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08.10.2026 | 04:00

Edelmetalle im Ausverkauf - jetzt in Qualität positionieren! Barrick, Agnico-Eagle, Fresnillo und Lahontan Gold

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Bildquelle: Pixabay

Die anhaltend hohen Zinsen und eine hartnäckige Inflation schränken den geldpolitischen Handlungsspielraum der US-Notenbank FED massiv ein, was die Finanzmärkte spürbar unter Druck setzt und die Volatilität enorm erhöht. Da rasche Zinssenkungen vorerst ausbleiben dürften, belastet dieses Marktumfeld derzeit auch die traditionellen Krisenwährungen wie Gold und Silber. Weil Edelmetalle keine Zinsen abwerfen, flieht viel Kapital in verzinste Anlagen, was die Kurse der Metalle jüngst auf Talfahrt schickt. Gestern fiel Silber bereits unter 60 USD und auch Gold kann nur mit Mühe und Not über 4.000 USD schließen. Doch in diesen sinkenden Notierungen liegt für strategische Anleger eine hervorragende Gelegenheit, um auf einen vielversprechenden Einstiegszeitpunkt zu hoffen. Denn die aktuelle Korrektur bereinigt den Markt von spekulativen Übertreibungen und drückt die Preise auf Niveaus, die fundamental wieder äußerst attraktiv sind. Das begrenzte Angebot der physischen Rohstoffe bildet ein solides Fundament, das vor einem dauerhaften Wertverlust schützt. Wer jetzt die Nerven behält und den temporären Preisverfall als Rabattaktion versteht, legt die Basis für überdurchschnittliche Renditen beim nächsten metallischen Aufschwung.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF , FRESNILLO PLC DL -_50 | GB00B2QPKJ12 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining & Agnico-Eagle – Auch mit niedrigerem Goldpreis bestens unterwegs

    Es rumpelt an der Börse! Damit gewinnen besonnene Anleger Zeit, ihr Portfolio neu auszurichten. Vielleicht wird auch der Spruch „Buy on every Dip“ über Bord geworfen, obwohl dieser nun seit 3 Jahren zumindest an der NASDAQ funktioniert hat. Der Ausverkauf bei den Edelmetallen hat recht einfache Gründe: Liquidität! Fondsmanager weltweit müssen Verlustlöcher durch die wenig gut gelaufenen Assets kompensieren, um ihren Verwaltungsauftrag auch ins nächste Jahr zu retten. Das verstärkt den Druck auf die historische Performance von Gold und Silber in den letzten 24 Monaten.

    Im Bereich der Majors sollte jetzt schon nachgerechnet werden! Denn der Bergbauriese Barrick Mining Corporation beweist dank seiner enormen Größe und globalen Diversifikation eine beachtliche operative Resistenz gegen sinkende Edelmetallpreise. Das Unternehmen setzt konsequent auf hochgradige Großprojekte wie Goldrush oder Reko Diq, die sich auch bei temporären Marktschwächen durch starke Margen auszeichnen. Zwar sieht sich der Konzern im Jahr 2026 mit spürbar steigenden Gesamtkosten (AISC) im Bereich von rund 1.760 bis 1.950 USD pro Unze konfrontiert. Durch die strategische Fokussierung auf organisches Wachstum und ertragreiche Joint Ventures wie die Nevada Gold Mines schafft es das Management jedoch, teure, renditeschwache Übernahmen zu vermeiden. Mit einem soliden Umsatz von über 20 Mrd. USD in den vergangenen zwölf Monaten bleibt die Ertragskraft des Branchenschwergewichts strukturell unberührt. Für einkommenshungrige Anleger wird diese fundamentale Stärke zudem mit einer verlässlichen Dividendenrendite von etwa 1,7 % untermauert. Analysten auf der Plattform LSEG erwarten im Schnitt 35 % Spielraum nach oben.

    Bei Agnico-Eagle Mines sieht es nicht schlechter aus. Das Unternehmen gilt an der Börse als Musterknabe in Sachen Effizienz und zeichnet sich durch ein außergewöhnlich risikoarmes Profil aus. Der Fokus auf politisch stabile Regionen, insbesondere im kanadischen Abitibi-Gürtel, schützt den Konzern vor den geopolitischen Risiken, unter denen viele Konkurrenten leiden. Selbst bei niedrigeren Goldpreisen erzielt Agnico-Eagle dank exzellenter Kostenstrukturen eine beeindruckende Nettogewinnmarge von mehr als 40 %. Im Gegensatz zu Barrick verfügt Agnico über eine extrem niedrige Verschuldung, was die Bilanz in raueren Marktphasen extrem wetterfest macht. Jüngste Quartalszahlen untermauern diese Stärke mit einem satten Umsatzplus von 35 % zum Vorjahr. Wer eine langfristige und krisenerprobte Aktie im Goldsektor sucht, findet in Agnico-Eagle einen resilienten Qualitätsführer. Die Kurs-Korrektur von 250 auf 180 USD schafft markante Einstiegschancen, denn auch das KGV 2027e ist von 25 auf 17 gesunken.

    Fresnillo plc – Auch der Silbermarkt wird noch goldene Einstiege liefern

    Arg erwischt hat es den Silber-Standardtitel Fresnillo plc. So erreichte der britische Produzent mit Schwerpunkt Mexiko im Januar Höchstkurse von über 52 EUR. Im gestrigen Handel verlor das Papier abermals 3 % und landete mit 31,60 EUR auf der 40 % - Verlust-Linie von oben. Rein technisch wäre damit die erste Fibonacci-Korrektur abgeschlossen, doch aktuell gibt es ein paar negative Meldungen. Wegweisend ist eine deutliche Senkung der Jahresprognose für die Silber- und Goldproduktion. Denn die alternden Minen des Konzerns leiden unter sinkenden Erzgraden. Um diesem Trend entgegenzuwirken, muss das Management auf engere Adern ausweichen und die betriebliche Planung anpassen, was die Effizienz kurzfristig drosselt. Gleichzeitig treibt die hartnäckige Inflation in Mexiko die operativen Gesamtkosten für Energie, Ausrüstung und Löhne kräftig in die Höhe. Zwar verschleierten die zeitweise sehr hohen Rohstoffpreise im ersten Halbjahr diese strukturellen Mängel in den Bilanzen, doch der jüngste Preisverfall bei Silber und Gold deckte die Schwachstellen schonungslos auf. Zusätzlich belasten regulatorische Hürden und langwierige Genehmigungsverfahren für neue Projekte den zeitlichen Ablauf der Explorationen. Trotz üppiger Cash-Reserven und hoher Dividenden meiden viele Investoren das Papier, für aufmerksame Anleger könnten weitere Abschläge aber zum Einstieg läuten. Immerhin senkte sich das KGV 2027e durch den starken Kursverfall auf 12,2 ab. Nehmen Sie den Titel auf die Watchlist, denn die Reise nach Süden könnte noch an Dynamik gewinnen.

    Lahontan Gold – Vom Developer zum Produzenten im Rapid-Modus

    Neben den ganz Großen der Branche sollte auch immer wieder ein Blick auf geeignete Follower gerichtet werden. In Nevada stoßen wir auf den Explorer und Developer Lahontan Gold. Beobachter konnten beim letzten massiven Ressourcen-Update für das Flaggschiff-Projekt Santa Fe regelrecht aufhorchen. Denn die neuen Daten untermauern das geologische Potenzial eindrucksvoll: Die Tagebau-Ressourcen kletterten in den Kategorien „Indicated“ und „Inferred“ auf jeweils rund 1,2 Millionen Unzen Goldäquivalent, was einem satten Sprung von insgesamt 22 % im Vergleich zu früheren Schätzungen entspricht. Vor allem die oberflächennahen Oxid-Zonen Slab und York glänzten dabei mit einem regelrechten Volumen-Boom von über 37 %.
    Für die visionäre Gründerin und CEO Kimberly Ann bilden diese starken Zahlen das perfekte Sprungbrett für die anstehende wirtschaftliche Erstbewertung (PEA).

    Im Interview mit IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk machte die taffe Konzernchefin die kompromisslose Ausrichtung des Unternehmens deutlich und betonte kurz und knapp: „Dies ist ein Geschäft – Cashflow ist das Wichtigste!“

    https://youtu.be/7jq8bomK5F8

    Um den geplanten Minen-Neustart pünktlich zu realisieren, arbeiten Bergbauexperten bereits auf Hochtouren am optimalen Design der kostengünstigen Haufenlaugung. Dass die Reise rasant nach oben geht, untermauern auch die jüngsten Volltreffer aus dem laufenden Bohrprogramm im Sektor Calvada East. Besonders eine Bohrung entlang der markanten Summit Fault sorgte für eine echte Sensation und stieß in vulkanischem Gestein auf 13,7 Metern auf feine 1,10 g/t Goldäquivalent. Da diese neue Goldzone in verschiedene Richtungen komplett offenbleibt, sprengt das System die alten Grenzen der Modell-Grube und verleiht der Aktie zusätzliche Substanz. Dank des bereits erschlossenen Brownfield-Areals mit vorhandener Infrastruktur lassen sich die neuen Unzen zudem viel schneller in echte Produktion ummünzen. Angesichts einer moderaten Marktkapitalisierung von knapp 165 Mio. CAD bietet das Papier mutigen Rohstoff-Anlegern eine erstklassige, antizyklische Einstiegschance mit zusätzlichem Hebel gegenüber dem Edelmetallmarkt.

    Im 12-Monats-Chart zeigt sich die Neubewertung der Lahontan Gold-Aktie. Von unter 0,20 CAD auf knapp 0,50 CAD. Die laufende Konsolidierung im Goldmarkt macht jetzt Einstiege zu 0,38 CAD möglich. Quelle: LSEG Refinitiv vom 07.10.2026

    Die aktuelle Konsolidierungswelle im Edelmetall-Sektor wird erst dann enden, wenn die Liquiditätszwänge in anderen Assetklassen vorüber sind. Wann der Tech-Sektor auskonsolidiert hat, lässt sich hingegen nur schwer sagen, denn hier geraten Long-Investoren gerade jetzt erst aus dem Rhythmus. Sollte sich die Krise am Aktienmarkt noch ausdehnen, könnte Gold sogar wieder als sicherer Hafen am Horizont auftauchen. Stehen Sie daher Gewehr bei Fuß!


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Gold bleibt einer der großen Gewinner an den Rohstoffmärkten. Hohe Preise verändern dabei nicht nur die Gewinne der Produzenten, sondern auch den Wert unerschlossener Vorkommen. Lagerstätten, die früher kaum Aufmerksamkeit bekamen, können plötzlich wirtschaftlich interessant werden. Entsprechend investieren Minenkonzerne wieder massiv in Exploration. Dabei wird immer wichtiger, wer seine Ressourcen erweitert, neue Lagerstätten entdeckt und zusätzliche Unzen möglichst günstig in Richtung Produktion entwickeln kann.

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