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19.06.2026 | 05:00

Wie MustGrow Biologics mit patentierter Biowirkstoff-Technologie von der Neuausrichtung der Agrochemie-Riesen profitiert – Druck für Bayer und Corteva

  • Senfextrakte
  • Agrartechnologie
  • Landwirtschaft
  • Dürre
Bildquelle: KI

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp. Extreme Hitzewellen, immer schlechtere Böden und strenge gesetzliche Grenzwerte für chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel – die Agrarmärkte stehen weltweit vor einer Anpassungsphase. Ab einer kritischen Temperatur von 30 °C setzen bei den meisten landwirtschaftlichen Kulturen drastische Ernteverluste ein, da sterile Pollen und geschwächte Zellwände die Pflanzenbiologie irreparabel schädigen. Laut dem gemeinsamen Bericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit dem Titel „Extreme Heat and Agriculture" können bereits einzelne Hitzewellen die landwirtschaftliche Produktivität um bis zu 50 % einbrechen lassen. Für die meisten Hauptkulturen drohen Ertragsverluste bereits bei Temperaturen ab 30 °C. Die Frequenz, Intensität und Dauer extremer Hitzeereignisse hat sich in den vergangenen 50 Jahren deutlich erhöht. Diese ökologischen Stressfaktoren verändern die Anbaubedingungen in gemäßigten sowie mediterranen Zonen und zwingen die gesamte Wertschöpfungskette der Landwirtschaft zum Umdenken.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: MUSTGROW BIOLOGICS CORP. | CA62822A1030 | TSXV: MGRO , OTCQB: MGROF , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , CORTEVA INC. DL -_01 | US22052L1044

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Inhaltsverzeichnis:


    Bayer: Glyphosat verhagelt das Geschäft

    Bayer bedient die drei Säulen Crop Science, Pharmaceuticals und Consumer Health, leidet im wichtigen Agrargeschäft jedoch unter schwindenden Margen. Neben dem Auslaufen bedeutender Produktzulassungen und dem Preisverfall bei glyphosatbasierten Herbiziden belasten anhaltende US-Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat- und PCB-Altlasten die Konzernbilanz. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management einen negativen freien Cashflow von 2,5 Mrd. EUR bis 1,5 Mrd. EUR, da verfahrensbezogene Auszahlungen in Höhe von rund 5 Mrd. EUR die Liquidität belasten. Infolgedessen steigt die Nettofinanzverschuldung vorübergehend wieder auf ein Niveau von 32 Mrd. EUR bis 33 Mrd. EUR an. Obwohl die EU-Kommission ihren Verordnungsentwurf zur verbindlichen Pestizidreduktion um 50 % bis 2030 zurückgezogen hat, bleibt das politische Ziel des Green Deals bestehen und erzeugt weiterhin regulatorischen Anpassungsdruck für die Branche. Bayer reagiert darauf mit verstärkten Investitionen in biologische Wirkstoffe und arbeitet in diesem Zusammenhang auch mit MustGrow Biologics zusammen.

    Corteva spaltet sich für mehr Flexibilität auf

    Die US-amerikanische Gesellschaft Corteva betreibt ein klassisches, zweigeteiltes Agrargeschäft bestehend aus Saatgutgenetik sowie chemisch-synthetischen und biologischen Pflanzenschutzlösungen. Um flexibler zu sein, plant Corteva Ende 2026 die vollständige Aufspaltung des Konzerns in zwei eigenständige, börsennotierte Unternehmen. Das Saatgutgeschäft wird künftig unter dem Namen Vylor fortgeführt, während das Pflanzenschutzsegment als New Corteva firmiert. Das Management beziffert die einmaligen Trennungskosten auf rund 350 Mio. USD, erwartet im Gegenzug jedoch langfristig mehr Effizienz. Unter der Leitung des designierten CEO Luke Kissam soll sich New Corteva als forschungsstarker Spezialist für moderne biologische Crop-Protection-Systeme positionieren.

    MustGrow Biologics: Patentierte Senfsaat-Technologie im Visier der Marktführer

    Das kanadische Agrar-Biotech-Unternehmen MustGrow Biologics entwickelt und patentiert rein biologische Wirkstoffe, die auf der Senfpflanze basieren. Das flüssige Biokontrollmittel TerraMG spaltet nach seiner Anwendung im Boden biologisches Allylisothiocyanat (AITC) ab, welches die zelluläre Energiegewinnung von Nematoden und Pilzerkrankungen effektiv unterbricht, ohne anschließend chemische Rückstände zu hinterlassen. MustGrow verzichtet bewusst auf den Aufbau einer eigenen Vertriebsstruktur und setzt stattdessen auf exklusive Evaluierungs- und Lizenzvereinbarungen mit den Branchenführern. In den vergangenen Monaten erhielt MustGrow behördliche Zulassungen für seinen organischen Biofertilizer TerraSante in Georgia sowie Texas, Utah und Montana – womit das Produkt mittlerweile in mehr als zehn US-Bundesstaaten zugelassen ist.

    Vielversprechender Markt, Nachholpotenzial bei der Aktie: MustGrow Biologics.

    Parallel evaluiert Bayer die Biokontrollmittel-Technologie TerraMG in Europa, dem Nahen Osten und Afrika im Rahmen des 2023 geschlossenen Lizenzabkommens. Im April schloss das Management den kanadischen Vertriebsarm NexusBioAg, um sich voll auf die Vermarktung des eigenen, margenstärkeren Produkts TerraSante in den USA zu konzentrieren. Laut einer Studie von MarketsandMarkets soll der globale Biopestizid-Markt von 8,94 Mrd. USD im Jahr 2025 bis 2030 auf 17,68 Mrd. USD wachsen – das entspräche einem jährlichen Wachstum von 14,6 %. Einzelne Insider, darunter CEO Corey Giasson, haben im vergangenen Jahr ihre Beteiligungen am Unternehmen zudem ausgebaut, wie aus Meldungen an die SEDI-Datenbank hervorgeht. Das zeigt: Das Management glaubt an die vielversprechende Perspektive des eigenen Geschäftsmodells.

    MustGrow Biologics: Technologisch bestens aufgestellt und noch nicht teuer

    An der Börse in Toronto stabilisierte sich die Aktie nach den jüngsten Finanzierungsrunden um die Kursmarke von 0,50 CAD und wird damit mit einer Marktkapitalisierung von etwas mehr als 30 Mio. CAD bewertet. Obwohl mehrjährige Evaluierungsphasen mit Großkonzernen wie Bayer die typischen zeitlichen Risiken der Agrar-Biotechnologie aufzeigen, bietet MustGrows patentierte Plattform im aktuellen regulatorischen Umfeld eine aussichtsreiche Perspektive und dürfte daher auch für Agrarkonzerne interessant sein. Gelingt die zügige kommerzielle Skalierung in den USA, könnten spekulative Investoren an einem staatlich gestützten Wachstumsmarkt mit erheblichem Übernahmepotenzial partizipieren. Da MustGrow bewusst auf Lohnfertiger setzt, gelten die Voraussetzungen für Wachstum als gut. Auch der hitzige Sommer in großen Teilen Nordamerikas und Europas wirft ein Schlaglicht auf die Probleme der modernen Landwirtschaft. Nachhaltige Lösungen, die wie die Produkte von MustGrow auch noch höhere Erträge bei Landwirten versprechen, könnten daher noch mehr Nachfrage erfahren.

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    Der Autor

    Nico Popp

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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    Weniger Chemie, gesündere Böden und höhere Erträge. Die Landwirtschaft sucht nach Lösungen, die Umwelt und Wirtschaftlichkeit verbinden. Politische Unterstützung deutet sich aus Brüssel an. Die EU will biologische Pflanzenschutzmittel schneller zulassen und den Verwaltungsaufwand verringern. Noch müssen sich Rat und Europäisches Parlament jedoch einigen. Die Richtung stimmt aber zumindest, was MustGrow neue Chancen eröffnen könnte. Die Kanadier entwickeln senfbasierte Agrarprodukte und kooperieren beim biologischen Pflanzenschutz über eine Lizenz-Partnerschaft mit Bayer. Im Sommer floss in diesem Rahmen die erste Entwicklungsmeilensteinzahlung. Bayer setzt mit seiner Agrarsparte auf Saatgut und Pflanzenschutz. K+S liefert kalium- und magnesiumhaltige Düngemittel für die Landwirtschaft. Am Ende des Tages stehen alle drei Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen. (Neue) Produkte müssen den Ertrag je Fläche verbessern und sich für Landwirte rechnen. Welche Aktie rechnet sich für Anleger?

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    In Zeiten ausgeprägter geopolitischer und klimatischer Krisen rückt die Lebensmittel- und Agrarbranche als essenzieller Faktor in den Fokus der Menschen. Denn Dürren, Stürme und verheerende Hochwasser stellen die globale Ernährungsindustrie vor immer neue Voraussetzungen. Auf dem Plan der Unternehmen aus diesem Bereich steht die Grundversorgung, sie zeigen sich verantwortlich für die Umsetzung ökologischer Anbaukonzepte. Für Investoren stehen Bayer, Unilever, MustGrow und Kraft Heinz auf dem Prüfstand, um ihre fundamentale Stärke auch unter erschwerten Bedingungen unter Beweis zu stellen. Dabei setzt der britische Konsumgüterriese Unilever verstärkt auf regenerative Landwirtschaft und globale Markenpräsenz. Der US-Konzern Kraft Heinz hingegen versucht, mit bekannten Öko-Klassikern der Inflation und volatilen Lieferketten zu trotzen. Gleichzeitig bringt sich das Biotech-Unternehmen MustGrow mit nachhaltigen Agrarlösungen für extreme Wetterbedingungen in Stellung und kooperiert dabei mit dem CropScience-Profi Bayer. Die aktuellen Herausforderungen testen die Geschäftsmodelle der Lebensmittelproduzenten bis aufs Äußerste. Ein genauer Blick auf die Kennzahlen zeigt, wer für die Zukunft der Ernährung wirklich gewappnet ist.

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    Kommentar von Stefan Feulner vom 30.09.2026 | 05:10

    FMC, MustGrow Biologics, Corteva – Diese Technologie verändert den Acker

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    Die Landwirtschaft steht unter enormem Innovationsdruck. Schädlinge entwickeln Resistenzen, extreme Wetterereignisse bedrohen Ernten und gleichzeitig wächst der Druck, den Einsatz klassischer Chemikalien zu reduzieren. Für Agrarkonzerne beginnt deshalb ein technologisches Wettrennen. Biologische Wirkstoffe, künstliche Intelligenz und Gene Editing sollen Pflanzen widerstandsfähiger machen und Erträge sichern. Was jahrzehntelang von synthetischer Chemie dominiert wurde, könnte sich in den nächsten Jahren grundlegend verändern.

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