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21.01.2022 | 04:44

Barrick Gold, Troilus Gold, Gazprom – Ready for Takeoff: Gold zündet jetzt!

  • Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Gestiegene geopolitische Risiken und Inflationsbefürchtungen haben nun eine Initialreaktion beim Gold hinterlassen. Wochenlang stand es regungslos bei 1.790 – 1.820 USD. Nun hat die Verschärfung des Russlands-Ukraine-Konflikts das Interesse an Edelmetallen aber merklich ansteigen lassen. Mit der gehaltenen Goldmenge des weltgrößten Gold-ETFs ging es erstmals seit zwei Wochen auch wieder bergauf. Sie legte seit Jahresanfang nämlich auf aktuell 981 Tonnen rund 3,7% zu. Auch der vielbeachtete ARCA NYSE GOLD BUGS Index bewegte sich mit +7,8% signifikant nach vorne. Wo liegen die größten Chancen im Goldmarkt?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: TROILUS GOLD CORP. NEW | CA8968871068 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , GAZPROM ADR SP./2 RL 5L 5 | US3682872078

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Inhaltsverzeichnis:


    Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.
    "[...] Wir waren schockiert, als die Ergebnisse aus dem Labor zurückkamen, die zeigten, dass die Abraumhalden einen höheren Gehalt hatten als der Minenplan, den wir zu diesem Zeitpunkt entwickelten. [...]" Ryan Jackson, CEO, Newlox Gold Ventures Corp.

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    Barrick Gold – Gute Zahlen und 8% Kursaufschlag

    Mit rund 13% Minus war Barrick noch relativ gut aus dem Jahr 2021 gekommen. Manch andere Titel hatten mehr als 30% korrigiert. Nun vermeldet der zweitgrößte Produzent von Gold seine Vorabzahlen für das vergangene Jahr. Im Raum stand eine ambitionierte Prognose von 4,4 bis 4,7 Millionen Unzen Gold, doch die Unwägbarkeiten wegen der Pandemie waren zum Prognosezeitpunkt schwer zu beziffern. Für das vierte Quartal meldet Barrick Gold jetzt eine passable Produktion von 1,2 Millionen Unzen, die Summe für das Gesamtjahr 2021 liegt damit bei 4,43 Millionen Unzen. So kann Barrick doch die eigene Prognose erfüllen, die Märkte sind positiv überrascht.

    Sehr erfreulich ist, dass auch die All-in Sustaining Costs (AISC) zum Jahresschluss um 4 bis 6% niedriger liegen als noch im dritten Quartal. Damit scheint Barrick Gold noch keinen großen Inflationsdruck zu spüren. Zusätzlich förderte Barrick 126 Millionen Pfund Kupfer, eine begehrte Ware, wenn man den aktuell 23% höheren Preis von 9.860 USD Preis als Grundlage nimmt. Für das Gesamtjahr addiert sich die Kupferproduktion auf 415 Millionen Pfund, die Förderkosten sind hier allerdings um 12% höher ausgefallen. Kupfer bleibt ein wichtiges Standbein des Bergbauriesen.

    Immerhin kann Barrick mit diesen Zahlen die Markterwartungen erreichen. Die Bewertung ist mit einem KGV von 15 und einer Ausschüttung von über 2% nicht zu hoch, denn immerhin konnten die Kanadier ihre Nettoschulden in 2021 auf Null absenken. Technisch wird es bei Überwindung der Linie 18,50 EUR richtig interessant. Einsammeln!

    Troilus Gold – Wohlklingende Bohrergebnisse aus Quebec

    Ein weiterer Kanadier aus Québec meldet zu Jahresanfang gute Bohrergebnisse. Die Wirtschaft im Bundesstaat Québec hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach gewandelt. Seit 1971 treibt die Provinzregierung den Bau von Wasserkraftwerken im Einzugsbereich der James Bay voran, vor allem am 893 km langen Fluss La-Grande. Heute produzieren die Kraftwerke in dieser Region pro Jahr bereits über 83 Terawattstunden (TWh) an Energie. Ein guter Klimabeitrag aus Kanada.
    Das Gebiet von Québec erweist sich als besonders reich an natürlichen Ressourcen mit Seen, Flüssen, riesigen Wäldern. Infolgedessen gehören die Papier- und Holzindustrie sowie die Gewinnung elektrischer Energie aus Wasserkraft zu den wichtigsten Industrien der Provinz. Die Provinzregierung ist aber auch sehr bergbaufreundlich. Das Edelmetallprojekt Troilus Gold befindet sich nordöstlich des Bezirks Val-d'Or und produzierte zwischen 1996 und 2010 ganze zwei Millionen Unzen Gold und fast 70.000 Tonnen Kupfer. Die neue Betreiber-Gesellschaft schickt sich derzeit an, an die historischen Erfolge anzuknüpfen und legt aktuelle Bohrergebnisse vor.

    Der neueste Bericht vom Januar bezieht auf das laufende Bohrprogramm in der Zone Southwest. Diese Zone liegt ca. 2,5 km von der historischen Schürfzone entfernt, sie wurde erstmals Ende 2019 entdeckt und hat sich zu einem der bedeutendsten Mineralwachstumsgebiete auf dem Grundstück entwickelt. Die mineralisierte Länge hat sich in den letzten 12 Monaten auf 1,85 km mehr als verdoppelt. Dabei befindet sich der Großteil der gemeldeten Abschnitte an der Oberfläche, außerhalb des Grubenmantels. Mit Goldgraden zwischen 1,32 und 4,52 g/t identifiziert sich die erprobte Zone als sehr stark. Der Erzkörper erscheint mit bis zu 200m unterhalb der PEA-Grubenhülle sehr kontinuierlich. Die Bohrungen werden nun mit einer Rate von etwa 7.000m pro Monat fortgesetzt.

    Infolge der anhaltenden Bohrerfolge bei Troilus, welche besonders die technischen Entwicklungen und das Wachstum in den Zonen 'Southwest' und 'J' aufzeigen, soll die Mineralressourcenschätzung nun in der ersten Hälfte des Jahres 2022 in Verbindung mit der Vormachbarkeitsstudie abgeschlossen werden. Die Troilus-Aktie handelt derzeit in einem Korridor von 0,68 bis 0,76 CAD und ist technisch dabei, diese Zone nach oben zu verlassen. Mit einer Aktienzahl von rund 196 Mio. Stk. beträgt die aktuelle Marktkapitalisierung 147 Mio. CAD. Troilus Gold sollte wegen der Stärke des Projekts vom Gold-Ausbruch überproportional profitieren können.

    Gazprom – Europa spielt mit dem Feuer

    Wieder Ärger mit der Genehmigung für die fertig gestellte Gas-Pipeline NordStream2. Denn immer noch gibt es vom Europaparlament keine Freigabe. Derweil hat Europa seine unterirdischen Erdgasspeicher bereits zu 63% geleert. Wie der russische Förderkonzern Gazprom unter Berufung auf den Branchenverband Gas Infrastructure Europe mitteilte, sind die Speicher aktuell zu nur 25% gefüllt – das ist mit 46,9 Mrd. qm der niedrigste Stand in der Geschichte.

    Zahlreiche Medien berichteten zeitgleich, dass Gazprom für den Februar keine Gaslieferungen über die Yamal-Pipeline nach Deutschland gebucht hat. Was ist hier los? Wird der Russland-Ukraine-Konflikt zum Gasproblem für ganz Europa? Derzeit spielen Politiker hüben wie drüben wohl mit dem Feuer und das nachdem die Gaspreise in 2021 schon historische 300% zugelegt hatten.

    Wir erwarten, dass angesichts der Versorgungslage in Europa schon bald eine gütliche Einigung mit Gazprom erzielt werden dürfte, die Kundenverbindung war jahrelang einwandfrei. Die militärischen Drohgebärden an den Grenzen zwischen Nato und Russland sollte man daher nicht überbewerten, trotzdem hatten Anleger die Aktie in den letzten zwei Wochen erstmal wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Mit einem Kurs von 7,26 EUR steht Gazprom aktuell 23% unter seinem 2021er Hoch. Analytisch liefert ein geschätztes Ergebnis je Aktie 2022e von 3,11 USD ein KGV von nur noch 2,6 bei einer Dividenden-Rendite von über 5%. Ein paar Stücke sollte man auf diesem Niveau ins Portfolio nehmen.


    Politische Unsicherheiten, Preissteigerung und die Pandemie machen den Menschen zu schaffen. Keine guten Zeiten für große Spekulationen. Der Trend zur Vermögenssicherung sollte liquide Gelder daher verstärkt in Sach- und Rohstoffwerte treiben. Barrick und Gazprom sind bekannte Standardwerte, Troilus ist ein hochinteressanter Explorer mit gutem Potenzial.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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    Lexikon:

    1. Aktie – Als Aktie wird ein Wertpapier bezeichnet, welches einen Anteil am Eigenkapital einer Aktiengesellschaft darstellt.

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    Die Situation bei Gold ist im Moment mehr als paradox. Auf der einen Seite wütet der Ukraine-Krieg mit der Gefahr einer Ausweitung auf andere Länder. Dazu springen die Inflationsraten auf Niveaus, die die Welt seit mehr als 30 Jahren nicht mehr gesehen hat. Als Sahnehäubchen behindern die No-Covid-Lockdowns in China die eh schon verworrenen Lieferketten. Gold müsste demnach explodieren. Jedoch sieht die Realität anders aus. Das gelbe Edelmetall kämpft aktuell um die Marke bei 1.800 USD je Unze. Langfristig dürfte sich die Krisenwährung durchsetzen und ihren Weg über neue Höchststände bahnen.

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    • Batterien
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    • Kupfer
    • Gold
    • Silber
    • Energie
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    Immer mehr Menschen erhalten Zugang zu Elektrizität. Um das zu ermöglichen benötigt man Kupfer, denn das Industriemetall kann den Strom am besten leiten. Durch den Umbruch in der Energiewirtschaft hin zu Erneuerbaren Energien und durch die Elektrifizierung von Fahrzeugen kommt es zu einer steigenden Nachfrage. Das Angebot kann da nicht Schritt halten. Obwohl 2021 die Kupferproduktion um 2,2% gestiegen ist, liegt man damit nur 0,3% über dem Vor-Corona-Niveau. Das erklärt den deutlich gestiegenen Kupferpreis und man kann auch 2022 von einem Angebotsdefizit ausgehen. Wir sehen uns drei Unternehmen für die Elektrifizierung von morgen an.

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