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13.08.2026 | 05:30

Gold-Fieber steigt: China verbietet Papiergold – jetzt auf Barrick Mining, Desert Gold und B2Gold setzen

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Bildquelle: Pixabay

Die Korrektur bei Gold ist vorbei. Es bahnt sich die nächste Rally an. Die US-Arbeitsmarktdaten waren deutlich schlechter als erwartet und haben die FED-Zinserwartungen deutlich reduziert. Zusätzlich sorgen die anhaltenden Konflikte um die Straße von Hormus für zusätzlichen Preisschub. In China dürfen Privatanleger kein Papiergold mehr besitzen. Gleichzeitig kaufen die Zentralbanken Gold. Diese Gemengelage hat den Preis des Edelmetalls wieder deutlich nach oben getrieben und dabei sind auch technische Chartmarken aus dem Weg geräumt worden, so dass der Weg nach oben frei ist. Wir sehen uns heute mit Barrick Mining, Desert Gold und B2Gold drei Unternehmen an, die von der erneuten Rally profitieren könnten.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE: B , TSX: ABX , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – Einigung mit Newmont

    Am 10. August ging es hoch her bei Barrick Mining. Zunächst konnte nach langen Verhandlungen eine Einigung mit Newmont erzielt werden. Barrick Mining bringt das vielversprechende Fourmile-Projekt in das Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines ein, während Newmont seine Projekte Mike und Fiberline beisteuert. Zusätzlich zahlt Newmont eine einmalige Barkompensation in Höhe von 1,95 Mrd. USD. Damit sind sämtliche Rechtsstreitigkeiten und Blockaden zwischen den Joint Venture Partnern aufgelöst. Der Weg für Barricks geplanten Börsengang eines Teils der nordamerikanischen Goldprojekte ist jetzt frei. Die Umsetzung soll bis Ende 2026 über die Bühne gehen. Mark Hill wird nach der Abspaltung das neue Nordamerika Unternehmen als CEO leiten. Die Analysten sehen den Deal kritisch. Einige halten den Wert, für den Newmont zahlen muss, für zu niedrig, da Fourmile als ein sehr hochwertiges Asset gilt.

    Zudem wurden die Quartalszahlen bekannt gegeben. Die Goldförderung erreichte 796.000 Unzen, was über der eigenen Prognose lag. Das ist ein Plus von 11 % im Vergleich zum Vorquartal. Die Kupferproduktion belief sich auf 56.000 t innerhalb des erwarteten Rahmens. Negativ sind die Gesamtkosten (AISC), denn sie stiegen um 11 % auf 1.866 USD pro Unze. Als Gründe wurden niedrigere Erzgehalte in den Minen, höhere Treibstoffkosten und gestiegene staatliche Lizenzabgaben genannt. Dementsprechend lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei lediglich 0,82 USD und verfehlte damit die Markterwartungen um 0,02 USD. Das Management hält trotz der Belastungen an der Jahresproduktion und Kostenprognose fest und erwartet im zweiten Halbjahr eine operative Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr.

    Die Quartalsdividende beträgt 0,175 USD je Aktie. Zusätzlich wurden im abgelaufenen Quartal Aktien im Wert von rund 1,2 Mrd. USD zurückgekauft. Damit beträgt die kombinierte Ausschüttung aus Dividenden und Aktienrückkäufen rund 1,5 Mrd. USD, was einem Anstieg von 242 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Um organisch weiter zu wachsen, investiert Barrick kräftig. In der Lumwana-Erweiterung in Sambia soll die Kupferproduktion verdoppelt werden. Die erste Förderung ist für Anfang 2028 geplant. Bei Pueblo Viejo laufen Genehmigungs- und Bauarbeiten parallel für die neue Tailings-Lagerstätte. Beim Großprojekt Reko Diq wurde gebremst. Der Bau der Anlage wird nicht wie geplant in diesem Jahr beginnen, was die CapEx-Prognose von 4,2 Mrd. USD auf 3,8 Mrd. USD drückt. Außerdem wurde der Verkauf des Bambadji-Projekts im Senegal an Fortuna Mining für rund 200 Mio. USD bekannt gegeben, was zusätzliche Liquidität in die Kassen spült.

    Desert Gold – vor der Goldproduktion

    Das SMSZ-Projekt von Desert Gold liegt in West-Mali entlang der Senegal-Mali-Scherzone und gilt als eines der ergiebigsten Goldgebiete Westafrikas. Die Liegenschaft erstreckt sich über rund 440 qkm und ist umringt von Branchengrößen wie Barrick Mining, Endeavour Mining oder Allied Gold. Die aktuelle gesamte Mineralressource umfasst rund 1,22 Mio. Unzen und das Management will nun in die Produktion übergehen. Die geplante 200 t pro Tag Gravitationsanlage wurde in China technisch abgenommen und ist auf dem Weg. Die Inbetriebnahme soll stattfinden, sobald die vollständige Ausrüstung geliefert ist.

    Vor Ort auf der Barani East-Zone laufen die Bauvorbereitungen. Auch für die Wasserversorgung wird bereits gesorgt. Ein Bohrprogramm hat 13 Grundwasserziele identifiziert und die erste Bohrung läuft bereits. Die vorläufige wirtschaftliche Bewertung aus November 2025 bei einem angenommenen Goldpreis von 2.850 USD pro Unze lag bei 61 Mio. USD Kapitalwert nach Steuern, bei einer internen Rendite von 57 %. Die geschätzten Gesamtbetriebskosten (AISC) liegen bei 1.137 USD pro Unze, was bei dem aktuellen Goldpreis zu einem starken Cashflow führen würde. Parallel zur Mienenerschließung läuft seit April ein Phase-1 RC-Bohrprogramm über 4.250 m. Dabei werden fünf Prioritätsziele in fünf verschiedenen Zonen getestet. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Zusätzlich ist ein 5.000 m umfassendes Grabenprogramm bei Mogoyafara South in Vorbereitung.

    Neben dem Projekt in Mali hat sich Desert Gold das rund 300 qkm große Tiegba-Projekt in der westlichen Elfenbeinküste gesichert. Ausschlaggebend war eine große Bodenanomalie, die von Newcrest identifiziert, aber nie erbohrt wurde. Diese Anomalie erstreckt sich über circa 4 km Länge und 2 km Breite. Erste Air-Core-Bohrungen über dem Kern der Anomalie sind geplant. Sobald die Goldproduktion in Mali beginnt, schlägt das Unternehmen ein neues Kapitel auf. Es kann die weitere Exploration aus eigenen Mitteln finanzieren und den Wert der Projekte heben. Dann dürfte auch der Aktienkurs anspringen, denn ein Goldproduzent wird höher bewertet als ein reiner Explorer.

    B2Gold – Wachstum und Cashflow Wende

    Produktion von B2Gold lag bei 203.648 Unzen, was einem Umsatz von 789,35 Mio. USD entspricht. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,31 USD, während der bereinigte Gewinn nur 0,03 USD betrug, was auf Sondereffekte, wie beispielsweise den Verkauf in Finnland, zurückzuführen ist. Die Gesamtkosten (AISC) lagen bei 2.356 USD pro verkaufter Unze. Im Vergleich zum Vorjahr sind diese deutlich gestiegen. Der operative Cashflow lag bei 94 Mio. USD. Der freie Cashflow lag im negativen Bereich bei 257.516 USD aufgrund von Steuerzahlungen, Produktionskosten und Prepaid-Lieferungen. Der Verkauf des 70-%-Anteils an FinGold an Agnico Eagle für 325 Mio. USD ist in dieser Zahl nicht enthalten. Zum Quartalsende waren 287 Mio. USD in der Kasse.

    Vom malischen Ministerrat erhielt das Unternehmen die Menankoto-Explorationslizenz. Damit kann das Fekola Regionalprojekt vorangetrieben werden. Das Projekt liegt nur 20 km von der bestehenden Fekola Mühle entfernt und kann dort auch verarbeitet werden. Die vorbereitenden Abraumarbeiten haben bereits begonnen. Nach Hochlauf bis Ende 2027 soll die jährliche Produktion bei mehr als 150.000 Unzen liegen. Bei der Goose-Mine kam es im April zu einem Brand. Die Kosten für die Reparatur werden auf rund 13 Mio. USD beziffert. Bis Ende des 3. Quartals soll die Verarbeitungskapazität auf 3.200 t pro Tag ansteigen.

    Die Masbate Mine auf den Philippinen lieferte 51.039 Unzen und übertraf die Erwartungen. Otjikoto in Namibia produzierte 23.438 Unzen, was ebenfalls über den Erwartungen lag. Die Jahresproduktionsprognose wurde auf 820.000 bis 920.000 Unzen neu festgelegt und liegt damit leicht unter dem vorherigen Maximalwert. Mit Ende Juni ist das Ende der Prepaid-Belastungen gekommen. Sämtliche vertraglich vereinbarte 264.768 Unzen wurden ausgeliefert. Zukünftige Verkäufe erfolgen wieder zu Spotpreisen, was der Haupthebel für den erwarteten Anstieg des freien Cashflows ist. B2Gold kaufte im letzten Quartal 19 Mio. eigene Aktien für rund 92 Mio. USD zurück. Die Quartalsdividende liegt bei 0,02 USD.


    Die Gemengelage könnte für Gold kaum besser sein. Barrick Mining hat sich mit Newmont geeinigt und kann nun seine Nordamerika Projekte an die Börse bringen. Desert Gold steht mit dem SMSZ-Projekt in Mali unmittelbar vor der Produktion und könnte vom hohen Goldpreis überproportional profitieren. B2Gold hat die Prepaid-Belastungen hinter sich gelassen und erwartet nun einen deutlich höheren freien Cashflow, während die Goose-Mine nach dem Brand wieder hochgefahren wird. Alle drei Unternehmen sind unterschiedlich positioniert, bieten aber bei anhaltender Rally jeweils Potenzial.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Der letzte starke Anstieg des Goldpreises hat nicht nur charttechnische Barrieren gebrochen, sondern auch die Dogmen des Finanzmarktes gesprengt. Normalerweise müsste der Goldpreis fallen, wenn die US-Realrenditen ein neues Hoch erreichen. Diesmal laufen sie im Gleichschritt nach oben. Das zeigt das fehlende Vertrauen in die Geldpolitik. Hinzu kommt, dass Papiergold in China verboten worden ist und so die Nachfrage nach dem physischen Edelmetall wächst. Das könnte die nächste Rally langfristig anfachen. Wir sehen uns daher den Branchenprimus Newmont, den kommenden Goldproduzenten Lahontan Gold und Agnico Eagle genauer an.

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    Täglich prasseln Schlagzeilen von Kriegen, Konflikten und menschlichen Dramen auf uns ein, wer hat da noch Lust, an Urlaub zu denken? Doch gerade in solchen Momenten kann das Abschalten wertvoller sein denn je. Investoren navigieren seit Jahren durch ein Labyrinth aus geopolitischer Unsicherheit, doch die Aktienmärkte haben sich bislang erstaunlich resilient gezeigt, denn immer finden sich Branchen, die in Krisenzeiten besonders im Fokus stehen. Edelmetalle wie Gold und Silber haben die Inflationsschübe nach der Corona-Pandemie souverän abgefedert. Historische Daten belegen, dass Gold in allen Inflationsphasen positive Realrenditen erzielte, im langfristigen Durchschnitt rund 6,2 % pro Jahr, bei hoher Teuerung sogar 8,8 %. Der Reisesektor hingegen tanzt auf einer emotionalen Achterbahn: Aktuelle Konflikte, insbesondere im Nahen Osten, führen zu Buchungsrückgängen, steigenden Energiepreisen und Verunsicherung bei Urlaubern wie Anbietern. Ist die Reiseroute zu riskant, muss im letzten Moment umgeplant werden. Doch sobald sich die Lage entspannt, folgen Nachholeffekte. Was in den letzten Jahren funktionierte, steht erneut auf dem Programm: Kaufen, wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint.

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