29.04.2026 | 04:50
Almonty Industries: Wolframpreis auf Rekordniveau, Signal für neue Aktien-Höchststände!
Der Wolframpreis hat mit über 3.200 USD je metrischer Tonne (MTU) einen neuen Höchststand erreicht. Übertreibung oder neue Realität? Vieles deutet auf eine fundamental geänderte langfristige Marktsituation mit hohen Preisen des kritischen Rohstoffs hin. Wolfram ist wegen seiner besonderen Eigenschaften ein essenzieller Rohstoff für viele Industrien, insbesondere für die Verteidigungsbranche aber auch für die Chipindustrie. Die Nachfrage steigt enorm, das Angebot kommt nicht hinterher. China dominiert den Markt mit einem erdrückenden Gewicht von 80 % aber es bahnt sich eine deutliche Verschiebung zu Gunsten der westlichen Industrienationen an. Almonty entwickelt sich zum weltweit größten Wolframproduzenten außerhalb der Volksrepublik. Daher besitzt die Gesellschaft große geopolitische Bedeutung, welche trotz der fulminanten Performance noch nicht ausreichend im Aktienkurs berücksichtigt ist.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Carsten Mainitz
ISIN:
ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Carsten Mainitz
Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.
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Die neue Realität – Gekommen, um zu bleiben
Rohstoffmärkte sind bekannterweise zyklisch. Was sich jedoch in den zurückliegenden Quartalen in einzelnen Teilbereichen ereignet hat, ist ein tiefgreifender struktureller Wandel. Die Dominanz Chinas, welche durch Exportrestriktionen nochmals verstärkt wurde, hat den Finger schmerzlich in die Wunde westlicher Industrienationen gelegt. Lieferketten sind in Gefahr und den ausreichenden Ausbau von Alternativen aus dem Westen stammenden Rohstoffquellen haben fast alle Staaten verschlafen.
Zu Beginn des Jahres kündigte die US-Regierung den Aufbau einer strategischen Reserve für Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe zur Unterstützung der nationalen Technologieindustrie an. Das ist Spiegelbild der neuen Realität in der Rohstoffbranche. Regierungen und Staaten etablieren sich als wichtige Investorengruppe. Sie sind bereit hohe und strategisch motivierte Preise für die Versorgungssicherheit zu bezahlen.
Zudem hat die US-Regierung ab 2027 den Import kritischer Rohstoffe aus China untersagt. Das verschärft nochmals die Kluft zwischen Bedarf und Verfügbarkeit. Aber nicht nur die Verteidigungsindustrie hat einen enormen Bedarf an Wolfram, auch die Chipindustrie ist darauf angewiesen. Für das essenzielle Prozessgas Wolframhexafluorid in der Chipfertigung deuten sich in diesem Jahr massive Lieferengpässe an.
Unglaubliche Margen und was Analysten daraus machen
All diese Entwicklungen spielen Almonty Industries immens in die Karten. Jüngst erreichte die Gesellschaft innerhalb der Phase 1 der Flaggschiff-Mine Sangdong in Südkorea die volle Produktionskapazität. Dieser entscheidende Meilenstein bedeutet, dass nun jährlich 640.000 t Wolframerz verarbeitet werden. Daraus entstehen schlussendlich 2.300 t Wolframerzkonzentrat. Voraussichtlich Ende 2027 greift die zweite Ausbaustufe mit einer wesentlich höheren Produktion. Dann wird die Mine, welche mit 45 Jahren eine extrem lange Laufzeit besitzt, rund 40 % des weltweiten Bedarfs außerhalb Chinas liefern.
Noch beeindruckender ist ein Blick ins Detail. Sangdong wurde so konstruiert, dass selbst bei einem Niedrigpreisumfeld von rund 350 USD je metrischer Tonne (MTU) attraktive Margen erzielt werden können. Jetzt liegt der Preis bei über 3.200 USD je MTU. Analysten basieren ihre Kursziele weiterhin maßgeblich auf einem Preisniveau von rund 1.000 bis 1.500 USD je MTU, was einem Bruchteil des aktuellen Preises entspricht.
Selbst bei diesem Preisniveau gehen Experten davon aus, dass die Gesellschaft bei voller Produktion Nettomargen von 60 % erzielen wird. Dieses phänomenale Niveau dürfte angesichts der deutlich höheren aktuellen Preise in den Schatten gestellt werden. Daher liegt es nahe, dass eine Anpassung der Wolframpreise in Richtung des aktuellen Niveaus zu stark steigenden Cashflows und Gewinnen und in der Konsequenz zu höheren Kurszielen führen sollte. Zudem wird die strategische Prämie der Wolframproduktion von Almonty, welche durch die fundamental gewandelten Marktgegebenheiten und die große geopolitische Bedeutung gegeben ist, bislang unzureichend berücksichtigt.
USA – Die Trumpfkarte
Als weiteren Trumpf hat Unternehmenslenker und Großaktionär, Lewis Black, geschickt die US-Karte gespielt, in mehrfacher Hinsicht. Ende des vergangenen Jahres erwarb Almonty ein fortgeschrittenes Wolfram-Projekt im US-Bundesstaat Montana, welches bereits im zweiten Halbjahr 2026 die Produktion aufnehmen soll. Mit einer US-Produktion positioniert sich die Gesellschaft als eine bevorzugte Lieferquelle für die enorme Nachfrage aus den Vereinigten Staaten.
Wichtig war zudem die Nasdaq-Notierung. Damit wurde die Aktie für einen größeren institutionellen Kreis investierbar. Zielführend konnte Almonty Ende 2025 eine umfangreiche Kapitalerhöhung durchführen und die Nachfrage nach den Anteilsscheinen nahm deutlich zu. Mit einem Cashbestand von nahezu 270 Mio. CAD zum Jahreswechsel ist Almonty komfortabel aufgestellt, um das enorme Wachstum zu stemmen.
Zuletzt verlegte das Unternehmen seinen Sitz in die USA. Das ist mehr als nur ein unbedeutender Verwaltungsakt. Somit werden die Anteilsscheine für einen größeren Kreis von Anlegern investierbar. Zudem wird der Zugang zu Krediten und Subventionen deutlich erleichtert. Die Aktie hat diesen Schritt zurecht honoriert.

Fazit
Es gibt etliche Kaufargumente für die Aktie von Almonty Industries. Offensichtlich sind die neuen Höchstkurse des kritischen Rohstoffs Wolfram. Die Knappheitssituation wird aufgrund der hohen Nachfrage bei einem zu geringen Angebot andauern. Mit zunehmender Produktion, die in absehbarer Zeit rund 40 % des Bedarfs außerhalb Chinas abdecken wird, winken enorme Margen. Dies berücksichtigen die aktuellen Einschätzungen von Analysten bislang lediglich unzureichend. Ebenso wird eine strategische Prämie vor dem Hintergrund des geopolitischen Gewichts und der Ansässigkeit sowie der zukünftigen Produktion in den USA oft ausgeklammert. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich das ändert. Als Konsequenz werden Analysten und Marktteilnehmer die Prognosen und Kursziele nach oben schrauben. Für vorausschauende Anleger eröffnen sich in dieser Phase somit renditeträchtige Chancen.
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