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13.08.2025 | 05:00

50 % Kurspotenzial – und was geht darüber hinaus? Almonty, Hensoldt, MP Materials

  • Wolfram
  • Rüstung
Bildquelle: pixabay.com

Für die Ukraine läuft die Woche der Wahrheit. Vieles spricht dennoch dafür, dass es am Freitag noch keine Lösung gibt: Die Macht-Blöcke werden sich auch in Zukunft gegenüberstehen und Sicherheit das entscheidende Thema bleiben. Immer mehr Investoren realisieren das und verstehen, dass Rüstung weit mehr ist, als ein schneller Trend. Passend zu dieser Erkenntnis haben renommierte Analysehäuser zuletzt Studien zu Almonty Industries veröffentlicht. Der einzige nennenswerte westliche Wolfram-Produzent ist schon heute eng mit den USA verbandelt, wo es ab 2027 verboten sein wird, Wolfram aus China für militärische Zwecke zu nutzen. Was das heute für Investoren bedeutet und wieso die Rahmenbedingungen für Almonty einzigartig sind, skizzieren wir an dieser Stelle.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , MP MATERIALS CORP | US5533681012

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Inhaltsverzeichnis:


    US-Analysten adeln Almonty: Kursziele bei 7 USD

    Nach dem Nasdaq-Listing im Juli spricht sich die Investment-Story rund um Almonty inzwischen auch in den USA herum. Die beiden renommierten Analysehäuser Oppenheimer & Co. und D.A. Davidson & Co. haben dort zuletzt das Coverage für die Aktie aufgenommen. Das mittelfristige Kursziel liegt jeweils bei 7 USD. Gemessen an aktuellen Kursen ist das ein Aufwärts-Potenzial von rund 50 %. Doch wieso sehen die Analysten Potenzial? Beide Analysehäuser heben hervor, dass Almonty der einzige Wolfram-Förderer der USA ist und daher von den geopolitischen Entwicklungen erheblich profitieren sollte. Almontys Projekte sind entweder bereits in Produktion oder sehr weit fortgeschritten und Wolfram ist für Rüstung und Industrie unerlässlich. Ab 2027 könnte Almonty allein für rund 40 % des außerhalb von China geförderten Wolframs verantwortlich zeichnen. Weitere Argumente der Analysten für Almonty: Auf dem Wolfram-Markt bestehen besondere Markteintrittshürden. Wolfram ist nicht nur besonders komplex zu fördern und zu verarbeiten, es dauert für potenzielle Konkurrenten auch mindestens 7 bis 10 Jahre, um vergleichbare Projekte in Produktion zu bringen.

    Almonty: Bestens positioniert für gute Geschäfte mit USA und Europa

    Und selbst dann ist nicht klar, ob Almonty, das für seine Sangdong-Mine in Südkorea deutlich niedrigere Produktionskosten kalkuliert hat, als sie in staatlich geförderten chinesischen Minen üblich sind, überhaupt in Bedrängnis zu bringen ist. Auch der Aufbau von Bergbau-Projekten ist schwierig und herausfordernd. Almonty hat diese Vorarbeiten in den vergangenen Jahren bereits erledigt und verfügt heute über ein Team, das dieses Wissen auf neue Liegenschaften übertragen könnte. Auch wenn die Nähe Almontys zu US-Behörden und der dortigen Industrie aktuell das bestimmende Thema ist und Beobachter immer wieder einen möglichen Einstieg des US-Pentagons diskutieren, wie er vor einigen Wochen beim US-Seltene-Erden-Unternehmen MP Materials erfolgte, so hat sich Unternehmenslenker Lewis Black in der Vergangenheit stets offen für Partnerschaften und Kooperationen in alle Richtungen gezeigt. Diese sind beispielsweise in Europa denkbar, wo Almonty mit der Plansee Gruppe, der Deutsche Rohstoff AG und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bereits starke Partner hat. Neben der portugiesischen Panasqueira-Mine, die seit 136 Jahren in Produktion ist und derart hochgradige Konzentrate zu Tage fördert, dass Almonty dafür am Markt höhere Marktpreise erzielt, verfügt das Unternehmen auch in Spanien über zwei Projekte, die perspektivisch in Produktion gehen könnten.

    Gelingt es Almonty, nach dem Produktionsstart von Sangdong, der für dieses Jahr geplant ist, weitere Minen in Betrieb zu nehmen, könnten auch die Erwartungen der Analysten hinfällig sein. Diese sind ohnehin auffällig stimmig, was die Relevanz beider Kursziele zusätzlich hebt. Oppenheimer erwartet zwischen 2025 und 2028 einen Umsatz zwischen 45 und 409 Mio. USD. Das EBITDA soll zwischen 1,7 und 243 Mio. USD liegen. Bei D.A. Davidson liegen die Werte zwischen 39 und 262 Mio. USD Umsatz sowie 14 und 262 Mio. USD EBITDA.

    Wolfram-Preis 2025 bereits +50 % - hier ist das Schwermetall überall unverzichtbar

    Dass die Nachfrage langfristig groß genug sein wird, um auch ein größeres Wolfram-Angebot aus sicheren Rechtsräumen zu absorbieren, zeigt die aktuelle Preisentwicklung bei Wolfram: Seit Anfang 2025 legte der Wolframpreis um rund 50 % auf 500 USD / MTU zu. Hinzu kommt, dass die höheren Rüstungsausgaben der NATO erst in den kommenden Jahren Einfluss auf die Nachfrage haben werden. Das 5 %-Ziel der NATO-Mitglieder katapultiert die Investitionen in den Sektor in einen noch vor Jahren undenkbaren Bereich. Wolfram ist für die Rüstung ein Schlüssel-Rohstoff: Bunkerbrechende Bomben, panzerbrechende Munition, der F-35 Kampfjet, der M1 Abrams Panzer oder auch Hyperschallwaffen, Luftabwehrwaffen bis hin zu Rüstungs-Hightech wie Radare oder Optronik wie sie das deutsche Unternehmen Hensoldt herstellt – ohne Wolfram wären diese Produkte undenkbar.

    Almonty-Aktie: Gute Ausgangslage für positive Überraschungen

    Nach dem Listing an der Nasdaq und der erfolgreichen Kapitalmaßnahme, die Almonty 90 Mio. USD von institutionellen Investoren in die Kassen spülte, um eine Verarbeitungsanlage für die Sangdong-Mine zu bauen, fokussiert sich der Markt wieder auf die langfristigen Perspektiven des Unternehmens. Berücksichtigt man Projekte, Knowhow und Marktposition von Almonty wird klar, dass die aktuellen Kursziele der Analysten nur eine Momentaufnahme sein können. Das 2011 vom heutigen CEO und Wolfram-Kenner Lewis Black gegründete Almonty Industries ist perfekt positioniert, um mittel- und langfristig für zusätzliches Wachstum zu sorgen. Die beiden zuletzt erschienenen Analysen von Oppenheimer & Co. und D.A. Davidson & Co mit Kursziel 7 USD untermauern die vielversprechende Perspektive von Almonty.

    Dokumentation über Almontys Panasqueira-Mine:


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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