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10.06.2026 | 05:00

Rohstoffe entscheiden alles: Thomson Reuters und Glencore gefordert – Aspermont liefert wertvolle Daten

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Bildquelle: KI

Der Wettbewerb um kritische Metalle verschärft sich immer weiter. Viele Industrieunternehmen müssen sich inzwischen in Themen einarbeiten, die noch vor Jahren selbstverständlich waren. Das sorgt für einen enormen Bedarf an Informationen und Daten aus der Branche. Da zudem leicht zugängliche Reserven in stabilen Regionen schwinden, verlagert sich die Exploration immer mehr in politisch und geologisch komplexere Regionen. In diesem Marktumfeld entscheiden verlässliche Brancheninformationen und präzise Risikoanalysen über Milliardeninvestitionen. Der exklusive Zugang zu diesen wertvollen Daten entwickelt sich damit selbst zu einer entscheidenden Ressource. Wir beleuchten den Markt für Rohstoffdaten und zeigen, warum es sich dabei um ein Wachstumsfeld handelt.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , THOMSON REUTERS CORP. | CA8849037095 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64

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Inhaltsverzeichnis:


    Thomson Reuters: Technologische Diversifikation und Künstliche Intelligenz

    Thomson Reuters stellt Wirtschaftsdaten und generische Softwarelösungen für den Massenmarkt bereit. Das Geschäftsmodell gliedert sich in die fünf Segmente Legal Professionals, Corporates, Tax & Accounting Professionals, Reuters News und Global Print. Um KI-Systeme mit verifizierten Inhalten zu füttern, investiert der Konzern im großen Stil in künstliche Intelligenz und erwarb im ersten Quartal 2026 das KI-Startup Noetica. Auf rollierender Basis per Ende März 2026 generierte Thomson Reuters einen Umsatz von 7,66 Mrd. USD und ein Nettoergebnis von 1,53 Mrd. USD bei einer Marktkapitalisierung von 37,70 Mrd. USD. Um die langfristige Profitabilität im KI-Zeitalter zu steuern, übergab das Unternehmen im Mai das Finanzressort an den neuen CFO Gary E. Bischoping Jr. Im Februar kündigte Thomson Reuters eine Sonderzahlung an seine Aktionäre in Höhe von 605 Mio. USD sowie ein erweitertes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 600 Mio. USD an – beides finanziert aus dem Erlös des LSEG-Aktienverkaufs. Zuvor hatte die Aktie seit ihrem Höchststand Mitte 2025 infolge von Sorgen über KI-bedingte Geschäftsmodell-Disruption mehr als 50 % verloren.

    Glencore: Operative Herausforderungen und die Kupfer-Wette

    Die in der Schweiz ansässige Gesellschaft Glencore verzahnt die Förderung von Rohstoffen in über 40 Anlagen weltweit eng mit einem umfassenden Handelsnetzwerk. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte der Konzern einen Umsatz von 247,54 Mrd. USD, verbuchte jedoch unter anderem aufgrund operativer Einschränkungen beim chilenischen Projekt Collahuasi ein Nettoergebnis von lediglich 363 Mio. USD. Zudem sank die Kobaltproduktion im ersten Quartal 2026 um 39 % auf 5.800 t infolge strenger staatlicher Exportquoten in der Demokratischen Republik Kongo. Um hochgradige Kupfererzkörper bis in die Mitte der 2040er-Jahre zu sichern, schloss der Konzern zuletzt ein strategisches Pachtabkommen mit der staatlichen kongolesischen Gesellschaft Gécamines. Um derartige Deals bewerten zu können, bedarf es eines umfassenden Knowhows. Dieses ist bei Glencore zwar unzweifelhaft vorhanden, doch können Daten und deren KI-gestützte Interpretation dennoch dabei helfen, Entscheidungen schneller und besser zu treffen. An dieser Stelle kommt das australische Traditionsunternehmen Aspermont ins Spiel.

    Aspermont: Tiefe Branchenintelligenz über die Plattform Mining IQ

    Aspermont besitzt führende Medienmarken der Ressourcenindustrie wie das Mining Journal und das Mining Magazine. Durch die Einführung der digitalen Datenplattform Mining IQ im Jahr 2025 monetarisiert der XaaS-Anbieter seine historischen Archive für granulare Risikoanalysen in über 110 Bergbauregionen, mit dabei auch die DR Kongo und viele mehr. Die hochmargigen, wiederkehrenden Erlöse aus Fachabonnements machten 2025 bereits 66 % der gesamten Konzernerlöse aus und generieren einen jährlichen wiederkehrenden Umsatz von 11,5 Mio. AUD. Die hohe operative Relevanz der Plattform unterstreicht ein im August 2025 geschlossener Vertrag mit dem Bergbau-Giganten Rio Tinto.

    Gute Ausgangslage - Aspermont hat seine Hausaufgaben gemacht.

    Um den optischen Penny-Stock-Status an der Heimatbörse ASX zu überwinden, führte das Unternehmen Anfang März eine Aktienzusammenlegung durch. Dadurch stieg der Kurs rechnerisch auf das Niveau um 1,85 AUD bis 1,90 AUD. Das dürfte den Wert bei vielen Investorengruppen erst so richtig in den Fokus rücken. So viel ist klar: Ein echter Pennystock war das Unternehmen nie – Aspermont ist seit vielen Jahren aktiv und hält Geschäftskontakte zur gesamten Bergbau-Branche sowie zur Industrie. Vor allem verarbeitende Betriebe engagieren sich zunehmend im Rohstoff-Bereich und sind auf externe Expertise angewiesen. Neben dem Bergbausektor deckt Aspermont über das Fachorgan Farming Ahead auch den landwirtschaftlichen B2B-Sektor ab.

    Finanzielle Stabilität und positive Analystenstimmen

    Um das weitere Wachstum zu finanzieren und das Angebot noch besser zu machen, schloss Aspermont im vergangenen Herbst erfolgreich eine Kapitalerhöhung über rund 2,6 Mio. AUD ab. Damit und nach der erfolgreichen Konsolidierung der Aktienanzahl dürfte sich die weitere Perspektive für die Aktie aufhellen. Der primäre Grund dafür ist klar: Die Veränderungen in der Rohstoff-Branche machen exklusive, urheberrechtlich geschützte Datenbestände zu einem begehrten Ziel globaler Technologie- und Informationskonzerne, die ihre KI-Systeme verlässlich trainieren oder in Nischen vordringen wollen. Auch wächst die Zahl der potenziellen Kunden von Aspermont immer weiter, je komplexer die Versorgung mit Rohstoffen wird. Während Bergbaukonzerne ihre schwindenden Reserven ersetzen müssen, erscheint Aspermont als Anbieter tiefer Branchenintelligenz hochgradig skalierbar. Das Research-Haus GBC hat Anfang Juni seine Kaufempfehlung für die Aktie von Aspermont bestätigt und ein Kursziel von 5,45 AUD ausgesprochen. Angesichts einer niedrigen Marktkapitalisierung von lediglich rund 22 Mio. AUD bietet die Aktie erfahrenen Anlegern ein spannendes Chance-Risiko-Profil.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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