 12:24

S&P 500, Dow Jones, NASDAQ – aktuelle und wichtige Preislevel am US-Aktienmarkt

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Bildquelle: pixabay.com

Die Volatilität an den Märkten hat in den letzten Wochen erneut einen drastischen Aufschwung erlebt, als sich der Handelskrieg mit China verstärkte und die globalen Wirtschaftsdaten weiter abschwächten. Am Donnerstag verlor der Dow-Jones-Index 286,14 Punkte oder 1,1%, der S&P 500 fiel um 34,03 Punkte oder 1,2% und der Nasdaq Composite fiel um 122,56 Punkte oder 1,6%. Technisch gesehen liegt der S&P 500 mit 2780/2800 knapp über einem wichtigen Unterstützungsniveau.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. | Autor: Sven Kleinhans
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Der Autor

S&P 500 am 2.800 Punkte Support

Der S&P 500 hat seit Anfang 2018 einige Male auf diesem Niveau seinen Kopf gestoßen, ist aber jedes Mal von diesem Niveau wieder angestiegen. Wenn der S&P 500 entscheidend unter 2.800 schließt, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit weiterer Abwärtsbewegungen. Dieses Szenario ist aus meiner Sicht jedoch erst für Ende Sommer/Anfang Herbst vorgesehen. Nur wissen wir aus den letzten Jahren, dass es 1. anders kommen kann und 2. sehr viel anders als man selbst denkt.

Dow Jones über Unterstützungsniveau

Der Dow Jones Industrial Average liegt knapp über seinem Unterstützungsniveau von 25.250 Punkte, von dem er in den letzten Monaten ebenfalls immer wieder abprallte. Wenn der Dow auf überzeugende Weise unterhalb dieses Niveaus schließt, kann dies noch mehr Abwärtsbewegung andeuten. Dieses technische Setup läuft analog zu dem des S&P 500.

NASDAQ Composite über 7.600 Punkte

Der Nasdaq Composite Index liegt knapp über seinem Unterstützungsniveau von 7.600 Punkte, das im vergangenen Jahr mehrmals erreicht wurde. Auch hier liegt die Situation klar auf der Hand: Wenn der Nasdaq Composite dieses Niveau von 7.600 Punkte nicht halten kann, ist eine weitere Abwärtsbewegung unvermeidbar.

Russell 2000 auf Unterstützungsniveau

Kommen wir mal zu den US-Nebenwerten: Auch hier befinden wir uns im Russell 2000 Small Cap Index knapp über seinem Unterstützungsniveau von 1.500 Punkte. Die Sektion der Mid- und Small-Caps fungiert oft als Frühindikator. Bedeutet: Technische Verletzungen, die hier erfolgen, werden früher oder später von den großen Indizes „nachgeholt“. Auf dieses Segment ist also speziell zu achten.

Langer Anstiegstrend

Nachdem der US-Aktienmarkt in den letzten zehn Jahren um 300% zugelegt hat (was eine nicht nachhaltige Blase ist), wäre es ratsam, sich des Risikos einer starken Entspannung bewusst zu sein:

Historischer Vergleich beim S&P 500

Der S&P 500 legte viel schneller zu als die Ergebnisse und notiert jetzt bei ähnlichen Bewertungen wie 1929, was bedeutet, dass eine schmerzhafte Korrektur unvermeidlich ist:

Spread vom U.S. Treasury Yield

Ein weiterer Indikator, der die These „höhere Volatilität voraus“ stützt, ist der 10-jährige / 2-jährige Treasury-Spread. Wenn dieser Spread „umgekehrt“ wird, führt er den Volatilitätsindex um ungefähr drei Jahre an. Wenn diese historische Beziehung noch gültig ist, sollten wir uns in den nächsten Jahren auf eine viel höhere Volatilität einstellen. Ein Volatilitätsanstieg in der Größenordnung, wie er vom 10-jährigen / 2-jährigen Treasury-Spread zu erwarten ist, wäre wahrscheinlich das Ergebnis einer Rezession und eines Platzens der massiven Vermögensblase, die die Fed im letzten Jahrzehnt geschaffen hat.

Zusammenfassende Betrachtung

Im Moment beobachte ich, wie sich die wichtigsten Indizes auf ihren wichtigsten Unterstützungsniveaus verhalten. Wenn die Indizes ihre Unterstützung brechen und sich der Handelskrieg weiter verschärft und sich die Beziehungen global verschlechtert, könnte es zu einem weiteren starken Ausverkauf wie Ende 2018 kommen. Das ist ein Szenario was ich seit Mitte/Ende 2018 vertrete.

In diesem Sinne wird es wichtig sein, das Portfolio auf weitaus anspruchsvollere Zeiten auszurichten. Das Motto „Buy on Dips“ ist ein Auslaufmodell! Und was weiterhin unterschätzt wird, ist die Hebelwirkung eines solchen Downmoves von Seiten des ETF-Marktes. Auch dieses Puzzleteil haben häufig Marktteilnehmer noch gar nicht vollumfänglich in ihre Überlegungen einbezogen.
(SK)


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