27.02.2026 | 04:15
Neuer Anlauf für Gold und Silber, SAP, Nvidia und PayPal – Lahontan Gold wird zur Cash-Maschine!
Die Volatilität im Edelmetall-Sektor ist zuletzt einer Menge von Faktoren geschuldet, welche allesamt auf höhere Preise einzahlen. In den letzten drei Wochen hatten Banken mit Preisen um 75 USD für Silber kurz durchatmen können, doch seit Beginn der Unruhen in Mexiko wittert der Markt eine neue Verknappungs-Situation, diesmal politisch induziert. Gold kann von diesem Szenario profitieren, hatte es erst im Januar mit 5.600 USD ein neues Allzeithoch markiert. Nach diesen starken Anstiegen erfolgte eine Parade-Konsolidierung auf 4.850 USD. Gestern wurde schon wieder die Marke von 5.200 USD gesehen, technische Analysten erwarten temporäre Anstiege bis 7.500 USD als mögliches Overshooting-Ziel. Deutlich angezogen haben auch die Schätzungen der Investmentbanken mit 5.400 USD Goldman Sachs, 6.000 USD Deutsche Bank und Société Generale sowie 6.500 USD J.P. Morgan, die den Goldmarkt in den letzten Jahren zwar gut vorhersagen konnten, mit der aktuellen „Ent-Dollarisierung“ aber noch Nachholbedarf erkennen. Parallel dazu scheinen die heiß gelaufenen Tech-Titel weiteren Korrekturbedarf zu haben. Für Anleger eine Zeit für ertragreiche Umschichtungen.
Lesezeit: ca. 5 Min.
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Autor:
André Will-Laudien
ISIN:
LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 , SAP SE O.N. | DE0007164600 , NVIDIA CORP. DL-_001 | US67066G1040 , PAYPAL HDGS INC.DL-_0001 | US70450Y1038
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Inhaltsverzeichnis:
"[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
Der Autor
André Will-Laudien
Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.
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Lahontan Gold – Reaktivierung einer großen Nevada-Story
Wo sich historisch schon viele Gold- und Silberunzen schürfen ließen, ist im US-Bundesstaat Nevada. Bis Ende 2024 hat Nevada insgesamt über 225 Mio. Unzen Gold aus seinen Lagerstätten gewonnen, hinzu kamen noch eine erkleckliche Menge an Silber, was dem Staat den Beinamen „Silver State“ eingebracht hat. Zusammengenommen prägt dieser langjährige Output die wirtschaftliche und geologische Bedeutung Nevadas im globalen Rohstoffsektor. Die größte Mine vor Ort ist die Ansiedlung Nevada Gold Mines LLC, sie wird von Newmont und Barrick seit 2019 gemeinsam betrieben. In ihrem ersten vollständigen Betriebsjahr erzeugte der Mega-Komplex rund 4,1 Mio. Unzen Gold, was ihn zu einem der größten Einzelproduzenten der Branche macht.
Rund 450 Kilometer entfernt liegt die Liegenschaft Santa Fe, im Besitz des kanadischen Explorers Lahontan Gold. Das Unternehmen unter der Leitung von CEO Kimberly Ann konzentriert seine Aktivitäten auf die mineralreiche Walker Lane im Südwesten des Staates. Die jüngsten Bohrergebnisse aus dem Abschnitt West Santa Fe unterstreichen, dass Lahontan das historische Potenzial nun aktiv bestätigen und erweitern kann. Besonders auffällig ist der hohe Anteil an oxidierter Mineralisierung, welche bereits direkt an der Oberfläche ansetzt und damit günstige Abbaumethoden ermöglicht. Solche Zonen sind für die Wirtschaftlichkeit sehr entscheidend, da sie niedrige Strip Ratios und einfache Aufbereitungstechniken erlauben, die Gesamtkosten je Unze (AISC) also niedrig bleiben. Die Kontinuität der Gehalte über mehrere Bohrungen hinweg deutet zudem auf ein robustes geologisches System hin.
West Santa Fe profitiert zusätzlich von seiner Nähe zur Santa-Fe-Mine, die als zentrales Entwicklungsprojekt des Unternehmens fungiert. Dieser räumliche Zusammenhang eröffnet Synergien bei Infrastruktur, Genehmigungen und späteren Produktionsabläufen. Die Santa-Fe-Mine selbst verfügt über eine umfangreiche historische Produktion, eine Reaktivierung ist daher opportun. Lahontans Fokus liegt auf der schrittweisen Weiterentwicklung bestehender Projekte, flankiert von systematischer Exploration auf Satellitenarealen. Die zuletzt gemeldeten Grade von 0,82 bis 5,75 Gramm pro Tonne Gold auf einem ausgedehnten Korridor bescheinigten sehr gute, bergbaufähige Grade nahe der Oberfläche.
Kimberly Ann, CEO und Präsidentin, kommentiert: „Die jüngst veröffentlichten Bohrergebnisse bestätigen die nördliche Ausdehnung der Edelmetallmineralisierung bei West Santa Fe und bestätigen in Verbindung mit den Ergebnissen anderer Bohrlöcher von Lahontan nun eine Gold- und Silbermineralisierung mit einer Oberflächenausdehnung von 500 mal 350 Metern. Basierend auf den bisherigen Bohrungen variiert die Mächtigkeit der Mineralisierung zwischen etwa 35 und fast 60 Metern, wobei sich diese Mächtigkeit durch Faltungen noch erhöhen könnte.“
Vor dem Hintergrund steigender Goldpreise gewinnt Lahontans Strategie nun zusätzlich an Hebelwirkung. Große Produzenten wie Barrick oder Newmont stehen unter Druck, ihre Reserven zu ersetzen, ohne die Kostenstruktur aus dem Ruder laufen zu lassen. Projekte wie Santa Fe und West Santa Fe erfüllen genau dieses Anforderungsprofil. Damit entwickelt sich Lahontan Gold nicht nur zu einem eigenständigen Entwickler, sondern auch zu einem potenziellen Übernahmekandidaten im fortschreitenden Konsolidierungsprozess der Branche. Die Aktie konnte mit den letzten News binnen weniger Tage von 0,28 auf 0,45 CAD zulegen, die aktuelle Marktkapitalisierung steigt auf über 150 Mio. CAD. Anscheinend haben hier schon einige Investoren den Bleistift gespitzt. Die Rally dürfte durch die exzellenten Bohrergebnisse zügig weitergehen.
IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuck geht dem Investment-Highlight Lahontan Gold auf den Grund und interviewt CEO und Gründerin Kimberly Ann.
SAP versus Nvidia – Cloud-Software im Schatten von Künstlicher Intelligenz
Von Gold zu HighTech – von Dur nach Moll. Ein neuer Liedtext der Börsianer klingt derzeit aus den Börsensälen: „Raus aus Cloud, rein in KI-Infrastruktur“. Die aktuelle Diskrepanz der Themen zeigt sich plastisch am Beispiel SAP versus Nvidia. Zwar lieferte SAP in Q4 solide Gesamtergebnisse mit einem Umsatz von etwa 9,68 Mrd. EUR, trotzdem verharrte der Umsatzzuwachs bei geringen 3,3 %. Enttäuschend fiel das Cloud-Wachstum aus, weshalb die Aktie von 208 auf 162 EUR korrigierte. Analysten bemängeln, dass der Cloud-Auftragsbestand zwar weiterhin erhöht wurde, aber deutlich langsamer vorankommt, als zuvor prognostiziert. Im Gegensatz dazu meldete Nvidia in dieser Woche einen Q4-Rekordumsatz von 68,1 Mrd. USD, was einem Jahresplus von 73 % entspricht. Mit fast 5 Bio. USD Bewertung das teuerste Unternehmen der Welt, machte dabei vor allem in seinem Data-Center-Segment etwa 91 % der Erlöse. In der Bestückung solcher Großrechenzentren ist Nvidia mit seinen extrem schnellen Chiparchitekturen seit einiger Zeit Weltmarktführer. Insgesamt zeigt sich ein Wachstum von 75 % gegenüber Vorjahr und eine weitere Prognose-Anhebung für 2026 wurde vorgenommen. Diese Melodie wollten Börsianer hören und setzten den Nvidia-Kurs wieder hoch auf 196 USD, rund 10 % fehlen noch bis zum Allzeithoch von 215 USD vom Oktober. Während also SAP auf Sicht von 12 Monaten 38 % abgibt, kann Nvidia selbst auf diesem hohen Niveau erneut 49 % hinzugewinnen. Im Bewertungsvergleich freilich erstaunlich, denn der Umsatz 2026e von Nvidia wird mit Faktor 22,5 bewertet, der von SAP hingegen nur mit 4,7. Im KGV stehen sich Größen von 41 und 22 gegenüber. Zurzeit schlägt das KI-Ökosystem also klar etablierte Software-Anbieter - wer sich hier richtig positioniert ist King!
PayPal – Nun klopft Stripe an
Noch eine Meldung aus dem FinTech-Bereich. Die seit einiger Zeit unter Druck geratene PayPal gerät anscheinend in den Fokus potentieller Übernahme-Interessen. In diesen Zusammenhang wird das nicht-börsennotierte Unternehmen Stripe genannt. Laut aktueller Marktgerüchte befinden sich die Verhandlungen noch in einem frühen Stadium, ein effektiver Kauf steht noch nicht im Raum. Nach einem 50 %-Absturz bis Ende Januar, meldete sich die PayPal-Aktie mit einem 25 % Anstieg bis auf rund 48 USD eindrucksvoll zurück. PayPal ist nach der Korrektur nicht mehr hoch bewertet, denn das 2026e KGV sank von 14 auf 8,7. Auf die erwarteten Erlöse gerechnet, zeigt die aktuelle Marktkapitalisierung von 45 Mrd. USD nur eine 1,5-fache Umsatzabbildung. Ein Schnäppchen für den noch privaten US-irischen FinTech Stripe, einer globalen Plattform für Finanzprodukte, die von Start-Ups und Großkonzernen wie Amazon gleichermaßen genutzt wird. Mit einer außerbörslichen Bewertung von ca. 160 Mrd. USD gehört es zu den wertvollsten privaten FinTech-Firmen. PayPal würde Stripe wohl keine technologischen Vorteile bieten, besitzt aber ein Privatkunden- und Händler-Netzwerk von über 430 Mio. Usern, die immerhin einen Jahresumsatz von über 34 Mrd. USD in die Kasse spülen. Allerdings kämpfen die Kalifornier damit, dass wegen der geringen technologischen Tiefe der Plattform, große Marktanteile an Tech-Riesen wie Google Pay, Apple Pay und andere Zahlungsanbieter verloren gehen. PayPal ist bewertungsseitig dennoch hoch interessant.

Die Börse liebt derzeit drei Themen: Rohstoffe, Defense und HighTech. Der Schwerpunkt verlagert sich allerdings von Woche zu Woche. Aktuell dominieren wieder die Nachrichten zu HighTech, damit rücken die zuletzt favorisierten Rüstungstitel wieder in den Hintergrund. Für beide Sektoren sind Lieferketten und Angebotsdefizite bei den Rohstoffen aber schlagend. Deswegen sollten Investoren alle Trends scharf im Auge behalten. Gold- und Silber dürften in so einem fragilen Umfeld zu neuen Sprüngen ansetzen. Lahontan Gold steht wahrscheinlich erst am Anfang einer ausgeprägten Höherbewertung.
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