Sensoren
Kommentar von Nico Popp vom 20.03.2026 | 05:00
Rüstungsboom auf tönernen Füßen: Profiteur Antimony Resources, Risiken bei RTX und Olin
Die Verteidigungsindustrie freut sich über Rekordaufträge, doch die Lieferketten für zentrale Rohstoffe offenbaren eine strukturelle Schwäche: Der aktuelle Rüstungsboom steht damit auf tönernen Füßen. Ein Beispiel ist die Verfügbarkeit des Halbmetalls Antimon. Das US-Geological Survey stuft Antimon als kritischen Rohstoff ein, da seine Einsatzmöglichkeiten in der modernen Verteidigungstechnik alternativlos sind. China kontrolliert schätzungsweise 60 bis 70 % der weltweiten Primärproduktion und dominierte die Weiterverarbeitung zuletzt durch strikte Exportkontrollen für Dual-Use-Güter. Diese geopolitische Instrumentalisierung des Rohstoffs führte zu einer Preisrally, bei der sich Antimon laut Medienberichten von 13.500 USD / t im April 2024 auf zeitweise knapp 60.000 USD / t verteuerte. Der Westen wird durch die steigenden Preise gezwungen, den Fokus auf den Anfang der Lieferkette zu legen. Anleger sollten den Blick von den milliardenschweren Auftragsbüchern der Rüstungsindustrie auf die Rohstoffsicherung richten, da die Giganten der Branche von der Erschließung sicherer, nordamerikanischer Vorkommen abhängen. Hier kommt das noch immer kleine, aber vielversprechende Unternehmen Antimony Resources ins Spiel.
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