10.03.2026 | 05:00
Bewertungsanomalie im Drohnensektor: Satte Renditen mit Volatus Aerospace, Hensoldt und DroneShield
Die globale Sicherheitsarchitektur steht nicht erst seit Ausbruch des Krieges um den Iran vor einer Zäsur. Auch die Entwicklungen an der NATO-Ostflanke zeigen, dass die Dominanz schwerer Waffensysteme durch kostengünstige, unbemannte Flugobjekte herausgefordert wird. In dieser neuen Realität kann eine Drohne für 500 USD einen Kampfpanzer im Wert von 10 Mio. USD zerstören. Diese Entwicklung zwingt die Verteidigungsindustrie zum Umdenken. Herkömmliche Luftverteidigungssysteme sind durch die schiere Menge und geringe Signatur feindlicher Drohnen oft überfordert. Gefragt sind innovative Lösungen, die Bedrohungen erkennen, bewerten und unschädlich machen. Besonders sogenannte Interceptor-Drohnen zur gezielten Neutralisierung feindlicher Flugobjekte rücken dabei in den Fokus von Militärs und Beschaffungsbehörden. In dieser hochspezialisierten Nische haben sich Hensoldt, DroneShield und Volatus Aerospace als innovative Lösungsanbieter positioniert. Wir zeigen, wo für Anleger die attraktivsten Chancen liegen und legen ein besonderes Augenmerk auf ein aufstrebendes Unternehmen aus Kanada.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
VOLATUS AEROSPACE INC | CA92865M1023 , HENSOLDT AG INH O.N. | DE000HAG0005 , DRONESHIELD LTD | AU000000DRO2
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Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Hensoldt liefert die sensorische Präzision
Der deutsche Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt bringt alles mit, um kleinste Bedrohungen in komplexen, oftmals durch Störsignale überlagerten Umgebungen zu identifizieren. Entscheidend sind dabei Radarsysteme der PrecISR-Familie sowie die fortschrittliche AESA-Technologie, mit der Drohnen selbst bei minimalem Radarquerschnitt und schlechtem Wetter von natürlichen Objekten unterschieden werden können. Wie gefragt diese Sensoren aktuell sind, zeigt sich auch in den Büchern: Im Geschäftsjahr 2025 stieg der Auftragseingang bei Hensoldt um gut 62 % auf 4,71 Mrd. EUR, was zu einem historischen Auftragsbestand von 8,8 Mrd. EUR führte. Flankiert wurde dieses Wachstum von einem bereinigten Free Cashflow in Höhe von 347 Mio. EUR. Um auf moderne Bedrohungen noch schneller reagieren zu können, integriert Hensoldt in einer strategischen Partnerschaft mit Tytan Technologies nun auch kosteneffiziente Interceptor-Drohnen direkt in seine Plattformen, was die Reaktionszeit gegen Drohnenschwärme deutlich senkt.
DroneShield stoppt Drohnen durch Künstliche Intelligenz
Sobald eine Bedrohung vom Radar erfasst ist, übernimmt DroneShield die Neutralisierung. Das australische Unternehmen ist anerkannter Marktführer für KI-gestützte elektronische Gegenmaßnahmen und bietet die Abwehr durch gezielte Störsignale an. Anstatt bekannte Signal-Bibliotheken abzugleichen, nutzt DroneShield neuronale Netze, um feindliche Flugobjekte anhand von Mustern im Radiofrequenzspektrum zu erkennen, selbst wenn diese modifiziert oder völlig neuartig sind. Dieser technologische Vorteil sorgte für ein starkes organisches Wachstum. Der Umsatz kletterte im Jahr 2025 um 276 % auf 216,5 Mio. AUD, was umgerechnet rund 140 Mio. USD entspricht. Um die Vertriebspipeline von etwa 2,3 Mrd. AUD bedienen zu können, hat DroneShield seine Fertigungskapazitäten von 500 Mio. AUD auf über 2,4 Mrd. AUD pro Jahr ausgebaut. Das Unternehmen profitiert dabei zunehmend auch von zivilen Aufträgen für den Schutz von kritischer Infrastruktur oder Großevents wie der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft. An der Börse ist DroneShield allerdings längst ein Star – und die Bewertung entsprechend ambitioniert.
Volatus Aerospace als strategischer Integrator
Weniger bekannt ist dagegen Volatus Aerospace. Inmitten der bekannten Anbieter rund um Drohnen-Technologie nimmt Volatus Aerospace die Rolle des agilen Systemintegrators ein. Das kanadische Unternehmen bedient Endkunden wie Grenzbehörden oder das Militär und bietet Intelligence, Surveillance und Reconnaissance (ISR) als ganzheitliche Dienstleistung an. Durch die zusätzliche Bereitstellung unbemannter Flugsysteme und die Integration der Technologien von Drittherstellern stellt Volatus sicher, dass identifizierte Ziele durch präzise Interceptor-Lösungen effizient unschädlich gemacht werden. Das Unternehmen wächst stark und verzeichnete im dritten Quartal 2025 einen Umsatzsprung von gut 60 % auf 10,6 Mio. CAD. Mit einer Barreserve von rund 40 Mio. CAD finanziert Volatus derzeit den Ausbau seines Innovationszentrums in Mirabel, um die eigene Produktion von Langstreckendrohnen für NATO-Partner hochzufahren. Anfang März 2026 untermauerte Volatus seinen strategischen Führungsanspruch zudem mit der Einführung von SKYDRA. Diese digitale Plattform für die Drohnenabwehr ermöglicht Einsatzkräften die Simulation und Durchführung komplexer operativer Abwehrszenarien in Echtzeit.

Bewertungsanomalie bietet Einstiegschancen
Für Investoren bietet die aktuelle Phase bei Volatus attraktive Möglichkeiten, da der Markt für Drohnenverteidigungssysteme laut Instituten wie Fortune Business Insights vor einem rasanten, jahrelangen Wachstum steht. Während Hensoldt als etabliertes Basisinvestment gilt und DroneShield mit einem hohen Aufschlag gehandelt wird, der die aktuelle Marktführerschaft widerspiegelt, ist Volatus aktuell nahezu unschlagbar günstig: Mit einem Umsatz-Multiplikator von lediglich 7,9x für das erwartete Geschäftsjahr 2026 weist Volatus im direkten Vergleich zum hoch bewerteten Peer DroneShield, der bei 14,7x notiert, eine klare Unterbewertung auf. Die Analysten von Ventum Capital Markets sehen im Systemintegrator mit jahrelanger Erfahrung im Drohnen-Geschäft eine klare Einstiegschance, da die globale Aufrüstungswelle im Bereich der Drohnenabwehr den Umsatz weiter treiben dürfte und das Potenzial großer Regierungsaufträge vom Markt noch unterschätzt wird. Anleger, die das operative Potenzial von Interceptor-Lösungen und asymmetrischer Verteidigung erkennen, finden in Volatus Aerospace einen Titel, der unmittelbar vor einer Neubewertung stehen könnte.
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