Menü schließen




16.01.2024 | 06:00

Commerzbank, Globex Mining, Vonovia – Zinsen, Rohstoffe, Immobilien wo ist das meiste Potenzial?

  • Commerzbank
  • Zinsen
  • Aktienrückkaufprogramm
  • Globex Mining
  • Rohstoffe
  • Gold
  • Uran
  • Vonovia
  • Immobilien
  • Finanzierung
  • steigende Mieten
Bildquelle: pixabay.com

Will man sein Geld angelegen, hat man als Investor vielfältige Möglichkeiten. Dabei sind die persönlichen Vorlieben und die unterschiedliche Risikobereitschaft von entscheidender Bedeutung. Wählt man die Sicherheit einer Bank mit festen Zinsprodukten oder wagt man sich auf das potenziell lukrative Terrain der Rohstoffmärkte, wo man sich zwischen Gold, Öl und vielen weiteren Optionen entscheiden muss? Die dritte Option wären Immobilien, deren Besitz mit Wertstabilität und Inflationsschutz gleichgesetzt wird. Experten empfehlen einen Mix aus den verschiedenen Bereichen, um Schwankungen abzufedern. Wir sehen uns aus jedem Bereich ein interessantes Unternehmen an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: COMMERZBANK AG | DE000CBK1001 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , VONOVIA SE NA O.N. | DE000A1ML7J1

Hole Dir die spannenden Kommentare direkt als Newsletter per E-Mail.

Jetzt kostenlos abonnieren

Inhaltsverzeichnis:


    Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG
    "[...] Die Dominanz Chinas ist unter anderem ein Grund dafür, weswegen wir uns so stark auf dem Wolfram-Markt engagieren. Hier sind rund 85% der Produktion in chinesischer Hand. [...]" Dr. Thomas Gutschlag, CEO, Deutsche Rohstoff AG

    Zum Interview

     

    Commerzbank - Übernahmegerüchte

    Seitdem die Zinsen gestiegen sind, lohnt es sich auch wieder mehr sein Geld auf ein Tagesgeldkonto zu legen. Die Commerzbank gibt darauf aktuell 3,25 % Zinsen. Am Jahresanfang waren es noch 3,5 %. Seit der Zinswende hat das Geschäft der Commerzbank deutlich an Fahrt aufgenommen. Das scheint auch der Deutschen Bank nicht entgangen zu sein. Laut einem Bericht von Bloomberg sondiert die Deutsche Bank mögliche Übernahmekandidaten. Darunter soll sich auch die Commerzbank befinden. Nach der Übernahme der Postbank wäre es die 2. deutsche Bank die man sich einverleiben würde. Damit wäre eine deutsche Großbank geschaffen.

    Die Commerzbank selbst dürfte in 2023 rund 2 Mrd. EUR Gewinn erwirtschaftet haben. Der Geschäftsbericht für das vergangene Jahr wird am 19. März erwartet. Der Konzern feilt derweil weiter an der Transformation für die Zukunft. Gemäß der Meldung vom 11. Januar hat die Commerzbank mit dem US-Unternehmen Global Payments ein Gemeinschaftsunternehmen namens Commerz Globalpay GmbH gegründet, um digitale Bezahlprodukte für Unternehmerkunden anzubieten. Die Commerzbank hält 49 % der Anteile, während Global Payments 51 % besitzt. Damit will die Commerzbank in erster Linie eine Bezahlfunktion via Handy für seine Firmenkunden anbieten.

    Ob der Bund noch lange Aktionär der Commerzbank sein wird, ist zumindest in Frage zu stellen. Gerüchten zufolge sucht die Bundesregierung Optionen, um die Haushaltslöcher zu stopfen. Ein Verkauf von Unternehmensbeteiligungen könnte dabei helfen. Löcher stopfen muss die Commerzbank nicht mehr. Im Gegenteil, die Bank hat die Genehmigung für ein neues Aktienrückkaufprogramm über 600 Mio. EUR erhalten, das bereits am 10. Januar gestartet ist. Die Übernahmegerüchte ließen die Aktie am Montag den 15. Januar bis auf 11,63 EUR steigen. Seitdem drückten Verkäufe die Aktie bis auf 11,51 EUR nach unten.

    Globex Mining – bietet ein umfangreiches Rohstoff Portfolio

    Es gibt sehr viele Rohstoffe. Will man in Rohstoffe investieren kommen einem sofort Gold und Öl in den Sinn, doch die Palette ist breit gestreut. Auf welchen Rohstoff soll man setzen? Die Alternative heißt Globex Mining (Globex). Das kanadische Unternehmen besitzt 232 unterschiedliche Projekte mit Edel-, Basis-, Poly- und Spezialmetallen sowie Mineralien. Seit 2015 hat man über 100 Projekte erworben, ohne Schulden zu machen. Diese Grundstücke werden veroptioniert oder in seltenen Fällen ganz verkauft. Dafür erhält das Unternehmen Cash, Aktien, Optionen und evtl. Lizenzgebühren. Derzeit gibt es für 90 Liegenschaften die Option auf Lizenzgebühren sobald diese in Produktion sind.

    Am 8. Januar hat sich die Infini Resources aus Australien die Rechte für das Uranprojekt Des Herbiers erworben. Dafür erhielt Globex abschließend 200.000 CAD, sowie 1.672.427 Aktien von Infini Resources. Davon abgesehen behält Globex eine 3 % Bruttometall-Lizenzgebühr, die auf 2 % sinken kann, wenn Infini noch einmal 1 Mio. CAD bezahlt. Am 9. Januar wurde bekannt, dass das ehemalige Labyrinth-Projekt von Globex weiterveräußert wurde. An den Lizenzgebühren ändert sich nichts. Globex behält eine 5 % Bruttometall-Lizenzgebühr für die ersten 25.000 Unzen aller auf dem Grundstück produzierten Metalle einschließlich Gold und Silber und eine 3 % Nettometall-Lizenzgebühr für die Zeit danach.

    Aufgrund der Vielzahl der Projekte gibt es stetig neue Nachrichten. Zuletzt testete Emperor Metals ein Tagebau-Konzept auf dem Duquesne-West Goldgrundstück von Globex. Die Bohrergebnisse zeigen einen potenziellen Tagebau mit einer Tiefe von 400 m und einer Fläche von 1,8 km mal 0,8 km. Bei den Bohrungen lagen die Goldwerte zwischen 0,4 und 12,17 g/t Gold. Für das Unternehmen spricht, dass es aus eigener Kraft wächst, ohne dabei Schulden zu machen. Die Aktie konnte sich im November aus ihrer Seitwärtsphase befreien, notiert aktuell bei 0,88 CAD und kommt damit auf eine Marktkapitalisierung von gerade einmal 50,8 Mio. CAD. Je Liegenschaft sind das rund 219.000 CAD.

    Vonovia – Aussichten sind rosig

    Wer sein Geld in Immobilien anlegen möchte, kann das mit Deutschlands größtem Wohnungskonzern Vonovia tun. Im Gegensatz zur Commerzbank waren die steigenden Zinsen Gift für den Aktienkurs, der seit Januar 2023 eine Achterbahnfahrt hingelegt hat. Von 28,72 EUR ging es bis auf 15,27 EUR nach unten. Die Investoren hatten Angst, dass es aufgrund der gestiegenen Zinsen schwierig werden würde, die Schulden neu zu finanzieren. Hinzu kamen Inflationsängste, dass die Mieter möglicherweise ihre Nebenkosten nicht mehr würden zahlen können. Nach der Übertreibung nach unten setzte die Aktie wieder zum Höhenflug an. Mitte Dezember wurde mit 29,09 EUR ein neues Jahreshoch im Xetrahandel markiert.

    Am 11. Januar hat der Konzern seine Finanzsituation weiter gestärkt indem er erstmals eine Anleihe über 400 Mio. GBP am britischen Finanzmarkt ausgegeben hat, um neue Investoren zu gewinnen. Die Anleihe war mehr als 8-fach überzeichnet. Mit dem Geld sollen ab 2025 fällige Finanzierungen abgelöst werden. Die Aussichten für die nächsten Jahre sind gut, denn die Mieten steigen noch immer stark an. Davor warnte der Deutsche Mieterbund bereits, doch ein Ende ist nicht in Sicht. Es fehlen hunderttausende Wohnungen und bei den derzeitigen Bauvorschriften und hohen Zinsen lohnt sich ein Neubau derzeit kaum.

    Durch die steigenden Zinsen sollten auch die Gewinne von Vonovia weiter ansteigen. Am 15. März wollen die Bochumer ihre Zahlen für das Jahr 2023 vorlegen. Schon jetzt lässt sich sagen, dass die Aktie, die momentan bei 27,69 EUR noch deutlich unter dem Nettovermögenswert von 50 EUR pro Aktie liegt, unterbewertet scheint. Seit Dezember gab es 3 Kaufempfehlungen mit Kurszielen zwischen 34,00 und 36,40 EUR. Lediglich Jefferies setzte den Wert auf Verkaufen mit einem Kursziel von 22 EUR. Sollte es zu einer Zinssenkung kommen, wie es die Mehrzahl der Marktteilnehmer antizipiert, werden die Immobilientitel wieder gesucht.


    Alle drei vorgestellten Unternehmen laufen gut. Die Commerzbank hat im vergangenen Jahr ihren Gewinn deutlich gesteigert und investiert auch in digitale Bezahlsysteme, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Globex Mining hat ein breites Portfolio und dürfte von den steigenden Gold- und Rohstoffpreisen langfristig profitieren. Dabei wächst das Unternehmen und ist schuldenfrei. Vonovia hat noch einige Schulden, aber zuletzt konnte man sich 400 Mio. Pfund sichern und die steigenden Mieten in Deutschland spielen dem Konzern in die Karten.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.kapitalerhoehungen.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.

    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 28.02.2024 | 04:45

    E-Mobilität versus Verbrenner: Tesla und BYD strudeln, Mercedes-Benz und Globex Mining en vogue!

    • Automobile
    • E-Mobilität
    • Klimawende
    • Rohstoffe

    Das Tesla-Werk in Brandenburg leitet verschmutztes Abwasser in die Kanäle ein. Zulässige Grenzwerte bei Phosphor und Stickstoff werden um bis das Sechsfache überschritten. Elon Musk hat auf die Vorwürfe noch gar nicht reagiert, denn er plant emsig an der Erweiterung seiner Produktionsstätte. Würden die Behörden hier durchgreifen, könnte das Werk auch einem Produktionsstopp unterliegen, bis die schädlichen Quellen beseitigt sind. Wieder einmal prallen Umweltschutz und die Klimadebatte auf den Egoismus ausländischer Produzenten, für die geltende EU-Rechte offensichtlich nicht auf dem Radar stehen. Die Wasserdebatte ist nämlich wirklich nicht neu. Anliegende Gemeinden haben seit Inbetriebnahme des Werks in Grünheide mit einem Absinken des Grundwasserspiegels zu kämpfen, weil das Werk eine unzulässige Menge an Wasser entnimmt. Wem Tesla damit unsympathisch ist, der sucht nach anderen Möglichkeiten im Automobil-Sektor!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 27.02.2024 | 05:10

    BYD, Edison Lithium, Nikola – Elektromobilität weiter auf dem Vormarsch

    • Elektromobilität
    • Wasserstoff
    • Rohstoffe

    Die Bundesregierung hat mit dem Stopp der Umweltprämie einen drastischen Rückgang der Neuzulassungen von Elektroautos in Deutschland verursacht. Nach knapp 55.000 mit Batterie betriebenen Fahrzeugen im Dezember sank die Zahl im ersten Monat des Jahres auf 22.500. Der prozentuale Anteil der Elektromobile an den gesamten Neuzulassungen stürzte laut dem ADAC unter Berufung auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamts von 22,6 % auf 10,5 % ab. Deutlich positiver sieht dagegen die Lage außerhalb Deutschlands aus. In den USA wurden 2023 rund 1.120.000 Neuzulassungen registriert, ein Wachstum von 54 %. Der mit weitem Abstand größte Markt bleibt mit 6,66 Mio. verkauften Stromern China. Auch hier zeigt die Wachstumskurve mit 24 % weiter nach oben.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 19.02.2024 | 05:10

    Renk, Manuka Resources, Airbus mit explosiven News

    • Märkte
    • Zahlen
    • Rohstoffe

    Der deutsche Leitindex DAX hat es in dieser Woche geschafft. Er konnte die Marke von 17.000 Punkten deutlich überspringen und ein neues Allzeithoch bei 17.198,50 Punkten erklimmen. Nach einem schwachen 2023er IPO-Jahr in Deutschland, in dem lediglich drei Unternehmen den Gang an die Börse wagten, setzte die Renk Group mit einem Raketenstart zudem ein Ausrufezeichen. Ob das hohe Niveau im DAX gehalten werden kann, hängt in der kommenden Woche auch von Allianz, Fresenius sowie Heidelberg Materials ab, die ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr offenlegen.

    Zum Kommentar