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02.03.2026 | 05:20

Die Kosten sind der Schlüssel: Wie Barrick Mining, Kobo Resources und B2Gold Ihnen Rekordmargen bescheren

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Bildquelle: pixabay.com

Die Rekordjagd des Goldpreises kennt kein Halten mehr. Während die Edelmetallmärkte von geopolitischen Spannungen und Zinssenkungserwartungen befeuert werden, zeichnet sich unter der Oberfläche ein entscheidender Wandel ab. Die Ära der einfachen Gewinne in etablierten Minenregionen neigt sich dem Ende zu. Steigende Förderkosten und schrumpfende Gehalte setzen die Margen vieler Produzenten unter Druck. Die eigentlichen Gewinner sind jene, die Projekte in Afrika haben. Ein genauer Blick auf die operative Basis von Barrick Mining, Kobo Resources und B2Gold offenbart, warum genau diese Unternehmen das Potenzial haben, den laufenden Goldrausch in bare Münze zu verwandeln.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , KOBO RESOURCES INC | CA49990B1040 , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – auf Wachstumskurs

    Für Anleger gab es bei Barrick Mining gleich mehrere erfreuliche Nachrichten vom afrikanischen Kontinent. Der langwierige Konflikt mit der Regierung in Mali um die profitable Loulo-Gounkoto-Mine ist endgültig beigelegt. Nach einer Einigung und der Zahlung einer Ausgleichssumme im Herbst wurde die Betriebslizenz nun um weitere 10 Jahre verlängert. Eine aktuelle Machbarkeitsstudie bestätigt zudem langfristig wirtschaftlich abbaubare Reserven, die dem Unternehmen Planungssicherheit für die nächsten anderthalb Jahrzehnte geben. Damit ist ein erhebliches geopolitisches Risiko vom Tisch, und eine der wertvollsten Produktionsstätten des Konzerns läuft wieder stabil.

    Doch der tiefgreifendste Wandel findet auf strategischer Ebene statt. Barrick positioniert sich neu und will künftig verstärkt als Produzent von Kupfer wahrgenommen werden, einem Schlüsselrohstoff der Energiewende. Parallel dazu treibt das Management die geplante Ausgliederung der nordamerikanischen Top-Standorte in eine eigenständige Gesellschaft namens NewCo voran. Ziel ist es, den Bewertungsabschlag loszuwerden, der durch die Vermischung stabiler US-Minen mit riskanteren Förderstätten entsteht. Für Anleger verspricht dieser Schritt mehr Klarheit und könnte den fairen Wert der einzelnen Unternehmensteile besser abbilden.

    Die elegante Neuaufstellung hat jedoch einen gewaltigen Haken und droht am Widerstand des Joint-Venture-Partners Newmont zu scheitern. Newmont wirft Barrick vor, Personal und Ausrüstung aus der gemeinsamen Nevada Gold Mines abzuziehen, um das eigene Nachbarprojekt Fourmile voranzutreiben. Die Produktion des Gemeinschaftsunternehmens sei dadurch zuletzt massiv eingebrochen. Da Fourmile ein Kernstück der geplanten "NewCo" ist, könnte Newmont seine Zustimmung zum Börsengang verweigern. Ausgerechnet der Befreiungsschlag droht so zum Stolperstein zu werden. Die Aktie ist derzeit für 50,74 USD zu haben.

    Kobo Resources - neue Bohrergebnisse untermauern das Potenzial

    Kobo Resources kommt bei der Erschließung seines Goldprojekts Kossou in der Elfenbeinküste zügig voran. Das Augenmerk liegt derzeit auf zwei besonders vielversprechenden Zonen, Jagger und Road Cut. In der Jagger-Zone hat sich auf über 1 km Streichlänge eine bis zu 100 m breite Scherzone mit hochgradigen Goldabschnitten herauskristallisiert. Die Road Cut-Zone überzeugt durch ihre klare strukturelle Kontinuität entlang einer sogenannten Contact Zone Fault. Mehr als 40.000 Bohrmeter hat das Unternehmen hier bereits niedergebracht. Der Standortvorteil ist beachtlich. Die benachbarte Yaouré-Mine von Perseus ist nur wenige Kilometer entfernt, und die vorhandene Infrastruktur senkt die Bohrkosten spürbar. Das macht Kossou zu einem zunehmend interessanten Projekt, auch für mögliche strategische Partner.

    Die am 9. Februar vorgelegten Ergebnisse aus 6 neuen Diamantbohrungen sind ein weiterer Beleg für das wachsende Potenzial von Kossou. An der Road Cut Zone gelang es, die Mineralisierung entlang der Contact Zone Fault mehr als 150 m unter der Oberfläche nachzuweisen. Bohrung KDD0142 durchteufte gleich mehrere mineralisierte Abschnitte, darunter 11 m mit 1,54 g/t Gold. An der Jagger-Zone bestätigte Bohrung KDD0138 mit 13 m bei 1,77 g/t die vertikale Ausdehnung und lieferte mit einem hochgradigen Intervall von 26 g/t Gold auf 2 m einen echten Glanzpunkt. Dass beide Zonen in der Tiefe und entlang des Streichens weiter offenbleiben, spricht für das Potenzial des Gesamtsystems. Die geplante erste Ressourcenschätzung wurde bewusst ins 2. Quartal verschoben, um diese starken Ergebnisse noch berücksichtigen zu können.

    Kobo ist für die nächsten Schritte gut aufgestellt. Eine Privatplatzierung über rund 287.000 CAD mit dem langjährigen Partner Rockstone Drilling stärkt die Kasse für die laufenden Programme. Bei etwa 105 Mio. ausstehenden Aktien und einem Insider-Anteil von rund 35 % sitzt das Management im selben Boot wie die Aktionäre, was positiv zu werten ist. Neben der Kernarbeit in Kossou wartet mit der Kotobi-Lizenz bereits das nächste Projekt auf den Bohrstart. Das Engagement vor Ort zeigt sich auch beim Kobo Cup, der die Verbindung zu den Nachbardörfern stärkt. Die Analysten von atrium research haben die Aktie zum Kauf mit einem Kursziel von 0,60 CAD empfohlen. Aktuell notiert die Aktie bei 0,30 CAD.

    (youtube: youtube.com/watch

    B2Gold - Rekordjahr mit operativen Baustellen

    B2Gold hat 2025 einen Meilenstein geknackt. Erstmals in der Firmengeschichte überschritt der Umsatz die Marke von 3 Mrd. USD. Möglich machte dies ein Mix aus solider Produktion von rund 980.000 Unzen und dem starken Goldpreisumfeld. Das eigentliche Highlight für Investoren liegt jedoch im Detail und heißt Goose. Die neue Mine in Nunavut erreichte im Oktober die kommerzielle Produktion und steuerte im Schlussquartal knapp 39.000 Unzen bei, ein entscheidender Schritt zur geografischen Diversifizierung weg von den afrikanischen Kernmärkten. Denn in Mali, dem Herzstück des Konzerns, war die Situation durch die Barrick-Geschichte angespannt.

    Zwar läuft die Fekola-Mine stabil, doch die dringend erwartete Fördergenehmigung für das regionale Anschlussprojekt lässt weiter auf sich warten. B2Gold rechnet zwar im 1. Halbjahr 2026 mit der Freigabe, was zusätzliche 60.000 bis 80.000 Unzen bringen würde. Doch die wiederholten Verzögerungen zeigen, wie anfällig das Geschäft in der Sahelzone für bürokratische Hürden und die Neuausrichtung des Bergbaurechts geblieben ist. Trotz der Rekordumsätze müssen Anleger genauer hinschauen. Der Ausblick für 2026 fällt mit 820.000 bis 970.000 Unzen verhaltener aus als das Vorjahr. Grund dafür sind planmäßige Rückgänge in Namibia und Mali, die durch die Hochlaufphase von Goose erst im Laufe des Jahres kompensiert werden sollen.

    Hinzu kommen Kinderkrankheiten in der kanadischen Mine. Probleme mit der Brechanlage bremsten den Hochlauf, weshalb das Unternehmen in zusätzliche Optimierungen investieren muss. Finanziell bleibt der Konzern dennoch auf soliden Füßen. Mit 380 Mio. USD in der Kasse und einer ungenutzten Kreditlinie von 750 Mio. USD besteht ausreichend Spielraum für die anstehenden Investitionen. Gleichzeitig signalisiert der fortgesetzte Aktienrückkauf, dass das Management den aktuellen Kurs für unterbewertet hält. Momentan kostet eine Aktie 6,16 USD.


    Während der Goldpreis neue Höhen erklimmt, entscheidet die Kostenkontrolle über Rekordmargen. Barrick Mining hat die Probleme in Mali gelöst, doch der interne Streit mit Partner Newmont überschattet die geplante Neuaufstellung. Kobo Resources untermauert mit starken Bohrergebnissen in der stabilen Elfenbeinküste das Potenzial seines Projekts Kossou. B2Gold durchbricht erstmals die Umsatzmarke von 3 Mrd. USD, muss aber parallel die Kinderkrankheiten der neuen Goose-Mine in Kanada sowie anhaltende Verzögerungen in Mali managen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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