SANDVIK AB
Kommentar von Nico Popp vom 17.04.2026 | 05:00
Wolfram im Fokus: Almontys Monopolstellung und der Kampf um die westliche Rohstoffsouveränität - Folgen für SpaceX und Sandvik
Kriege und die Verschiebung der Machtblöcke sorgen für große Veränderungen in vielen Branchen. Auch technologische Quantensprünge und Visionen werfen ihre Schatten voraus. Das Element Wolfram gewinnt in diesem Zusammenhang immer mehr an Bedeutung. Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle von 3.422 °C, einer Dichte, die nahezu jener von Gold entspricht und einer außergewöhnlichen Härte ist dieses Material in der Metallverarbeitung, der Rüstungsindustrie, der Halbleiterfertigung und neuerdings auch in der Kernfusion weitgehend unersetzlich. Lange Zeit war der Weltmarkt für Wolfram durch die Dominanz Chinas geprägt, das über 80 % der Minenproduktion und knapp 70 % der Weiterverarbeitungskapazitäten kontrollierte. Doch diese Ära endete abrupt, als das chinesische Handelsministerium im Februar des vergangenen Jahres strikte Exportkontrollen für 25 strategische Metalle, darunter Wolfram, ankündigte. Zeitgleich trat in den USA der sogenannte REEShore Act in Kraft, der die Verwendung von chinesischem Wolfram in militärischer Ausrüstung ab dem Jahr 2027 strikt untersagt. Im Bericht „Global Critical Minerals Outlook 2025“ betont die Internationale Energieagentur (IEA) folgerichtig, dass es entscheidend ist, derart konzentrierte Lieferketten für die globale Sicherheit und die Verteidigungsfähigkeit engmaschig im Blick zu haben.
Zum KommentarKommentar von Nico Popp vom 13.01.2026 | 05:00
Wenn die Maschinen stillstehen: Warum Sandvik zittert und Almonty Industries zur Milliarden-Wette wie MP Materials wird
Das Börsenjahr 2026 beginnt mit einer Erkenntnis, die Industrieproduzenten weltweit den Angstschweiß auf die Stirn treibt: Wolfram, das Metall mit dem höchsten Schmelzpunkt, ist ausverkauft. Was bei Seltenen Erden im Vorjahr begann, setzt sich nun mit brutaler Härte bei jenem Stoff fort, ohne den kein Panzerstahl gehärtet, kein Smartphone vibriert und – was für die Weltwirtschaft am wichtigsten ist – kein Werkzeug industriell schneiden kann. In dieser angespannten Situation fungiert der schwedische Industriegigant Sandvik als der „Kanarienvogel in der Kohlemine“ – der Konzern signalisiert die Lage am Wolframmarkt vor allen anderen Marktteilnehmern. Die Abhängigkeit der Schweden von Wolframkarbid ist vollumfassend. Doch während die Industrie um Versorgungssicherheit ringt, erkennen smarte Investoren eine historische Parallele: Die Situation gleicht exakt dem Aufstieg von MP Materials im Sektor der Seltenen Erden. Der einzige Unterschied: Almonty Industries, der Besitzer der größten Wolfram-Mine außerhalb Chinas, wird noch zu einem Bruchteil dieser Bewertung gehandelt, obwohl das Unternehmen kurz davor steht, zum westlichen Wolfram-Monopolisten zu werden.
Zum Kommentar