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13.04.2026 | 05:30

Passives Einkommen leicht gemacht: Nike, RE Royalties und Freenet als Ihre neuen Cash-Quellen

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Bildquelle: pixabay.com

In Zeiten steigender Zinsen, geopolitischer Spannungen und rasanter Digitalisierung suchen Anleger heute nach verlässlichen Einnahmequellen. Dividendenaktien bieten genau das: stetige, regelmäßige Ausschüttungen, die unabhängig von kurzfristigen Kursausschlägen fließen. Sie verwandeln Ihr Portfolio in einen Geldautomaten, der immer wieder zahlt. Wer die richtigen Unternehmen einmal auswählt, kann sich problemlos ein zweites, passives Einkommen aufbauen, ganz ohne tägliches Traden oder Nervenkrieg. Die Erfolgsformel ist klar, auf langjährige Dividendengeschichten setzen. Drei völlig unterschiedliche Werte machen es vor und versprechen wirklich attraktive Renditen: Nike, RE Royalties und Freenet.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NIKE INC. B | US6541061031 , RE ROYALTIES LTD | CA75527Q1081 | TSXV: RE , OTCQX: RROYF , FREENET AG NA O.N. | DE000A0Z2ZZ5

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Inhaltsverzeichnis:


    Nike - zwischen Hoffnung und harten Fakten

    Nikes 3. Quartal lief besser als befürchtet, der Gewinn pro Aktie übertraf mit 0,35 USD die Erwartungen deutlich. Doch der Schein trügt. Das operative Geschäft leidet unter strategischen Einschnitten. Die gezielte Reduzierung alter Lagerbestände bei Kult-Sneakern kostete 5 Prozentpunkte Wachstum. Positiv sticht Nordamerika heraus, wo das Großhandelsgeschäft um 11 % anzog. Der direkte Verkauf an Endkunden schwächelt dagegen mit einem Rückgang von 7 %. Die Bruttomarge fiel auf 40,2 %, belastet durch Zölle und verstärkte Rabattaktionen.

    Während die Heimatregion erste Erfolge zeigt, bleibt die Lage international angespannt. In China erwartet das Management für das 4. Quartal einen Einbruch von rund 20 %, bewusst gesteuert durch reduzierte Auslieferungen und Marktbereinigungen. Auch in Europa läuft es schleppend. Das Geschäft bleibt dort hochgradig von Werbeaktionen abhängig, die Lagerbestände werden voraussichtlich erst zum Quartalsende bereinigt sein. Positiv vermerkt werden das Running-Segment mit über 20 % Wachstum und die neue Mind-Plattform, deren Produktion bereits verdoppelt wurde.

    Für das 4. Quartal stellt das Unternehmen einen Umsatzrückgang von 2-4 % in Aussicht. Erst zum Ende des Kalenderjahres sollen die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sein. Die operative Marge dürfte zunächst weiter unter Druck bleiben, bevor ab dem 2. Quartal 2027 eine Erholung einsetzt. Anleger können sich auf eine stabile Dividendenzahlung von zuletzt 0,41 USD je Aktie verlassen. Es ist das 24. Jahr in Folge mit einer Anhebung. Das entspricht einer Rendite von knapp 3,9 % bei einem derzeitigen Aktienkurs von 42,62 USD.

    RE Royalties - ein stiller Gigant im Schatten der Energiewende

    Man kennt so ein Geschäftsmodell eigentlich aus der Rohstoffbranche. RE Royalties beherrscht es inzwischen perfekt. Statt selbst Windräder oder Solarparks zu bauen, finanziert das Unternehmen Entwickler und kassiert dafür umsatzbasierte Lizenzgebühren und zwar über die komplette Lebensdauer der Projekte hinweg. Das Portfolio? Aktuell gibt es mehr als 120 aktive Royalties aus Solar-, Wind-, Speicher- und Wasserkraftanlagen in Nord- und Südamerika sowie Asien. Für Projektentwickler ist das Modell attraktiv, weil es Kapital liefert, ohne Anteile zu verwässern. Für Aktionäre entsteht ein Strom planbarer, langfristiger Cashflows bei überschaubarem Betriebsrisiko.

    Am 27. März leitete der Vorstand eine formelle Prüfung strategischer Alternativen ein, begleitet von PricewaterhouseCoopers. Im Raum stehen ein Verkauf des Unternehmens, Co-Investments oder eine Optimierung der Kapitalstruktur. Das Management sieht darin den logischen nächsten Schritt nach 10 Jahren Wachstum. Konkret beziffert COO Peter Leighton die Pipeline auf rund 20 Mio. CAD an Absichtserklärungen für hochwertige Projekte, plus weitere 200 Mio. CAD an Investitionsmöglichkeiten, die sich in der Prüfung befinden. Hier wird nicht aus Schwäche gehandelt, sondern um den inneren Wert des Portfolios sichtbar zu machen.

    Die jüngste Anpassung der Dividendenpolitik von vierteljährlich auf eine jährliche Zahlung gibt RE Royalties mehr finanziellen Spielraum. Statt laufender kleiner Ausschüttungen von 0,01 CAD je Quartal kann das Unternehmen Kapital länger binden und in neue Projekte stecken. Die Rendite bleibt mit rund 9,5 % trotz des jüngsten Kursanstiegs attraktiv. Für Aktionäre, die auf die Dekarbonisierung des Energiesektors setzen, bietet sich hier ein spannender Einstiegspunkt. Die strategische Überprüfung könnte der Katalysator sein, der das Unternehmen auf die nächste Wachstumsstufe hebt, ohne den Blick auf eine solide, wenn auch seltener fließende, Dividende zu verlieren. Aktuell notiert die Aktie bei 0,42 CAD.

    Freenet - Rekordwachstum, aber leichte Zielverfehlung

    Der Mobilfunker und TV-Anbieter kann für 2025 auf zwei beeindruckende Rekorde verweisen. Erstmals wurden über 300.000 organische Netto-Neukunden im Postpaid-Bereich gewonnen. Auch waipu.tv lieferte. Das IPTV-Geschäft steigerte sein bereinigtes EBITDA von 0 auf 36 Mio. EUR. Die Konzernkennzahlen blieben mit 515 Mio. EUR EBITDA und 292 Mio. EUR Free Cashflow fast stabil, lagen aber leicht unter den eigenen Prognosen. Ein neuer CEO und ein verschlankter Vorstand treiben nun die Neuausrichtung voran. Das organische Wachstum liegt deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die operative Basis stimmt also, auch wenn die Zielgenauigkeit fehlte.

    Eine bestehende Vereinbarung mit einem Netzbetreiber trübt das Bild. Für 2025 war bereits ein negativer Effekt von 13 Mio. EUR eingepreist. In den Jahren 2026 bis 2028 könnten sogar bis zu 50 Mio. EUR Belastung hinzukommen. Das Management verhandelt aktiv, doch das Risiko bleibt. Gleichzeitig setzt der Konzern auf eine „AI-first“-Strategie, um Prozesse zu automatisieren. Die Integration von mobilezone Deutschland bringt zudem über 240.000 neue Kunden und starke Online-Vertriebskanäle wie Sparhandy. Wie sich die Verhandlungen mit dem Netzpartner entwickeln, bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor für die nächsten Quartale.

    Für 2026 erwartet Freenet ein stabiles bis leicht sinkendes EBITDA zwischen 500 und 530 Mio. EUR. Der IPTV-Bereich soll dagegen weiter zulegen. Bis 2028 hat sich der Vorstand ehrgeizige Ziele gesetzt. Das EBITDA soll bei mindestens 620 Mio. EUR und 340 Mio. EUR Free Cashflow liegen, maßgeblich getrieben von waipu.tv. Die Aktionäre werden daran beteiligt. Die Dividende steigt zum fünften Mal in Folge auf 2,07 EUR je Aktie. Zudem garantiert das Unternehmen für 2026 bis 2028 eine Mindestausschüttung von 2 EUR oder 80 % des Free Cashflows, je nachdem, was höher ist. Momentan kostet eine Aktie 27,52 EUR.


    Nike überzeugt mit einer stabilen, seit 24 Jahren steigenden Dividende, auch wenn der Sanierungsdruck kurzfristig auf die Marge drückt. RE Royalties bietet durch sein einzigartiges Lizenzmodell langfristige Cashflows und eine strategische Neuausrichtung mit fast zweistelliger Rendite. Freenet glänzt mit Rekord-Neukunden und einer garantierten Mindestdividende von 2 EUR bis 2028, wenngleich Netzpartner-Risiken bestehen. Wer verlässliche passive Einkünfte sucht, findet bei diesen drei Werten unterschiedliche, aber solide Ansätze – von klassisch bis innovativ.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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