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02.03.2026 | 05:10

Repsol, Globex Mining, Hudbay Minerals – Eskalation an den Rohstoffmärkten

  • Rohstoffe
  • Edelmetalle
Bildquelle: pixabay.com

Es hatte sich über Wochen abgezeichnet, nun wurde es Realität. Israel startete mit seinem Verbündeten, den Vereinigten Staaten von Amerika, einen Angriff auf den Iran. Das Mullah-Regime antwortete mit Gegenschlägen, was die Situation zum Eskalieren brachte. Die Märkte reagierten mit Hysterie. Der Goldpreis stieg um mehr als 3 %, während Öl zweistellig in die Höhe schoss. Sollte sich der Konflikt ausweiten, die Straße von Hormus wurde bereits gesperrt, drohen vor allem beim Ölmarkt starke Verwerfungen, die zu weiter explodierenden Preisen führen dürften.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , HUDBAY MINERALS INC. | CA4436281022 , REPSOL S.A. EO 1 ADR 1 | US76026T2050

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Inhaltsverzeichnis:


    Repsol – Günstiger Produzent aus Spanien

    Die Profiteure des zu erwartenden Engpasses beim schwarzen Gold sind in erster Linie die Ölproduzenten. Ein im Vergleich zur Peer Group günstiges Unternehmen kommt aus Spanien. Die 1987 gegründete Repsol hat sich vom regionalen Ölkonzern zum globalen Energieplayer entwickelt. Heute zählt das Unternehmen zu den größten Mineralöl- und Energiekonzernen weltweit und ist in 29 Ländern aktiv, darunter mit einem strategisch bedeutenden Anteil in Venezuela.

    Neben der klassischen Exploration, Förderung und Raffinerie betreibt Repsol ein vertikal integriertes Geschäft bis hin zum Endkundenvertrieb an eigenen Tankstellen. Außerdem baut das Unternehmen sein Engagement im Bereich erneuerbare Energien konsequent aus und will bis 2027 eine installierte Leistung von 9–10 GW in Wind- und Solarprojekten erreichen.

    Auf operativer Ebene zeigt der Konzern trotz zyklischer Ölpreisschwankungen eine robuste Entwicklung. Sowohl Umsatz und Ergebnis legten über die letzten Jahre solide zu, und die konsequente Schuldenreduktion stärkt die finanzielle Basis erheblich. Repsol kombiniert dies mit einer attraktiven Dividendenrendite von über 6 % und signalisiert damit klare Aktionärsfreundlichkeit.

    Was viele Anleger besonders ins Blickfeld rückt, ist die bewertungsseitige Attraktivität der Aktie. Die Kennzahlen liegen deutlich unter dem Branchendurchschnitt. So notiert die Aktie aktuell mit einem KGV im niedrigen einstelligen Bereich. Ebenso wird die Aktie zum deutlich unter Buchwert gehandelt, was auf ein signifikantes Bewertungs-Discountpotenzial hindeutet, insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern wie Exxon oder TotalEnergies.

    Globex Mining – Rohstoff-Portfolio mit Hebel auf zahlreiche Zukunftsmetalle

    Der Rohstoffsuperzyklus setzt sich unvermindert fort und der kanadische Rohstoffinkubator Globex Mining profitiert von allen Seiten.
    Während viele Explorer alles auf ein Projekt setzen, verfolgt Globex Mining seit Jahrzehnten einen anderen Ansatz. Das Unternehmen agiert wie eine „Mineralbank“ und baut systematisch ein breit diversifiziertes Rohstoff-Portfolio auf. Heute umfasst dieses 269 Projekte, nahezu vollständig in bergbaufreundlichen Regionen Kanadas.

    Das Spektrum reicht von Gold und Silber über Kupfer, Zink und Nickel bis hin zu strategischen Metallen wie Lithium, Uran, Seltenen Erden oder Antimon. Damit ist Globex in nahezu allen Rohstoffsegmenten positioniert, die von Elektrifizierung, Energiewende und geopolitischen Spannungen profitieren. Statt selbst hohe Summen in Minenbau und Exploration zu investieren, bringt Globex Projekte in Partnerschaften ein. Aktuell bestehen 107 Royalty- und Optionsvereinbarungen, die laufende Einnahmen generieren und gleichzeitig künftige Produktionsbeteiligungen sichern.

    Dieses Modell reduziert das operative Risiko erheblich. Partner finanzieren Bohrprogramme und Entwicklung, während Globex über Lizenzgebühren und Beteiligungen am Erfolg partizipiert. Explorationserfolge, etwa im Bereich Antimon in New Brunswick oder bei Seltenen Erden in Nevada, unterstreichen das Potenzial des Portfolios in Märkten mit strukturellem Angebotsdefizit.

    Auch bilanziell steht das Unternehmen solide da. Globex ist schuldenfrei und verfügt über liquide Mittel sowie Wertpapierbestände von über 30 Mio. CAD. Angesichts einer vergleichsweise moderaten Marktkapitalisierung in Höhe von rund 140 Mio. CAD wirkt der innere Wert des breit gefächerten Projektbestands noch nicht vollständig eingepreist.

    Kürzlich hat Globex ein Update zu den Arbeiten auf dem Goldprojekt Parbec in Quebec veröffentlicht. Das Lizenzgebiet liegt entlang des produktiven Cadillac Break nahe der kanadischen Malartic-Mine. Eine 3-%-Bruttometall-Royalty sichert Globex künftige Einnahmen. Eine NI-43-101-Ressource bestätigt signifikante Goldvorkommen. Aktuelle Arbeiten sollen die Basis für ein erweitertes Bohrprogramm 2026 schaffen.

    Hudbay Minerals – Diversifiziertes Metall-Portfolio mit strategischem Hebel

    Nach einer kurzen Verschnaufpause haussiert der Goldpreis, getrieben von den Ereignissen im Nahen Osten, weiter. Die Indikation am Wochenende zeigte bereits Kurse nahe der Marke von 5.500 USD je Unze. Ein erneutes Erklimmen eines Allzeithochs würde die Tür für die magische Marke von 6.000 USD je Unze weit öffnen.

    Infolgedessen dürfte auch die Aufwärtsbewegung der Produzenten weiter an Fahrt aufnehmen. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn aufgrund der Kursgewinne der vergangenen Monate sind viele Unternehmen bereits ambitioniert bewertet.

    Während Schwergewichte wie Freeport oder Barrick die Schlagzeilen dominierten, hat sich Hudbay Minerals im Hintergrund zu einem der spannendsten Mid-Tier-Produzenten im Edel- und Basismetallsektor entwickelt. Der kanadische Konzern überzeugt vor allem durch sein hochwertiges und breit diversifiziertes Minenportfolio.

    Aktuell betreibt Hudbay mit Copper Mountain und Snow Lake in Kanada sowie Constancia in Peru drei Kernminen. Alle drei Assets zeichnen sich durch einen signifikanten Anteil an Beiprodukten aus. Neben Kupfer liefert das Unternehmen Gold, Silber, Zink und Molybdän. Diese Diversifikation stabilisiert die Cashflows und reduziert die Abhängigkeit vom reinen Kupferpreis.

    Doch das eigentliche Potenzial liegt in der Pipeline. Mit dem Copper-World-Projekt in Arizona verfügt Hudbay über ein Entwicklungsprojekt, dass das Unternehmen strategisch auf ein neues Niveau heben könnte. Der Genehmigungsprozess ist weit fortgeschritten, eine definitive Machbarkeitsstudie wird für Mitte 2026 erwartet. Bereits in der ersten Phase des Minenlebens ist eine jährliche Produktion von rund 85.000 t Kupfer vorgesehen.

    Operativ unterstreichen die Zahlen für 2025 die solide Basis. Sowohl Umsatz als auch EBITDA legten deutlich zu, der freie Cashflow bleibt robust.


    Der Angriff auf den Iran durch Israel und den USA ließ Edelmetall- und Rohstoffpreise explodieren. Repsol ist im Vergleich zu anderen Ölproduzenten günstig bewertet. Hudbay Minerals besitzt wie Globex Mining einen Hebel auf sein diversifiziertes Portfolio.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war mehr als drei Jahre CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und lange im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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