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Aktie

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Eine Aktie ist eine Einheit des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft. Bei der Neugründung einer AG muss der Nennbetrag des Grundkapitals mindestens 50.000 Euro betragen, der in Nennbetragsaktien oder Stückaktien aufgeteilt ist. Bei Nennbetragsaktien beträgt der Mindestnennwert einer Aktie einen Euro, bei Stückaktien wird der Nennwert durch die Aufteilung des Grundkapitals anhand einer Aktienzahl ermittelt, dessen anteiliger Betrag einen Euro nicht unterschreiten darf.

Durch die Ausgabe von Namensaktien verpflichtet sich die Gesellschaft, ein Aktienregister zu führen. Gegenüber der AG gilt nur derjenige als Aktionär, der im Aktienregister eingetragen ist. Bei sog. vinkulierten Namensaktien kann die Satzung bestimmen, dass die Übertragung einer Aktie der Zustimmung vom Vorstand, Aufsichtsrat oder Hauptversammlung unterliegt. Die Inhaberaktie ist in der Praxis bei den deutschen Aktiengesellschaften am weitesten verbreitet. In rechtlicher Hinsicht ist der Besitz der Inhaberaktie von Bedeutung, da dieser das Mitgliedschaftsrecht als Aktionär darstellt. Des Weiteren gelten für die Übertragung der Inhaberaktien die Regeln für bewegliche Sachen.

Bei der Ausstattung von Rechten und Pflichten bei Aktien gibt es die Unterscheidung von Stammaktien und Vorzugsaktien. Die Stammaktien sind i.d.R. neben den Stimmrechten auch mit dem Recht auf Gewinnbeteiligung ausgestattet. Die stimmrechtslosen Vorzugsaktien verbriefen keinerlei Einfluss auf Entscheidungen der Gesellschaft, jedoch wird den Anteilseignern ein verhältnismäßig höherer Anteil auf Gewinnbeteiligung eingeräumt als bei Stammaktien.