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06.03.2026 | 05:00

„Sicherheitsenergien“ – so investieren Sie: RWE, Iberdrola und RE Royalties als stabile Renditebringer

  • Sicherheitsenergien
  • dezentrale Energieversorgung
  • Regenerative Energie
  • Royalties
Bildquelle: KI

Die Energiedebatte wird seit einiger Zeit anders geführt als noch in den 2010er Jahren. Während die Dekarbonisierung lange Zeit als ökologische Notwendigkeit galt, hat sie sich unter dem Leitbegriff der sogenannten „Sicherheitsenergien“ zu einer Frage der nationalen Souveränität gewandelt. Dieser neue Blick wird durch die aktuellen geopolitischen Verwerfungen und die De-facto-Blockade der Straße von Hormus begünstigt, die die Fragilität unserer Lieferketten wieder einmal offenbart. Da etwa 20 % des weltweiten Erdölverbrauchs dieses Nadelöhr passieren, haben die Preise für Rohöl und auch Flüssiggas bereits deutlich angezogen. Bundesumweltminister Carsten Schneider prägte in diesem Kontext den Begriff der „Sicherheitsenergien“, um die dezentralen Eigenschaften erneuerbarer Energien als Schutzschild gegen exogene Schocks zu betonen. Erneuerbare Energieprojekte entziehen sich der Logik geopolitischer Konflikte und binden zudem Wertschöpfung in der Region, da beispielsweise ein Windpark einer Kommune jährlich Einnahmen in Höhe von rund 200.000 EUR generieren kann. Auch für Investoren können erneuerbare Energien durch stabile Cashflows zu einem Sicherheitsanker werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 , RWE AG INH O.N. | DE0007037129 , IBERDROLA INH. EO -_75 | ES0144580Y14

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Inhaltsverzeichnis:


    RWE treibt den Ausbau grüner Kapazitäten voran

    Die großen Energieversorger bilden das Rückgrat dieser Entwicklung. RWE hat seine Transformation von einem durch Kohle geprägten Versorger zu einem führenden Akteur im Bereich der erneuerbaren Energien weitgehend abgeschlossen. Das Unternehmen betreibt heute ein Portfolio von 38,7 GW an grünen Erzeugungskapazitäten, das durch eine Pipeline von weiteren 11,4 GW im Bau ergänzt wird. Die Leistungsfähigkeit dieses Portfolios zeigte sich in den ersten drei Quartalen 2025, in denen RWE ein bereinigtes EBITDA von 3,5 Mrd. EUR erzielte. Besonders der Bereich Onshore-Wind und Solar verzeichnete ein starkes Wachstum auf 1,242 Mrd. EUR. Um die steigende Stromnachfrage durch KI zu bedienen, positioniert sich RWE zudem als direkter Partner der Technologiekonzerne, was der lukrative Verkauf eines Rechenzentrumsprojekts in Großbritannien für 225 Mio. EUR belegt. Der Konzern plant zwischen 2025 und 2030 Nettoinvestitionen in Höhe von 35 Mrd. EUR, wobei ein Schwerpunkt auf dem Ausbau der Offshore-Windkraft in der Nordsee liegen soll. Flankiert wird diese Strategie durch den vorgezogenen Kohleausstieg bis 2030, was Anlegern die Aussicht auf ein wachsendes Ergebnis je Aktie von 4 EUR im Jahr 2030 sowie steigende Dividenden bietet.

    Iberdrola liefert Stabilität durch intelligente Netze

    Das spanische Energie-Schwergewicht Iberdrola ergänzt diesen Ansatz durch eine klare Fokussierung auf den Ausbau intelligenter Stromnetze. Mit einer Bewertung von über 125 Mrd. EUR hat sich der Konzern als zweitgrößtes Versorgungsunternehmen der Welt etabliert. Das Fundament des Geschäftsmodells liegt im regulierten Netzgeschäft, das rund 30 % des Nettogewinns und etwa 40 % des EBITDA beisteuert. Die reine Energieproduktion sichert die verbleibenden Erträge ab, indem über 85 % der Produktion durch langfristige Verträge fixiert sind und das Unternehmen vor Preisschwankungen am Spotmarkt schützen. In einem Umfeld tendenziell steigender Zinsen und geopolitischer Instabilität liefern diese staatlich garantierten Anlagen zusammen mit den langfristigen Stromabnahmeverträgen eine hohe finanzielle Vorhersehbarkeit für Investoren. Unter der Führung von Ignacio Galán hat Iberdrola sein Investitionsbudget für den Zeitraum bis 2028 auf 58 Mrd. EUR erhöht. Ein Anteil von 37 Mrd. EUR fließt dabei direkt in die Digitalisierung und den Ausbau der Stromnetze in den USA und Großbritannien. Ziel ist es, die regulierte Anlagenbasis auf 70 Mrd. EUR zu steigern und Anlegern eine verlässliche Dividende zu garantieren – aktuell liegt die Dividendenrendite über 4 %.

    RE Royalties als Energiewende-Finanzierer und Dividendenzahler

    Wer die Stärken regenerativer Projekte fernab der großen Versorger voll ausspielen will, setzt auf das Modell von RE Royalties. Das kanadische Unternehmen fungiert als spezialisierter Finanzier der Energiewende und hat das aus dem Bergbau bekannte Royalty-Modell erfolgreich auf grüne Technologien übertragen. Anstatt eigene Anlagen zu betreiben oder die operativen Risiken für Wartung und Rückbau zu tragen, stellt RE Royalties Projektentwicklern Kapital zur Verfügung. Im Gegenzug sichert sich das Unternehmen eine prozentuale Beteiligung an den Bruttoumsätzen der jeweiligen Energieprojekte. Das Portfolio umfasst mittlerweile Lizenzen für über 100 Projekte weltweit, die von großflächigen Solaranlagen über Onshore-Windparks bis hin zu Batteriespeichern reichen. Durch dieses Modell partizipieren Anleger ohne direkte operative Risiken an den Cashflows einer Vielzahl von Anlagen, wobei die Verwässerung der bestehenden Anteilseigner weitgehend vermieden wird.

    Läuft: Die Aktie von RE Royalties entwickelt sich stetig.

    Aktuell treibt RE Royalties seine Expansion durch gezielte Neuinvestitionen voran. Ein Kernprojekt bildet die Partnerschaft mit Solaris Energy, bei der RE Royalties bis zu 9 Mio. USD investiert, um Beteiligungen an Portfolios für dezentrale Solaranlagen in den USA zu erwerben. Diese Projekte versorgen gewerbliche Kunden in US-Bundesstaaten wie Kalifornien und Maine und bieten über einen Zeitraum von 25 Jahren stabile Erträge. Für renditeorientierte Investoren ist die Dividendenpolitik der entscheidende Faktor. Das Unternehmen schüttet seit über sieben Jahren kontinuierlich aus und bietet bei einer aktuellen Quartalsdividende von 0,01 CAD sowie einem Kurs von rund 0,40 CAD eine attraktive Forward-Rendite von rund 10 %. Um die finanzielle Flexibilität für Investitionen in neue Projekte zu erhöhen, plant das Management künftig eine jährliche statt einer quartalsweisen Dividende. Auch die Green Bonds, die RE Royalties zur Finanzierung von Projekten begibt, könnten interessant sein. Hier winken Kupons im hohen einstelligen Bereich.


    Interessenskonflikt

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    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Getrieben durch die Dekarbonisierung, die Digitalisierung und den extrem hohen Energiebedarf von Rechenzentren für KI-Anwendungen wird Strom mehr denn je zur wichtigsten Säule der modernen Welt. Dass die Energiebranche umdenken muss, untermauern aktuelle Studien: Laut der Unternehmensberatung Boston Consulting Group sind allein in Deutschland bis zum Jahr 2030 Investitionen in Höhe von rund 860 Mrd. EUR erforderlich, um die Klimaziele zu erreichen. Das entspricht etwa 100 Mrd. EUR pro Jahr, wovon fast die Hälfte auf den Energiesektor entfällt. Dieses gewaltige Investitionsvolumen zeigt deutlich, dass der Staat diese Aufgaben nicht allein stemmen kann und privates Kapital zwingend erforderlich ist, um die ambitionierten Ziele auch zu erreichen. Gleichzeitig prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA), dass die Stromnachfrage weltweit bis 2030 um mehr als 3,5 % jährlich steigen wird. Verantwortlich ist in erster Linie der KI-Boom. Profitieren dürften Versorger und regenerative Projekte. Wer hier investiert, wählt zwischen Großversorgern wie RWE, Netzbetreibern wie E.ON oder spezialisierten Finanzierern wie RE Royalties. Wir geben einen Überblick.

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    Die Eskalation des Krieges im Nahen Osten und die faktische Blockade der Straße von Hormus stellen die Lieferketten für Energie und davon abhängige Grundstoffe vor eine Zerreißprobe. Da über die Meerenge rund 20 % des globalen LNG-Handels fließen, sind die europäischen Erdgaspreise auf Rekordniveaus explodiert. Der niederländische TTF-Benchmark erreichte Anfang März ein Niveau von über 90 EUR je MWh – eine Verdreifachung innerhalb weniger Tage, die den Aufschwung im verarbeitenden Gewerbe bedroht. In diesem Marktumfeld rücken Unternehmen in den Fokus, die sofort verfügbare, dezentrale Lösungen zur Energieautarkie bieten. Während viele Konzerne noch in der langfristigen Planung für eine umfassende Wasserstoff-Infrastruktur verharren, treiben Akteure wie Haffner Energy und Vow Nischenlösungen für Schwerindustrie und Logistik voran. Für den industriellen Mittelstand bietet hingegen AHT Syngas Technology eine vielversprechende Lösung. Anleger sollten die Abhängigkeit von globalen Lieferketten erkennen und auf Unternehmen setzen, die den hohen Kosten für Energie auf smarte Weise den Kampf ansagen.

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    Dividenden oder Wachstum? Doch warum sollte man sich überhaupt entscheiden, wenn beides möglich ist? Tatsächlich gibt es Unternehmen, die beides liefern. Ein Beispiel ist der kanadische Spezialfinanzierer für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien RE Royalties. Anlegern winkt eine Dividendenrendite von rund 10 %, kombiniert mit zusätzlichem Kurspotenzial bei der moderat bewerteten Aktie. Bei Mutares könnte sich schon bald eine Dividendenüberraschung ergeben, was auch den Anteilsscheinen neuen Auftrieb verleihen würde. Der Autobauer BMW glänzt trotz herausfordernder Branchenlage mit einer Rendite von über 5 %.

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