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27.03.2023 | 06:00

Barrick Gold, Globex Mining, Deutsche Bank – Bankenkrisen befeuern Investitionen in Gold

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Bildquelle: pixabay.com

In den letzten Wochen haben zwei große Banken, die Silicon Valley Bank und die Credit Suisse, die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich gezogen, da beide Institute mit verschiedenen Problemen zu kämpfen haben. Diese Entwicklungen haben die Angst vor einer möglichen Bankenkrise erneut angefacht und die Investoren dazu veranlasst, nach sicheren Häfen zu suchen. Einer der Gewinner dieser Entwicklung ist der Goldpreis, der in den letzten Tagen stark angestiegen ist. Wir sehen uns daher heute 2 Edelmetallunternehmen an und werfen einen Blick auf die Deutsche Bank.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008

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Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold – profitiert vom steigenden Goldpreis

    Barrick Gold, der zweitgrößte Goldproduzent der Welt, hat im Februar seine Finanzergebnisse für das 4. Quartal vorgelegt. Trotz der schwachen Gold Performance 2022 konnten die Erwartungen der Analysten übertroffen werden. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 0,13 USD pro Aktie und damit einen Cent über den Schätzungen. Hervorzuheben ist dabei der Anstieg der Goldproduktion im letzten Quartal, was sich beim aktuellen Goldpreis von fast 2.000 USD in der Zukunft positiv auswirken dürfte. In diesem Jahr will Barrick 4,2 und 4,6 Mio. Unzen Gold produzieren und hat ein weiteres Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1 Mrd. CAD verkündet.

    Es gibt mehrere Faktoren, die derzeit für Barrick Gold sprechen. Die jüngsten Bankenzusammenbrüche und geopolitischen Spannungen haben zu einem Anstieg der Investitionen in Gold und Silber geführt. Solange diese Unsicherheit bleibt dürfte Gold profitieren. Darüber hinaus könnte sich die US-Notenbank genötigt sehen ihre Zinspolitik zu überdenken. Zuletzt bietet das Kupfergeschäft deutliches Wachstumspotential, denn die Dekarbonisierung des globalen Stromnetzes dürfte die Nachfrage nach Kupfer deutlich erhöhen.

    Die Zahlen zum 1. Quartal wird der Konzern voraussichtlich am 17. Mai vorlegen. Die Gewinne sollten aufgrund des gestiegenen Goldpreises höher ausfallen. Damit könnte auch die Dividende wieder angehoben werden, die nach dem 4. Quartal ohne den Performance-Dividendenanteil bei 0,10 USD lag. Seit dem 9. März befindet sich Barrick im Rallye Modus. Die Aktie konnte von 15,48 USD in der Spitze bis auf 18,67 USD klettern. Momentan liegt der Aktienkurs bei 18,52 USD.

    Globex Mining – Magusi Projekt geht voraussichtlich in Produktion

    Globex Mining dürfte der Anstieg des Goldpreises freuen, denn das Explorations- und Erschließungsunternehmen verfügt über ein vielfältiges Portfolio von 221 Projekten, von denen allein 114 Edelmetalle beherbergen, 62 Basismetalle und Polymetalle sowie 45 Spezialmetalle und Mineralien. Das Geschäftsmodell ist einzigartig. Globex erwirbt günstig Mineralgrundstücke und wertet diese durch Exploration auf. Im Anschluss werden die Liegenschaften veroptioniert. Die Optionspartner übernehmen das Explorationsrisiko und zahlen mit Cash, Aktien und Lizenzgebühren, sofern eine Produktion gestartet wird. Globex bleibt in den meisten Fällen Eigentümer der Grundstücke.

    Aufgrund der Vielzahl der Projekte gibt es laufend neue Nachrichten. Am 23. Februar wurde veröffentlicht, dass Emperor Metals im 2. Quartal 2023 ein Bohrprogramm auf dem Duquesne West/Ottoman Gold Property starten will mit dem Ziel die Goldzonen zu erweitern. Nur 4 Tage später kam die Meldung, dass das Magusi-Projekt, welches von Electro Metals and Mining (EMM) betrieben wird, voraussichtlich in Produktion gehen wird. Neben 6,5 Mio. CAD Barmittel, 7,5 Mio. Aktien von EEM fließen dem Unternehmen auch 3 % Metalllizenzgebühr zu. 1,5 % davon können für 2,25 Mio. CAD abgelöst werden. Im März 2023 gab Globex bekannt, dass die beiden Lizenzgebühr-Abkommen des Unternehmens mit Radisson Mining Resources Inc. an Wert gewinnen, da bei beiden Projekte signifikante Anstiege der angezeigten und abgeleiteten Ressourcen vorliegen.

    Bei der Kewagama Goldmine erhält Globex 2 % des Bruttogewinns, bei der New Alger Goldmine sind es immerhin 1 %. Kommt ein Partner seinen Verpflichtungen nicht nach geht das Projekt an Globex zurück und ist dann weiter exploriert, was den Wert der Liegenschaft fördert. In all den Jahren hat sich die Aktienanzahl kaum verändert. Aktuell sind es voll verwässert rund 58,2 Mio. Anteilsscheine die aktuell zu 0,72 CAD gehandelt werden. Damit kommt man auf eine Marktkapitalisierung von 41,9 Mio. CAD. Stand Ende September 2022 sind 10,8 Mio. CAD in der Kasse und noch einmal 10 Mio. CAD an Aktien und Warrants. Letzterer Wert sollte mit steigendem Goldpreis deutlich zulegen. Die Aktie erscheint bei über 200 Projekten deutlich unterbewertet.

    Deutsche Bank – starker Anstieg bei den CDS sorgen für Talfahrt

    Am Freitag waren alle Augen auf die Deutsche Bank gerichtet. Schon Donnerstag waren die Kosten für die Versicherung gegen das Risiko eines Zahlungsausfalls (CDS) von 142 Basispunkten auf 173 Basispunkte in die Höhe geschnellt, was den größten Anstieg der CDS der Deutschen Bank an einem Tag darstellt. Das sorgte bei Marktteilnehmern für Bedenken hinsichtlich der allgemeinen Stabilität der europäischen Banken und im speziellen der Deutschen Bank. Am Freitag stiegen die CDS weiter auf über 205.

    Die Lage schien so bedrohlich, dass sich Bundeskanzler Olaf Scholz zu einer Stellungnahme genötigt sah. Scholz sagte: „Die Deutsche Bank hat ihr Geschäftsmodell grundlegend modernisiert und neu organisiert. Es ist eine sehr profitable Bank. Es gibt keinen Anlass, sich irgendwelche Gedanken zu machen.“. Er sieht das europäische Bankensystem als stabil und robust an. Diese Aussagen halfen der Aktie der Deutschen Bank sich von ihren Tiefs bei 7,95 EUR zu entfernen.

    Seit Monatsanfang hat die Aktie in der Spitze 33% eingebüßt. Am Freitag ging sie mit 8,54 EUR aus dem Xetrahandel. Am Freitag gab es Panik, nun muss man abwarten, ob es am Montag neue Meldungen gibt oder ob sich die Lage beruhigt. Moody's warnte, dass in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld und bei einem nach wie vor fragilen Anlegervertrauen die Gefahr besteht, dass die politischen Entscheidungsträger nicht in der Lage sein werden, die gegenwärtigen Turbulenzen einzudämmen ohne dass es zu länger anhaltenden und potenziell schwerwiegenden Auswirkungen innerhalb des Bankensektors und darüber hinaus kommt.


    Die Leiden des Bankensektors sind die Freude der Edelmetallunternehmen, denn die Menschen wollen ihr Geld absichern. Jetzt wo wieder Milliardensummen für Banken bereitgestellt werden fürchten die Anleger um ihre Einlagen. Investments in Edelmetalle sind dagegen relativ wertstabil. Barrick Gold ist mit seiner Gold- und Kupferproduktion gut für die kommenden Jahre aufgestellt und profitiert stark vom gestiegenen Goldpreis. Das sollte auch Globex Mining gelingen, die schuldenfrei sind und über 200 Projekte in ihrem Portfolio haben. Die nächsten Lizenzgebühren kommen wohl aus dem Magusi-Projekt. Die Deutsche Bank steckt durch die gestiegenen CDS in Bredouille. Hier muss erst einmal Ruhe einkehren bevor man ein Investment in Betracht ziehen könnte.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.
    2. Bank – Das Kreditwesengesetz (KWG) regelt in Deutschland die erlaubten Geschäfte einer Bank.
    3. Dividende – Die Ausschüttung an Aktionäre einer Aktiengesellschaft wird Dividende genannt.

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    Der Rohstoffmarkt ist im Jahr 2024 von hoher Volatilität geprägt, beeinflusst durch eine starke Nachfrage, Angebotsengpässe und technologische Umstellungen auf erneuerbare Energien, die beispielsweise Lithium und Kupfer verteuern. Außerdem machen Inflationssorgen Edelmetalle attraktiv als Inflationsschutz, während die Zinspolitik der Zentralbanken ebenfalls ein Faktor ist. Zudem sorgen geopolitische Spannungen für Störungen in Lieferketten und steigern so die Preise. In diesem Kontext gewinnen Investitionen in Rohstoffaktien zunehmend an Bedeutung. Diese Form des Investments erlaubt es, indirekt von den Preisschwankungen und dem Wertzuwachs von Rohstoffen zu profitieren, ohne physisch in die Rohstoffe selbst investieren zu müssen. Wir sehen uns daher heute drei Rohstoffunternehmen an und analysieren ihr Potenzial.

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