20.05.2026 | 05:30
Dividende, Übernahmefantasie, Rendite: Newmont, DRC Gold und B2Gold sollte man sich genauer ansehen
Steigende Inflationsängste, anhaltende Konflikte und eine fragile Weltkonjunktur treiben den Goldpreis auf neue Höhen. Davon profitieren nicht nur Minenbetreiber mit etablierter Produktion, sondern vor allem jene Firmen, die in der aktuellen Konsolidierungswelle strategische Vorteile erlangen. Die Branche erlebt einen Fusionsrausch: Schlagkräftige Konzerne stärken ihre Reservenbasis, während kleinere Entwickler zu begehrten Übernahmezielen avancieren. Für Anleger eröffnet sich ein seltenes Zeitfenster – wer jetzt auf die richtigen Papiere setzt, kann von steigenden Bewertungen und möglichen Prämien durch Firmenkäufe doppelt profitieren. Genau diese Gemengelage macht derzeit drei Namen besonders interessant: Newmont, DRC Gold und B2Gold.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , DRC GOLD CORP. | CA23347H1064 | CSE: DRC , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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Newmont - warum Newmont trotz Kursdelle überzeugt
Wer heute auf Gold setzt, muss nicht unbedingt das Edelmetall im Depot haben. Die wahre Geschichte schreibt der größte Förderer der Welt Newmont. Der einzige Goldproduzent im S&P 500 profitiert von einer strukturellen Verschiebung. Zentralbanken kaufen systematisch Gold und ersetzen US-Staatsanleihen. Das ist kein spekulatives Strohfeuer, sondern eine fundamentale Neuausrichtung der globalen Reserven. Bei einem durchschnittlichen Goldpreis von 4.900 USD je Unze im 1. Quartal 2026 und eigenen Gesamtkosten von nur 1.029 USD bleiben Margen jenseits von 3.800 USD pro Unze hängen. So entsteht eine Gelddruckmaschine, die selbst Branchenkenner überrascht.
Das 1. Quartal lieferte trotz Betriebsstörungen Rekordzahlen. Die Fördermenge sank zwar auf 1,3 Mio. Unzen aufgrund von Buschfeuern in Australien und einem Erdbeben in der Cadia-Mine. Dennoch sprang der Umsatz um 46 % auf 7,3 Mrd. USD. Der bereinigte Gewinn je Aktie übertraf mit 2,90 USD alle Prognosen. Noch beeindruckender war ein freier Cashflow von 3,1 Mrd. USD, der höchste Quartalswert der Firmengeschichte. Dazu kamen 9 Mio. Unzen Silber und 30.000 t Kupfer, was das Geschäft weiter diversifiziert. Das Management hält an der Jahresprognose von 5,3 Mio. Unzen Gold fest.
Das Besondere ist der Umgang mit der Liquidität. Nach Abschluss des letzten Rückkaufprogramms über 6 Mrd. USD wurde nahtlos ein neues in gleicher Höhe aufgelegt. Seit dem letzten Quartalsbericht flossen 2,7 Mrd. USD an die Aktionäre zurück durch Rückkäufe und Dividenden. Die quartalsweise Ausschüttung liegt bei 0,26 USD je Aktie. Die Bilanz ist mit einem Nettokassenbestand von 3,2 Mrd. USD so sauber wie lange nicht. Zwar wird das 2. Quartal wegen der Erdbebennachwirkungen schwächer, doch Analysten sehen Kurspotenzial von durchschnittlich 145 USD. Bei einem aktuellen Kurs 109,85 USD bleibt Newmont ein Gewinner des Goldbooms.
DRC Gold - setzt auf den Nordosten der DRC
Ein Name taucht wieder auf im kongolesischen Goldgeschäft: Klaus Eckhof. Der Geologe, der einst die 20 Mio. Unzen Lagerstätte Kibali erschlossen hat, ist zurück – mit einer eigenen Firma und einem Projekt, das direkt neben seinem alten Erfolgsgrundstück liegt. Eckhofs neues Vehikel DRC Gold sicherte sich kürzlich die Rechte am Giro-Projekt. Die Liegenschaft besticht mit einer Zahl, die Branchenkenner aufhorchen lässt. Die historisch ausgewiesenen 4,4 Mio. Unzen nach JORC, liegen lediglich 35 km von Kibali entfernt. Wer weiß, wie Eckhof vorgeht kann sicher sein, dass sich der Geologe nur auf eine Region einschießt, wenn mehr dahinter steckt als nur nettes Gestein.
Die Parallelen zum großen Nachbarn sind geologisch deutlich, auch wenn die Durchschnittsgehalte etwas niedriger ausfallen. Bei einem Goldpreis um die 4.500 USD Marke pro Unze relativiert sich das jedoch schnell. Hinzu kommt ein entscheidender technischer Vorteil. Die Erze lassen sich ohne metallurgische Probleme aufbereiten. Besonders reizvoll ist die Vorgeschichte. Eckhof entwickelte Giro bereits vor Jahren, musste es damals aber abgeben, da der Goldpreis bei mickrigen 1.100 USD stand und niemand das Risiko auf sich nehmen wollte. Heute, zu einem Vielfachen des damaligen Niveaus, wirkt dieser historische Zeitpunkt wie ein verpasster Zug, den der Veteran nun nachholen möchte.
Für Investoren ist ein Detail entscheidend. Die ausgewiesenen Unzen sind historisch, aber noch keine offizielle Ressource nach kanadischem Standard. Genau daran wird mit vollem Tempo gearbeitet. Ein unabhängiger Geologe war bereits vor Ort, das aktualisierte Gutachten soll in wenigen Wochen vorliegen. Das Projekt wurde zudem bereits mit einem hohen zweistelligen Millionen-Budget erkundet. Das senkt das Risiko deutlich im Vergleich zu einer völlig neuen Entdeckung. Wer jetzt einsteigt, setzt auf einen erfahrenen Operator, der in seinem alten Jagdrevier den nächsten Wurf landen will, bevor der Markt die finale Bestätigung sieht. Aktuell notiert die Aktie bei 0,195 CAD, was eine Marktkapitalisierung von rund 21 Mio. CAD bedeutet. Das ist sehr günstig, wenn sich die 4,4 Mio. Unzen bestätigen.

B2Gold - starke operative Basis
B2Gold hat das 1. Quartal 2026 mit einer Produktion von knapp 238.000 Unzen abgeschlossen. Jede der 4 Minen übertraf ihre internen Ziele. Das ist kein Zufall, sondern spricht für solide Planung. Bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von über 4.190 USD je Unze schnellte der Umsatz auf 1,16 Mrd. USD nach oben. Noch wichtiger ist, dass die Kosten unter Kontrolle bleiben. Die sogenannten All-in Sustaining Costs lagen mit 1.964 USD je Unze deutlich unter der Jahresprognose. Die operative Marge ist damit üppig, der Free Cashflow erreichte 362 Mio. USD.
Das Management nutzt die starken Zahlen, um die Bilanz weiter zu stärken. Ende April wurde die revolvierende Kreditlinie über 800 Mio. USD komplett zurückgezahlt. Sie steht nun als Liquiditätspuffer voll zur Verfügung. Zudem flossen aus dem Verkauf des finnischen Anteils an Agnico Eagle 325 Mio. USD in bar. Parallel laufen Aktienrückkäufe. Bereits 20 Mio. Stück wurden für rund 98 Mio. USD eingesammelt. Das signalisiert Selbstvertrauen. Wer auf disziplinierte Kapitalallokation und eine komfortable Liquiditätsdecke Wert legt, findet hier solide Fakten vor.
Der Brand in der Brechanlage der Goose-Mine Mitte April führte zu einer vorübergehenden Produktionsdelle. Im 2. Quartal werden rund 10.000 Unzen weniger erwartet. Die Reparaturen kosten etwa 10 Mio. USD und sollen im 3. Quartal abgeschlossen sein. Trotzdem bleibt die Jahresguidance für Goose von 170.000 bis 230.000 Unzen bestehen. Zudem endet im Juni eine Prepay-Verpflichtung, die bislang einen Großteil der Fekola-Produktion zu einem Preis von nur 2.191 USD band. Ab der zweiten Jahreshälfte fließen die Unzen dann zu Spotpreisen. Das dürfte den Cashflow nochmals ordentlich befeuern. Momentan kostet eine Aktie 4,70 USD.
Der Goldboom schafft ein seltenes Zeitfenster für Anleger. Newmont generiert als Branchenprimus eine beeindruckende Cashflow-Maschine und schüttet über Rückkäufe und Dividende üppig Liquidität aus. DRC Gold bietet mit seinem erfahrenen Management und historischen 4,4 Mio. Unzen eine Übernahmefantasie zu einem winzigen Börsenwert. B2Gold überzeugt mit disziplinierter operativer Basis, tilgte frühzeitig seine Kreditlinie und profitiert ab der zweiten Jahreshälfte von vollen Spotpreisen. Wer auf Margenstärke, Konsolidierung und kluge Kapitalallokation setzt, findet hier drei unterschiedliche, aber gleichermaßen vielversprechende Goldwerte.
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