Menü schließen




25.05.2026 | 05:30

Rheinmetall, Antimony Resources und RENK Group: Ihr Einstieg in den Verteidungsboom und deren lukrative Supply-Chain

  • Rheinmetall
  • Antimony Resources
  • RENK Group
  • Rüstung
  • Rüstungsindustrie
  • Antimon
  • Bald Hill
  • Getriebe
Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Milliarden fließen in Europas Verteidigung – doch hinter den glänzenden Auftragsbüchern lauert ein Risiko: kritische Rohstoffe. Während Panzer und Getriebesysteme die offensichtlichen Gewinner der Aufrüstungswelle sind, gerät die unsichtbare Basis vieler Rüstungstechnologien zunehmend unter Druck. Ein strategisches Metall, dessen Lieferketten China beherrscht, könnte zur Achillesferse der gesamten Industrie werden. Gemeinsam haben vom etablierten Rüstungskonzern Rheinmetall über den Rohstoffexplorer Antimony Resources bis hin zum spezialisierten Antriebshersteller RENK Group alle eins, sie profitieren vom Verteidigungsboom.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , RENK Group AG | DE000RENK730

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall - zwischen Quartalsdelle und strategischem Ausbau

    Das 1. Quartal fiel für den Düsseldorfer Rüstungskonzern durchwachsen aus. Umsatz und operativer Gewinn stiegen zwar um 8 beziehungsweise 17 %, verfehlten jedoch mit knapp 1,94 Mrd. EUR und 224 Mio. EUR die Analystenschätzungen deutlich. Grund dafür sind Lieferverschiebungen ins 2. Quartal. Aktuell warten bereits produzierte Lastwagen und Munitionsteile im Wert von rund 300 Mio. EUR auf Auslieferung. Die operative Marge verbesserte sich dennoch auf 11,6 %, ein Zeichen für bessere Auslastung und Kostenkontrolle.

    Der eigentliche Werttreiber bleibt die Auftragslage. Der Auftragsbestand kletterte auf 73 Mrd. EUR, darunter erstmals 5,5 Mrd. EUR aus der integrierten Marinesparte. Der operative Free Cashflow rutschte zwar auf minus 285 Mio. EUR, das ist aber kein Alarmzeichen. Der Konzern baut gezielt Lager auf, um die ehrgeizigen Jahresziele von bis zu 14,5 Mrd. EUR Umsatz bei einer Marge von rund 19 % abzusichern. Das Management hält an dieser Prognose fest und zeigt damit Vertrauen in die eigene Produktionsschlagkraft.

    Strategisch beweist Rheinmetall viel Gespür für Zukunftsfelder. Eine neue Partnerschaft mit der Deutschen Telekom zielt auf einen gemeinsamen Abwehrschirm gegen Drohnen und Sabotage. In Hamburg läuft die Serienproduktion des unbemannten Marinesystems Kraken K3 Scout an, während ein Joint Venture mit Destinus Marschflugkörper und ballistische Raketenfertigung nach Deutschland bringen soll. Hinzu kommen Milliardenaufträge für Loitering Munition und digitale Soldatensysteme der Bundeswehr. Die Weichen für die nächsten Jahre sind gestellt. Jetzt zählt die operative Umsetzung. Derzeit ist die Aktie für 1.221,60 EUR zu haben.

    Antimony Resources – Bohrerfolge wecken Begehrlichkeiten

    Antimon ist in der Militärtechnik unverzichtbar – es steckt in Munition, Nachtsichtgeräten und flammhemmenden Zeltplanen. Nachdem China 2024 seine Exporte drastisch reduziert hat, suchen die USA verzweifelt nach neuen Quellen. Genau hier kommt das Bald Hill Antimon-Projekt in New Brunswick ins Spiel. Die aktuellsten Bohrergebnisse vom Mai 2026 lassen aufhorchen. In der Main Zone stieß das Team auf Gehalte von fast 27 % Antimon über enge Abschnitte sowie auf mehrere Meter mit über 6 %. Besonders spannend: Die Mineralisierung reicht bis in 400 m Tiefe und bleibt nach allen Seiten offen. Das deutet auf ein ausgesprochen robustes System hin.

    Parallel zur Hauptzone fand die Crew eine separate, westlich verlaufende Struktur, die als Marcus-West Zone bezeichnet wird. Zudem warten mit den Zonen Marcus, Central und South drei weitere Ziele auf ihren Bohrtest, bei denen an der Oberfläche schon Mineralisierungen nachgewiesen worden sind. Die jüngste Bodenprobenaktion rund 3 km südlich lieferte ebenfalls Antimon-Werte, die das 40-fache des Referenzwertes erreichen. Das Team hat daraufhin sein Konzessionsgebiet erweitert. Das Unternehmen setzt 3 Bohrgeräte gleichzeitig ein. Ein insgesamt 19.000 m Bohrprogramm ist geplant, darunter 13.000 m für die Erweiterung der Main Zone sowie 6.000 m für die Erkundung der neuen Zielgebiete. Die Finanzierung dafür steht, dank 10 Mio. CAD aus dem vergangenen Jahr plus Warrants.

    Parallel zu den Bohrungen laufen die Vorbereitungen für die Umweltverträglichkeitsprüfung (EIA). Ein lokales Beratungsunternehmen erstellt gerade eine Roadmap für die Behörden. Erste Gespräche mit der Provinzregierung von New Brunswick sind vielversprechend verlaufen. Ziel ist es, die Antragsunterlagen Ende 2026 oder Anfang 2027 einzureichen. Das Projekt ist klein genug, um schnell voranzukommen. Die geschätzten Investitionskosten von 200 Mio. CAD bis zur Produktion sind im Bergbaugeschäft eher bescheiden. Bleibt abzuwarten, ob die kommenden Bohrergebnisse aus der Westzone ähnliche Gehalte liefern wie die Hauptzone. Die nächsten Bohrergebnisse könnten darüber entscheiden, ob sich Bald Hill wirklich als eine der hochgradigsten Antimon Lagerstätten Nordamerikas etablieren kann. Aktuell notiert die Aktie bei 0,83 CAD.

    RENK Group – Verteidigungsgeschäft immer wichtiger

    Die Zeiten haben sich für Rüstungszulieferer radikal gedreht. Die RENK Group, der Augsburger Getriebespezialist mit über 150 Jahren Erfahrung, ist dafür das perfekte Beispiel. Rund 75 % des Umsatzes entfallen inzwischen aufs Verteidigungsgeschäft. Bis Ende des Jahrzehnts sollen es organisch 90 % sein. Der Grund liegt auf der Hand. NATO-Staaten stocken ihre Militärbudgets massiv auf. Davon profitiert vor allem die Sparte Vehicle Mobility Solutions, die Getriebe für Leopard 2, Puma und andere Kampffahrzeuge liefert. Allein im 1. Quartal 2026 verbuchte RENK hier einen Auftragseingang von 478 Mio. EUR, ein Plus von 21 %.

    Was RENK von vielen Wettbewerbern unterscheidet, ist das margenstarke Aftermarket-Geschäft. Rund 40 % des Umsatzes stammen aus Ersatzteilen, Überholungen und Wartung. Jedes neu verkaufte Getriebe generiert über seinen Lebenszyklus das drei- bis vierfache Volumen an Folgeumsätzen. Der gesamte Auftragsbestand liegt bei starken 6,9 Mrd. EUR, etwa das Fünffache des Jahresumsatzes. Hinzu kommen 11,5 Mrd. EUR an identifizierten Pipeline-Projekten. Das Management will den Aftermarket-Anteil weiter steigern. Ein cleverer Schachzug, denn die Margen hier sind deutlich attraktiver als bei Neufertigungen.

    Im Mai sorgte der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS, ein strategischer Investor und Großkunde von RENK, für Bewegung. Über ein beschleunigtes Platzierungsverfahren wurden 5,8 Mio. Aktien veräußert, der Anteil an RENK sank von knapp 16 auf etwa 10 %. Der Erlös von 262 Mio. EUR soll KNDS‘ eigene Finanzkraft vor deren Börsengang stärken. Zeitgleich stieg Fidelity mit gut 3 % ein. Operativ bleibt der Blick nach vorn gerichtet. RENK liefert Antriebskomponenten für ein unbemanntes Überwasserschiff eines NATO-Staats und präsentiert auf der Eurosatory 2026 gemeinsam mit Patria ein schweres unbemanntes Landfahrzeug. Die Weichen für autonome Systeme sind gestellt. Momentan kostet eine Aktie 48,96 EUR.


    Die Verteidigungskonjunktur in Europa bleibt intakt – doch ihr nachhaltiger Erfolg hängt an verletzlichen Rohstoffketten. Rheinmetall stemmt sich mit Rekordaufträgen und strategischen Partnerschaften gegen operative Dellen und Lieferverschiebungen. Antimony Resources liefert vielversprechende Bohrdaten und könnte die westliche Abhängigkeit von chinesischem Antimon brechen. RENK Group fokussiert sich auf margenstarkes Aftermarket-Geschäft und profitiert direkt vom NATO-Aufrüstungskurs. Wer auf den gesamten Wertschöpfungsbogen setzt – vom Rohstoff bis zum Antrieb –, ist für den Boom am besten gerüstet.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 25.05.2026 | 05:00

    Wolfram-Krise und es gibt nur eine Lösung: Lieferketten von SpaceX und Sandvik unter Druck – Almonty perfekt positioniert

    • Wolfram
    • Rüstung
    • Hightech
    • Südkorea
    • Lieferketten

    Ein beispielloser Preisschock, kein neues Angebot in Sicht und China setzt weiter auf Exportbeschränkungen – die Situation auf dem Wolframmarkt zwingt die westliche Industrie zum Handeln. Innerhalb des laufenden Jahres explodierte der Preis für Ammoniumparawolframat von 920 USD pro metrischer Tonnenuntereinheit am Handelsplatz Rotterdam weit über die Marke von 3.000 USD. Da China knapp 80 % der weltweiten Produktion kontrolliert und die USA ab 2027 ein striktes Beschaffungsverbot für chinesisches Wolfram im Verteidigungssektor umsetzen, droht ein Versorgungsengpass. Von der klassischen metallverarbeitenden Industrie über die Chipfertigung bis hin zur Raumfahrt sind Konzerne auf stabile Lieferketten dieses essenziellen und kaum zu ersetzenden Metalls angewiesen. In dieser einzigartigen Marktphase baut das US-Bergbauunternehmen Almonty Industries ein neues, geopolitisch unabhängiges Rohstoff-Imperium auf. Die Chancen dafür stehen gut: Almonty weitet als einziger Anbieter in nennenswertem Umfang die Produktion aus.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.05.2026 | 04:30

    Rüstung im Wettlauf mit der Zeit: Sind Rheinmetall, Strategic Resources, CSG und Renk noch ein Kauf?

    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • Defense-Sektor
    • Rüstungsindustrie
    • HighTech

    Über fast vier Jahre erstreckte sich die Aufwärtswelle der Defense- und Rüstungsaktien. Manche Titel wurden im Hoch mit ihrer 10-fachen Umsatzleistung bewertet, KGVs erreichten Werte von bis zu 100. Aktuell findet jedoch ein Umdenken statt, denn die auftraggebenden Staaten sind hochverschuldet und können nach den üppigen Anpassungen ihrer Verteidigungs-Budgets nicht beliebig nachlegen. Das erklärt in Teilen die jüngste Kursdelle im Sektor. Doch die Börse spielt das Thema über mehrere Kanäle: Rüstungsaktien profitieren langfristig von den höheren Staatsausgaben, während Rohstoffmärkte vor allem bei Stahl, Kupfer, Aluminium, Nickel, Titan, Wolfram und Spezialchemie auf die höhere Grundnachfrage reagieren müssen. Gleichzeitig steigen die fiskalischen Belastungen, sodass die Kapitalmärkte insgesamt zwischen sicherheitspolitischer Nachfrage und wachsenden Haushaltsrisiken unterscheiden müssen. Im Grundtenor steigt die Inflation durch die Geldmehrung, eine weitere Folge sind notwendige Zinserhöhungen. Wie sollen Investoren diese Strömungen unter einen Hut bringen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 22.05.2026 | 05:10

    Home Depot, Zefiro Methane, Rheinmetall – Sicherheitsboom und Energiewende entfachen neue Kursfantasie

    • Rüstung
    • GreenTech
    • Konsum

    Die nächste große Börsenrally könnte aus völlig unterschiedlichen Zukunftsmärkten entstehen. Während steigende Verteidigungsausgaben weltweit einen historischen Investitionsboom im Rüstungssektor auslösen, entwickelt sich die Bekämpfung von Methanemissionen durch staatliche Fördermilliarden zu einem gigantischen Wachstumsmarkt. Gleichzeitig könnten sinkende Zinsen und eine Stabilisierung der Wirtschaft den angeschlagenen Immobilien- und Renovierungssektor wieder massiv beleben. Ob Sicherheit, Umwelttechnologie oder Konsum – mehrere Megatrends treffen aktuell gleichzeitig aufeinander und schaffen ein explosives Umfeld mit enormem Kurspotenzial für die kommenden Jahre.

    Zum Kommentar