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11.02.2025 | 08:45

Palantir, Credissential, Deutsche Bank - AI trennt Gewinner von Verlierern

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  • DOGE
  • USA
  • Derivate
Bildquelle: pixabay.com

KI revolutioniert die Geschäftswelt und verändert aus gutem Grund ganze Branchen. Palantir setzt neue Maßstäbe in der Datenanalyse, indem es Grok, den von Elon Musk für seine X-Plattform entwickelten KI-Chatbot, integriert. Auch das kanadische Technologieunternehmen Credissential verfolgt einen Plattformansatz. Hier entwickelt die KI-gestützte Lösung ein umfassendes Paket für den Online-Kauf von Gebrauchtwagen auf dem US-Markt. Neben dem Fahrzeug wird die Software für ein überwiegend junges Publikum entwickelt und vermarktet, und Credissential baut seine Software so auf, dass sie entsprechende Versicherungen, Kostenübernahmen und andere relevante Zusatzleistungen anbietet. Nach der Implementierung erwartet das Unternehmen eine verbesserte Konversionsrate durch die Anbindung an den digitalen Marktplatz. Die Deutsche Bank sieht sich derzeit mit einer Strafe von 10 Millionen Euro konfrontiert. Mitarbeiter verkauften Finanzderivate an kleine und mittlere Unternehmen in Spanien, deren Risiken weitgehend nicht kommuniziert wurden.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: PALANTIR TECHNOLOGIES INC | US69608A1088 , CREDISSENTIAL INC | CA22535J1066 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

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Inhaltsverzeichnis:


    Palantir auf Rekordhoch: Elon Musk’s Grok-Integration beflügelt KI-Giganten

    Große Hoffnungen setzen Anleger momentan auf den weiteren Kursanstieg der Palantir Aktie. Die Aktie von Palantir Technologies erreichte in der vergangenen Woche ein neues Rekordhoch. Der Umsatz ist in Q4/2024 um 36 % auf 828 Mio. USD angestiegen. Besonders stark hat das US-Geschäft mit einem Plus von 52 % zugenommen. Für das Gesamtjahr 2025 rechnet das Tech-Unternehmen mit einem Umsatz von rund 3,75 Mrd. USD.

    Die Integration des KI-Chatbots Grok von Elon Musks xAI in die KI-Plattform von Palantir sorgt für zusätzliche Begeisterung bei den Anlegern. Die Aktie profitiert von der steigenden Nachfrage nach KI-gestützter Analysesoftware, die Kunden bei datenbasierten Entscheidungen unterstützt. Als “Special Government” Mitarbeiter leitet Elon Musk das Programm und darf nicht mehr als 130 Tage im Jahr für die Regierung arbeiten. Sein Team besteht größtenteils aus Tech-affinen Mitarbeitern unter 25 Jahren.

    Die aktuellen Entwicklungen rund um das Department of Government Efficiency DOGE samt Aufdeckung der USAID-Geldströme könnte gerade Palantir neue Chancen eröffnen. Mit der von US-Präsident Trump angestrebten Optimierung der Regierungsausgaben würde sich auch die Nachfrage nach den KI-getriebenen Analysewerkzeugen von Palantir erhöhen. Die Software des Unternehmens könnte helfen, Geldflüsse transparenter zu machen und Ineffizienzen aufzudecken. Das Programm unter Aufsicht von Unternehmer Elon Musk soll bis zum 4. Juli 2026 laufen. Das Datum entspricht dem 250. Unabhängigkeitstag der USA. Bei Trump kann man sicher sein: Er lässt keine Möglichkeit aus, sich in seiner Größe zu feiern.

    KI revolutioniert den US-Gebrauchtwagenmarkt: Credissential vernetzt Händler digital

    Wer kennt das nicht: Das alte Auto macht zunehmend Probleme und eine Reparatur kann schnell teurer sein als der Kauf eines Gebrauchtwagens. Verbraucher recherchieren zunächst online, um sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen. Preise und Konditionen können zwischen Privatverkäufern erheblich variieren und oft werden nicht alle Mängel klar und offen kommuniziert. Das führt zu viel Zeitverschwendung. Gebrauchtwagenhändler hingegen sind oft nur in einer bestimmten Region tätig.

    Ein kanadisches Technologieunternehmen will dies ändern. Der digitale Marktplatz, den Credissential entwickelt, bringt Gebrauchtwagenkäufer und -verkäufer in den USA zusammen. Eine KI-gesteuerte Lösung sorgt für einen reibungslosen Geschäftsablauf und spart allen Beteiligten Zeit und Ärger. CEO Colin Frost möchte lokalen Autohändlern einen einfachen Marktzugang ermöglichen. Das Problem für die Händler ist klar: Die nächste Generation von Käufern lebt im Wesentlichen virtuell auf ihren Smartphones und digitalen Geräten. Selten schaut jemand fern oder blättert in lokalen Werbebroschüren, die als Werbekanal immer unattraktiver werden.

    Das von Credissential (https://www.credissential.com/investors) entwickelte System namens DealerFlow richtet sich an etwa 60.000 unabhängige Autohändler in den USA, die – laut Credissential-Investorenpräsentation, Folie 6 – derzeit bis zu 30 % ihres Umsatzes pro Jahr an die bereits etablierte digitale Konkurrenz auf dem Online-Markt verlieren. Credissential hat sich zum Ziel gesetzt, den gesamten Verkaufsprozess über seine Plattform abzuwickeln, und entwickelt seine Plattform auch so weiter, dass sie Zugriff auf einen landesweiten Fahrzeugbestand zu Großhandelspreisen bietet. Nutzer in Santa Barbara können beispielsweise ihr Traumauto in Texas entdecken und es sich, wenn sie möchten, nach der vollständigen Vermarktung direkt vor die Haustür liefern lassen.

    CEO Frost denkt weiter. Neben dem Neu- oder Gebrauchtwagen integriert das Unternehmen Tools für eine passende Versicherung, einen Fahrzeugtransfer-Service und Finanzdienstleistungen, die den Traum vom nächsten Auto Wirklichkeit werden lassen. Das All-inclusive-Paket für den Gebrauchtwagenkauf ist prozessoptimiert und als Online-Lead so konzipiert, dass angeschlossene Händler mehr Geschäfte abschließen können. Für Investoren ergibt sich daraus ein klar nachvollziehbares und erfolgversprechendes Geschäftsmodell.

    Die Marktbedingungen scheinen ideal: 2023 wurden in den USA 15,5 Millionen Neufahrzeuge über autorisierte Händler verkauft. Der US-Gebrauchtwagenmarkt hat ebenfalls ein durchschnittliches Jahresvolumen von 12,7 Millionen US-Dollar erreicht.

    Frost geht noch einen Schritt weiter und setzt in seiner Plattformlösung auf Blockchain als Sicherheitsverstärker (https://www.credissential.com/news/credissential-secessfully-integrates-quantum-encryption-into-antenna). „Mit der zunehmenden Verbreitung von Blockchain und der Migration von Finanzinstituten zu digitalen Asset-Ökosystemen werden Sicherheitslücken immer kritischer“, erklärt Frost. Dank dieser hochgradig cybersicheren Technologie ist er seinen Mitbewerbern meilenweit voraus.

    Unlautere Praktiken: Deutsche Bank muss 10 Millionen EUR in Spanien zahlen

    Die Deutsche Bank muss laut Financial Times 10 Mio. EUR Strafe an die spanische Finanzaufsicht CNMV zahlen. Diese habe fehlerhafte und hoch risikoreiche Derivate an kleine und mittlere Unternehmen in Spanien verkauft, ohne ihre Kundschaft über mögliche Verluste aufzuklären. Die CNMV wirft der Deutschen Bank deswegen „sehr schwere Verstöße“ gegen spanisches und EU-Recht vor. Die unlauteren Praktiken sind zwischen 2018 und 2021 angewandt worden.

    Ein besonders schwerwiegender Fall hat sich bei einem Obst- und Gemüsehändler ereignet. Der Kleinunternehmer mit einem Jahresumsatz von 3 Mio. EUR griff bei einem Derivategeschäft mit einem Umfang von 19 Mio. EUR über einen Zeitraum von 5 Jahren zu.

    Devisenderivate dienen der Absicherung von Währungsrisiken. Einige der spanischen Unternehmen erlitten Verluste in Millionenhöhe und standen kurz vor der Insolvenz.

    Aufgedeckt wurde die unlautere Praktik durch einen Whistleblower. Daraufhin wurde eine interne Untersuchung veranlasst. Die jetzt eingeleiteten Konsequenzen bedeuten für die Deutsche Bank außerdem, dass sie ab jetzt für den Zeitraum von einem Jahr keinerlei Beratung zu diesen Finanzinstrumenten durchführen dürfen. Die Deutsche Bank hingegen kontert mit Berufung und behauptet, die internen Prozesse seitdem verbessert zu haben.


    Palantir wächst unaufhaltsam weiter, mit einem Umsatzplus von 36 %, auf 828 Mio. USD in Q4/2024. Mit der Integration von Elon Musks KI-Chatbot Grok in die Palantir-Plattform-Technologie und mögliche neue Geschäftschancen durch das DOGE-Programm zur Effizienzsteigerung der US-Regierung treiben den Aktienkurs weiter nach oben. Das kanadische Tech-Unternehmen Credissential digitalisiert den US-Gebrauchtwagenmarkt mit seiner KI-gestützten Plattform Dealerflow. Die Technologie verbindet rund 60.000 unabhängige Autohändler digital und bietet ein komplettes Servicepaket inklusive Versicherung, Überführung und Finanzierung. Die innovative Lösung kommt zur passenden Zeit, da traditionelle Händler bis zu 30 % ihrer Verkäufe an bestehende Online-Konkurrenz verlieren. Die Deutsche Bank muss in Spanien 10 Mio. EUR Strafe zahlen für unlautere Geschäftspraktiken und erhält ein einjähriges Beratungsverbot für bestimmte Finanzinstrumente. Zwischen 2018 und 2021 haben Berater der Bank Finanzderivate an kleine und mittlere spanische KMU verkauft, ohne auf das hohe Verlustrisiko aufmerksam zu machen. Die Banker nutzten Schwachstellen im Bankensystem. Ein Grund mehr, dort etwas Ähnliches wie DOGE laufen zu lassen.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Risikohinweis

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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    Die Investmentstory von Volatus Aerospace geht weit über den klassischen Drohnenmarkt hinaus. Die Kanadier vereinen regulatorische Eintrittsbarrieren, Verteidigungsaufträge, eigene Technologieplattformen und wiederkehrende Softwareerlöse in einem Geschäftsmodell, welches durch die geopolitische Situation deutlichen Rückenwind erhält. Mit dieser Positionierung gehört die Gesellschaft zu den spannendsten Werten im nordamerikanischen Sicherheits- und Verteidigungssektor. Das Unternehmen wandelt sich zügig zu einem bedeutenden integrierten Defence-Tech-Anbieter mit wiederkehrenden Software- und Trainingsumsätzen. Im Vergleich zu Wettbewerbern ist die Aktie unterbewertet. Übernahmefantasie könnte zu einer Neubewertung führen.

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