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19.05.2026 | 04:25

Lahontan Gold: Gewinnmitnahmen bieten neue Chance!

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  • Sante Fe Mine
Bildquelle: Lahontan Gold

Der stabile Goldpreis und die derzeitige Beruhigung beim Krieg am Golf helfen vielen Rohstoffaktien. Doch wenn Anleger nicht zu sehr vom Goldpreis abhängig sein wollen, gilt es, in Unternehmen zu investieren, die sich in einer Wachstumsphase befinden. Genau dies ist der Fall bei Lahontan Gold. Die Kanadier entwickeln mit Santa Fe eine historische Goldmine im berühmten Walker-Lane-Trend in Nevada. Das Ziel ist es, eine Produktion von bis zu 80.000 Unzen Gold pro Jahr aufzubauen. Nach dem ersten steilen Anstieg der Aktie ist nun auch charttechnisch eine interessante Situation entstanden. Die Trader scheinen raus zu sein! Es ist Platz für echt Investoren, die mittel- bis langfristig einsteigen wollen.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Tarik Dede
ISIN: LAHONTAN GOLD CORP | CA50732M1014 | TSXV: LG , OTCQB: LGCXF

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Inhaltsverzeichnis:


    Top-Infrastruktur und berühmte Nachbarn

    Der Bundesstaat Nevada im Südwesten der USA ist einer der größten Goldproduzenten der Welt. Dort finden sich eine ganze Reihe von sogenannten Tier-1-Assets, also Goldminen, die mehrere hundert Tausend Unzen pro Jahr produzieren. Angeführt wird die Phalanx an Goldminern vom Nevada Gold Complex, dem Joint-Venture zwischen Barrick Mining und Newmont. Doch an den insgesamt drei großen Mineralisierungstrends in dieser oft staubtrockenen Gegend ist viel Platz für junge Unternehmen wie Lahontan Gold. Die Kanadier explorieren derzeit massiv die historische Santa Fe-Mine am Walker-Lane-Trend. Hier wurde in den Jahren zwischen August 1988 und 1995 bereits das Edelmetall von dem Unternehmen Corona Gold Inc. gefördert. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber im Tagebau abgebaut. Die Goldgehalte in der direkten Umgebung der Mine lagen damals bei etwa 1,0 Gramm je Tonne. In Satelliten-Vorkommen wurden aber auch höhere Werte erreicht. Für den Hintergrund: Da hier das Gestein kostengünstig per Haufenlaugung (Heap Leach) verarbeitet werden kann, gelten Gehalte von 1 Gramm und mehr als extrem hoch und im Tagebau als wirtschaftlich abbaubar. Zudem gilt die Infrastruktur in dieser Region als exzellent. Nevada ist eine etablierte, und eine der besten Bergbau-Jurisdiktionen der Welt. Daher findet sich hier das nötige Umfeld: von ausgebildeten Arbeitern über Energie bis Straßen. So führt der Highway 95 direkt über die Liegenschaft von Lahontan Gold.

    Mehrgleisiges Bohrprogramm: Arbeitsintensives Jahr 2026

    Das aktuelle Explorationsjahr 2026 ist für das Lahontan-Management extrem arbeitsintensiv. Nachdem man sich finanzieren konnte, verfolgt man eine mehrgleisige Strategie. So teilt sich das Bohrprogramm aktuell in zwei Hauptbereiche auf. Das Bohrprogramm auf den historischen Haufenlaugungs-Pads wird im Frühjahr 2026 gestartet und fokussiert nicht auf festes Gestein im Untergrund, sondern auf oberflächennahe, alte Minenrückstände. Dabei kommt das sogenannte Sonic Drilling zum Einsatz, wobei mit hochfrequenten Schallwellen (Vibrationen) gearbeitet wird, was sehr präzise Probenentnahmen ermöglicht. Das Material liegt bereits zerkleinert an der Oberfläche, es fällt also kein "Stripping" (Abtrag von taubem Gestein) an. Wenn die Grade stimmen, kann dieses Material kostengünstig reaktiviert werden, um schnellen Cashflow für den geplanten Produktionsstart 2027 zu generieren.
    Daneben fährt man ein klassisches RC- und Core-Bohrprogramm zur Erweiterung der Ressource. Die bestehende Ressource über 1,9 Mio. Unzen Goldäquivalent soll so vergrößert werden. Im Fokus stehen dabei mehrere Satelliten-Vorkommen wie West Santa Fe, wo Anfang 2026 beispielsweise Abschnitte direkt von der Oberfläche mit 3,11 Gramm Gold je Tonne über 41 Meter gefunden wurden. Da man im vorherigen Bohrprogramm zudem neue Zonen gefunden hat, ist das Potenzial des Vorkommens noch lange nicht ausgeschöpft.

    Neue Ressourcenschätzung und Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA)

    Dieses Jahr dürfte neben den Bohrergebnissen vor allem die neue Ressourcenschätzung die Aktie bewegen. Mit dieser wird es auch eine neue Wirtschaftlichkeitsstudie (PEA; Preliminary Economic Assessment) geben. Die vorherige Analyse stammte aus dem Dezember 2024 und rechnete ab 2027/2028 mit einer jährlichen Produktion von 70.000 bis 80.000 Unzen Gold. Das Minenleben wurde auf acht Jahre taxiert und die Cash-Kosten sollten unter 1.300 USD je Unze liegen. Die Kosten dürften zwar inzwischen gestiegen sein, allerdings wurde damals ein Goldpreis von 1.950 USD als Berechnungsgrundlage unterstellt. Heute notiert er weit über 4.000 USD.

    Charttechnik bietet Chancen

    Bei der Aktie lohnt sich derzeit auch der Blick auf den Chart. So hatte sich das Papier seit Anfang 2025 zeitweise verzwanzigfacht. Allerdings notierte es damals auch bei 2 Cent. Heute kommt Lahontan Gold auf einen Börsenwert von rund 160 Mio. CAD – also kein Micro-Cap mehr, aber auch noch kein Börsenriese! Der Chart liefert aktuell aber durchaus eine Einstiegschance. So befindet sich die Aktie übergeordnet weiterhin in einem mittelfristigen Aufwärtstrend. Sie wird von Bohrergebnissen und der Stärke des Goldpreises getragen. Nach der o. g. Rally aber kam es zu einer technischen Konsolidierung. Zuletzt gab es immer wieder Gewinnmitnahmen, die zeitweise zu starken Tagesausschlägen bei hohen Handelsvolumina führten. Hier sind wohl einige Trader ausgestiegen und haben Kursgewinne realisiert.
    Momentan notiert die Aktie knapp unter der 40 Cent-Marke. Der wichtigste Widerstand befindet sich bei 0,44 CAD. Ein nachhaltiger Ausbruch per Tageschlusskurs über diese Schwelle würde den Weg frei machen für einen massiven Folgeausbruch in Richtung 0,50 CAD und dem 52-Wochen-Hoch bei ca. 0,52 CAD. Solch ein Ausbruch wird in der Regel von guten News aus dem Markt oder vom Unternehmen (Bohrergebnisse) angestoßen. Nach unten hin besteht erst einmal Raum bis 0,35 CAD und weiter tiefer bei 0,28 - 0,29 CAD. Erst ein Rutsch darunter würde das grundsätzlich bullische Chartbild zerstören.


    Fazit: Kurzfristig kann man bei Lahontan Gold auf einen Ausbruch wetten, aber das wäre kein seriöses Investment. Wer einen mittel- bis langfristigen Anlagehorizont mitbringt, kann die aktuellen Kurse für den Aufbau von Positionen nutzen. Wenn Lahontan wie geplant 2027/28 die Produktion aufnimmt, winken deutlich höhere Kurse. Ein höherer Goldpreis würde dann die perfekte Begleitmusik dazu abgeben.


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    Der Autor

    Tarik Dede

    Schon als Primaner in Norddeutschland entwickelte sich seine Begeisterung für den Neuen Markt. Small- und Midcaps standen dabei von Beginn an im Mittelpunkt. Der gelernte Bankkaufmann vertiefte sein Wirtschaftswissen später im Volkswirtschaftsstudium und in verschiedenen Stationen der Frankfurter Finanzbranche. Heute ist er seit über 25 Jahren privat wie beruflich an der Börse aktiv.

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