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20.07.2026 | 04:45

Kritische Infrastruktur und mehr – das sind die unterschätzten Wachstumstreiber für Volatus Aerospace, Hensoldt und Nordex!

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Bildquelle: pixabay.com

Die geopolitischen Spannungen und Kriege haben die Welt verändert. Verteidigungsfähigkeit, Souveränität, Resilienz, Digitalisierung und der Schutz kritischer Infrastruktur stehen heute deshalb im Fokus. Milliarden fließen rund um den Globus in die aufgezählten Felder. Die jüngsten Entwicklungen haben gezeigt, wie entscheidend der Schutz kritischer Infrastruktur gegen Sabotage, Cyberangriffe und militärische Bedrohungen ist. Von diesen Entwicklungen profitiert das kanadische Defense-Tech-Unternehmen Volatus Aerospace. Analysten machen eine deutliche Unterbewertung der Aktie aus.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 | TSXV: FLT , OTCQB: TAKOF , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , NORDEX SE O.N. | DE000A0D6554

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Inhaltsverzeichnis:


    Volatus – Analysten machen ein Upside von über 100 % aus!

    Die Kanadier haben sich erfolgreich als integrierter Anbieter für unbemannte Luftfahrtsysteme, Datenanalyse, Verteidigungstechnologie, Ausbildung und Softwarelösungen positioniert. Damit geht der Ansatz weit über die Geschäftstätigkeit eines klassischen Drohnenherstellers hinaus. Zudem wird ein breites Kundenspektrum bedient, was mehrere Bereiche im kommerziellen Sektor sowie den Militärbereich abdeckt.
    Kritische Infrastruktur nimmt im kommerziellen Sektor einen hohen Stellenwert ein und umfasst deutlich mehr als nur Stromnetze. Windparks, Solarparks, Öl- und Gaspipelines, Datenzentren, Kommunikationsnetze, Häfen, Flughäfen, Bahn etc. sind ebenso Einsatzgebiete. Mit dem Ausbau dieser Infrastruktur und deren zunehmender Bedeutung wächst ebenso der Bedarf an intelligenter Überwachung.
    Entscheidender Wachstumsmotor für Volatus ist jedoch die Verteidigungsindustrie. Die starke Positionierung als NATO-Partner und zunehmende Auftragseingänge charakterisieren die gute Ausgangslage. Besondere Bedeutung besitzen die Verteidigungs- bzw. Drohnenprogramme Nordamerikas. Volatus hat sich für die zweite Phase des U.S. Drone Dominance Program mit einem Volumen von 1,1 Mrd. USD qualifiziert.
    Das Unternehmen punktet mit seiner cloudbasierten und patentgeschützten SaaS-Plattform SKYDRA, die sich auf Drohnenabwehr fokussiert. Ebenso liefert die proprietäre Technologieplattform V-Cortex für autonome Systeme einen großen Nutzen für Kunden. V-Cortex ist eine modulare Architektur welche verschiedenste Bereiche wie Flugsteuerung, Missionsmanagement, KI und Sensoren integrieren kann. Der Clou: Die Lösung ist nicht nur für Drohnen geeignet, sondern auch für unbemannte Boden- und Wasserfahrzeuge. Damit zeichnen sich weitere Wachstumsfelder ab.
    Ebenso haben die Kanadier jüngst mit der Inbetriebnahme eines rund 5.000 Quadratmeter großen Produktions- und Systemintegrationszentrums im heimischen Mirabel, in der Provinz Québec, einen wichtigen Meilenstein erreicht und können die steigende Nachfrage aus diesem Standort heraus bedienen. Eine Vollauslastung des Werks übersetzt sich in einen Jahresumsatz von bis zu 250 Mio. CAD.
    Auch die Zusammenarbeit mit dem kanadisch-ukrainischen Ucan Brave Tech Centre ist richtungsweisend. Im Fokus steht dabei das Ziel, die Entwicklungen von erprobten Technologien aus der Ukraine zu beschleunigen und deren Kommerzialisierung für westliche Industrienationen voranzutreiben.
    Aktuell ist das Unternehmen bei einem Kurs von 0,51 CAD mit 370 Mio. CAD bewertet. Analysten formulieren durchschnittlich ein Kursziel von 1,07 CAD, wobei die optimistischsten Experten die Zielmarke höher bei 1,25 CAD ansetzen. Daraus lässt sich in jedem Fall ein hohes Aufwärtspotenzial ableiten.

    Nordex – Auftragseingang in Q2 übertrifft Markterwartungen

    Die Gesellschaft gehört seit Jahren zu den bekanntesten Herstellern von Windenergieanlagen. Die Anteilsscheine haben vom Hoch Anfang Mai im Bereich von 50 EUR rund ein Fünftel nachgegeben. Zuletzt vorgelegte Daten für den Auftragseingang im zweiten Quartal halfen der Aktie nur kurzfristig. Der Windkraftanlagenbauer hatte bekannt gegeben, dass er im Berichtszeitraum einen Zuwachs von fast einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen konnte. Zudem blieben die Preise stabil.
    Damit konnte Nordex die Markterwartungen übertreffen. Die Experten zeigten sich angesichts dieser News optimistisch, dass der Konzern die selbst gesteckten Ziele im laufenden Geschäftsjahr erreichen werde. Durchschnittlich lautet das Kursziel der Analystengemeinde rund 48 EUR, wodurch sich ein Aufwärtspotenzial von 20 % errechnet.

    Hensoldt – Neue Beteiligung steigert Softwarekompetenz

    Hensoldt gehört zu den wichtigsten europäischen Spezialisten für Sensorik, Radar- und Aufklärungssysteme. Die geopolitische Lage hat den Stellenwert dieser Technologien grundlegend verändert und massiv erhöht. Der Konzern investiert fortwährend in digitale Technologien, KI und automatisierte Auswertungssysteme. Nur so können die erzeugten Datenmengen schnell und intelligent verarbeitet werden.
    Jüngst baute die Gesellschaft mit einer Beteiligung am europäischen Defence-Tech-Unternehmen Project Q ihre Softwarekompetenz deutlich aus. Gemeinsam wollen beide Partner offene Softwarelösungen entwickeln, mit denen Sensoren, Drohnen, Führungs- und Waffensysteme verschiedener Hersteller in einem interoperablen Gesamtsystem vernetzt werden können.
    Während Hensoldt seine Expertise in den Bereichen Sensorik, KI und Multi-Domain-Integration einbringt, steuert Projekt Q seine Open-Source-Plattform sowie weitere essenzielle Lösungen bei. Mit der Beteiligung unterstreichen die Deutschen ihre Strategie, sich von einem klassischen Sensorherstellern zu einem softwarekonzentrierten Systemhaus weiterzuentwickeln.
    Das inzwischen negativ gefärbte Sentiment im Rüstungssektor hat auch die Anteilsscheine von Hensoldt erfasst. Der Titel notiert seit Jahresanfang lediglich leicht im Plus, hat sich somit aber deutlich besser gehalten als die meisten Verteidigungsaktien, deren Performance negativ ist. Aktuell notiert die Aktie bei rund 76 EUR, womit die Gesellschaft mit rund 8,8 Mrd. EUR bewertet ist. Analysten formulieren durchschnittlich ein Kursziel von 90 EUR.

    Fazit

    Volatus Aerospace hat sich in einem rapide wachsenden Markt als integriertes Defense-Tech-Unternehmen mit wiederkehrenden Software- und Trainingsumsätzen erfolgreich positioniert. Viele Partnerschaften geben Rückenwind, angetriebenen von einer strukturell geänderten Geopolitik. Analysten bescheinigen dem Titel Verdopplungspotenzial. Hensoldt entwickelt die Sensorik und die Aufklärungssysteme, mit denen kritische Infrastruktur sowie der Luftraum geschützt werden können. Mit der jüngsten Übernahme verstärken sich die Deutschen in wichtigen Wachstumsfeldern. Nach einem guten Q2-Auftragseingang sind Analysten optimistisch, dass Nordex die Jahresziele erreichen wird und machen eine Unterbewertung aus.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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