27.04.2026 | 05:30
Der Verteidigungsboom ist ungebrochen: RENK Group, Antimony Resources, Lockheed Martin
Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.
Geopolitische Verwerfungen verändern die Spielregeln globaler Märkte. Neben den aktuellen Kriegsschauplätzen sind Japans historische Aufstockung seiner Militärausgaben, oder der Kampf um Grönland Symptome eines neuen Wettrüstens. Für Anleger eröffnen sich dadurch außergewöhnliche Chancen, wenn sie frühzeitig die richtigen Nischen besetzen. Entscheidend sind drei Hebel: hochpräzise Antriebstechnik für Panzer und Schiffe, strategische Metalle wie Antimon für Munition und Sensoren sowie überlegene Systemintegration bei Kampfflugzeugen und Raketen. Genau diese Felder beackern drei unterschiedliche Unternehmen, die das Potenzial haben, überdurchschnittliche Renditen zu liefern: RENK Group, Antimony Resources und Lockheed Martin.
Lesezeit: ca. 4 Min.
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Autor:
Armin Schulz
ISIN:
RENK Group AG | DE000RENK730 , ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , LOCKHEED MARTIN DL 1 | US5398301094
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Armin Schulz
Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.
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RENK Group - Rekordaufträge, Cashflow-Delle und ein US-Vorstoß
Der Augsburger Antriebsspezialist steckt mitten in einem geopolitischen Doppeleffekt. Einerseits füllen NATO-Programme die Auftragsbücher. Derzeit sind 6,68 Mrd. EUR im Bestand, mehr als das Vierfache des Jahresumsatzes. Neue Orders für Panzergetriebe und unbemannte Marinesysteme untermauern die langfristige Sichtbarkeit bis weit in die 2030er. Andererseits bremst die Realität: Verspätete Anzahlungen und Rechnungen ließen den freien Cashflow 2025 auf nur 67 Mio. EUR schrumpfen. Das Management spricht von temporären Verschiebungen, doch der Markt bleibt skeptisch. Die Schere zwischen buchhalterischem Gewinn und operativer Liquidität ist der wunde Punkt. Anleger müssen genau hinschauen, ob sich der Zahlungsstau bis zum Sommer auflöst.
Besonders ärgerlich für Investoren sind die von Berlin blockierten Lieferungen nach Israel, wodurch RENK 80-100 Mio. EUR Umsatz in diesem Jahr gefährdet sieht. Die Antwort ist radikal, aber folgerichtig. Der Konzern investiert 150 Mio. USD in einen US-Standort in Michigan. Damit umgeht man künftig deutsche Genehmigungshürden und bindet sich direkt an amerikanische Rüstungsprogramme. Das Risiko besteht in hohen Vorlaufkosten und neuen Marktabhängigkeiten. Doch ohne diesen Schritt wären die Exportchancen in die größte Militärmacht der Welt stark beschnitten. Analysten sehen darin zwar strategische Weitsicht, aber auch kurzfristigen Druck auf die Cash-Generierung.
Drei Termine bringen die nächsten Signale. Am 6. Mai legt Renk die Q1-Zahlen vor. Dann zeigt sich, ob die verschobenen 200 Mio. EUR Umsatz aus dem Vorjahr tatsächlich realisiert wurden. Die Hauptversammlung am 10. Juni bringt eine satte Dividendensteigerung von 38 % auf 0,58 EUR je Aktie. Und der NATO-Gipfel in Ankara könnte neue Impulse für Verteidigungsausgaben liefern. Die Analysten sind gespalten. Die einen sehen strukturelles Wachstum, die anderen warnen vor zyklischen Risiken und einer bereits hochgezinsten Erwartung. Der Auftragsbestand gibt Rückenwind, doch die Bewertung bleibt ambitioniert. Derzeit ist die Aktie für 54,25 EUR zu haben.
Antimony Resources – der strategische Rohstoff Antimon
Die wenigsten Anleger hatten Antimon auf dem Radar, bis vor einem Jahr. Das Halbmetall steckt in praktisch jeder Munition, in Nachtsichtgeräten und als Flammschutzmittel in Militärausrüstung. Ohne Antimon läuft in der Verteidigungstechnik wenig. Das Problem ist nur: China und Russland kontrollieren den Großteil der Förderung. Nachdem Peking die Exporte 2024 drastisch eingeschränkt hat, sind die Preise 2025 auf rund 60.000 USD pro Tonne explodiert. Genau hier kommt Antimony Resources ins Spiel. Deren Bald-Hill-Projekt in New Brunswick gilt als eine der höchstgradigen Antimon-Lagerstätten Nordamerikas und bietet eine echte Alternative zu den angespannten Lieferketten, auch wenn die Antimonpreise in diesem Jahr konsolidiert haben.
Die jüngsten Bohrergebnisse untermauern das Potenzial der Liegenschaft. Im April meldete das Unternehmen den Abschluss von über 8.000 m eines 10.000 m Definitionsprogramms auf der Hauptzone. Bohrloch BH-25-34 lieferte über 7 m hinweg 4,38 % Antimon, darunter eine Kernzone mit fast 10 %. Die Mineralisierung wurde über 700 m Streichlänge und bis 400 m Tiefe nachgewiesen und bleibt in alle Richtungen offen. Parallel dazu entdeckten die Geologen beim Bau von Zufahrtswegen drei neue Zonen, darunter die Marcus-Zone mit massivem Stibnit an der Oberfläche über 80 m Länge.
Die nächsten Monate bringen entscheidende Meilensteine. SRK Consulting arbeitet bereits an der ersten Ressourcenschätzung, die für den Frühsommer erwartet wird. Gleichzeitig laufen mit GEMTEC die vorbereitenden Studien für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Gespräche mit der Provinzregierung von New Brunswick haben begonnen, die Genehmigungsverfahren straffen will. Finanziell ist das Unternehmen gut unterwegs. Nach einer Kapitalerhöhung im Dezember sitzt man auf ausreichend Cash, um die geplanten Arbeiten durchzuziehen. Für Anleger, die auf strategische Rohstoffe setzen, bleibt Antimony Resources damit einer der interessantesten nordamerikanischen Explorer. Aktuell notiert die Aktie bei 1,12 CAD.

Lockheed Martin - Auftragsrekord trifft auf Produktionsstau
Wer die Bücher des Rüstungsriesen Lockheed Martin durchblättert, sieht ein sattes Auftragspolster von 186 Mrd. USD. Doch auf dem Betriebsgelände stockt das Geschäft. Von den hochmodernen F-35-Kampfjets gingen im 1. Quartal nur 32 Einheiten an Kunden, knapp ein Drittel weniger als vor einem Jahr. Auch die F-16-Fertigung stand völlig still. Der Umsatz dümpelte bei 18 Mrd. USD, der operative Gewinn sackte um 13 % ab. Noch alarmierender ist der freie Cashflow, der von plus 955 Mio. USD auf minus 291 Mio. USD einbrach. Analysten hatten sich mehr erwartet.
Doch die Schwäche sitzt nicht auf der Nachfrageseite, ganz im Gegenteil. Lockheed sicherte sich kürzlich einen 1,5 Mrd. USD Auftrag aus Peru für zwölf F-16 mit Option auf ein weiteres Dutzend. Parallel dazu peilen die US-Streitkräfte einen massiven Aufwuchs der F-35-Flotte an, von 47 in diesem Jahr auf bis zu 85 Maschinen jährlich. Auch bei Marschflugkörpern zieht Washington die Schraube an. Statt 144 JASSM sollen bald 821 pro Jahr beschafft werden. Und mit dem Pentagon liegen Siebenjahresrahmen für eine vervielfachte Produktion von Patriot, THAAD und PrSM vor.
Konzernchef Taiclet hält an der Jahresprognose fest. Der Umsatz soll zwischen 77,5-80 Mrd. USD liegen, der freie Cashflow bei 6,5-6,8 Mrd. USD. Die operative Talsohle sei durchschritten, ab der zweiten Jahreshälfte sollen die Margen wieder anziehen. Kurzfristige Bremsspuren setzten die ERP-Umstellung, Verzögerungen bei der F-16-Erprobung und Engpässe bei Triebwerken und Zielsuchköpfen. Wer auf lange Sicht denkt, sieht einen Konzern mit dicken Auftragsbüchern, staatlicher Rückendeckung und technologischer Breite, vorausgesetzt, die Produktionshallen kommen endlich in Tritt. Momentan kostet eine Aktie 513,45 USD.
Der Verteidigungsboom bleibt intakt, doch Anleger müssen die Nuancen erkennen. Die RENK Group verliert durch deutsche Exportblockaden zwar kurzfristig Umsatz, erschließt sich mit dem US-Standort in Michigan aber strategisch neue Märkte. Antimony Resources profitiert als Explorer von der geopolitischen Verknappung des kritischen Halbmetalls Antimon und liefert mit Bald-Hill vielversprechende Bohrergebnisse. Lockheed Martin kämpft mit Produktionsstaus und negativem Cashflow, während der gigantische Auftragsbestand auf eine starke zweite Jahreshälfte hoffen lässt. Wer frühzeitig die richtigen Nischen besetzt, kann auf überdurchschnittliche Renditen hoffen.
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