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12.05.2026 | 05:20

Der Goldsuperzyklus läuft. Lahontan Gold will spätestens 2028 liefern. Drei Vorkommen, eine Aufbereitung. Hier lohnt sich ein genauer Blick!

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Bildquelle: pixabay.com

Drei Goldvorkommen, eine einzige Aufbereitung und eine Logistik, die so simpel ist, dass sie fast banal wirkt. Genau das macht das kanadische Entwicklungsunternehmen Lahontan Gold mit seinen Projekten in Nevada derzeit zu einem interessanten Fall für Anleger, die auf den nächsten Produktionsanlauf wetten wollen. Während andere Projekte an fehlender Infrastruktur oder komplizierten Genehmigungen scheitern, setzt dieser Betreiber auf eine alte Mine mit Vergangenheit, ein Satellit-Projekt direkt um die Ecke und auf Halden, die andere für wertlos hielten. Die Rechnung ist einfach. Die Umsetzung scheint durchdacht.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Das Herzstück Santa Fe

    Das gesamte Vorhaben dreht sich um die Santa Fe Mine, ein Gelände mit bewegter Vergangenheit. Zwischen 1988 und 1994 förderten die damaligen Betreiber dort mehr als 359.000 Unzen Gold und über 700.000 Unzen Silber. Dann kamen niedrige Preise, die Mine schloss. Was blieb, war eine vollständige Infrastruktur aus Straßen, Wasserbrunnen mit allen Rechten und einem eigenen Umspannwerk. Die Aufbereitungsanlagen wurden seinerzeit abgebaut, was sich heute als Vorteil entpuppt. Stückwerk zu sanieren wäre kaum billiger gewesen. Stattdessen kann das Management jetzt komplett neue, effiziente Technik installieren.

    Die aktuellen Ressourcenzahlen lesen sich vielversprechend. Nach einem technischen Bericht weist das Unternehmen für Santa Fe rund 1,54 Mio. Unzen Goldäquivalent angezeigt plus 411.000 Unzen abgeleitet aus. Das spricht für eine solide Bohrlochdichte. Eine aktualisierte Schätzung ist für Mai oder Juni angekündigt. Hinzu kommen frische Bohrergebnisse aus dem Süden der Lagerstätte, die das Potenzial für tiefere Gruben andeuten. Ein Bohrloch traf über 68 m auf 0,45 g/t Goldäquivalent, ein anderes erschloss 41 m mit 0,32 Gramm. Das klingt nach moderaten Gehalten, doch in der Masse und mit niedrigen Betriebskosten wird es wirtschaftlich.

    Der Satellit West Santa Fe

    Der eigentliche Clou der Geschichte liegt jedoch nicht allein in der Hauptmine. Es ist das Zusammenspiel mit einem zweiten Asset, das Investoren aufhorchen lässt. West Santa Fe liegt nur 15 km die Straße runter. Die Bedeutung dieser kurzen Distanz ist kaum zu überschätzen. Jede Unze, die dort gefunden wird, lässt sich einfach per Lkw zur bestehenden Infrastruktur der Santa Fe Mine karren. Keine neue Aufbereitung, keine zusätzliche Genehmigung für eine eigenständige Anlage, kein doppeltes Management. Die Grenzkosten für zusätzliches Material aus dem Satelliten sind verschwindend gering.

    Die Bohrergebnisse aus West Santa Fe bestärken diesen Ansatz. Ein Bohrloch traf auf der Nordzone über fast 55 m auf 1 g/t Goldäquivalent, inklusive eines Abschnitts mit 1,75 g/t auf knapp 17 m. Ein weiteres Bohrloch in der Südzone lieferte 41 m mit 1,94 g/t Goldäquivalent, darunter 9 m mit über 4 g/t. Die Gehalte liegen damit teils über dem, was man aus der Hauptmine kennt. Und das Gestein ist eine durchoxidierte, oberflächennahe Lagerstätte. Perfekt für die kostengünstige Haufenlaugung.

    Die alten Betreiber hatten West Santa Fe bereits in den 1980er Jahren erkundet. Ihre damaligen metallurgischen Tests kamen auf 70 % Goldausbeute und 50 % beim Silber. Jüngste Cyanidlaugungen des aktuellen Managements bestätigten diese Werte und übertrafen sie sogar mit 81 % für Gold und 60 % für Silber. Das Unternehmen hat nun weitere Bohrungen geplant, um die Ausdehnung des Systems nach Osten und in die Tiefe zu testen.

    Die stillen Türme der alten Halden

    Das dritte Asset ist ein stiller Schatz, den viele übersehen. Auf dem Gelände der Santa Fe Mine stehen 4 alte Haufenlaugungstürme aus der Betriebszeit. Damals lag die Abbauwürdigkeitsgrenze hoch. Was heute wie Abfall aussieht, könnte eine versteckte Ressource sein. Mehr als 200.000 Unzen Goldäquivalent sitzen dort nach interner Schätzung. Der erwartete Durchschnittsgehalt liegt bei etwa 0,34 g/t Goldäquivalent.

    Sobald die Genehmigungen vorliegen soll ein Spezialbohrgerät anrollen, ein Sonic Rig, das vibriert statt schlägt. Diese Technik ist wichtig, um die vorhandene Abdichtung der Türme nicht zu beschädigen. 95 kurze Löcher mit einer Gesamtlänge von 1.740 m sind geplant. Das Entscheidende ist, dass das Material bereits zerkleinert vorliegt. Man müsste es nur aufnehmen und auf eine neue Halde bringen. Kein Sprengen, kein Brechen, kein zusätzlicher Energieaufwand. Einfach verladen und erneut laugen. Die ersten Proben aus dem Abraum des nahegelegenen York Tagebaus zeigen ebenfalls interessante Goldgehalte, was das Potenzial dieser bisher vernachlässigten Materialien unterstreicht.

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    Die Ökonomie der einfachen Logistik

    Die ökonomische Logistik dieser drei Assets ist bestechend einfach. Die Hauptmine Santa Fe liefert die kritische Masse und die bestehende Infrastruktur. West Santa Fe liefert hochgradiges Oxidmaterial zu Grenzkosten. Die alten Halden liefern bereits zerkleinertes Material, das praktisch nur noch einmal über die Platten geschickt werden muss. Alle drei Wege münden in dieselbe geplante Aufbereitung. Das senkt das Investitionsrisiko erheblich.

    Das Unternehmen hat kürzlich eine Finanzierungsrunde über etwa 13,6 Mio. CAD abgeschlossen. Die Kasse hält nach eigenen Angaben umgerechnet 11 bis 12 Mio. CAD. Weiteres Geld wird durch Umwandlung von Warrants generiert. Das Unternehmen hat die Fälligkeit der Warrants vorgezogen. Das Geld soll bis weit ins Jahr 2027 reichen, wenn eine Produktionsentscheidung ansteht. Der Plan sieht vor, den Bau mit einer Mischung aus 80 % Fremdkapital und 20 % Eigenkapital zu stemmen. Vier verschiedene Finanzierungsgruppen haben bereits Interesse an einer Darlehensfazilität signalisiert. Die geschätzte Rückzahlungsdauer liegt bei nur 15 bis 18 Monaten.

    Die Betriebsgenehmigung wird für das 1. Quartal 2027 erwartet. Für die reine Bauzeit veranschlagen Vertragsbergleute 4 - 6 Monate. Das bedeutet, dass das Unternehmen im Laufe des 4. Quartals 2027 oder Anfang 2028 produktionsbereit sein sollte. Das ist ein klarer Fahrplan, der auf einer bereits genehmigten Explorationserlaubnis und einer historischen Produktionsstätte basiert.

    Die Aktie notiert aktuell bei 0,40 CAD.

    Chart Lahontan Gold, Stand 10.05.2026 Quelle: Refintiv

    Drei Assets, eine Aufbereitung, eine Logistik. Diese Kombination macht den Unterschied zu den meisten Explorationsgeschichten aus. Während andere Unternehmen erst noch beweisen müssen, ob sich eine Mine überhaupt lohnt, steht hier die Infrastruktur bereits. Das Satellit-Projekt liefert bessere Gehalte als die Hauptmine. Die Halden liefern Material umsonst. Wer auf den nächsten Goldzyklus setzt, bekommt mit Lahontan Gold ein Projekt mit eingebauten Hebeln. Die nächsten Monate bringen die entscheidenden Updates. Der Zeitplan ist ambitioniert, aber die Basis solide.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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