25.09.2026 | 05:29
Drei Aktien fürs Langfrist-Depot: Linde, Zefiro Methane und SAP!
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Zefiro Methane!
Der Idealfall für Anleger ist ein langfristig gut aufgestelltes Depot mit Unternehmen, die einen Burggraben aufweisen. Dazu zählt wenig Wettbewerb oder eine überragende Technologie. Manchmal reicht es auch, wenn die Kosten für die Kunden für einen Umstieg so hoch sind, dass dies praktisch nicht vorkommt. Wer dann solch ein Langfrist-Depot aufgebaut hat, kann in der Regel ruhiger schlafen. Wir blicken heute deshalb auf drei aussichtsreiche Werte, die langfristig ein Portfolio schmücken können, und zwar die Aktien von Linde, Zefiro Methane und SAP.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Tarik Dede
ISIN:
SAP SE O.N. | DE0007164600 , LINDE PLC EO 0_001 | IE00BZ12WP82 , ZEFIRO METHANE CORP | CA98926D1069 | Cboe: ZEFI
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Tarik Dede
Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.
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Linde: Noch nicht aus dem Schneider!
Langfristig sollten sich Anleger stabile Werte ins Depot legen, deren Geschäft gut durch sogenannte Burggräben geschützt ist. Preismacht, wenige Wettbewerber und eine enge Verflechtung mit Kunden wie bei Linde sind ein Paradebeispiel hierfür. Und so konnte die Aktie bis Ende Juni stetig und solide zulegen. Doch die dann veröffentlichten Halbjahreszahlen trafen nicht ganz den Nerv der sonst so verwöhnten Investoren. Der Grund hierfür waren kleine Enttäuschungen, die Anleger als Grund zur Mitnahme von Gewinnen sahen. Dabei konnte der Q2-Umsatz des Unternehmens noch kräftig um 9 % gegenüber dem Vorjahresquartal zulegen – dank hoher Volumina und positiver Währungseffekte. Doch wegen des Rekordauftragsbestands hatte Linde in diesem Zeitraum mehr investiert, was natürlich den Cashflow und die Margen belastete.
Die Aktie verlor binnen weniger Wochen rund 15 % an Wert. Doch nun scheint die Talfahrt ein Ende zu nehmen. So scheint das Papier die Bodenbildungsphase mit einem Ausbruch nach oben abschließen zu wollen, hat dies aber noch nicht geschafft. Charttechnisch gibt es daher kein grünes Licht, da das Papier unter der 200-Tage-Linie sowie den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten liegt.
Diese kurzfristigen Bewegungen sollten aber langfristig orientierte Anleger nicht abhalten. Lindes Burggraben dürfte auch in den kommenden Jahren für viel Freude sorgen, zumal der Auftragsbestand hilft. Für die Kunden gibt es zum einen wenige Alternativen. Zum anderen liefert man meist direkt aus den Industrieparks, zum Teil per Pipeline, an die Abnehmer. Nicht zuletzt verweist Linde gerne auf die langfristigen Lieferverträge. Vorsichtige Naturen warten noch einen charttechnischen Ausbruch ab. Wer sehr lange Anlagehorizonte mitbringt, kann schon jetzt sukzessive zukaufen, wenn er bereit ist, kurzfristige Risiken zu übernehmen.
Zefiro Methane: Gutes tun und Geld verdienen!
In einem wenig wettbewerbsintensiven Markt bewegt sich auch Zefiro Methane. Das kanadische Unternehmen hat sich auf die Schließung von verlassenen Öl- und Gaslöchern spezialisiert, aus denen noch klimaschädliche Gase wie Methan austreten. Das klingt nach einem Nischengeschäft, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. So wird von mindestens zwei Mio. Löchern allein in den USA ausgegangen. CEO Catherine Flax geht sogar von bis zu 3 Mio. Löchern aus, die in Frage kommen. Die Wall-Street-Veteranin scheut dabei nicht die Konkurrenz. In dem Geschäft sind zwar Einheiten von großen Ölkonzernen wie Chevron aktiv, aber diese fokussieren sich auf entsprechende Löcher auf ihren Bohrliegenschaften. Im freien Markt seien meist kleinere Teams unterwegs, die teilweise wenig Know-how hätten, so Flax. Zefiro Methane hat zudem eine eigene Technologie entwickelt. So rückt man mit eigenen Teams und Bohranlagen an, um diese Lecks dauerhaft mit Zement und Spezialabdichtungen zu verschließen.
Wer sich ein Bild von den Arbeiten von Zefiro Methane machen will, sollte sich den Film „The Hazard Below“ anschauen. Hier geht’s zum Film:
https://www.youtube.com/watch?v=3MrjCUk5_QU
Das Geld stammt dabei meist von den betroffenen Bundesstaaten. So haben diese sowie die Bundesregierung in Washington die Problematik erkannt und insgesamt mehr als 4,5 Mrd. USD bereitgestellt, um Firmen mit der fachgerechten Schließung der Löcher beauftragen zu können. Zuletzt meldete Zefiro einen 11,5 Mio. USD schweren Auftrag für ein staatlich gefördertes Projekt in der Region der Großen Seen im Nordosten der Vereinigten Staaten. Im vergangenen Jahr hatte man einen 19,6-Mio.-USD-Auftrag des Ohio Department of Natural Resources erhalten.
Das Potenzial ist also enorm. Zefiro Methane baut sich zudem ein Standbein bei KI-Rechenzentren auf. Wenn bei diesen milliardenschweren Projekten entsprechende Löcher gefunden werden, muss schnell gehandelt werden. Denn da ist Zeit kostbar. Nicht zuletzt tut Zefiro auch etwas Gutes für die Umwelt und vermarktet die erhaltenen CO2-Zertifikate.
In den kommenden Wochen dürften die Halbjahreszahlen von Zefiro Methane veröffentlicht werden. Aktuell kommt das Unternehmen auf einen Börsenwert von rund 70 Mio. CAD. Mit guten Zahlen sollte der Kurs wieder Richtung Jahreshoch schielen. Die Analysten von GBC Research sind optimistisch. Ihr Kursziel liegt bei 2,12 CAD und damit bei etwa dem Dreifachen des aktuellen Preises.
SAP: Mehr Burggraben als man denkt!
Für manche steht SAP wegen der KI-Revolution unter Druck. Doch dieses Jahr scheint das Unternehmen zu zeigen, dass man wohl eher zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören will. Und auch der Markt ändert seine Meinung: Im Frühsommer endete der Abwärtstrend der Aktie. Seither geht es aufwärts.
Dabei haben sich die Walldorfer über Jahre und Jahrzehnte einen erheblichen Burggraben aufgebaut. Ein Großteil der Fortune-500-Konzerne zählt zum Kundenkreis. Die Wechselkosten wären für diese milliardenschweren Unternehmen enorm. Die Umstellung ganzer ERP-Systeme dauert zudem viele Jahre und birgt auch durchaus operative Risiken. Darauf hat kein Management Lust. Noch dazu unterstützt SAP seine Kunden nun auch mit entsprechenden KI-Angeboten und vertieft auf diese Weise sogar den Burggraben. Dies könnte langfristig die Margen steigen lassen.
Die Grundlage für diese Position hat das DAX-Schwergewicht schon vor Jahren gelegt. So steuerte man sein Modell von einmaligen Softwarelizenzen auf wiederkehrende Cloud-Abonnements um. Dadurch sind die Cashflows planbarer und stetiger geworden. Als deutscher Anbieter dürfte man zudem in Europa einen Vorteil gegenüber der starken US-Konkurrenz haben, da Datensicherheit in geopolitisch unsicher werdenden Zeiten eine immer größere Rolle spielt.
Die Aktie befindet sich noch mehr als ein Viertel unter dem Mehrjahreshoch aus dem Jahr 2025. Interessierte Anleger sollten derzeit auf Korrekturen warten, wenn sie SAP dem Portfolio hinzufügen möchten.
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