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03.08.2022 | 05:08

Desert Gold Ventures, Deutsche Bank, Barrick Gold – Ist der Boden in Sichtweite?

  • Gold
  • Edelmetall
  • Inflation
Bildquelle: pixabay.com

Aufgrund der Stärke des US-Dollars sowie der Sorge vor weiteren Zinserhöhungen sackte das gelbe Edelmetall in den vergangenen Monaten erneut unter die Schwelle von 1.700 USD pro Unze und markierte mit 1.680,59 USD ein neues Jahrestief, was auch einen Test des niedrigsten Niveaus aus dem Jahre 2021 bedeutete. Seitdem steigt Gold jedoch wieder, getrieben von einem sich erholenden Euro sowie den positiven Statements von FED-Chef Powell nach der letzten Zinserhöhung um 75 Basispunkte. Auf aktuellem Niveau könnte somit ein langfristiger Wendepunkt eingeleitet werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084

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Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold – Korrektur weit fortgeschritten

    Als langjähriger Anleger darf man resümieren: Den exakten Tiefpunkt für den Kauf einer Aktie trifft man nie. Jedoch zeigen sich bereits bei den Goldaktien nach scharfen Korrekturen von bis zu 80% attraktive Einstiegschancen, die das Chance-Risiko-Verhältnis langfristig positiv erscheinen lassen. Im Allgemeinen sind Goldwerte wie Desert Gold ein Abbild des Edelmetallpreises und reagieren auf dessen Veränderung stark überproportional, sowohl nach oben als auch nach unten.

    Den Vorteil gegenüber der Konkurrenz liefert der CEO der Gesellschaft, Jares Scharf: „Aus der Investitionsperspektive betrachtet werden wir mit einem starken Abschlag zu unseren Mitbewerbern gehandelt, wenn man den Marktpreis pro Unze Gold zugrunde legt. Wenn man sich die Art und Weise ansieht, wie wir die Dollars unserer Investoren ausgeben, hat Desert Gold bei weitem eine der niedrigsten, wenn nicht sogar die niedrigsten Entdeckungskosten pro Unze Gold."

    Mit dem SMSZ-Projekt in Mali besitzen die Kanadier mit 440 qkm eine der größten nicht-produzierenden Landflächen in Westafrika. In unmittelbarer geographischer Nähe befinden sich mehrere produzierende Tier-1-Goldminen, unter anderem von Barrick Gold, Allied Gold, Endeavour Mining sowie B2Gold. In einem Hausse-Markt wäre der Kurs wohl nach den letzten Ergebnissen durch die Decke gegangen, bei der aktuellen Goldflaute finden dermaßen starke Ergebnisse hingegen wenig Beachtung.

    Bereits beim ersten Bohrloch in der Zone Linnguekoto West konnten auf einer Strecke von 27m sehr gute 1,83 g/t Gold nachgewiesen werden, inklusive 2,25 auf 20,7m und 26,5 g/t Au auf 1,0m. Die wahre Mächtigkeit wird auf 13m geschätzt. Die Zone Linnguekoto West liegt im südlich-zentralen Teil des SMSZ-Grundstücks. Das gesamte Bohrprogramm soll sich in diesem Jahr auf 20.000m erstrecken. Desert Gold Ventures ist ein spannender Wert und dürfte bei einem starken Goldmarkt zu den Outperformern zählen.

    Deutsche Bank – Der Patient erholt sich

    Knapp zehn Jahre befand sich das Frankfurter Bankhaus quasi auf der Intensivstation. Die Pläne, in die Riege der global größten Bankhäuser aufzusteigen, scheiterte. Der Aktienkurs betrug im Mai 2007 stolze 86 EUR. Dann jedoch begann die Finanzkrise und sowohl die Kurse als auch die Erträge fielen ins Bodenlose. Aktuell befindet sich der Aktienkurs bei gut 8 EUR, die Restrukturierungsmaßnahmen greifen, sodass die Deutsche Bank mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich 5 zu den unterbewerteten Aktien des Finanzsektors zählt.

    Die Zahlen zum zweiten Quartal zeigten einmal mehr, dass sich das Management um CEO Christian Sewing auf dem richtigen Restrukturierungspfad befindet. So gingen die Analystenhäuser von einem Gewinn von 788 Mio. EUR aus, den der Konzern mit 1,05 Mrd. EUR deutlich pulverisieren konnte. Vor allem die Geschäfte der Privatkundenbank und der Unternehmensbank performten besser als erwartet. Allerdings sieht das Unternehmen für das zweite Halbjahr einige Gewitterwolken aufziehen. Wegen der gestiegenen Inflation und anderer Einflüsse wird Vorstandschef Christian Sewing mit Blick auf das Gesamtjahr vorsichtiger. So werde es aufgrund des Umfelds herausfordernder, wie geplant eine Rendite von 8% auf das materielle Eigenkapital zu erzielen.

    Die Stimmen der Analysten waren in Folge der Prognose gemischt, die Kursziele gingen dabei weit auseinander. Die Schweizer Großbank Credit Suisse hatte das Kursziel nach den Quartalszahlen von 11 EUR auf 10 EUR reduziert. Dagegen stufte die US-Investmentbank Goldman Sachs die Aktie auf „Buy“ und hob das Kursziel von 18,80 EUR auf 20,10 EUR an.

    Barrick Gold – Entwicklung wie bei Newmont?

    Die Spannung steigt, wenn am 8. August die Zahlen des zweitgrößten Goldproduzenten der Welt veröffentlicht werden. Die Nummer eins der Branche, Newmont, enttäuschte vor Wochen mit einem deutlich unter den Erwartungen liegenden Gewinn. Newmont vermeldete einen Gewinn von 0,46 USD je Aktie, das waren 0,15 USD weniger als prognostiziert. Zudem wurde die Prognose für die Produktion auf 6 Mio. Unzen gekappt und die Kosten für das Jahr 2022 auf 1.150 USD je Unze hochgeschraubt.

    Charttechnisch zog es nach dem Newmont-Debakel die Aktie von Barrick mit in den Keller. Somit könnten die Investoren bereits die möglichen schwächeren Quartalszahlen eingepreist haben. Wichtig ist nun das Halten des ausgebildeten Aufwärtstrends, der aktuell bei 14,59 USD verläuft. Sollte dieser gebrochen werden, stünde bereits das Tief aus dem Jahre 2002 bei 12,31 USD zur Disposition.


    Der Goldpreis könnte nun einen langfristigen Wendepunkt erreicht haben. Desert Gold Ventures bietet nach dem starken Kursrückgang große Chancen. Bei Barrick schielen die Anleger auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen. Die Deutsche Bank ist auf dem richtigen Weg und im Branchenvergleich günstig.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    Die Börse macht keine Gefangenen. Wer derzeit im Chip-Sektor investiert ist, schwebt auf Wolke 7 und kann sich gar nicht vorstellen, dass so ein Szenario auch mal wieder drehen könnte. Als Anhaltspunkt für weitere Einschätzungen hilft der Philadelphia-Halbleiter-Index (SOX). Er legte seit Jahresanfang von rund 3.500 Punkten auf über 12.800 Punkten zu (+265 %). Das erinnert stark an die Goldpreis-Entwicklung von 2023 bis 2026. Hier ging es von 1.650 auf 5.400 USD (+227 %). Wie immer ist es wichtig, die Rahmenbedingungen im Auge zu halten. Aktuell werden Knappheiten gehandelt, sollte der Iran-Konflikt aber enden, kann sich diese Einschätzung schnell entschärfen und Übertreibungen haben dann Korrekturbedarf. Ein gutes Beispiel könnte der Move bei Gold und Silber liefern, hier konsolidiert der Markt nach der irrationalen Rally in Q1 2026 nun doch spürbar. Es lohnt sich daher, tiefer in die Materie einzusteigen.

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