25.05.2026 | 05:30
Rheinmetall, Antimony Resources und RENK Group: Ihr Einstieg in den Verteidungsboom und deren lukrative Supply-Chain
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Milliarden fließen in Europas Verteidigung – doch hinter den glänzenden Auftragsbüchern lauert ein Risiko: kritische Rohstoffe. Während Panzer und Getriebesysteme die offensichtlichen Gewinner der Aufrüstungswelle sind, gerät die unsichtbare Basis vieler Rüstungstechnologien zunehmend unter Druck. Ein strategisches Metall, dessen Lieferketten China beherrscht, könnte zur Achillesferse der gesamten Industrie werden. Gemeinsam haben vom etablierten Rüstungskonzern Rheinmetall über den Rohstoffexplorer Antimony Resources bis hin zum spezialisierten Antriebshersteller RENK Group alle eins, sie profitieren vom Verteidigungsboom.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
RHEINMETALL AG | DE0007030009 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , RENK Group AG | DE000RENK730
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Rheinmetall - zwischen Quartalsdelle und strategischem Ausbau
Das 1. Quartal fiel für den Düsseldorfer Rüstungskonzern durchwachsen aus. Umsatz und operativer Gewinn stiegen zwar um 8 beziehungsweise 17 %, verfehlten jedoch mit knapp 1,94 Mrd. EUR und 224 Mio. EUR die Analystenschätzungen deutlich. Grund dafür sind Lieferverschiebungen ins 2. Quartal. Aktuell warten bereits produzierte Lastwagen und Munitionsteile im Wert von rund 300 Mio. EUR auf Auslieferung. Die operative Marge verbesserte sich dennoch auf 11,6 %, ein Zeichen für bessere Auslastung und Kostenkontrolle.
Der eigentliche Werttreiber bleibt die Auftragslage. Der Auftragsbestand kletterte auf 73 Mrd. EUR, darunter erstmals 5,5 Mrd. EUR aus der integrierten Marinesparte. Der operative Free Cashflow rutschte zwar auf minus 285 Mio. EUR, das ist aber kein Alarmzeichen. Der Konzern baut gezielt Lager auf, um die ehrgeizigen Jahresziele von bis zu 14,5 Mrd. EUR Umsatz bei einer Marge von rund 19 % abzusichern. Das Management hält an dieser Prognose fest und zeigt damit Vertrauen in die eigene Produktionsschlagkraft.
Strategisch beweist Rheinmetall viel Gespür für Zukunftsfelder. Eine neue Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zielt auf einen gemeinsamen Abwehrschirm gegen Drohnen und Sabotage. In Hamburg läuft die Serienproduktion des unbemannten Marinesystems Kraken K3 Scout an, während ein Joint Venture mit Destinus Marschflugkörper und ballistische Raketenfertigung nach Deutschland bringen soll. Hinzu kommen Milliardenaufträge für Loitering Munition und digitale Soldatensysteme der Bundeswehr. Die Weichen für die nächsten Jahre sind gestellt. Jetzt zählt die operative Umsetzung. Derzeit ist die Aktie für 1.221,60 EUR zu haben.
Antimony Resources – Bohrerfolge wecken Begehrlichkeiten
Antimon ist in der Militärtechnik unverzichtbar – es steckt in Munition, Nachtsichtgeräten und flammhemmenden Zeltplanen. Nachdem China 2024 seine Exporte drastisch reduziert hat, suchen die USA verzweifelt nach neuen Quellen. Genau hier kommt das Bald Hill Antimon-Projekt in New Brunswick ins Spiel. Die aktuellsten Bohrergebnisse vom Mai 2026 lassen aufhorchen. In der Main Zone stieß das Team auf Gehalte von fast 27 % Antimon über enge Abschnitte sowie auf mehrere Meter mit über 6 %. Besonders spannend: Die Mineralisierung reicht bis in 400 m Tiefe und bleibt nach allen Seiten offen. Das deutet auf ein ausgesprochen robustes System hin.
Parallel zur Hauptzone fand die Crew eine separate, westlich verlaufende Struktur, die als Marcus-West Zone bezeichnet wird. Zudem warten mit den Zonen Marcus, Central und South drei weitere Ziele auf ihren Bohrtest, bei denen an der Oberfläche schon Mineralisierungen nachgewiesen worden sind. Die jüngste Bodenprobenaktion rund 3 km südlich lieferte ebenfalls Antimon-Werte, die das 40-fache des Referenzwertes erreichen. Das Team hat daraufhin sein Konzessionsgebiet erweitert. Das Unternehmen setzt 3 Bohrgeräte gleichzeitig ein. Ein insgesamt 19.000 m Bohrprogramm ist geplant, darunter 13.000 m für die Erweiterung der Main Zone sowie 6.000 m für die Erkundung der neuen Zielgebiete. Die Finanzierung dafür steht, dank 10 Mio. CAD aus dem vergangenen Jahr plus Warrants.
Parallel zu den Bohrungen laufen die Vorbereitungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA). Ein lokales Beratungsunternehmen erstellt gerade eine Roadmap für die Behörden. Erste Gespräche mit der Provinzregierung von New Brunswick sind vielversprechend verlaufen. Ziel ist es, die Antragsunterlagen Ende 2026 oder Anfang 2027 einzureichen. Das Projekt ist klein genug, um schnell voranzukommen. Die geschätzten Investitionskosten von 200 Mio. CAD bis zur Produktion sind im Bergbaugeschäft eher bescheiden. Bleibt abzuwarten, ob die kommenden Bohrergebnisse aus der Westzone ähnliche Gehalte liefern wie die Hauptzone. Die nächsten Bohrergebnisse könnten darüber entscheiden, ob sich Bald Hill wirklich als eine der hochgradigsten Antimon Lagerstätten Nordamerikas etablieren kann. Aktuell notiert die Aktie bei 0,83 CAD.
RENK Group – Verteidigungsgeschäft immer wichtiger
Die Zeiten haben sich für Rüstungszulieferer radikal gedreht. Die RENK Group, der Augsburger Getriebespezialist mit über 150 Jahren Erfahrung, ist dafür das perfekte Beispiel. Rund 75 % des Umsatzes entfallen inzwischen aufs Verteidigungsgeschäft. Bis Ende des Jahrzehnts sollen es organisch 90 % sein. Der Grund liegt auf der Hand. NATO-Staaten stocken ihre Militärbudgets massiv auf. Davon profitiert vor allem die Sparte Vehicle Mobility Solutions, die Getriebe für Leopard 2, Puma und andere Kampffahrzeuge liefert. Allein im 1. Quartal 2026 verbuchte RENK hier einen Auftragseingang von 478 Mio. EUR, ein Plus von 21 %.
Was RENK von vielen Wettbewerbern unterscheidet, ist das margenstarke Aftermarket-Geschäft. Rund 40 % des Umsatzes stammen aus Ersatzteilen, Überholungen und Wartung. Jedes neu verkaufte Getriebe generiert über seinen Lebenszyklus das drei- bis vierfache Volumen an Folgeumsätzen. Der gesamte Auftragsbestand liegt bei starken 6,9 Mrd. EUR, etwa das Fünffache des Jahresumsatzes. Hinzu kommen 11,5 Mrd. EUR an identifizierten Pipeline-Projekten. Das Management will den Aftermarket-Anteil weiter steigern. Ein cleverer Schachzug, denn die Margen hier sind deutlich attraktiver als bei Neufertigungen.
Im Mai sorgte der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS, ein strategischer Investor und Großkunde von RENK, für Bewegung. Über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren wurden 5,8 Mio. Aktien veräußert, der Anteil an RENK sank von knapp 16 auf etwa 10 %. Der Erlös von 262 Mio. EUR soll KNDS‘ eigene Finanzkraft vor deren Börsengang stärken. Zeitgleich stieg Fidelity mit gut 3 % ein. Operativ bleibt der Blick nach vorn gerichtet. RENK liefert Antriebskomponenten für ein unbemanntes Überwasserschiff eines NATO-Staats und präsentiert auf der Eurosatory 2026 gemeinsam mit Patria ein schweres unbemanntes Landfahrzeug. Die Weichen für autonome Systeme sind gestellt. Momentan kostet eine Aktie 48,96 EUR.
Die Verteidigungskonjunktur in Europa bleibt intakt – doch ihr nachhaltiger Erfolg hängt an verletzlichen Rohstoffketten. Rheinmetall stemmt sich mit Rekordaufträgen und strategischen Partnerschaften gegen operative Dellen und Lieferverschiebungen. Antimony Resources liefert vielversprechende Bohrdaten und könnte die westliche Abhängigkeit von chinesischem Antimon brechen. RENK Group fokussiert sich auf margenstarkes Aftermarket-Geschäft und profitiert direkt vom NATO-Aufrüstungskurs. Wer auf den gesamten Wertschöpfungsbogen setzt – vom Rohstoff bis zum Antrieb –, ist für den Boom am besten gerüstet.
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