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16.01.2024 | 06:00

Commerzbank, Globex Mining, Vonovia – Zinsen, Rohstoffe, Immobilien wo ist das meiste Potenzial?

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Bildquelle: pixabay.com

Will man sein Geld angelegen, hat man als Investor vielfältige Möglichkeiten. Dabei sind die persönlichen Vorlieben und die unterschiedliche Risikobereitschaft von entscheidender Bedeutung. Wählt man die Sicherheit einer Bank mit festen Zinsprodukten oder wagt man sich auf das potenziell lukrative Terrain der Rohstoffmärkte, wo man sich zwischen Gold, Öl und vielen weiteren Optionen entscheiden muss? Die dritte Option wären Immobilien, deren Besitz mit Wertstabilität und Inflationsschutz gleichgesetzt wird. Experten empfehlen einen Mix aus den verschiedenen Bereichen, um Schwankungen abzufedern. Wir sehen uns aus jedem Bereich ein interessantes Unternehmen an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

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Inhaltsverzeichnis:


    Commerzbank - Übernahmegerüchte

    Seitdem die Zinsen gestiegen sind, lohnt es sich auch wieder mehr sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Die Commerzbank gibt darauf aktuell 3,25 % Zinsen. Am Jahresanfang waren es noch 3,5 %. Seit der Zinswende hat das Geschäft der Commerzbank deutlich an Fahrt aufgenommen. Das scheint auch der Deutschen Bank nicht entgangen zu sein. Laut einem Bericht von Bloomberg sondiert die Deutsche Bank mögliche Übernahmekandidaten. Darunter soll sich auch die Commerzbank befinden. Nach der Übernahme der Postbank wäre es die 2. deutsche Bank die man sich einverleiben würde. Damit wäre eine deutsche Großbank geschaffen.

    Die Commerzbank selbst dürfte in 2023 rund 2 Mrd. EUR Gewinn erwirtschaftet haben. Der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr wird am 19. März erwartet. Der Konzern feilt derweil weiter an der Transformation für die Zukunft. Gemäß der Meldung vom 11. Januar hat die Commerzbank mit dem US-Unternehmen Global Payments ein Gemeinschaftsunternehmen namens Commerz Globalpay GmbH gegründet, um digitale Bezahlprodukte für Unternehmerkunden anzubieten. Die Commerzbank hält 49 % der Anteile, während Global Payments 51 % besitzt. Damit will die Commerzbank in erster Linie eine Bezahlfunktion via Handy für seine Firmenkunden anbieten.

    Ob der Bund noch lange Aktionär der Commerzbank sein wird, ist zumindest in Frage zu stellen. Gerüchten zufolge sucht die Bundesregierung Optionen, um die Haushaltslöcher zu stopfen. Ein Verkauf von Unternehmensbeteiligungen könnte dabei helfen. Löcher stopfen muss die Commerzbank nicht mehr. Im Gegenteil, die Bank hat die Genehmigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über 600 Mio. EUR erhalten, das bereits am 10. Januar gestartet ist. Die Übernahmegerüchte ließen die Aktie am Montag den 15. Januar bis auf 11,63 EUR steigen. Seitdem drückten Verkäufe die Aktie bis auf 11,51 EUR nach unten.

    Globex Mining – bietet ein umfangreiches Rohstoff Portfolio

    Es gibt sehr viele Rohstoffe. Will man in Rohstoffe investieren kommen einem sofort Gold und Öl in den Sinn, doch die Palette ist breit gestreut. Auf welchen Rohstoff soll man setzen? Die Alternative heißt Globex Mining (Globex). Das kanadische Unternehmen besitzt 232 unterschiedliche Projekte mit Edel-, Basis-, Poly- und Spezialmetallen sowie Mineralien. Seit 2015 hat man über 100 Projekte erworben, ohne Schulden zu machen. Diese Grundstücke werden veroptioniert oder in seltenen Fällen ganz verkauft. Dafür erhält das Unternehmen Cash, Aktien, Optionen und evtl. Lizenzgebühren. Derzeit gibt es für 90 Liegenschaften die Option auf Lizenzgebühren sobald diese in Produktion sind.

    Am 8. Januar hat sich die Infini Resources aus Australien die Rechte für das Uranprojekt Des Herbiers erworben. Dafür erhielt Globex abschließend 200.000 CAD, sowie 1.672.427 Aktien von Infini Resources. Davon abgesehen behält Globex eine 3 % Bruttometall-Lizenzgebühr, die auf 2 % sinken kann, wenn Infini noch einmal 1 Mio. CAD bezahlt. Am 9. Januar wurde bekannt, dass das ehemalige Labyrinth-Projekt von Globex weiterveräußert wurde. An den Lizenzgebühren ändert sich nichts. Globex behält eine 5 % Bruttometall-Lizenzgebühr für die ersten 25.000 Unzen aller auf dem Grundstück produzierten Metalle einschließlich Gold und Silber und eine 3 % Nettometall-Lizenzgebühr für die Zeit danach.

    Aufgrund der Vielzahl der Projekte gibt es stetig neue Nachrichten. Zuletzt testete Emperor Metals ein Tagebau-Konzept auf dem Duquesne-West Goldgrundstück von Globex. Die Bohrergebnisse zeigen einen potenziellen Tagebau mit einer Tiefe von 400 m und einer Fläche von 1,8 km mal 0,8 km. Bei den Bohrungen lagen die Goldwerte zwischen 0,4 und 12,17 g/t Gold. Für das Unternehmen spricht, dass es aus eigener Kraft wächst, ohne dabei Schulden zu machen. Die Aktie konnte sich im November aus ihrer Seitwärtsphase befreien, notiert aktuell bei 0,88 CAD und kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von gerade einmal 50,8 Mio. CAD. Je Liegenschaft sind das rund 219.000 CAD.

    Vonovia – Aussichten sind rosig

    Wer sein Geld in Immobilien anlegen möchte, kann das mit Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia tun. Im Gegensatz zur Commerzbank waren die steigenden Zinsen Gift für den Aktienkurs, der seit Januar 2023 eine Achterbahnfahrt hingelegt hat. Von 28,72 EUR ging es bis auf 15,27 EUR nach unten. Die Investoren hatten Angst, dass es aufgrund der gestiegenen Zinsen schwierig werden würde, die Schulden neu zu finanzieren. Hinzu kamen Inflationsängste, dass die Mieter möglicherweise ihre Nebenkosten nicht mehr würden zahlen können. Nach der Übertreibung nach unten setzte die Aktie wieder zum Höhenflug an. Mitte Dezember wurde mit 29,09 EUR ein neues Jahreshoch im Xetrahandel markiert.

    Am 11. Januar hat der Konzern seine Finanzsituation weiter gestärkt indem er erstmals eine Anleihe über 400 Mio. GBP am britischen Finanzmarkt ausgegeben hat, um neue Investoren zu gewinnen. Die Anleihe war mehr als 8-fach überzeichnet. Mit dem Geld sollen ab 2025 fällige Finanzierungen abgelöst werden. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind gut, denn die Mieten steigen noch immer stark an. Davor warnte der Deutsche Mieterbund bereits, doch ein Ende ist nicht in Sicht. Es fehlen hunderttausende Wohnungen und bei den derzeitigen Bauvorschriften und hohen Zinsen lohnt sich ein Neubau derzeit kaum.

    Durch die steigenden Zinsen sollten auch die Gewinne von Vonovia weiter ansteigen. Am 15. März wollen die Bochumer ihre Zahlen für das Jahr 2023 vorlegen. Schon jetzt lässt sich sagen, dass die Aktie, die momentan bei 27,69 EUR noch deutlich unter dem Nettovermögenswert von 50 EUR pro Aktie liegt, unterbewertet scheint. Seit Dezember gab es 3 Kaufempfehlungen mit Kurszielen zwischen 34,00 und 36,40 EUR. Lediglich Jefferies setzte den Wert auf Verkaufen mit einem Kursziel von 22 EUR. Sollte es zu einer Zinssenkung kommen, wie es die Mehrzahl der Marktteilnehmer antizipiert, werden die Immobilientitel wieder gesucht.


    Alle drei vorgestellten Unternehmen laufen gut. Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihren Gewinn deutlich gesteigert und investiert auch in digitale Bezahlsysteme, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Globex Mining hat ein breites Portfolio und dürfte von den steigenden Gold- und Rohstoffpreisen langfristig profitieren. Dabei wächst das Unternehmen und ist schuldenfrei. Vonovia hat noch einige Schulden, aber zuletzt konnte man sich 400 Mio. Pfund sichern und die steigenden Mieten in Deutschland spielen dem Konzern in die Karten.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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