Menü schließen




29.04.2026 | 04:50

Almonty Industries: Wolframpreis auf Rekordniveau, Signal für neue Aktien-Höchststände!

  • Wolfram
  • Kritische Rohstoffe
  • Rohstoffe
  • Lieferketten
  • Geopolitik
  • Verteidigung
  • Rüstungsindustrie
Bildquelle: pixabay.com

Der Wolframpreis hat mit über 3.200 USD je metrischer Tonne (MTU) einen neuen Höchststand erreicht. Übertreibung oder neue Realität? Vieles deutet auf eine fundamental geänderte langfristige Marktsituation mit hohen Preisen des kritischen Rohstoffs hin. Wolfram ist wegen seiner besonderen Eigenschaften ein essenzieller Rohstoff für viele Industrien, insbesondere für die Verteidigungsbranche aber auch für die Chipindustrie. Die Nachfrage steigt enorm, das Angebot kommt nicht hinterher. China dominiert den Markt mit einem erdrückenden Gewicht von 80 % aber es bahnt sich eine deutliche Verschiebung zu Gunsten der westlichen Industrienationen an. Almonty entwickelt sich zum weltweit größten Wolframproduzenten außerhalb der Volksrepublik. Daher besitzt die Gesellschaft große geopolitische Bedeutung, welche trotz der fulminanten Performance noch nicht ausreichend im Aktienkurs berücksichtigt ist.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 | TSX: AII , NASDAQ: ALM , ASX: AII

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Die neue Realität – Gekommen, um zu bleiben

    Rohstoffmärkte sind bekannterweise zyklisch. Was sich jedoch in den zurückliegenden Quartalen in einzelnen Teilbereichen ereignet hat, ist ein tiefgreifender struktureller Wandel. Die Dominanz Chinas, welche durch Exportrestriktionen nochmals verstärkt wurde, hat den Finger schmerzlich in die Wunde westlicher Industrienationen gelegt. Lieferketten sind in Gefahr und den ausreichenden Ausbau von Alternativen aus dem Westen stammenden Rohstoffquellen haben fast alle Staaten verschlafen.
    Zu Beginn des Jahres kündigte die US-Regierung den Aufbau einer strategischen Reserve für Seltene Erden und andere kritische Rohstoffe zur Unterstützung der nationalen Technologieindustrie an. Das ist Spiegelbild der neuen Realität in der Rohstoffbranche. Regierungen und Staaten etablieren sich als wichtige Investorengruppe. Sie sind bereit hohe und strategisch motivierte Preise für die Versorgungssicherheit zu bezahlen.
    Zudem hat die US-Regierung ab 2027 den Import kritischer Rohstoffe aus China untersagt. Das verschärft nochmals die Kluft zwischen Bedarf und Verfügbarkeit. Aber nicht nur die Verteidigungsindustrie hat einen enormen Bedarf an Wolfram, auch die Chipindustrie ist darauf angewiesen. Für das essenzielle Prozessgas Wolframhexafluorid in der Chipfertigung deuten sich in diesem Jahr massive Lieferengpässe an.

    Unglaubliche Margen und was Analysten daraus machen

    All diese Entwicklungen spielen Almonty Industries immens in die Karten. Jüngst erreichte die Gesellschaft innerhalb der Phase 1 der Flaggschiff-Mine Sangdong in Südkorea die volle Produktionskapazität. Dieser entscheidende Meilenstein bedeutet, dass nun jährlich 640.000 t Wolframerz verarbeitet werden. Daraus entstehen schlussendlich 2.300 t Wolframerzkonzentrat. Voraussichtlich Ende 2027 greift die zweite Ausbaustufe mit einer wesentlich höheren Produktion. Dann wird die Mine, welche mit 45 Jahren eine extrem lange Laufzeit besitzt, rund 40 % des weltweiten Bedarfs außerhalb Chinas liefern.
    Noch beeindruckender ist ein Blick ins Detail. Sangdong wurde so konstruiert, dass selbst bei einem Niedrigpreisumfeld von rund 350 USD je metrischer Tonne (MTU) attraktive Margen erzielt werden können. Jetzt liegt der Preis bei über 3.200 USD je MTU. Analysten basieren ihre Kursziele weiterhin maßgeblich auf einem Preisniveau von rund 1.000 bis 1.500 USD je MTU, was einem Bruchteil des aktuellen Preises entspricht.
    Selbst bei diesem Preisniveau gehen Experten davon aus, dass die Gesellschaft bei voller Produktion Nettomargen von 60 % erzielen wird. Dieses phänomenale Niveau dürfte angesichts der deutlich höheren aktuellen Preise in den Schatten gestellt werden. Daher liegt es nahe, dass eine Anpassung der Wolframpreise in Richtung des aktuellen Niveaus zu stark steigenden Cashflows und Gewinnen und in der Konsequenz zu höheren Kurszielen führen sollte. Zudem wird die strategische Prämie der Wolframproduktion von Almonty, welche durch die fundamental gewandelten Marktgegebenheiten und die große geopolitische Bedeutung gegeben ist, bislang unzureichend berücksichtigt.

    USA – Die Trumpfkarte

    Als weiteren Trumpf hat Unternehmenslenker und Großaktionär, Lewis Black, geschickt die US-Karte gespielt, in mehrfacher Hinsicht. Ende des vergangenen Jahres erwarb Almonty ein fortgeschrittenes Wolfram-Projekt im US-Bundesstaat Montana, welches bereits im zweiten Halbjahr 2026 die Produktion aufnehmen soll. Mit einer US-Produktion positioniert sich die Gesellschaft als eine bevorzugte Lieferquelle für die enorme Nachfrage aus den Vereinigten Staaten.
    Wichtig war zudem die Nasdaq-Notierung. Damit wurde die Aktie für einen größeren institutionellen Kreis investierbar. Zielführend konnte Almonty Ende 2025 eine umfangreiche Kapitalerhöhung durchführen und die Nachfrage nach den Anteilsscheinen nahm deutlich zu. Mit einem Cashbestand von nahezu 270 Mio. CAD zum Jahreswechsel ist Almonty komfortabel aufgestellt, um das enorme Wachstum zu stemmen.
    Zuletzt verlegte das Unternehmen seinen Sitz in die USA. Das ist mehr als nur ein unbedeutender Verwaltungsakt. Somit werden die Anteilsscheine für einen größeren Kreis von Anlegern investierbar. Zudem wird der Zugang zu Krediten und Subventionen deutlich erleichtert. Die Aktie hat diesen Schritt zurecht honoriert.

    https://youtu.be/yKWEA8oMgKQ

    Wann kommt die nächste Aufwärtsbewegung der Almonty-Aktie?

    Fazit

    Es gibt etliche Kaufargumente für die Aktie von Almonty Industries. Offensichtlich sind die neuen Höchstkurse des kritischen Rohstoffs Wolfram. Die Knappheitssituation wird aufgrund der hohen Nachfrage bei einem zu geringen Angebot andauern. Mit zunehmender Produktion, die in absehbarer Zeit rund 40 % des Bedarfs außerhalb Chinas abdecken wird, winken enorme Margen. Dies berücksichtigen die aktuellen Einschätzungen von Analysten bislang lediglich unzureichend. Ebenso wird eine strategische Prämie vor dem Hintergrund des geopolitischen Gewichts und der Ansässigkeit sowie der zukünftigen Produktion in den USA oft ausgeklammert. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sich das ändert. Als Konsequenz werden Analysten und Marktteilnehmer die Prognosen und Kursziele nach oben schrauben. Für vorausschauende Anleger eröffnen sich in dieser Phase somit renditeträchtige Chancen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) derzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen hält bzw. halten und auf deren Kursentwicklungen spekulieren. Sie beabsichtigen insofern Aktien oder andere Finanzinstrumente der Unternehmen zu veräußern bzw. zu erwerben (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.
    Es besteht insofern ein konkreter Interessenkonflikt bei der Berichterstattung zu den Unternehmen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.
    Es besteht auch aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.
    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Jens Castner vom 29.04.2026 | 05:55

    Drohnen-Taktik: AeroVironment, Volatus Aerospace oder DroneShield – wer hebt wieder ab?

    • Drohnen
    • Rüstungsindustrie
    • AeroVironment
    • Volatus Aerospace
    • DroneShield

    Der Börse ist nicht verborgen geblieben, dass Drohnen in der modernen Kriegsführung eine Schlüsselrolle spielen. Alles, was mit unbemannter Luftfahrt zu tun hat, wurde zeitweise gekauft, als gäbe es kein Morgen. Doch seit Herbst 2025 ist der Höhenflug vorbei. Selbst auf gute Nachrichten reagieren die Kurse kaum mehr – Folge der hohen Bewertungen. Werden Aktien wie AeroVironment, Volatus Aerospace und DroneShield wieder abheben? Und – falls ja – macht es mehr Sinn, in Unternehmen zu investieren, die Drohnen herstellen, oder in solche, die sie abschießen?

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 29.04.2026 | 04:00

    Gold pfeift auf die Ölkrise – wo stecken die Gewinner? Barrick Mining, DRC Gold und Occidental Petroleum im Fokus

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Afrika
    • Öl und Gas
    • Exploration

    Die Börse zeigt sich von der volatilen Seite. Gold bleibt dennoch cool, obwohl der Nahostkonflikt eskaliert und die Preise an den Zapfsäulen spürbar nach oben schießen. Während Öl einmal mehr zum geopolitischen Zündstoff wird, setzt das Edelmetall ein bemerkenswertes Zeichen der Stabilität und trotzt dem rauen Wind der Krise. An den Börsen schwankt die Stimmung zwischen Nervosität und Opportunismus, doch genau hier entstehen oft die spannendsten Chancen. Anleger fragen sich beinahe täglich: Ist das die Ruhe vor dem nächsten Sturm oder der Beginn einer neuen Erholungs-Rally? Im Fokus der Investoren stehen Branchengrößen wie Barrick Mining, wachstumsstarke Newcomer wie DRC Gold und der heimliche Gewinner der Ölkrise Occidental Petroleum. Wer profitiert wie viel von diesem explosiven Mix? Klar ist: In diesem Umfeld werden Trends schneller gedreht, als viele Portfolios reagieren können.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 28.04.2026 | 05:00

    KI-Infrastruktur und Bergbau-Daten: Der Dreiklang von Meta, Anthropic und Aspermont

    • Rohstoffe
    • Rechenzentren
    • Lieferketten
    • KI

    Die Weltwirtschaft erlebt aktuell eine tiefgreifende Transformation: Während die vergangenen zwei Jahrzehnte primär von der Skalierbarkeit von Software geprägt waren, wird das kommende Jahrzehnt durch die Verfügbarkeit von handfesten Rohstoffen definiert. Der unersättliche Energiehunger der künstlichen Intelligenz (KI), gepaart mit den ambitionierten Zielen in der Raumfahrt und der Kernfusion haben einen neuen Ressourcen-Wettlauf eingeläutet: Hyperscaler wie Meta Platforms und KI-Pioniere wie Anthropic stehen dabei im Zentrum, da ihr Bedarf an Rechenleistung und stabiler Energieversorgung in direktem Zusammenhang mit der Verfügbarkeit kritischer Rohstoffe steht. In diesem Zusammenspiel aus Hochtechnologie und Geopolitik werden fundierte Informationen zum wertvollen Gut. Unternehmen wie Aspermont sichern mit ihren Datenschätzen die notwendige Transparenz in der Lieferkette. Wir beleuchten den neuen Rohstoff-Hype und zeigen Chancen auf.

    Zum Kommentar