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25.06.2026 | 05:10

Ein starkes Duo in einem riesigen und ignorierten Wachstumsmarkt: MustGrow Biologics und Bayer, wann ist BayWa über den Berg?

  • Landwirtschaft
  • Agrartechnologie
  • Senfextrakte
  • Klima
Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Die globale Landwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der Klimawandel mit Hitzewellen, Dürren und Extremwetterereignissen führt jährlich allein in Europa zu Ernteverlusten im Milliardenbereich. Dabei steigt der Bedarf an resilienteren Anbausystemen und widerstandsfähigen Pflanzen. Regenerative Landwirtschaft und biologische Pflanzenschutzmittel gewinnen stark an Bedeutung. Auf dieser Basis etablieren sich Megatrends. Laut Expertenschätzungen soll der Markt für regenerative Landwirtschaft bis 2033 auf rund 50 Mrd. USD anwachsen. Hier hat sich die kanadische MustGrow positioniert. Besondere Bedeutung besitzt die Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft im Bereich biologischer Pflanzenschutzlösungen mit Bayer. Das bedeutet große Chancen für den kleinen Börsenwert aus Nordamerika.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , BAYWA AG NA O.N. | DE0005194005

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Inhaltsverzeichnis:


    MustGrow Biologics – Innovativer Profiteur mehrerer Megatrends

    Die Grundlage des Geschäftsmodells liegt in der Nutzung von bekannten Eigenschaften von Senfpflanzen. Diese Pflanzen produzieren natürliche bioaktive Verbindungen, die Schädlinge und Pilze und wirkungsvoll bekämpfen. Die Kanadier haben diese Wirkstoffe isoliert und konzentriert, um eine umfassende Plattform für biologische Lösungen in der Landwirtschaft zu entwickeln. Damit positioniert sich MustGrow an der Schnittstelle mehrerer globaler Megatrends. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über ein umfangreiches Portfolio an geistigem Eigentum mit mehr als 100 erteilten und angemeldeten Patenten.
    Zwei unterschiedliche Produktfamilien bilden den Kern des Geschäfts. TerraSante, das aus Senf gewonnene organische Biofruchtbarkeitsprodukt des Unternehmens, führt dem Bodenmikrobiom Proteine und Kohlenhydrate zu. Zu den messbaren Ergebnissen zählen eine verbesserte Bodengesundheit, überlegene Wasser- und Nährstoffeffizienz sowie deutlich höhere Ernteerträge.
    Das zweite vorregistrierte Produkt, TerraMG, ist eine natürliche, bodenbasierte Pflanzenschutzlösung gegen Krankheiten und Schädlinge, die aus dem Boden stammen und Pflanzen über ihre Wurzeln schädigen.
    In diesem Bereich kann die Gesellschaft auf einen wichtigen Trumpf zurückgreifen. Mit Bayer wurde eine Kommerzialisierungs- und Lizenzvereinbarung für Europa, den Nahen Osten und Afrika geschlossen, die den Deutschen exklusive Vermarktungs- und Entwicklungsrechte einräumt. MustGrow hat eine Vorauszahlung erhalten und hat Anspruch auf potenzielle zusätzliche Meilensteinzahlungen bei Entwicklung und behördlichen Zulassungen sowie auf künftige Lizenzgebühren aus dem Umsatz.
    Die Anteilsscheine notieren aktuell bei 0,44 CAD, womit die Gesellschaft mit 27 Mio. CAD bewertet ist. Zuletzt wurde neues Wachstumskapital im Rahmen eines nicht vermittelten LIFE-Angebots aufgenommen. Zu einem Preis von 0,50 CAD pro Einheit flossen der Gesellschaft insgesamt rund 3,7 Mio. CAD zu. Damit konnte das ursprüngliche Ziel von 2 Mio. CAD nahezu verdoppelt werden. Zeichner erhielten pro Aktie zudem einen Warrant mit fünfjähriger Laufzeit und einem Ausübungspreis von 0,70 CAD.

    IIF-Moderatorin Lyndsay Malchuk im Gespräch mit COO Colin Bletsky über die Potenziale des Geschäftsmodells. Hier geht´s zum Video.

    https://youtu.be/QdRWwgygRbY

    Bayer – Kommt jetzt die finale Entscheidung?

    Bayer gehört zu den weltweit führenden Life-Science-Konzernen und ist in den beiden Kernbereichen Gesundheit und Landwirtschaft tätig. Operativ ist das Geschäft in die drei Segmente Crop Science (Saatgut, Pflanzenschutzmittel und digitale Lösungen), Pharmaceuticals (verschreibungspflichtige Medikamente) und Consumer Health (rezeptfreie Gesundheitsprodukte) untergliedert.
    Der Konzern gehört zu den Marktführern bei Saatgutinnovationen und Pflanzenschutz und spielt eine wichtige Rolle bei der Steigerung landwirtschaftlicher Erträge und der Entwicklung nachhaltiger Anbaumethoden. Hier greift auch die Partnerschaft mit MustGrow.
    Der Hauptbelastungsfaktor für das Unternehmen ist immer noch der Rechtsstreit in Bezug auf den vermeintlich krebserregenden Unkrautvernichter Glyphosat. Zu Beginn des Jahres hatte Bayer einen Vergleich mit Klägern über 7,25 Mrd. USD geschlossen.
    Dieser Betrag wurde allgemein als zu hoch eingestuft, die Aktie korrigierte von knapp 50 EUR auf rund 34 EUR Anfang des Monats und kämpft nun wieder mit der 40 EUR-Marke. Für diesen Sommer sind wichtige Entscheidungen zur US-Sammelklage in Aussicht gestellt. Analysten trauen den Anteilsscheinen im Durchschnitt ein Upside von fast 30 % zu.

    BayWa – Noch nicht über den Berg

    2024 geriet der große Agrarhandels- und Mischkonzern in eine existenzbedrohende finanzielle Krise. Der aggressive internationale Expansionskurs häufte etliche Bereiche außerhalb des Kerngeschäfts an sowie einen enormen Schuldenberg. Stark steigende Zinsen traten eine Lawine los. Die dringend notwendige Sanierung dauert an. Der Bericht zum ersten Quartal zeigt Fortschritte, kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich BayWa immer noch in einer kritischen Situation befindet.
    Insbesondere die Lage bei der 51 %-Beteiligung BayWa r.e. ist schwieriger als gedacht und erfordert eine Anpassung des Sanierungskonzepts. Das Sanierungsgutachten hatte eine Veräußerung des BayWa-Anteils für rund 1,7 Mrd. EUR bis 2028 geplant. Nun geht die Gesellschaft von einem “signifikant” niedrigeren Preis und einem späteren Realisierungszeitpunkt aus.
    Schließlich stellt sich die Frage, ob das operative Geschäft und die Veräußerung von Gesellschaften und Beteiligungen und damit die Schuldenreduktion ohne zusätzliche weitere Kapitalerhöhungen auskommt. 179 Mio. EUR konnten Ende des vergangenen Jahres vereinnahmt werden. Der Aktienkurs befindet sich mit 2,36 EUR in der Nähe des Tiefs. Die Marktkapitalisierung beträgt 240 Mio. EUR. Die 7,75 %-Anleihe notiert knapp über 20 %. Das spricht eine klare Sprache. Noch hat es BayWa nicht geschafft.

    Fazit

    MustGrow zielt mit organischen Pflanzenschutzmitteln, Biodüngern und regenerativer Landwirtschaft auf Zukunftsmärkte im Wert von mehreren Milliarden ab. Das innovative und patengeschützte Geschäftsmodell verbindet eigene Produktverkäufe in den USA und die essenzielle Lizenzpartnerschaft mit Bayer in internationalen Märkten. Die Marktkapitalisierung der Gesellschaft von 27 Mio. CAD spiegelt die großen Potenziale nicht wider. Bayer steht vor wichtigen Entscheidungen in diesem Sommer. Ein Abschluss der Rechtsstreitigkeiten würde der Aktie wieder neuen Schwung verleihen. Dagegen ist BayWa immer noch in schwerem Fahrwasser und muss den Sanierungskurs verschärfen.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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    • Biodünger

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    Nicht nur die Dürre belastet das Geschäft von Landwirten. Aufsichtsbehörden verbieten zunehmend über viele Jahre etablierte chemische Wirkstoffe, um Böden und Verbraucher zu schützen. Bereits 168 Länder schränken den Einsatz von rund 568 chemischen Pestiziden und Düngemitteln stark ein oder untersagen deren Einsatz komplett. Gleichzeitig fordert die Europäische Union bis zum Jahr 2030 eine ökologische Bewirtschaftung auf mindestens 25 % der Agrarflächen. Da viele hochwirksame Mittel wegfallen, stehen Landwirte weltweit vor Problemen. Die Frage, wie künftig Erträge gesichert werden können, treibt die Branche um. Diese Situation beflügelt den Markt für Biopestizide, dessen weltweites Volumen bis zum Jahr 2034 laut aktuellen Branchenprognosen von Fortune Business Insights mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17,1 % auf 40,61 Mrd. USD ansteigen soll.

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    • Ernährung
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    Die Weltbevölkerung dürfte nach Prognosen der Vereinten Nationen bis 2050 auf rund 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Eine Entwicklung, die nach Einschätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO nur mit deutlich produktiveren und zugleich nachhaltigeren Anbaumethoden bewältigt werden kann. Hier kommt MustGrow Biologics mit biologischen Lösungen auf Basis natürlicher Senfextrakte ins Spiel. Und die Reise hat gerade erst begonnen. Kurzfristige Dynamik erhält der Sektor, nachdem Bayer nun endlich ein positives Signal in Sachen Glyphosat vom US-Supreme Court erlangt hat. Damit dürfte der CropScience-Bereich der Leverkusener nun ordentlich durchstarten. Ein wichtiger Basistrend setzt die gesamte Wertschöpfungskette unter Druck, denn natürliche Rohstoffe und Lebensmittel müssen nachhaltiger und widerstandsfähiger erzeugt werden, um dem milliardenfachen Versorgungsproblem Herr zu werden. Ein Unternehmen wie Kraft Heinz setzt mit jahrzehntelanger Erfahrung auf stabile Agrarlieferketten und klimaresistente Anbausysteme. Spannende Entwicklungen in einem Sektor, der im Schatten von HighTech und Rüstung oft übersehen wird. Aber die technischen Trends haben längst gedreht!

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    Kommentar von Nico Popp vom 19.06.2026 | 05:00

    Wie MustGrow Biologics mit patentierter Biowirkstoff-Technologie von der Neuausrichtung der Agrochemie-Riesen profitiert – Druck für Bayer und Corteva

    • Senfextrakte
    • Agrartechnologie
    • Landwirtschaft
    • Dürre

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp. Extreme Hitzewellen, immer schlechtere Böden und strenge gesetzliche Grenzwerte für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – die Agrarmärkte stehen weltweit vor einer Anpassungsphase. Ab einer kritischen Temperatur von 30 °C setzen bei den meisten landwirtschaftlichen Kulturen drastische Ernteverluste ein, da sterile Pollen und geschwächte Zellwände die Pflanzenbiologie irreparabel schädigen. Laut dem gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit dem Titel „Extreme Heat and Agriculture" können bereits einzelne Hitzewellen die landwirtschaftliche Produktivität um bis zu 50 % einbrechen lassen. Für die meisten Hauptkulturen drohen Ertragsverluste bereits bei Temperaturen ab 30 °C. Die Frequenz, Intensität und Dauer extremer Hitzeereignisse hat sich in den vergangenen 50 Jahren deutlich erhöht. Diese ökologischen Stressfaktoren verändern die Anbaubedingungen in gemäßigten sowie mediterranen Zonen und zwingen die gesamte Wertschöpfungskette der Landwirtschaft zum Umdenken.

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