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07.07.2026 | 05:00

Dieser Markt wächst jährlich 17,1 %: Bayer und KWS Saat denken um – MustGrow Biologics gefragt

  • Landwirtschaft
  • Biodünger
Bildquelle: KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

Nicht nur die Dürre belastet das Geschäft von Landwirten. Aufsichtsbehörden verbieten zunehmend über viele Jahre etablierte chemische Wirkstoffe, um Böden und Verbraucher zu schützen. Bereits 168 Länder schränken den Einsatz von rund 568 chemischen Pestiziden und Düngemitteln stark ein oder untersagen deren Einsatz komplett. Gleichzeitig fordert die Europäische Union bis zum Jahr 2030 eine ökologische Bewirtschaftung auf mindestens 25 % der Agrarflächen. Da viele hochwirksame Mittel wegfallen, stehen Landwirte weltweit vor Problemen. Die Frage, wie künftig Erträge gesichert werden können, treibt die Branche um. Diese Situation beflügelt den Markt für Biopestizide, dessen weltweites Volumen bis zum Jahr 2034 laut aktuellen Branchenprognosen von Fortune Business Insights mit einer jährlichen Wachstumsrate von 17,1 % auf 40,61 Mrd. USD ansteigen soll.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , KWS SAAT KGAA INH O.N. | DE0007074007

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer: Handlungsdruck beim Chemie-Riesen

    Agrar-Chemie-Spezialist Bayer steht im aktuellen Marktumfeld unter hohem Druck. Um die Agrarsparte Crop Science profitabel zu halten und Folgen aus den US-Glyphosat-Klagen zu bewältigen, treibt CEO Bill Anderson eine grundlegende Restrukturierung seines Konzerns voran. Bis Ende 2026 will Bayer rund 2 Mrd. EUR einsparen. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete der Gesamtkonzern einen Umsatz von 45,575 Mrd. EUR sowie ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 9,669 Mrd. EUR. Die Sparte Crop Science steuerte hierzu ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 4,188 Mrd. EUR bei, was einem Rückgang um 3,2 % zum Vorjahr entspricht. Während das Saatgutgeschäft wuchs, brachen klassische Pflanzenschutzsegmente wie das Insektizidgeschäft um 12 % ein. Da sich das Unternehmen verpflichtet hat, den ökologischen Fußabdruck seines Pflanzenschutzportfolios bis zum Jahr 2030 um 30 % zu reduzieren, benötigt der Konzern dringend neue, hocheffiziente biologische Technologien, um Umsatzlücken zu schließen.

    KWS Saat setzt auf Innovationen

    KWS Saat mit Sitz in Einbeck fokussiert sich auf den Anfang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette. Unter der Leitung des Vorstandssprechers Felix Büchting verzeichnet das im SDAX notierte Unternehmen ein stabiles Wachstum und gilt mit einem Eigenkapital von 1,6 Mrd. EUR sowie einer Marktkapitalisierung von rund 2,3 Mrd. EUR als finanziell hochgradig solide. Im Geschäftsjahr 2024/2025 erwirtschaftete KWS Saat einen Umsatz von rund 1,68 Mrd. EUR bei einer operativen EBITDA-Marge von rund 20 %. Strategisch setzt der Konzern auf modernste Züchtungsmethoden und sicherte sich über eine weltweite Lizenzvereinbarung Zugriff auf patentierte CRISPR-Cas-Systeme, um Resistenzen gegen Pflanzenschädlinge noch präziser zu erreichen. Für den unmittelbaren Schutz des Keimlings im feuchten Boden entwickelte das Unternehmen die Saatgutbehandlungslinie KWS INITIO. In Kooperation mit Biotenzz, einer Ausgründung der TU Graz, bettet KWS nützliche Bakterienstämme in mikroskopische Kapseln ein, die erst nach der Aussaat ihre Wirkung entfalten – ein Verfahren, das bei Zuckerrüben Ertragssteigerungen von bis zu 5 % ermöglicht. Das zeigt: Auch in der Landwirtschaft sind noch Innovationen möglich.

    MustGrow Biologics krempelt die Branche um

    An der Schnittstelle zwischen ökologischer Forschung und kommerzieller Landwirtschaft besetzt das kanadische Agrotech-Unternehmen MustGrow Biologics eine Schlüsselposition. Das Managementteam setzt auf den natürlichen biologischen Abwehrmechanismus der Senfpflanze. Das patentierte Verfahren konzentriert den Wirkstoff AITC in einer stabilen, flüssigen Formulierung namens TerraMG™. Diese biologische Flüssigkeit kann über gängige Bewässerungssysteme ausgebracht werden, was die Anwendung für Landwirte im Vergleich zu mechanischen Einarbeitungen von Senfmehl deutlich einfacher macht.

    Nachholpotenzial? Die Aktie MustGrow wirkt vielversprechend.

    Umfassende Feldstudien auf rund 40 Hektar Nutzfläche in Westkanada validieren die Wirksamkeit. In einem feuchten Anbaujahr reduzierte TerraMG™ die Konzentration an Kohlherniesporen im Boden und ermöglichte so einen Mehrertrag. Im Bereich der Biofertilität vertreibt das Unternehmen das organische Produkt TerraSante™, welches in Feldversuchen signifikante Qualitäts- und Ertragsverbesserungen bei Kartoffeln zeigte. Das Marktpotenzial allein bei intensiv bewirtschafteten US-Hochwertkulturen umfasst rund 5,6 Millionen Acres. Das Unternehmen geht davon aus, bereits bei einer eigenen Marktdurchdringung von lediglich 3,3 % und bei einer einmaligen jährlichen Anwendung einen Umsatz von rund 100 Mio. USD erreichen zu können.

    Kooperation mit Bayer als Ritterschlag – Aktie günstig

    Die Vermarktungsstrategie von MustGrow beruht auf Kooperationen mit globalen Branchenführern, um kapitalintensive Registrierungsprozesse zu bewältigen. Der bedeutendste Meilenstein ist ein exklusives Lizenz- und Kollaborationsabkommen mit Bayer für die EMEA-Region. Unter den Vertragsbedingungen ist Bayer vollumfänglich für die Durchführung und Finanzierung aller regulatorischen Datenstudien, Labortests und Zulassungsverfahren verantwortlich. MustGrow prognostiziert, dass das kumulierte Volumen aus Vorauszahlung, Meilensteinen und von Bayer finanzierten Entwicklungsarbeiten über einen Zeitraum von 5 bis 7 Jahren einen Wert von 35 bis 40 Mio. USD erreichen wird.

    Analysten und Marktbeobachter sehen insbesondere die Kooperation zwischen MustGrow und Bayer als vielversprechend, da sie Vertriebswege sichert und weitere Innovationen möglich macht. Da MustGrow zudem ein margenstarkes Lizenz- und Kontraktfertigungsmodell verfolgt und so hohe Kapitalinvestitionen vermeidet, scheint das Risiko für Aktionäre von MustGrow überschaubar. Zuletzt büßte die Aktie zwar ein, die derzeitige Marktkapitalisierung von nur noch rund 22 Mio. CAD dürfte aber auch Schnäppchenjäger auf den Plan rufen. Da MustGrow akute Probleme der Agrarbranche lösen kann und einen guten Draht zu den ganz Großen der Branche hat, sollten Investoren die Aktie im Blick haben.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Die globale Landwirtschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Der Klimawandel mit Hitzewellen, Dürren und Extremwetterereignissen führt jährlich allein in Europa zu Ernteverlusten im Milliardenbereich. Dabei steigt der Bedarf an resilienteren Anbausystemen und widerstandsfähigen Pflanzen. Regenerative Landwirtschaft und biologische Pflanzenschutzmittel gewinnen stark an Bedeutung. Auf dieser Basis etablieren sich Megatrends. Laut Expertenschätzungen soll der Markt für regenerative Landwirtschaft bis 2033 auf rund 50 Mrd. USD anwachsen. Hier hat sich die kanadische MustGrow positioniert. Besondere Bedeutung besitzt die Lizenz- und Entwicklungspartnerschaft im Bereich biologischer Pflanzenschutzlösungen mit Bayer. Das bedeutet große Chancen für den kleinen Börsenwert aus Nordamerika.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp. Extreme Hitzewellen, immer schlechtere Böden und strenge gesetzliche Grenzwerte für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – die Agrarmärkte stehen weltweit vor einer Anpassungsphase. Ab einer kritischen Temperatur von 30 °C setzen bei den meisten landwirtschaftlichen Kulturen drastische Ernteverluste ein, da sterile Pollen und geschwächte Zellwände die Pflanzenbiologie irreparabel schädigen. Laut dem gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit dem Titel „Extreme Heat and Agriculture" können bereits einzelne Hitzewellen die landwirtschaftliche Produktivität um bis zu 50 % einbrechen lassen. Für die meisten Hauptkulturen drohen Ertragsverluste bereits bei Temperaturen ab 30 °C. Die Frequenz, Intensität und Dauer extremer Hitzeereignisse hat sich in den vergangenen 50 Jahren deutlich erhöht. Diese ökologischen Stressfaktoren verändern die Anbaubedingungen in gemäßigten sowie mediterranen Zonen und zwingen die gesamte Wertschöpfungskette der Landwirtschaft zum Umdenken.

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    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Die Agrarwirtschaft erlebt aktuell einen selten dagewesenen Einschnitt, der durch die allgegenwärtigen geopolitischen Spannungen und die Blockade der Straße von Hormus ausgelöst wurde. Vor allem letztere Entwicklung hat die Achillesferse der modernen Landwirtschaft offengelegt: die extreme Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen für die Düngemittelproduktion und die Fragilität globaler Just-in-time-Lieferketten. Da etwa 20 % des weltweiten Erdöls und verflüssigten Erdgases (LNG) durch diese Meerenge fließen, führt die Blockade nicht nur zu explodierenden Energiekosten, sondern bedroht direkt die Produktion von Stickstoffdünger, dessen Hauptkostenfaktor Erdgas ist. Wenn Dünger teurer wird, könnten Felder brach liegen und als Folge die Nahrungsmittelproduktion sinken. Das könnte vor allem in ärmeren Regionen der Welt sogar Hunger bedeuten. Dünger muss rechtzeitig auf Felder ausgebracht werden, damit er seine Wirkung entfalten kann. In diesem Umfeld müssen etablierte Giganten wie Nutrien und Nestlé ihre Geschäftsmodelle radikal optimieren, während Akteure wie MustGrow Biologics als Innovationstreiber an Bedeutung gewinnen.

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