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17.08.2020 | 05:50

Barrick Gold, Desert Gold, SolGold – Buffett’s Berkshire gibt den Startschuss

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Als am Freitagabend nachbörslich die Meldung über die Ticker lief, dass einer der reichsten Menschen der Welt von Banken auf Gold umsteigt, dann hätte das an sich schon Beachtung erhalten. Aber, dass ausgerechnet Warren Buffett mit seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway nun in den Goldsektor investiert, hat für die Investment Community eine ganz andere Qualität. Buffett hat es stets abgelehnt in Gold zu investieren, diese neue Einstellung zum Edelmetall wird der Startschuss einer Rallye durch neue Investorenkreise sein. Neben Amazon, Apple, Facebook, Google, Microsoft und Tesla, gehören offensichtlich auch Goldaktien ins Depot. Eine spannende Börsenwoche mit Kaufgelegenheiten beginnt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
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Inhaltsverzeichnis:


    Gold ist die älteste Währung

    In den vergangenen Jahren war das Thema Gold nur in kleinen Anlegerkreisen präsent und bei Value Investoren mehr oder weniger verpönt. Mittlerweile ist viel passiert und Gold Unternehmen verdienen viel Geld. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls ist in den vergangenen 16 Monaten von unter 1.300,00 USD auf über 2.000,00 USD gestiegen. Mit diesem Preisanstieg auf ein neues historisches Niveau, verdienen Produzenten wie Barrick Gold sehr viel Geld. Aus diesem Grund hat Warren Buffett auch fast 21 Mio. Aktien dieses Unternehmens gekauft und hält nun rund 1,2% des Produzenten. Der Börsenwert von Barrick lag am Freitag bei 63,3 Mrd. CAD.

    Notenbanken befeuert Nachfrage

    Bislang war das Interesse für den Goldsektor trotz des Preisanstiegs des Edelmetalls bei privaten und kleinen Anlegern in Europa und Nordamerika kaum vorhanden. Mit der richtungsweisenden Entscheidung von Buffett, dass Goldaktien in ein Value Depot gehören, wird das Interesse für diesen Sektor steigen – und aus einem wichtigen Grund, denn durch die Erhöhung der Geldmenge durch die Notenbanken müssen immer mehr Investoren mit dem Edelmetall ihr Vermögen gegen Wertverlust absichern.

    Angebot von Gold wird spürbar sinken

    Neben dem Tabubruch von Buffett wird aber in Zukunft auch das sinkende Angebot von Gold die Märkte beschäftigen. Die Reserven der größten Goldproduzenten sind bereits seit 2012 um 34% gesunken. Darüber hinaus wird im Jahr 2020 das Produktionspeak der größten Bergbauunternehmen mit rund 118 Mio. Unzen Gold erwartet. Bis 2029 wird ein jährlicher Rückgang auf rund 65 Mio. Unzen prognostiziert - dieser Rückgang von etwa 45% wird die Branche gravierend verändern.

    Profitieren werden nicht nur die großen Produzenten, wie Barrick Gold und Newmont, sondern auch kleinere Unternehmen, wie Desert Gold Ventures und SolGold. Bei schrumpfenden Reserven müssen die Produzenten erfolgreiche Explorationsunternehmen übernehmen, um auch in Zukunft abbauen zu können. Der hohe Goldpreis spült derzeit aber auch jede Menge Liquidität in die Kriegskasse.

    Übernahmekandidat für Barrick

    Desert Gold Ventures ist in Westafrika in der Nähe einer Mine von Barrick Gold auf der Suche nach weiteren Goldvorkommen. Das Unternehmen hat bereits an mehreren Stellen der über 400 km2 großen Projekte Gold nachgewiesen und wird zeitnah die Ergebnisse des jüngsten Bohrprogramms bekanntgeben. Das Management von Desert Gold plant in den vorhandenen Strukturen bis zu sechs Mio. Unzen nachzuweisen, um anschließend von einem Produzenten übernommen zu werden. Im Jahr 2018 wurden in Afrika, als der Goldmarkt noch bei rund 1.200,00 USD pro Unze im Keller war, mehr als 200,00 USD pro Unze im Boden bei Übernahmen bezahlt.

    Es ist nicht viel Vorstellungskraft erforderlich, um einschätzen zu können, welche Bedeutung der Preisanstieg von Gold auf den möglichen Übernahmekurs von Desert Gold haben wird. Der Börsenwert des Unternehmens lag am Freitag bei 31,5 Mio. CAD und bei einer Übernahme besteht aus heutiger Sicht die Chance auf eine Vervielfachung des Einsatzes.

    Riese mit Vorkommen in Equador

    SolGold ist bereits ein anderes Kaliber, denn das Unternehmen hat in den vergangenen zehn Jahren rund zehn Prozent des weltweit neu entdeckten Goldes nachgewiesen. Der Börsenwert von SolGold beläuft sich auf 836,6 Mio. CAD - mit ausreichend Potenzial nach oben, denn seit 2012 hat das Unternehmen in Equador eine Kupfer-Gold-Lagerstätte mit 21,7 Mio. Unzen Gold, 9,9 Mio. Tonnen Kupfer und 92,2 Mio. Unzen Silber auf dem Alpala-Projekt definiert. Es wurden mittlerweile 13 Projekte identifiziert, die SolGold mit Hilfe des bei Alpala erstellten Explorationsplans rasch vorantreiben will, um die anderen regionalen Projekte zu fördern.

    Als Platzhirsch ist SolGold zudem das einzige Unternehmen der Welt, das über eine Pipeline von Möglichkeiten mit derselben Geologie, demselben regulatorischen, steuerlichen und sozialen Umfeld verfügt. Vor dem Hintergrund, dass der Börsenwert des Unternehmens noch unter einer Mrd. CAD liegt und sich zahlreiche Projekte in der Pipeline befinden, dürfe der Wert von SolGold bei einer Übernahme deutlich höher liegen.


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    Der Autor

    Mario Hose

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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