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12.06.2026 | 04:45

Aufgepasst! Hier braut sich etwas zusammen: HPQ Silicon zu niedrig? Infineon und Siemens Energy zu hoch?

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Bildquelle: pixabay.com

Die globale Wirtschaft befindet sich mitten in einer der größten industriellen Umwälzungen seit der Einführung des Internets. Elektromobilität, KI und Rechenzentren sorgen für einen rasant steigenden Bedarf an Elektrizität. Damit wächst gleichzeitig die Nachfrage nach den Materialien, Komponenten und Infrastrukturen, die diese Entwicklung überhaupt erst ermöglichen. Das kanadische Technologie- und Entwicklungsunternehmen HPQ Silicon fokussiert sich auf neue Verfahren für die Herstellung von Silizium-, Silica- und Batteriematerialien. Jüngst wurden erste Kommerzialisierungserfolge und richtungsweisende Fortschritte bekannt gegeben.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: HPQ SILICON INC | CA40444L1031 | TSXV: HPQ , OTCQB: HPQFF , INFINEON TECH.AG NA O.N. | DE0006231004 , SIEMENS ENERGY AG NA O.N. | DE000ENER6Y0

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Inhaltsverzeichnis:


    HPQ Silicon – Viele Pfeile im Köcher

    Die Investmentstory der Kanadier ist charakterisiert durch die seltene Kombination aus Materialtechnologie, Batterieforschung und industrieller Prozessinnovation. Die Gesellschaft konzentriert sich u.a. auf plasmabasierte Verfahren zur Herstellung von Fumed Silica, einem hochreinen Industriematerial, das in Kosmetik, Pharmazeutika und zahlreichen Spezialanwendungen eingesetzt wird.
    Anfang des Jahres erreichte HPQ mit einem Auftrag über 50 kg Fumed Silica einen wichtigen Kommerzialisierungsmeilenstein. Zudem ist die zuvor gemeldete Absichtserklärung für den Bau einer kommerziellen Fumed-Silica-Anlage bedeutsam. Gemeinsam mit einem Industriepartner, der auch die Finanzierung übernehmen soll, ist eine Produktionsanlage mit einer Jahreskapazität von 1.000 Tonnen geplant.
    Parallel arbeiten die Kanadier über ihre jüngst von 28,4 % auf 36,8 % aufgestockte Beteiligung an der französischen Novacium an Silizium-Anodenmaterialien für Silizium-Ionen-Batterien. Novacium entwickelt neben Batteriematerialien auch Wasserstofftechnologie auf Basis spezieller Silizium-Aluminium-Legierungen.
    Silizium ist Graphit durch eine vielfach höhere Speicherkapazität überlegen. Herausforderung bleibt jedoch, dass Silizium beim Laden und Entladen stark expandiert und schrumpft, was zu Materialermüdung, Kapazitätsverlusten und einer verkürzten Lebensdauer der Batterie führt.
    Hier setzt Novacium an und entwickelt Silizium-basierte Materialien, die die Vorteile von Silizium nutzen und die typischen Nachteile minimieren. Ziel ist es, Batterien mit höherer Energiedichte zu ermöglichen.
    Besondere Aufmerksamkeit erhielten die Testergebnisse mit sogenannten 21700-Zellen. Dieses Format wird heute in zahlreichen Anwendungen eingesetzt. Hier konnte Novacium mit Kapazitäten von über 6.600 mAh beziehungsweise 7.000 mAh die sonst in der Branche üblichen Werte in den Schatten stellen.
    Kürzlich unterzeichnete Novacium eine Absichtserklärung mit GH Technologies über die Lieferung von GEN4-Lithium-Ionen-Zellen und -Batterien in Asien. Dies ist ein entscheidender Schritt, um den riesigen asiatisch-pazifischen Markt zu erschließen.
    Zudem wurde bekannt gegeben, dass Novacium auf der großen kommenden Branchenmesse Eurosatory gemeinsam mit seinen Partnern LN Innov' und Groupe Zekat ein neues integriertes Drohnenantriebssystem (IDPS) vorstellen wird. Auch hier wird ein großer und dynamisch wachsender Markt adressiert. Aktuell ist die Gesellschaft bei einem Kurs von 0,16 CAD mit 78 Mio. CAD bewertet.

    Infineon – Wie weit geht die Kurskorrektur noch?

    Während HPQ Silicon die Materialbasis adressiert, steht Infineon im Zentrum der technologischen Umsetzungen. Die Deutschen zählen weltweit zu den führenden Herstellern von Leistungshalbleitern. Leistungshalbleiter übernehmen dabei die entscheidende Aufgabe, elektrische Energie zu regeln und zu steuern.
    Nachdem die Aktie sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt hat, setzte zuletzt eine leichte Korrektur ein. Analysten hoben kürzlich die Kursziele weiter an, welche teilweise die Marke von 100 EUR überspringen. Stimmrechtsmitteilungen ist jedoch zu entnehmen, dass ein Aufsichtsrat sowie institutionelle Investoren die hohen Kurse zum Verkauf nutzten.
    Dennoch sind die langfristigen Wachstumstrends für Chiphersteller und KI-Akteure intakt. Analysten weisen wiederholt darauf hin, dass die breite Masse die KI-Wachstumsdynamik schlichtweg unterschätzt.

    Siemens Energy – Analysten sind bullish

    Der Konzern gehört unbestritten zu den wichtigsten Anbietern von Energieinfrastruktur weltweit. Das Geschäft brummt und erstreckt sich von Stromübertragungstrassen über Netztechnik bis hin zu Gasturbinen, Wasserstofflösungen und Offshore-Netzanbindungen. Auf Basis glänzender Perspektiven hatte die Gesellschaft vor ein paar Monaten ihre Mittelfristziele deutlich nach oben geschraubt.
    Jüngst wurde das Aktienrückkaufprogramm beschleunigt, welches bis zum Ende des Geschäftsjahres 2027/28 läuft und ein Volumen von 6 Mrd. EUR umfasst. Die Anteilsscheine haben vom Hoch im April deutlich verloren. Bei einem Kursniveau von derzeit rund 150 EUR, machen Analysten ein Aufwärtspotenzial von über 30 % aus. Die durchschnittliche Zielmarke liegt bei 195 EUR.

    Fazit

    HPQ Silicon positioniert sich mit ihrem Geschäftsansatz in gleich mehreren Zukunftsmärkten: Batteriematerialien, Energiespeicher, Wasserstofftechnologie und Hochleistungswerkstoffe. Eine steigende Anzahl von Aufträgen und Partnerschaften belegen die Dynamik des anziehenden Geschäfts. Die Bewertung der Gesellschaft lässt noch deutlich Luft nach oben. Für Infineon und Siemens Energy sind Analysten ebenfalls bullish.


    Interessenskonflikt

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    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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